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Geschrieben von maeusemama am 30.03.2005, 10:14 Uhr

UMFRAGE

huhu,
ich starte mal ne umfrage:
sind eure kinder getauft? wenn ja, welche konfession und warum habt ihr sie taufen lassen? weil es alle machen oder aus überzeugung? geht ihr regelmäßig in die kirche?
wenn nein, warum habt ihr sie nicht taufen lassen?
also bei uns ist es so, dass unsere kinder (noch) nicht getauft sind. wir sind uns einfach nicht sicher. es ist schon so, dass wir an gott glauben, aber wir leben in einem katholischen dorf und hier kommt uns so einiges "scheinheilig" vor. hinzu kommt, ich bin evangelisch und mein mann katholisch. ich würde wenn lieber ev. taufen was aber auch nicht so einfach wäre, weil die nächste ev. kirch weiter weg ist, hier ist alles nur katholisch.
bin mal gespannt wie es bei euch so ist. noch haben wir ja ein bissel zeit, aber irgendwann müssen wir uns schon entscheiden. es einfach den kindern selbst überlassen ist auch nicht so leicht, wenn dann hier alle zur kommunion gehn, dann wird mein sohn sicher sagen, jau, das will ich auch.
lg, simone

 
18 Antworten:

Re: UMFRAGE

Antwort von TineS am 30.03.2005, 11:40 Uhr

Hallo,
also wir haben unsere 3 Kids taufen lassen und werden auch das 4. taufen lassen.

Wir haben damals beim 1. ganz lange darüber nachgedacht. wir sind beide Katholisch, sind aber der meinung um nen glauben zu haben, muß ich nicht in die Kirche gehen, sondern kann auch zuhause beten oder einfach an gott glauben.

Fürs taufen haben wir uns ua. deswegen entschlossen, weil wir denken dass ein Kind erstmal einen Glauben kennelernen muß um ihn zu mögen oder abzulehnen.

Unser 5 Jähriger kam vor knapp nem 3/4 Jahr und fragte uns total viel über Gott und Jesus aus. Er will auch jetzt in jede Kirche etc. Denke er hats bei nem Freund aufgeschnappt, denn im kiga haben sie das thema nicht, da es kein katholischer sondern ein BRK kiga ist. Wir leben hier ja auch auf dem Dorf.

Seitdem war ich ein paarmal in der Kindermesse mit ihm und es macht ihm spaß und seine gute nacht geschichte ist eine Kinderbibel (wird nun schon zum 2. mal gelesen *G*)
auch ist die Taufe für mich ein Symbol. Ein symbol für unsere Familie, das unsere Kinder von Gottes Hand beschütz werden. Verstehste was ich meine?

Wenn ich die wahl hätte, würde ich übrigens eher evangelisch taufen lassen. Die finde ich etwas weltoffener als die katholischen.

Aber ich trenne für mich auch das was vom papst und co in rom geredet wird, von meinem Glauben.

viele grüße

tine

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Re: UMFRAGE

Antwort von *Aquilina* am 30.03.2005, 21:53 Uhr

Hallo,

meine drei Kinder sind nicht getauft. Weder mein Mann noch ich sind in der Kirche, d. h. auch nicht getauft. Daher stellte sich die Frage bei uns gar nicht. Auch ist es für mich/uns nicht wichtig einer Kirche anzugehören. Wichtig ist nur nach bestimmten Grundsätzen zu Leben, meine Meinung.

Denn was bringt es in der Kirche zu sein, Kirchensteuer zu zahlen und nicht mal die Kirche aufzusuchen?
Warum lasse ich mich Taufen, wenn ich nicht in die Kirche gehe?

Wo bleibt zu Hause die kirchliche Erziehung (bei vielen wird zwar von Kirche gesprochen, aber nicht gelebt, d. h. keine Gebete, ...), das gehört für mich dazu.

Es fallen mir noch einige Sachen ein, aber die aufzuführen wäre zu langwierig.

In der Schule und auch zu Hause erklären wir unseren Kindern unterschiedliche Religionen. In der Schule ibt es entsprechenden Unterricht. Sollten sich unsere Kinder mit 14 sicher sein, sie wollen einen Glauben annehemen, ich stelle mich dem nicht entgegen. Sie sollen ihren eigenen Glauben wählen, besser als irgendwann auszutreten, bzw. sich dem Gruppenzwang "Es machen hier alle" amzuschließen, denn für mich/uns ist das eine Entscheidung fürs Leben.

