Betreuung bis zum KIGA

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Geschrieben von Tita79 am 01.06.2017, 14:06 Uhr

Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Liebe Community,

wir haben einen wunderbaren, aufgeweckten Sohn, der gerade 7 Monate alt geworden ist.

Er soll ab Oktober, dann wird er 1Jahr alt, betreut werden. Die Eingewöhnung soll davor stattfinden, da mein Mann und ich beide ab Söhnchens erstem Geburtstag wieder arbeiten. Momentan bin ich noch in Elternzeit, die letzten beiden Monate übernimmt mein Mann. Unser Sohn sollte eigentlich in eine Krippe gehen – in unserer Heimatstadt offensichtlich nicht möglich. Kein Platz in Sicht! Da hat auch die schnellstmögliche Anmeldung (am Vormittag Geburtsurkunde abgeholt, 3 Stunden später angemeldet) nichts gebracht. Nun bin ich, mit einiger Vorlaufzeit, auf der Suche nach einer Tagesmutter. Auch hier: fast unmöglich. Bei einer Tagesmutter bin ich nur deswegen im Gespräch, weil sie die Warteliste verloren hat. Unser Sohn müsste den Platz dort vermutlich auch schon ab Juli in Anspruch nehmen – auch wenn er gar nicht hingeht, da er erst ab September/Oktober eingewöhnt werden soll. Außerdem deutete die Tagesmutti an, dass er ihr eigentlich zu jung ist.
Er "müsste" am Tag von 8.00-14.00 oder 14.30 Uhr betreut werden.

Ich bin jetzt "leicht" verunsichert: mache ich etwas falsch, wenn ich die Betreuung ab seinem 1. Geburtstag in (gute) fremde Hände gebe? Also für 6-7 Stunden/Tag? Ist das zu viel?

Wenn ich keinen Platz ergattern kann, wie geht es dann für uns weiter? Mein Chef plant schon mit mir und ich kann aber nicht ruhigen Gewissens zur Arbeit ab August gehen, wenn ich nicht weiß, wie unser Spatz dann betreut wird!?

Die Situation ist einfach so zum K*****, Entschuldigung, dass ich überlege, dann eben die Elternzeit (unbezahlt) zu verlängern. Eigentlich ist das aber keine Option, da das finanziell nicht funktioniert &549;

Musste ich mir einfach mal von der Seele schreiben und hoffe auf ein paar Gedanken zum verkorksten Thema...

Liebe Grüße,
Tita

 
12 Antworten:

Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von emilie.d. am 02.06.2017, 22:26 Uhr

Du hast einen Rechtsanspruch auf einen Platz. I.d.R. gibt es Notplätze. Du kannst die Kommune oder Gemeinde anschreiben, eine Frist setzen und mit Rechtsmitteln drohen. Das hilft oft.
Ansonsten weiter suchen. Ich persönlich würde bei U3 Kindern eine Tamu oder eine Kinderfrau bevorzugen, weil es dort i.d.R. familiärer zugeht.



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Ally79 am 03.06.2017, 16:52 Uhr

Wir haben für unseren Sohn einen Ganztagesplatz in einer privaten Krippe (haben im übrigen bereits im 5. Schwangerschaftsmonat angemeldet). Da wir beide Lehrer sind brauchten wir einen Ganztagesplatz, da sich ja jedes Schuljahr die Arbeitszeiten ändern. Meist holen wir ihn gegen 13 Uhr ab, wenn Konferenzen sind später. Unserer liebt seine Einrichtung, weint wenn er wegen Krankheit nicht gehen kann. Er wird morgens um halb acht hingebracht. Die 6-7 Stunden sind für dich vermutlich länger, als für ihn. Wegen der Betreuungszeit brauchst du dir keine Sorgen machen. Meiner will oft gar nicht schon um 13 Uhr heim, weil er ja was verpassen könnte. Frag auf jeden Fall noch mal in der Gemeinde nach (Anrecht auf einen Platz) und wenn sie dir keinen bieten können, müssen sie sich zumindest an den Mehrkosten der Tagesmutter beteiligen. Viele Grüße



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Johanna3 am 03.06.2017, 22:19 Uhr

Meiner Meinung nach ist es falsch, ein so kleines Kind in die Krippe zu geben - auch wenn das Kind schafft es sich mit der Situation zu arrangieren. Und um mehr handelt es sich nicht. Wenn ich manche Kommentare lese, könnte ich zu dem Schluss kommen, dass Kinder keine Eltern brauchen - Kinderheime mir liebevollem, engagierten und zugewandten Personal würden es ebenso tun. Zumindest nach dem Maßstab den viele setzen.
In "gute fremde Hände geben" ist ein Widerspruch in sich. Leider schreiben auch immer mehr Eltern, dass sie "froh wären überhaupt einen Platz bekommen zu haben".
Ich gehe davon aus, dass hier auch ein allgemeiner wütender Protest über meinen Beitrag hereinbricht - daher klinke ich mich an dieser Stelle direkt wieder aus.



