Betreuung bis zum KIGA

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Geschrieben von Jenny212 am 22.03.2015, 11:19 Uhr

Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Hallo!

Ich verzweifel derzeit an meinen Gedanken. Vielleicht stelle ich persönlich auch das einzige Problem dar!? Ich schilder euch einfach mal meine Situation.

Ich bin Studentin und wohne 20 km vom Studienort entfernt. Der Papa des Kleinen, der gerade 15 Monate geworden ist, arbeitet in der Nähe des Studienortes.
Seitdem unser Kleiner 9,5 Monate alt ist, wird er von einer Tagesmutti betreut. Diese ist auch am Studienort, sprich, ich fahre jeden Tag, ob ich Uni habe oder nicht, dort hin, um unseren Sohn abzugeben und abzuholen (pro Tour sind das gute 2 1/2 Stunden, da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin). Da die Tagesmutti nur strikt von 8-16 Uhr die Kinder betreuen kann, hat der Papa nicht die Möglichkeit unseren Kleinen abzuholen.

An sich sind wir mit der Tagesmutti sehr zufrieden. Unser Kleiner ist sehr gerne dort, fühlt sich wohl, sie mag ihn sehr, kümmert sich rührend um ihn und ist traurig, dass er nun geht.
Da ich immer erst sehr kurzfristig weiß, wie mein Stundenplan für das kommende Semester aussieht (ich musste in diesem Semester Seminare streichen, da die Tagesmutti eben nur eine Betreuung bis 16 Uhr anbietet), haben wir uns sicherheitshalber um einen Platz im Kindergarten bemüht, der in unserem Wohnort ist.
Nun haben wir Anfang des Jahres eine Zusage vom Kindergarten erhalten, allerdings ist das ein Kindergarten, der nicht auf unserer Wunschliste stand.
Nachdem wir den Kindergarten besichtigt haben, bin ich total geschockt. Von außen ist das Gebäude schon echt unattraktiv, aber innen ist der Kindergarten die reinste Katastrophe.
Ich hatte selbst eine schreckliche Kindergartenzeit und habe bis zum Schluss wirklich jeden Morgen geweint. Meine Erzieherinnen waren grausam und leider erinnern mich die Erzieherinnen, die unser Sohn bekommen soll genau an all das, was ich erlebt habe.

Wie sich nun herausgestellt hat, habe ich im kommenden Semester kaum Uni (regelmäßig einen Tag in der Woche und all paar Wochen freitags). Meine Unizeiten würden super zu den Betreuungszeiten der Tagesmutti passen. Es ärgert mich tierisch, da wir, wenn wir das gewusst hätten, niemals die Option Kindergarten in Anspruch genommen hätten. Nun ist die Tagesmutti, aufgrund der Fristen, die man einhalten muss, schon gekündigt. Und hat ab April vier Kinder.

Unser Sohn ist sehr sensibel (lärm- und geräuschempfindlich, schreckhaft) und hat bei dem Besuch im Kindergarten nur geweint. Schon als ich ihn in der Garderobe vom Arm genommen habe, ging es los. Als ihn dann später auch noch eine Erzieherin ansprach und ein Kind berührte, wurde es noch schlimmer.
Dass die Tagesmutti, als unser Sohn zu ihr kam, nur zwei weitere Jungs hatte, kam ihm, bezüglich seines sensiblen Charakters, sehr zu Gute.
Im Kindergarten hat er es gleich mit neun weiteren Kindern zu tun. An sich eine überschaubare Zahl, aber für unseren Sohn, der große Gruppen nicht unbedingt liebt, schon ein Problem. Familiäre Gruppen passen (leider) besser zu ihm.

Ich bereue unseren Schritt so sehr, auch wenn es vorher nicht abzusehen war, dass Uni und Tagesmutti gut zueinander passen.

Gerne würde ich wieder zur Tagesmutti wechseln, aber sie möchte keine fünf Kinder mehr betreuen. Das hat sie eine Zeit lang gemacht und es war ihr zu viel. Da sie nun gleich zwei neue Kinder auf einmal bekommt, möchte sie das erst recht nicht, obwohl sie unseren Sohn gerne weiterhin betreuen würde.

Nicht nur, dass der Kindergarten mir echt n schlechtes Gefühl übermittelt, macht mir Sorgen, sondern auch, dass unser Sohn sich ständig an neue Situationen gewöhnen soll.
Theoretisch wird hier mit drei Jahren die Kindergartengruppe gewechselt, nur die Kindergärten unserer Gemeinde machen das schon mit zwei Jahren.
Unser Sohn war also sechs Monate bei der Tagesmutti, geht neun Monate ist die erste Gruppe des Kindergartens, zwischendurch kommt noch ein Geschwisterchen auf die Welt, danach zieht der Kindergarten komplett um und dann ist er ab Dezember, vielleicht auch erst Januar 2016 in der neuen Gruppe untergebracht. Dort bleibt er auch nur 1 oder 1 1/2 Jahre, da wir definitiv aus dem Bundesland weg ziehen werden, wo ich jetzt studiere. Am neuen Wohnort muss er sich dann wieder neu orientieren.