LG Cathy

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Nein!

Antwort von 5Mädels? am 31.03.2005, 7:54 Uhr

Meine Kinder sind nicht getauft, eben weil das alles verlogener Sch... ist. Wenn die Kirche sich selbst an ihre Grundsätze gebunden fühlen würde, würd ich mir das vielleicht nochmal überlegen, aber so? Nein danke!

Und glaub mir, die Kinder vermissen nichts im Gegenteil, meine waren in Ethik sehr gut aufgehoben. Und wenn die anderen Kommunion hatten, hatten meine die "Nicht-Kommunion" da gabs auch Geschenke und eine kleine Feier, weil ich nicht wollte daß sie sich nur deshalb taufen lassen möchten, damits Geschenke gibt. Wenn sie getauft werden möchten aus echten Glaubengründen bin ich garantiert nicht dagegen, aber nicht weils halt alle so machen. Wer bin ich denn daß ich tun muß was alle tun?

LG
Nicole

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Re: UMFRAGE

Antwort von Hasenmami am 31.03.2005, 11:13 Uhr

Hallo!

Meine Kinder sind alle getauft und zwar weil ich an Gott glaube. Die Kinder sind evangelisch getauft, obwohl ich katholisch bin. Mein Mann ist evangelisch und unser gesamtes Umfeld ist evangelisch. Ich gehe auch häufig mit meinem Mann in die evangelische Kirche. Für mich macht das keinen Unterschied außer, dass bei den Katholischen alles etwas feierlicher ist. Mit unserem ev. Pfarrer hier im Ort sind wir auch ganz gut bekannt. Für mich war es auch wichtig, dass die Kinder früh getauft wurden, d.h. sie waren alle zwischen 8 und 12 Wochen alt.

VLG Andrea

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aus Überzeugung:Ja!

Antwort von sonnenwunder am 31.03.2005, 13:51 Uhr

Hallo!
Wir sind beide gläubig katholisch und unsere Kinder gehen in einen katholischen Kiga bzw in eine katholische Schule und wir gehen beide in die Kirche und ich bin in der Gemeinde auch ehrenamtlich aktiv.

Der Sinn der Taufe ist uns bewußt und wir halten es für sehr wichtig, daß das Kind in die Gemeinde aufgenommen wird.
Wenn sich unsere Kinder später mal nicht mehr zum Glauben bekennen, dann ist das auch o.k. für uns, aber sie sollten zumindest den einen Weg gesehen haben und es sollten ihnen alle Möglichkeiten offen stehen.

Die Taufen an sich waren sehr feierlich, den Gottesdienst für die Zwillingstaufe vor 1,5 Jahren habe ich komplett selbst vorbereitet.
Unsere Kinder wurden jeweils mit 2 Monaten, 3 Monaten und 3 Monaten (Zwillinge) getauft.

Viele Grüße
Sonja

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AUCH EIN GROßES NEIN

Antwort von 3 mal Mami am 31.03.2005, 13:51 Uhr

WEIL ich ganz genau die gleiche meinung habe wie 5 Mädels !! Wisst ihr was das 1. war was ich mir anhören musste als ich mein 1. Kind nicht taufen lies? ABER WENN ES MAL STIRBT BEKOMMT ES KEINE RICHTIGE BEERDIGUNG !! AHHH Meine Güte Das arme Wesen war noch nicht mal auf der Welt da kommt so ein Spruch??? DER 2. Spruch: Dein Kind hat dann keinen richtigen namen ! Hallo? Ich meine was soll das denn ? Sollen dies Gründe für eine Taufe sein? Warum zwängen viele ihre Kinder in diesen Glauben rein obwohl sie nichts darüber wissen o. obwohl sie selbst nicht in die Kirche gehen? Ich weiß das Thema ist heitel a. man muß akzeptieren wenn es Leute gibt die nicht mit dem Strom schwimmen sondern Ihrem Kind die Wahl lassen möchten es Heisst ja nicht das ich es verbieten würde a. das muß aus echten Gründen passieren nämlich dem Glauben und zwar den Glauben den die Kirche uns sooft vermitteln möchte und mittlerweile hat sich sehr viel geändert warum muß ich denn bezahlen damit ich glauben darf warum wird man abgewiesen weil ich keine Kirchen Steuer zahle? Das alles sind dinge die man sich fragen sollte Letztendlich trifft man seine Entscheidungen fürs Leben immer allein ohne den lieben Gott denn wenn diese Entscheidung einmal falsch war muß man es selbst ausbaden. Ich glaube es hat alles seinen Sinn im Leben a. nicht den Sinn das ich dazu in die Kirche muß.

