Betreuung bis zum KIGA

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Geschrieben von Lychee am 17.02.2016, 15:07 Uhr

Baby + Beruf

Hallo,

ich bin neu hier und erst in der 11. Woche schwanger, ich werde also demnächst meine Arbeitgeber über meine Schwangerschaft informieren. Ich bin Sporttrainerin und arbeite für verschiedene Organisationen. Letztes Jahr wurde mir ein Job angeboten, für den ich immer ein paar Tage bzw maximal eine Woche mit einer Mannschaft auch im Ausland unterwegs bin, ca. 4-5x im Jahr. Ich habe lange darauf hingearbeitet und liebe diese Aufgabe. Ich möchte diesen Job auf gar keinen Fall aufgeben, und damit der Konkurrenz in die Hände spielen.

Mein Baby kommt im September auf die Welt, der darauffolgende Lehrgang wäre im Dezember, 2x 4 Tage. Mein Mann kann mich nur bedingt unterstützten, er ist auch Trainer und zu dieser Zeit sehr viel unterwegs. Meine Mutter und Schwiegermutter haben mir natürlich schon ihre volle Unterstützung zugesagt, sind aber auch nicht mehr die jüngsten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Mutter vier Tage lang Vollzeit auf ein Baby aufpassen kann, das in der Nacht ständig aufwacht und rund um die Uhr Betreuung braucht.

Daher meine Frage an euch: gibt es noch weitere Einrichtungen, Tagesmütter etc die mir helfen könnten? Hat jemand Erfahrung damit? Oder würdet ihr mir raten, diesen Job aufzugeben? Dann würde ich meinen Arbeitgeber gleich darüber informieren, damit sie einen guten Ersatz für das Team finden können, auch wenn mir das wirklich sehr schwer fallen würde, diese einmalige Chance auslassen zu müssen.

Vielen Dank schon vorab!

Lg, lychee

 
10 Antworten:

Re: Baby + Beruf

Antwort von MayasMama am 17.02.2016, 20:32 Uhr

Ich persönlich würde wohl den Job an den Nagel hängen, wenn es denn nicht möglich ist ihn für 1-3 Jahre auf Eis zu legen.
Mir bräche das Herz, mein wenige Monate altes Baby tagelang nicht zu sehen. Auch mit dem Stillen/Abpumpen wird das schwierig.

Trotzdem: es GIBT Lösungen. Z.B. könnte deine Mutter mitfliegen, während du arbeitest das Baby betreuen und in den Pausen und nachts kannst du kuscheln und stillen. Aber das müsste natürlich akribisch geplant werden und ob das 4-5 mal im Jahr möglich ist, ist schon fraglich. Ist sicher auch noch ein finanzieller Aspekt und auch wie "fit" deine Mama noch ist - Reisen UND Babysitten ist sicher auch anstrengend für ältere Herrschaften... Klar könnte das auch ein Babysitter übernehmen, aber auch hier musst du natürlich planen und zahlen...

Du bist am Anfang deiner Schwangerschaft, du weißt noch nicht was für ein "Typ" Mutter du sein wirst und willst. Es gibt durchaus Mütter die bald nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten und auch auf Dienstreisen nicht verzichten. Ich bin jedoch ein anderer Typ und finde, in den ersten 3 Jahren (bzw. MINDESTENS im ersten Jahr) gehören Baby und Mama zusammen und Fremdbetreuung (auch durch die Oma) gerne mal für ein Stündchen - aber nicht für eine Woche.

Und nur noch kurz: wie fit musst DU für deinen Job körperlich sein? 2-3 Monate nach der Geburt sind viele Frauen nämlich körperlich noch gar nicht "auf der Höhe" und auch Sport&Stillen können viele erst nach weit über 6 Monaten vereinen, Stichwort schmerzende Brüste, Milchstau, etc...

Liebe Grüße und alles Gute auf der Suche nach dem Weg.