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von golfer am 06.06.2017, 10:51 Uhr

Johanna ...eine traut sich die Wahheit sagen...ich danke dir



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Ani123 am 06.06.2017, 21:57 Uhr

Ich bin Erzieherin in der Krippe. 6-7 Stunden klingen erstmal viel ist es auch auf einer Seite, aber andersherum wenn beide Elternteile berufstätig sein möchten, sich selbst finanzieren möchten, nicht vom Partner abhängig sein wollen müssen sie arbeiten. Und je nachdem wo man arbeitet mit Fahrweg gesehen sind es bei nur 5 Stunden Arbeit am Tag 6 Stunden Betreuung.
Kinder nehmen sowas meist viel besser auf als erwartet. Und 6 Stunden sind dann nicht viel. Morgens um 8 geht es in die Krippe,. Das Spielen mit den anderen Kindern beginnt. Gemeinsames Frühstück. Dann oft nach draußen, Ausflüge machen. Mittagessen und dann Schlafen und schon wird man abgeholt.
Ob Krippe oder Tagesmutter, ich sehe beides positiv. Krippe hat den Vorteil dass es einen Ersatz gibt falls eine Erzieherin erkrankt. Erkrankt die Tagesmutter fällt die Betreuung aus. Dafür sind dort nur 5 Kinder und nicht wie in der Krippe 12-15.
Mein Babysitterkind war drei Jahre täglich 8-12 Stunden bei der Tagesmutter. Ihm hat es da sehr gut gefallen. Er fühlte sich da wohl weil er gut integriert war und die Chemie zwischen Eltern und Tagesmutter passte. Nur so konnten die Eltern beruhigt arbeiten gehen. Er war 8 Wochen als die Eingewöhnung begann. Eine Woche später arbeitete auch die Mutter wieder voll. Das 2. Kind begann die Eingewöhnung mit 6 Wochen (das entschied die Tagesmutter für sich dass sie es ab dasn mmachen würde. Es war aber eine andere Tagesmutter als beim 1.Kind). Als das Kind 3 Monate ist arbeitete die Mutter wieder voll und das Kind wurde 6-8 Stunden täglich betreut (die Tagesmutter ließ mehr Betreuungszeiten nicht zu). Mit 14 Monaten kam das Kind in die Krippe (in die Kita des 1.Kindes um Fahrweg zu sparen). Eingewöhnungszeit zwei Wochen weil die Eltern nicht mehr Zeit hatten.
Was ich damit sagen möchte, beginnt früh mit der Eingewöhnung. Wenn ihr den Platz ab Juli habt und zahlen müsst und im Oktober euer Kind 1 Jahr wird und ihr beide wieder arbeiten müsst dann startet ruhig im August mit der Eingewöhnung. So habt ihr zwei Monate dafür und habt Zeit. Denn oft werden die Kinder gerade am Anfang krank und das kann u.a.auch Eingewöhnungszeit kosten wenn diese sowieso knapp bemessen ist. Und wenn ihr sowieso zahlen müsst dann würde ich der Platz auch in Anspruch nehmen.
Und ja ihr habt einen Anspruch auf einen Betteuungsplatz ab den 1.Geburtstag. Dabei werden Krippe und Tagesmutter gleichgestellt. Es könnte sogar eine altersübergreifende Kibdergartengruppe für Kinder ab 1 Jahr sein. Wo der Betreuungsplatz ist kann dann theoretisch überall sein. Da müsstest du mal nachschauen wie viele km das max. bei euch sein dürfen. (In Baden-Württemberg dürfen es bis zu 30km sein.) Der AAnspruch besteht ab dem 1. Geburtstag und nicht vorher. Somit ist da Betreuungsbeginn und Beginn der Eingewöhnung.
Du hast einen Tagesmutterplatz. Nimm ihn erstmal an. Wenn du noch per Nachrückker einen Platz in der Krippe bekommst kannst du bei der Tagesmutter wieder kündigen. So hast du aber auf jeden Fall einen Platz. Und eine gute liebevolle Tagesmutter ist oft mehr wert als eine Krippe.
Fazit: nimm den Platz an. Plane eine ausreichende Eingewöhnungszeit (wenn du zahlen musst kann der Platz auch genutzt werden).



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von schneeziege08 am 06.06.2017, 22:04 Uhr

Ich stimme ebenfalls Johanna zu. Ich habe es damals bei einer Tagesmutter versucht und nach einiger Zeit die Reißleine gezogen: Mein Sohn wollte das alles ganz eindeutig nicht - ich habe ihn gar nicht mehr wieder erkannt und wollte einfach nur mein fröhliches entspanntes Kind zurück.
Kinder sind natürlich unterschiedlich aber in dem Alter spielen Kinder ja nun alle nicht wirklich miteinander und dann erschließt sich mir der Mehrwert nicht...
Ich habe 2 Monate vor Wiederbeginn die Elternzeit verlängert und mich damit äußerst unbeliebt gemacht. Bereut habe ich es dennoch NIE - wenn ihr euch wirklich verschulden müsstet wäre es sicher schwierig, wenn es "nur" etwas knapper wird, würde ich auf mein Gefühl hören und mir von niemandem reinreden lassen.
Die Kleinen werden so schnell groß und die verlorene Zeit kriegt man definitiv nicht wieder. Ich bin froh, dass ich die ersten Schritte / Worte selbst erlebt habe und nicht die Tagesmutter...
Mein Sohn ist jetzt 3 und geht seit er 2 1/4 ist Vormittags den Kiga - er ist gerne dort, aber länger bleiben wollte er noch nie...