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Re: UMFRAGE

Antwort von karinma am 31.03.2005, 15:26 Uhr

Meine Kinder sind alle getauft, wir sind evangelisch. Wir haben die Kinder aus Überzeugung taufen lassen.
Der Glaube und auch die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde sind sehr wichtig für uns. Wir gehen regelmäßig in die Kirche und meine Kinder nehmen dort auch an Spielgruppe, Kinderkreis und Freizeiten teil.
Zwingen würde ich die Kinder natürlich nicht dazu, derzeit macht es ihnen aber großen Spaß und ich würde mich freuen, wenn das so bleiben würde.

Liebe Grüße,
Karin

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Re: UMFRAGE

Antwort von 5Mädels? am 31.03.2005, 17:04 Uhr

Eine meiner Töchter geht auf eine katholische Mädchenschule, obwohl sie nicht getauft ist. Mußte dafür aber unterschreiben, daß ich nicht aus der Kirche austreten werde, solange sie die Schule besucht. Nett, oder? Hätte ich nie gemacht, wenn sie nicht unbedingt auf eine reine Mädchenschule gehen wollte, und das ist halt mal die einzige Mädchenrealschule bei uns.

Persönlich kann ich mit christlichem Glauben überhaupt gar nix anfangen. Zu viele Wiedersprüche, zu viel offensichtlich Unwahres, zu viel Schreckliches in der Vergangenheit. Zu dieser Gruppierung möchte ich nicht gehören.
Man muß sich mit einer Sache beschäftigen um eine Aussge drüber machen zu können, und ich hab mich genug mit dem Glauben beschäftigt und bin zu dieser Entscheidung gekommen.

Selbst bin ich wohl eher das was man im christlichen Glauben als Hexe bezeichnen würde, ich lehne diese Benennung aber ab, weil sie wieder kirchlich bestimmt und absolut fehlinterpretiert ist. Ich finde Kraft in mir selbst und nicht weil mir irgendjemand Göttliches wohlgesinnt ist. Arrogant? Vielleicht, aber so ist es nun mal. Das Patriarchat bestimmt das Christentum und mit der mir dort zugedachten niederen Rolle als Frau kann ich nicht umgehen.

Was schreib ich hier eigentlich alles! So viel wollte ich gar nicht von mir preisgeben, aber was solls!

LG
Nicole

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Re: UMFRAGE

Antwort von Edda3 am 31.03.2005, 22:28 Uhr

Tolle Umfrage, Simone.

und ein Lob an die Teilnehmerinnen, dass es, obwohl das ein echt heikles Thema ist und keine 'Eine' Wahrheit gibt, so geordnet und nett gehandhabt wird. Hoffe es bleibt so und es gibt wegen dieses Themas keinen Streit.

Also, ich bin evangelisch, getauft, konfirmiert vor 14 Jahren ausgetreten aus Überzeugung, dass ich mit der Kirche nichts anfangen kann, dass ich keine Steuern zahlen will, wenn ich die Kirche nicht besuche (bekam dann auch einen Brief, dass ich dann nicht von einem Pfarrer beerdigt werden kann und ich das deswegen bitte der Verwandtschaft erzählen soll) und dass ich meinen Glauben mit Gott zu Hause ausmachen kann.