Nadine



Re: Baby + Beruf

Antwort von Oktaevlein am 17.02.2016, 23:52 Uhr

Hallo,

also ein wenig widersprüchlich finde ich deinen Beitrag schon: einerseits sagst du, dass du den "Job auf gar keinen Fall aufgeben" willst, andererseits fragst du hier fremde Leute, ob sie dir raten, den Job doch aufzugeben.

Ich persönlich könnte es mir nicht vorstellen, mein 3 Monate altes Baby tagelang nicht zu sehen, absolut nicht.

Stellt sich die Frage, wie einmalig die Chance ist, die du da bekommen hast. Ist der Verdienst entsprechend hoch? Wenn es finanziell machbar ist, gäbe es evtl. die Möglichkeit, dass du dir eine private Kinderfrau/Nanny/Babysitter... suchst, die auch sonst auf dein Kind aufpasst, wenn du arbeitest und die dann eben auf deine Auslandsreisen mitfliegt und dann während du arbeitest auf dein Baby aufpasst. Das wäre zwar eine teure Variante, aber für mich die einzige, die ich persönlich mir vorstellen könnte.

Denk auch daran, dass dein Kind ja auch älter wird, dann wird es nicht unbedingt einfacher, wenn du immer wieder tagelang weg bist.

Wenn du finanziell nicht auf diesen Job angewiesen bist, würde ich ihn nicht machen wollen. Im Job bist du tatsächlich so ersetzbar, für dein Kind nicht.



Re: Baby + Beruf

Antwort von magistra am 18.02.2016, 10:01 Uhr

Ich kann dich verstehen und finde den Vorschlag mit der mitreisenden Mutter gut (wenn das vom Verein her auch geht).
Natürlich geht es auch, in diesem Alter ein paar Tage vom Kind getrennt zu sein. Das Stillen ist dann eben nur durch Aufwand (Abpumpen etc.) möglich, aber auch Stillen muss man ja nicht unbedingt.
Vielleicht geht es aber auch so, dass du anbietest, für diesen einen Termin eine Vertretung zu schicken, die du gut einarbeitest, und erst danach wieder selbst fährst.



Re: Baby + Beruf

Antwort von Alexxandra am 18.02.2016, 16:43 Uhr

Wer kümmert sich denn sonst um das Baby? Wenn ihr beide berufstätig seid, muss doch das Kind irgendwo sein? Oder geht es nur um den Lehrgang von ein paar Tagen?



Re: Baby + Beruf

Antwort von LanaMama am 18.02.2016, 21:56 Uhr

Hallo,

Es stimmt: Du weißt erst, was für eine Art Mama Du bist, wenn Du Mama bist. Ich kenne einige Mamas, die vor der Geburt dachten, sie können dann und dann ein paar Tage weg, nach 7 Monaten wieder arbeiten.... Dann ist das Kind da, und die Bindung sprengt alle vorher gemachten Pläne. Und dann gibt es Dilemma und Verzweiflung. Vielleicht kannst Du Dein Kind in guten Händen lassen, vielleicht macht der Gedanke Dich total fertig. Du weißt jetzt einfach nicht, wie Du dann fühlen wirst. Und oft ändert sich das Verhältnis zu Mutter und gerade Schwiegermutter, wenn ein Kind da ist. Die meisten frischen Mamas geben ihr Kind ungern weg, egal wie kompetent die Betreung ist. Sie ist nicht die Mama.

Ich würde Dir raten, keine Zusagen zu machen, und jegliches Stresspotenzial aus den ersten Lebensmonaten zu entfernen. Ein Berufsleben von vier und mehr Jahrzehnten kann es wegstecken, wenn man erstmal in Ruhe Mama wird. Der nächste Lehrgang kommt bestimmt.

Falls Du Dich doch für den Lehrgang entscheidest, würde ich Kind und Betreuung in jedem Fall mitnehmen.