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von golfer am 06.06.2017, 22:21 Uhr

Horror pur.....mit 6 Wochen abgeben und dann zum abi abholen...tolllllllll....mich wundert es nciht das er nur noch Einheitsbrei gibt ...Intrument Schwimmen kuscheln vorlesen......zusammen kochen ...bin dennoch der Meinung dan brauch man kein Kind....



Der Text könnte von mir sein...

Antwort von Annimais am 07.06.2017, 0:24 Uhr

...haargenau die gleiche Situation.
Selbst wenn wir die EZ verlängern, ohne Bezüge, müssen wir uns privat versichern lassen. Oder in die Familienversicherung übern Mann. Was bei uns nicht geht.

Mich ko.... es auch dermaßen an. Das ganze System baut Null aufeinander auf...tolles soziales Netz...



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Bubenmama1417 am 11.06.2017, 14:50 Uhr

Unser Sohn geht seit er 11 Monate alt ist von 8:00 bis 17:00 zu einer Tagesmutter (alle die das schlimm finden dürfen jetzt gerne über mich herfallen!)
Bisher hat er keinen erkennbaren Schaden davon getragen. Im Gegenteil: er ist dort täglich mit anderen Kindern zusammen (was er bei mir daheim nicht wäre). Dadurch lernt er den sozialen Umgang mit den anderen und kann sich auch richtig viel bei den etwas älteren abgucken.
Zudem haben wir mit unserer Tagesmutter eine erfahrene, kompetente Erziehungspartnerin gefunden, die uns viel Feedback dazu gibt, ob unser Sohn sich altersgerecht entwickelt.
Und er hat zufriedene, ausgeglichene und auch finanziell sorgenfreieEltern, die sich Nachmittags so richtig auf ihn freuen. Das ist schließlich auch nicht so schlecht...



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Johanna3 am 13.06.2017, 6:50 Uhr

Und was wäre passiert, wenn er nicht bei der Tagesmutter wäre? Wäre ihm der Erwerb sozialer Kompetenzen im Kleinkindalter verwehrt geblieben?

Um 17:00 Uhr ist der Nachmittag doch so gut wie vorbei. Aber immerhin hat er das Glück, dass seine Eltern Zeit haben mit ihm gemeinsam zu Abend zu essen.

Da es immer mehr Langzeitkrippen, und sogar Einrichtungen mit Krankenstationen, gibt, darf man dies demnächst wohl als Privileg betrachten.

Wenn ich lese, dass es lediglich auf die "Quality-time" ankäme denke ich, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis es Internate für kleine Kinder geben wird. Dann können die ausgeglichen, finanziell sorgenfreien Eltern sich so richtig auf die qualitativ hochwertigen Ferien mit den Kindern freuen. Falls der Nachwuchs die anderen Kinder zu sehr vermisst (oder den Eindruck erweckt) gibt es ja schließlich den Mini-Klub......



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von golfer am 13.06.2017, 7:08 Uhr

Johanna du sagst es...es ist eht brutal was manche mit ihren Kinder veranstalten....mwer kennt die eigenlich noch...die die es bräucten können sich hochwertiges nicht leisten....da läuft was falsch bei uns...alles dem Kommerz unerwerfen...



Re: Betreuungsproblematik - viele Fragezeichen

Antwort von Tita79 am 14.06.2017, 20:24 Uhr

Vorab: es scheint ja ein heikles Thema zu sein, das bewegt. Und das finde ich super! Es geht um unsere Kinder. Es geht um uns (meist ja Mädels, die Männer ziehen dann halt mit) und es geht um uns als Familie in dieser Gesellschaft.

Danke also für eure Antworten. Jetzt ist natürlich mein Problem, dass ich das daraus lese, was mir gefällt und mir passt. Aber damit müssen ich und mein Gewissen uns auseinandersetzen. Fakt ist, ich möchte gerne wieder Arbeiten gehen. Fakt ist auch, mein Mann muss nach seinen 2 Monaten Elternzeit wieder (voll, Hop oder Top) arbeiten gehen. Ich müsste nicht gehen, wenn wir nicht in absehbarer Zukunft aus unserer Wohnung raus wollten und für uns und unser Kind bzw. geplant mal unsere Kinder (ginge in der Wohnung nicht) ein Häuschen mit Garten wollen würden. Das ist hier mit einem Gehalt unmöglich. Aber natürlich ist das auch egoistisch von uns, das ist mir bewusst. Denn unserem Kleinen ist es ja - erstmal - egal, wo er aufwächst, es geht ja in erster Linie um das "wie".
Für mich grad ein Dilemma :/
Danke nochmal an euch alle!



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