Vor 7 Jahren lernte ich meinen jetzigen MAnn kennen (katholisch), der eine ganz andere Auffassung von Glauben hatte, er sang damals noch im Kirchenchor, war Lektor und sehr aktiv in seiner Kirchengemeinde. Wir haben viele Diskussionen geführt und waren da durchaus kontrovers. Trotzdem hat mich das der Kirche wieder einen Shritt näher gebracht. Als mein Mann sich hat scheiden lassen, hat man ihm von der kath. Kirche gesagt, er bräuchte sich bei ihnen nicht wieder blicken zu lassen, er dürfe zwar am Gottesdienst teilnehmen, aber die Kommunion sei für ihn tabu.
Toll, einen so gläubigen und aktiven Christen so vor den Kopf zu stoßen.
Mein Mann ist daraufhin ebenfalls aus der Kirche ausgetreten.
Dann starb vor 3 Jahren mein Schwiegervater und ich hatte einige interessante Träume und Begebenheiten. Dazu kamen ein sehr sehr schöner (wenn man das so sagen darf) Beerdigungsgottesdienst (Eucharistiefeier heißt das glaub ich bei dne Katholiken) plus wirklich guter Grabrede des Pastors.
Zum 6-Wochenamt konnte ich nicht mit, was mich ein Jahr vorher nicht gestört hätte, was mich hier sehr traurig gemacht hat.
Danach kam noch eine Hochzeitsfeier einer Cousine, die mich echt zu Tränen gerührt hat (und ich bin echt nicht der Typ der wegen so was weint, ganz im Gegenteil).
Irgendwie kam da eine ganze Menge zusammen und in der Familie praktizierten wir seit mein MAnn und ich zusammen waren unseren Glauben auch zu Hause. Hier wird regelmäßig gebetet, auch die Kinder werden dazu erzogen. Wir versuchen (immer geht das sicher nicht) im christlichen Glauben zu leben und geben auch das an die Kinder weiter.
Ich habe mich ein Jahr oder sogar fast 2 damit herumgeschlagen, ob ich nicht wieder eintreten soll.
Dann kam der Wunsch meiner ältesten Tochter, dass sie gerne getauft werden möchte. Sie hatte diesen Wunsch bereits geäußert als sie in die Schule kam, aber ich war nicht weiter darauf eingegangen. Kinder haben ja so ihre Anwandlungen und ich wollte wissen, wie ernst es ihr damit war. Aber sie blieb dabei. Als sie im 3. Schuljahr war wurde der Wunsch immer akuter und mein Wunsch wieder einzutreten eben auch.
Und so rief ich unseren Pfarrer an und er kam und führte ein wirklich wunderbares Gespräch mit uns allen.
Ich muss dazu sagen, unser Pfarrer ist ein weltoffener, lebensnaher und pragmatischer MEnsch. Der weiß wie das LEben spielt und wo es hakt.
Jedenfalls durfte ich wieder eintreten (da muss das Presbyterium ja zustimmen) und die Kinder auch getauft werden. Es war so, dass meine mittlere Tochter, damals 7 den Wunsch auch schon ab und an geäußert hatte und nun eben auch gerne getauft werden wollte. Und da haben wir den Kleinen (gerade 3) halt auch mit getauft.
Die Mädels durften den Taufspruch selber aussuchen und der Pfarrer hat einen super schönen Gottesdienst für uns gehalten. Wirklich nur auf uns und unsere Kinder gemünzt.
Seit dem (und das ist nun schon 2 Jahre her) gehe ich regelmäßig wieder in die Kirche und fühle mich nach jedem Gottesdienst gestärkt und mit Kraft aufgetankt für die neue Woche.
Für mich habe ich festgestellt, dass ich meinen Glauben nicht allein im stillen Kämmerlein leben kann. Ich brauche dazu die Gemeinde, die dreiviertel Stunde am Samstag oder Sonntag, die Ruhe in meinen Alltag bringt und ich brauche vor allem die Predigten aus denen ich wirklcih sehr sehr viel ziehen kann.
Das steht und fällt meiner Meinung nach allerdings mit dem Pfarrer.

Ups, jetzt bin ich aber wieder etwas ausgeschwiffen.... :-)

Also von mir ein klares Ja zur Kirche in meinem Ort und zur Taufe!

Liebe Grüße

Edda

PS.: Und im Mai werdne mein Mannund ich, obwohl wir schon 5 Jahre verheiratet sind nun noch kirchlich getraut. Sehr bewusst und mit allen Konsequenzen!