Ich weiß, dass kleine Kinder sich oftmals schnell an neue Situationen gewöhnen, aber ist das nicht alles ein bisschen viel? Viele Wechsel der Bezugspersonen?
Die Tagesmutti könnte uns ab August wieder einen Platz anbieten. Hmmm...
Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich eine Alternative finde, aber bisher ist mir DIE Lösung noch nicht gekommen.
Der Kindergarten gewährt uns fünf Tage Eingewöhnung für jeweils eine Stunde. Das finde ich nicjt gerade optimal.
Ein Umzug in den Studienort wäre natürlich auch denkbar, aber der Platz bei der Tagesmutti wäre trotzdem erst ab August frei.
Oder soll ich, getreu dem Motto"Augen zu und durch" unseren Sohn in den Kindergarten schicken, obwohl ich sicherlich nicht mit einem guten Gefühl gehen werde, wenn ich ihn abgebe?

Vielleicht kann mir eine Mut machen?
Hat ähnliches erlebt?
Hat einen Tipp, eine Idee für mich?

Mir ist bewusst, dass sich meine Bedenken und meine Unzufriedenheit auch auf unseren Sohn überträgt, aber ich möchte doch nur das Beste für ihn.

Entschuldigt meinen langen Roman, aber ich musste mich mal auskotzen.

Liebe Grüße

 
5 Antworten:

Re: Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Antwort von Abb am 22.03.2015, 16:47 Uhr

Hallo Jenny,

wann kommt denn das Geschwisterchen auf die Welt? Bist Du mit dem Baby dann erst mal wieder zu Hause? Vielleicht könnte Dein Sohn dann ebenfalls noch zu Hause sein, bis die Tagesmutter wieder frei ist - oder sie nimmt dann beide Kinder.

Bis dahin könnt Ihr vielleicht innerhalb der Familie eine Betreuung organisieren für den einen Uni-Tag pro Woche. Kann Dein Mann vielleicht noch Elternzeit nehmen bis die Tagesmutter wieder einen Platz hat? Er kann ja trotzdem Teilzeit arbeiten, bleibt dann halt nur an dem Tag zu Hause, an dem Du Uni hast.

Ganz ehrlich, nach dem, was Du über den Kindergarten geschrieben hast, wäre das der letzte Ort, wo ich mein Kind in diesem jungen Alter lassen würde und ich würde wahrscheinlich alle Hebel in Bewegung setzen, dass er dort nicht hin muss. Dein Bauchgefühl sagt Dir ja was ganz Ähnliches, oder?

LG
Susi



Re: Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Antwort von Susanne.75 am 22.03.2015, 20:40 Uhr

5 Stunden "Eingewöhnung" verdient den Namen nicht. Das habe ich mit meiner bereits krippengewöhnten gut 2jährigen Tochter zum Reinschnuppern nachmittags in einer neuen Krippe (nach Umzug) VOR der eigentlichen Eingewöhnung gemacht.

Ich würde da deinem Gefühl trauen und euren Sohn auf keinen Fall in den Kindergarten geben.

Ich weiß nicht, wie eure Situation aussieht. Kannst du mit dem Studium pausieren? Ein halbes Jahr später fertig werden und dafür ein gutes Gefühl und ein glückliches Kind ohne sehenden Auges ins Chaos zu laufen wäre doch vielleicht ne Option?
Für mich wäre klar. Das Wohl des Kindes geht auf jeden Fall vor. Wenn Kind 2 zur Welt kommt mußt du doch ohnehin erstmal zu Hause bleiben, oder? Oder dein Mann nimmt Elternzeit für Kind 2 und betreut gleichzeitig Kind 1?

Vielleicht wäre ein andere Tagesmutter, bis ihr einen guten und dauerhaften Kindergarten ab 3 Jahren (ohne ständigen Wechsel wegen des Alters usw) habt, auch eine Möglichkeit. Dann hättet ihr jetzt zwar auch einen Wechsel, aber in eine passende Betreuung.



Re: Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Antwort von Susanne.75 am 22.03.2015, 20:40 Uhr

5 Stunden "Eingewöhnung" verdient den Namen nicht. Das habe ich mit meiner bereits krippengewöhnten gut 2jährigen Tochter zum Reinschnuppern nachmittags in einer neuen Krippe (nach Umzug) VOR der eigentlichen Eingewöhnung gemacht.

