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Dr. med. Ludger Nohr

Die psychische Entwicklung von Babys
und Kindern besser verstehen

Dr. med. Ludger Nohr

   

 

2 järiger steht im Bett und ruft

Sehr geehrte Herr Nohr,

unser Sohn ist 27 Monate alt und seit ein paar Wochen träumt er gegen 23 Uhr und gegen 1 Uhr derart heftig und kreischt von 0 auf 100 los.
Er ruft dann sehr weinerlich ,,Mama bitte komm", oder ,,Mama bitte hochheben ". Wenn ich ins Zimmer komme steht er im Bett . Ich lege ihn wieder hin und streichel ihn kurz.
Um 2 Uhr wird er wach und ruft erneut nach mir und vereinzelt nach meinen Mann und steht wieder im Bett. Er ist manchmal hellwach. Diese Prozedur geht dann teilweise über 3 Stunden. Er gibt nicht auf. Er ruft: Mama, komm hoch heben. Papa komm!

Beim zu Bett bringen sagt er jeden Abend: ich rufe Mama, ich rufe Papa. Wir sagen ihm dann schon immer, dass er das nicht braucht, dass wir da sind. Er antwortet dann immer: doch ich rufe. Sollten wir diese Aussage einfach ignorieren oder ihm doch Antwort darauf geben?

Veränderung gab es keine.
Bei Oma und Opa schläft er 1x in der Woche ohne einen Ton nachts von sich zu geben.

Vielleicht haben sie eine Begründung für sein Verhalten.

Besten Dank vorab.
Mit freundlichen Grüßen Tina Jung

von TinaJung am 12.02.2019, 14:43 Uhr

 

Antwort:

2 järiger steht im Bett und ruft

Liebe Tina Jung,
wenn ein Kind nachts häufiger aufwacht und die Nähe der Eltern braucht, dann ist er in diesem Moment in Not. Da nützen keine Erklärungen oder Hinweise, da braucht er die physische Gewissheit, dass die Eltern noch da sind. Das ist manchmal leichter nachvollziehbar, manchmal weniger aber es ist immer ein wesentliches Bedürfnis des Kindes. Deshalb geht es m.E. eher darum, wie man dieses temporäre Bedürfnis erfüllen kann und selbst einigermaßen über die Runden kommt. In solchen Zeiten haben wir eine Matratze neben unser Bett gelegt, um ohne zu großen Aufwand nah genug sein zu können. Also eine pragmatische Lösung ohne das Bedürfnis zu kommentieren ("du brauchst doch keine Angst zu haben, du weißt doch....") oder zurückzuweisen. Nach einer Zeit der Gewissheit lässt der Wunsch wieder nach und man kann zu alten Schlafmustern zurückkehren - wenn man will.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. Ludger Nohr am 13.02.2019

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