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re:UMFRAGE

Antwort von JeMiAlDaX am 31.03.2005, 23:47 Uhr

@ 5mädels: Da kann ich nur sagen MERRY MEET!!! Auch ich sehe im christentum nichts als den wiederspruch in sich und lebe eine naturreligion aus. Wenn allerding meine kinder irgendwann mal von alleine zu dem entschluss kommen dass sie aus überzeugung getauft werden möchten dann hätte ich nichts dagegen. Selbst kann ich mich aber mit dem chrisstlichen glauben gar nicht identifizieren und auch mein mann ist nicht grade ein strenger christ. Ach ja, damit mich keiner falsch versteht: Naturreligion heißt nicht nackt ums feuer tanzen ;-) LG Jenni

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Jeder WEG hat einen Sinn egal ob JA o. NEIN

Antwort von 3 mal Mami am 01.04.2005, 11:09 Uhr

Schon komisch es wird viel Diskutiert und es gibt sehr verschiedene Ansichten zu diesem Thema , ich fänds super wenn weiterhin soviel tolleranz geübt würde!
Ich finde es toll wenn es Familien gibt die Ihren Glauben wirklich leben , dann halte ich es für sehr wichtig sein Kind auch taufen zu lassen auch wenn man es förmlich in eine religion zwängt a. die Erziehung wird sich dann sowieso auf das Kind niederlassen , ich sag mal so jeder sollte seinen eigenen Willen behalten auch wenn es das Kind ist das ich austrage sollte ich NIE versuchen es zu etwas zu zwingen wenn es um Lebensentscheidungen geht. Egal wie man es macht taufen o. nicht am Ende kann das KInd selbst entscheiden lass ich mich noch taufen o. steige ich aus der Kirche aus.
Und solang diese Wege offen sthen soll jeder glücklich werden wie er mag

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Re: Jeder WEG hat einen Sinn egal ob JA o. NEIN

Antwort von sonnenwunder am 01.04.2005, 15:04 Uhr

Hallo!
Ich finde es auch schön, daß es trotz des heiklen Themas nicht wüst zugeht...
Manchmal muß ich mich rechtfertigen und verteidigen, warum ich zur Kirche gehe etc
Weil es-wie Du es so schön ausdrückst- MEIN Weg ist.

Ich zwinge aber meinen Kindern nichts auf.Im Gegenteil, ich glaube, jedes Kind fragt doch irgendwann mal nach Gott, dem Tod etc pp
Ich sage dann immer, wie ich mir das vorstelle, erhebe aber keinen Anspruch auf 100% Richtigkeit.
Im Kindergarten und Schule wird (weil katholisch) ja auch viel Wert auf religiöse Erziehung gelegt.


Was ich mir so überlegt habe:Ist es denn nicht auch ein Art "Aufzwingen" wenn ich dem Kind meine Entscheidung gegen den Glauben mit auferlege, es also dazu "zwinge" Gott und Kirche als nicht existent und widersprüchlich zu sehen?Obwohl diese ja in unserer Gesellschaft nicht zu übersehen sind.

Es wurde ja auch argumentiert:Dann lieber gar nicht erst in die Kirche gehen, ehe man später dann austritt.

Ich glaube, daß wirklich das wichtigste ist, den Weg des anderen zu akzeptieren.Niemandem nützt es etwas, wenn man die Entscheidung der anderen in den Dreck zieht, nur weil man selbst ja eine andere getroffen hat.

Bei mir war es übrigens so ,daß ich zwar katholisch aufgewachsen bin und wir auch die großen Feste im Jahr gefeiert haben mit Kirchgang usw und ich natürlich auch mit einem Riesenfest zur Kommunion ging.
Aber so richtig doll gläubig katholisch waren meine Eltern nicht.
Da sind wir heute als Eltern mehr praktizierend und reden auch mehr mit den Kindern über Gott und gehen mit ihnen in die Kirche, auf den Friedhof usw.

Meine Entscheidung zum Glauben hin habe ich also richtig bewußt als Erwachsene getroffen und zwar das erste Mal tiefgreifend als ich in den Prüfungen zum Diplom steckte und einfach nur Angst hatte.
Jeden Sonntag in der Kirche zu sitzen und in Ruhe Kraft zu schöpfen und die Gewissheit zu haben, daß ich nicht allein bin...mir hat es damals sehr geholfen...

Viele Grüße an alle, die hier so ehrlich und doch fair geschrieben haben!
Sonja

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Re: Jeder WEG hat einen Sinn egal ob JA o. NEIN

Antwort von 3 mal Mami am 01.04.2005, 15:23 Uhr

Möchte nochmal mich rechtfertigen wegen der Sache mit dem Aufzwängen. Ne ich zwinge meine Kinder nicht gegen den Glauben zu sein denn wie Du schon richtig erwähnt hast wird ja schon im KIGA das Thema aufgegriffen , ich habe meinen Kindern auch erklärt warum man Weihnachten und Ostern feiert. Sie wissen also schon was es gibt auf der Welt sie wissen auch so einigermaßen warum Moslems das nicht feiern u.s.w. Es ist auch schwer Kindergärten zu finden die religiös sind es gibt bei uns im Ort nur einen und der liegt in nem ganz anderem Stadtteil, und nun? Naja auf jeden Fall schließe ich meine Kinder nicht komplett vom Glauben aus es kommt oft vor das man gezwungen ist die Kinder mit in die Kirche zu lassen weil die ganze Schulklasse hingeht. obwohl sie nicht am Reli unterricht teilnehemen. Also gut es ist eine Neverending Story aber ich denke wir haben alle irgendwie recht.