Ich würde da deinem Gefühl trauen und euren Sohn auf keinen Fall in den Kindergarten geben.

Ich weiß nicht, wie eure Situation aussieht. Kannst du mit dem Studium pausieren? Ein halbes Jahr später fertig werden und dafür ein gutes Gefühl und ein glückliches Kind ohne sehenden Auges ins Chaos zu laufen wäre doch vielleicht ne Option?
Für mich wäre klar. Das Wohl des Kindes geht auf jeden Fall vor. Wenn Kind 2 zur Welt kommt mußt du doch ohnehin erstmal zu Hause bleiben, oder? Oder dein Mann nimmt Elternzeit für Kind 2 und betreut gleichzeitig Kind 1?

Vielleicht wäre ein andere Tagesmutter, bis ihr einen guten und dauerhaften Kindergarten ab 3 Jahren (ohne ständigen Wechsel wegen des Alters usw) habt, auch eine Möglichkeit. Dann hättet ihr jetzt zwar auch einen Wechsel, aber in eine passende Betreuung.



Re: Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Antwort von Murmeltiermama am 23.03.2015, 8:10 Uhr

Ehrlich gesagt hören sich beide Betreuungsvarianten nicht so toll an. Jeden Tag so lange mit Kind unterwegs sein ist ja auch nicht gerade so toll. Beim Kindergarten weiß man jetzt nach Deiner Schilderung nicht so genau. Kann auch sein, dass Du nur Deine eigene schlechte Erfahrung projezierst. Vielleicht kann der Vater (die Oma, der Opa, die Freundin) sich den KiGa mal anschauen und objektiver urteilen. Die Eingewöhnung finde ich auch ziemlich knapp.

Ich habe auch mit Kind studiert und im Nachhinein sage ich, dass mir vielleicht ein Semester mehr Pause gut getan hätte, statt immer durchzupowern. Aber das ist ja wirklich sehr individuell. Manchmal laufen Fristen, werden Studiengänge eingestellt etc.

Ich würde drei Wege überdenken:

1. Pausieren im Studium.
2. Die Tagesmutter fragen, ob sie ihn vielleicht doch den einen Tag in der Woche als 5. Kind nimmt. Den Freitag alle paar Wochen kann ja vielleicht der Papa Urlaub nehmen.
3. Wenn es finanziell möglich ist, wäre vielleicht eine Kinderfrau für den einen Tag sinnvoll. Je nachdem, wie lange Du weg bist (vielleich kann ja auch der Papa einen halben Tag frei nehmen) dürfte das als 450-Euro-Job gehen. Vielleicht steuert ja eine liebe Oma was bei.



Re: Unglücklich über Wechsel (von Tagesmutter zum Kindergarten)

Antwort von Jenny212 am 23.03.2015, 10:37 Uhr

Ich danke euch erstmal für's Zuhören.

Ich habe heute Morgen nochmal mit unserer Tagesmutti gesprochen. Da sie unseren Kleinen liebt und traurig ist, dass er eigentlich gehen soll, würde sie ihn den einen Tag, wo ich in der Uni bin, betreuen. Klingt schonmal super!
Nun liegt es natürlich am Amt, ob die das alles so einfach mit machen, da die Kündigung ja schon durch ist. Aber wenn wir von der Tagesmutti das Okay haben und sie sich auch umgehend mit dem Amt in Verbindung setzt, sollte das hoffentlich kein Problem sein!? Mir wäre das jedenfalls wesentlich lieber, weil ich weiß, dass ich unseren Sohn da ruhigen Gewissens hinbringen kann und er sich wohl fühlt.
Und ja, mein mulmiges Gefühl bezüglich des Kindergartens, wo unser Sohn hin soll, hat definitiv was mit meiner eigenen Kindergartenzeit zu tun, das will ich auch gar nicht abstreiten.
Allerdings sind die Räumlichkeitne wirklich nicht der Renner und die Kleinen schlafen z.B. im Keller. Auch wenn das den Kindern egal sein mag, so schaut man als Eltern(teil) doch genauer hin.



Was das Studium betrifft, da habe ich mir derzeit noch nicht soooooo viele Gedanken gemacht, wie das ablaufen soll, wenn das zweite Kind ab Juli da ist. In unserem jetzigen Wohnort käme nur ein Kindergartenplatz in einem anderen Kindergarten in Frage. Allerdings vergeben die auch nur Halb- und Ganztagsplätze, was für mich nicht sinnvoll erscheint, da ich, bis auf 90 Minuten Uni in der Woche, zuhause bin und mich selbst um unser zweites Kind kümmern kann und möchte.
Aber da eh gerade ein Umzug in den Studienort im Raum steht, will ich mir darüber auch erstmal nicht so viele Gedanken machen.

Liebe Grüße



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