Re: Baby + Beruf

Antwort von Ani123 am 19.02.2016, 17:06 Uhr

Möchtest du denn nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen? Oder möchtest du nur mit zu den Auslandsreisen und da arbeiten?
Wenn du auch Vorort arbeiten möchtest: wer soll dann das Baby betreuen?

Dein Mann kann dir nicht so viel helfen. Vermutlich weil er voll berufstätig ist. Arbeitet er im Schichtdienst oder täglich von morgens bis abends? Ist er nachts zu Hause?

Ich vermute, dass du Vorort wie im Ausland arbeiten möchtest. Zumindest wirst du dich vor einem Auslandsaufenthalt darauf vorbereiten müssen.
Ihr werdet um eine Fremdbetreuung nicht herum kommen. Mit einem Krippenplatz wird es sehr schwer (da mitten im Jahr und Baby). Ich würde eine Tagesmutter suchen die das Baby nach dem Mutterschutz regelmäßig betreut. So kannst du (nach einer Eingewöhnung) wieder arbeiten gehen und das Baby ist betreut. Ich würde nach einer Tagesmutter suchen die ganztags Kinder betreut.
Wenn du da bist bringst und holst dudas Baby ab. Wenn du nicht da bist bringt Papa das Baby und entweder er holt es auch wieder ab oder es macht die Oma. Die Oma passt dann so langeauf das Baby auf bis Papa von der Arbeit zurück ist. Ubd ab da anpasst Papa auf das Baby auf. Ist alles machbar insofern er da auch mitmacht.
Baby kennt bis dahin die Tagesmutter gut und Oma muss nur stundenweise auf das Baby aufpassen. Gerade wenn die Oma schon älter ist denke ich dass das die bessere Option ist. Und Papa das Baby ganz abzunehmen muss ha nicht sein. Wenn er nicht arbeiten muss kann er sich doch um sein Kind kümmern.

Ein Kind macht so etwas gut mit auch im Babyalter. Eine gute Betreuung muss sichergestellt sein.

Meine Babysitterkinder sind mit 6 bzw.8Wochen zur Tagesmutter gekommen. Der Große war bis zu 12 Stunden täglich bei ihr. Die Kleine konnte höchstens 8, 5 Stunden betreut werden (bis 16 Uhr). Beide Elternteile sind voll berufstätig und die Mutter regelmäßig auf Dienstreise. Das Kind wurde erst von der Tagesmutter betreut und dann vom Papa (was beim Großen wegen der langen Betreuungszeit gut ging). Bei der Kleinen wurde es so gemacht dass Papa versuchte früh frei zu machen so dass er die Kleine abholen konnte. Das ging nicht immer. Dann wurde das Kind von Oma, Opa, Tante, mich abgeholt und betreut bis Papa nach Hause kommt. Das klappt dank guter Organisation zwecks wer wann das Kind betreut sehr gut.
Heute sind die beiden 4+8 Jahre alt und die Mutter immer noch regelmäßig weg.
Die Kinder machen da gut mit.
Papa steht dahinter was sehr wichtig ist. Ohne das könnte die Mutter das nicht machen.

Die Mutter ist zeitweise auch 2-3 Wochen weg. Auch das ist machbar.

Im Punkt Papa muss dahinter stehen: letztes Jahr war die Mutter 5 Wochen unterwegs. Sie war gerade weg da wurden die Omas krank. Opas mit den Omas beschäftigt. Papa hat alles gegeben ich war so oft es ging da aber die Kinder (besonders die Kleine) konnten mit der Situation nicht gut umgehen. Da lag eine Sorge um die Omas im Raum ein Papa der Beruf Haushalt Kinder und kranke Oma (eibe war ja auch seine Mutter) unter einen Hut bringen musste und eine Mutter die weg war. Das war das erste Mal (nach 7 Jahren) wo der Papa verzweifelte und die Mutter abbrach (wäre noch 3 Wochen weg gewesen).
Die Mutter war nur von Freitagabends (Kinder schliefen bereits) bis Sonntagnachmittag zu Hause. Das reichte als Hilfe nicht aus.
Als die Mutter wieder da war entspannte es sich. Die Kinder wurden wieder ruhiger; besonders der Kleinen tat das gut.