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zu den Kindergärten:

Antwort von sonnenwunder am 01.04.2005, 18:57 Uhr

Hallo!
Ich noch mal.
Das finde ich gut, daß Du Deinen kids halt erzählst, was es gibt auf der Welt.
Aber ich kenne auch Eltern, die ihre Kinder krampfhaft von jeder Religion fernhalten wollen.
Zu Kigas:wir sind hier in einer sehr katholischen Gegend und von den 22 Kindergärten in unserer Kleinstadt sind fast die Hälfte katholisch (der Rest evangelisch, DRK, AWO, Wald, integrativ).

Und ja, wir haben alle irgendwie recht, denn niemand schreibt einem ja vor, was richtig und falsch ist, sondern man gibt das an seine Kinder weiter, was man selber vertritt.
Alles andere wäre ja verlogen und unglaubwürdig (und Kinder sind kritisch...).

Liebe Grüße
Sonja

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Re: UMFRAGE

Antwort von Edda3 am 01.04.2005, 23:44 Uhr

Hallo noch mal,

freue mich immer noch über dieses Thema und den lieben Umgang.
Also ich finde es schon schwierig, wenn ich z.B einen Kollegen von mir höre, der sich total gegen jeglichen Glauben ausspricht und auch, sofern er mal Kinder haben würde, sie auf jeden Fall glaubensfrei erziehen würde. Das macht mich schon traurig. Vor allem die Intoleranz dieses Menschen und vieler anderer.

Wie du, 3 mal Mami, schon sagtest, jeder hat irgendwie Recht. Aber das muss jedem auch zugestanden werden, nicht wahr? Es gibt eben nicht die einzige reine Wahrheit, dann wäre es so einfach, oder?
Aber auch mir geht es so, dass ich mich oft genug schief anschauen lassen muss, wenn ich sage, dass ich regelmäßig in die Kirche gehe.
Ich glaube, da werden Leute wie JeMiAIDax wengier schief angeguckt. Da wird eher nachgefragt, ach ja, Naturreligion und was ist das, was treibst du da????
Aber wenn man sagt man ist Christ und lebt danach, dann erntet man ganz oft ein Kopfschütteln und eine Erinnerung an die Hexenprozesse und wie wenig eine Frau im Christentum gilt.(nur als Beispiel)
Nun ja, ich bin froh, hier weniger Ignoranz sondern sehr viel Toleranz zu finden.

Und dann noch zu den Kindern. Ich frage mich, ob ich heute gläubige Christin wäre, wenn ich nicht als Kind getauft worden wäre, relgemäßig in den Kindergottesdienst gegangen wäre und konfirmiert worden wäre.
Ich weiß, dass ich mit der Kirche nicht viel anfangen konnte nach der Konfirmation. Ich glabue, ich musste erst meinen Weg gehen um da anzukommen wo ich jetzt bin.
Aber wäre ich tatsächlich evangelisch geworden, wenn ich es nicht schon einmal gewesn wäre?
Ich weiß es nicht. Ich kann diese Frage nicht beantwroten. Haben meine Eltern bereits diesen Weg geebnet? Mich also doch beeinflusst mit der Taufe? Ich wünschte ich könnte sagen, nein, es war ganz allein meine eigene Entscheidung. Aber ich bin mir nicht sicher. Dafür habe ich mich einfach zu wenig mit den anderen Religionen auseinander gesetzt.
Vielleicht bin ich deswegen auch toleranter allen gegenüber, die einen anderen oder keinen Glauben haben. Ich weiß es nicht.

Aber mir geht es wie dir Sonnenwunder. Ich liebe die Stunden in der Kirche, die Ruhe und die Kraft die sie mir geben und ich möchte sie nicht mehr missen.

Liebe Grüße

Edda

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ich wollte nur mal....

Antwort von maeusemama am 02.04.2005, 10:52 Uhr

....danke sagen, dass soo viele geantwortet haben und auch so ehrlich und offen waren. auch ich finde es gut, dass alle fair geblieben sind :-).
bei uns ist es ja irgendwo auch das problem, dass wir weder davon überzeugt sind zu taufen, noch dass wir davon überzeugt sind nicht zu taufen. wir sind irgendwo hin und hergerissen. mein mann möchte wenn dann katholisch, weil hier ja alles katholisch ist und nur eine kath. kirch hier ist. also die protestanten hier kann man an einer hand abzählen. mir persönlich ist die ev. kirche näher als die kath., bin ja auch evangelisch. also die religion als solches sollen meine kinder in jedem fall kennen lernen, so oder so und das werden sie auch, wir haben hier nur einen kiga und eine grundschule und die sind beide katholisch. die kinder gehen auch mit dem kiga in die kirche und bekommen auch aus kinderbibeln vorgelesen und erzählt. sie wissen was ostern und weihnachten bedeuten. na ja, wir werden uns weiter gedanken machen und ich lass es euch wissen, wie es ausgeht.
nochmal lieben dank euch allen,
lg, simone

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Darf ich nochmal?

Antwort von 5Mädels? am 02.04.2005, 22:00 Uhr

Ich wollte auch noch los werden, daß ich meine Töchter keineswegs versuche von christlichem, oder auch anderem Glauben fern zu halten. Ganz im Gegenteil ich möchte gerne, daß sie möglichst viel in unterschiedliche Glaubensrichtungen Einblick erhalten, denn nur dann sind sie irgendwann in der Lage, sich durch den überblick den sie haben, ein eigenes Urteil zu erlauben und für sich eine Entscheidung zu treffen. Meine Mutter ist die Frau eines Predigers einer christlichen Freikirche, sie sind sehr gläubig und Leben diesen Glauben auch, wodurch meine Töchter die christliche Seite sehen und kennenlernen. Und zwar nicht nur das, was man in der Schule beigebracht bekommt.

Die besten Freundinnen meiner Töchter sind Albanerinnen, die Eltern derer gläubige Moslems, dort erleben sie die muslimische Wahrheit, die sich von der christlichen gar nicht so rudimentär unterscheidet.

Ich habe sowohl die Bibel als auch den Koran und die Schriften der Kabbalah gelesen und fühle mich in der Lage, meinen Kindern Fragen aus diesen Richtungen zu beantworten.

Die verschiedenen Richtungen naturreligiöser Bereiche können sie in unseren Büchern jederzeit selbst nachkucken oder mich fragen, denn ich habe mich vom Feenglauben über Hexentum und Schamanismus bis hin zur Chaos- und sogar Baphomet-Magie mit allen möglichen Bereichen intensiv befasst, für mich Richtiges herausgepickt ohne dabei an die Existenz eines Gottes glauben zu müssen, und zu meinem persönlichen Glaubensmuster welches keine personifizierte Gottheit enthält, zusammengesetzt.

Ich persönlich will keinen Glauben der mir sagt, das oder das mußt du glauben, ich glaube was mir richtig erscheint und wenn sich das aus 100 Richtungen zusammen setzt.

Meine Kinder werden mit viel Wissen an diese Entscheidung herantreten, welches ich mir in 17 Jahren mühselig erarbeiten mußte. Denn so lange habe ich gebraucht, um meinen persönlichen Weg zu finden.

LG an alle
Nicole

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Re: UMFRAGE

Antwort von 7Zwerge am 05.04.2005, 7:30 Uhr

Ich bin gläubig aber nicht fromm! Zahle Kirchensteuer, weigere mich aber Kirchgeld zu zahlen. Ich mache mir meinen eigenen Reim auf die Bibel und glaube nur das, was mir auch glaubwürdig erscheint. Bin recht sauer auf die Kirche, vieles erinnert mich an die damaligen Ablasszahlungen. Und wofür zahlen, wenn ich nicht zu jeder Zeit in die Kirche darf, weil verschlossen?

Ich bin getauft, konformiert und habe mich damals kirchl. getraut. Ich lasse es den Kindern offen, sie sollen selbst entscheiden. Wozu ein Baby taufen, was noch gar keine eigene Meinung zu Religion hat?

LG Andrea

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