Was ich damit ausdrücken möchte ist: es kann immer anders kommen als man plant. Aber das ist doch eher die Ausnahme. Wenn vorher alles gut organisiert und geplant ist sollte nichts schief gehen.
Wage den Schritt. Er tut dir gut und auch wenn das Baby da noch jung ist du brauchst auch Zeit für dich und einen Ausgleich den du dir dadurch schaffen kannst. Und eine ausgeglichene Mutter die mit sich selbst zufrieden ist und glücklich ist tut dem Kind auch gut.



Re: Baby + Beruf

Antwort von LanaMama am 19.02.2016, 20:44 Uhr

So ein Leben muss man wollen, das mag nicht jeder. Für mich wäre das nichts, hatte den ganzen Stress mit 70-80 Wochenstunden vorm Kinderkriegen.

Auch wenn das in manchen Fällen funktionieren mag - ob es gut für Familie, Partnerschaft und Kinder ist sei mal dahingestellt - ob man so leben will und bereit ist so lange nicht für sein Kimd da zu sein weiß man erst, wenn man schon Mutter ist. Finde ich zumindest.



Re: Baby + Beruf

Antwort von Lychee am 20.02.2016, 16:49 Uhr

Hallo ihr alle,

ich möchte mich ganz herzlich bei euch allen bedanken, dass ihr euch so viel Zeit genommen habt und mir so ausführlich geantwortet habt! Vor allem geben mir eure Postings Mut, dass es mit gut geplanter Organisation grundsätzlich durchaus machbar sein kann, das Kind eben einige Tage mitzunehmen oder unter Umständen sogar zu Hause zu lassen. Mein Mann wird sich schon ein wenig einspannen lassen, die Omas sowieso, und dann werd ich mich auf die Suche nach einer erfahrenen Tagesmutter machen. Ich denke, wo ein Wille da ein Weg.

Vorher ist das alles sowieso mit dem Verband abzuklären, ob ich sie denn davon überzeugen kann, mich weiterhin zu engagieren, auch wenn ich vielleicht mal die Familie im Schlepptau mit habe.

Danke noch einmal für eure vielen Erfahrungsberichte und Meinungen!

Liebe Grüße,

lychee



Re: Baby + Beruf

Antwort von lilule am 20.02.2016, 20:31 Uhr

Liebe Lychee,

Ich moechte dir Mut zusprechen! Ich war in einer aehnlichen Situation und habe mich fuer den Job entschieden- bei beiden Kindern- unsere Betreuung ist doppelt und dreifach abgesichert- sehr gute U3 kita (41/2 Betreuer fuer 10 Kinder), Oma und Au Pair. Bei Dienstreisen und Auslandsaufenthalten kann das Au Pair mit. Ich leiste viel im Job - mein AG laesst dafuer viel Flexibilitaet zu. Ich arbeite derzeit 30 Stunden (mein Baby ist 9 Monate alt) und bin jenseits meiner Arbeitszeit 100% Mama und widme meine volle Aufmerksamkeit meinen Kids. Haushalt. Etc. erfolgt extern. Ich stille - waehrend der Fremdbetreuungszeit wird abgepumpt und habe auch nicht vor sobald abzustillen. mein Baby ist bei allen Dienstreisen dabei und wird der Arbeitszeit vom Au Pair oder Oma betreut. In den Pausen bin ich im Hotel und verbringe die Zeit mit meinem Baby, ebenso wie Abends. Also nur Mut!



Re: Baby + Beruf

Antwort von Lychee am 22.02.2016, 8:50 Uhr

Vielen Dank!



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