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Geschrieben von yola am 04.01.2006, 10:02 Uhr

Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Kurz zum Hintergrund:

Bin AE, habe einen subventionierten Platz in einer kommunalen Kita für meine Zwillingsjungs (25 Monate), arbeite 40St+/Woche.

Nun habe ich selbst zweimal durch Zufall mitgekriegt wie die Betreuerin M. die Kinder regelrecht angeraunzt hat (ich war draussen, sie hatte mich nicht gesehen, dann sobald sie Eltern sieht ist alles zuckersüss und lieb), das erste Mal kam da so ein Satz in barschem Ton: "Ich bin gar nicht froh, dass mein Urlaub vorbei ist, so wie Ihr Euch aufführt, habe ich Euch wirklich nicht vermisst." und das andere Mal wurde ein zeterndes Kind schon eher auf den Stuhl gezerrt als gesetzt. Sie ist auch ziemlich verbissen und streng ganz allgemein, aber da sie schon seit 11 Jahren da ist und Kinderkrankenschwester ist, ist sie die "Chefin" der beiden Babygruppen und alle anderen kuschen vor ihr. Sie sieht auch in meinen Augen aus wie jemand der ein BurnOut hat.
Nun berichtete mir vor zwei Wochen eine andere Mutter, die als Einzige ebenfalls voll berufstätig ist, dass sie einen Riesenstreit mit den Leuten gehabt hat, weil ihr Sohn Simon ständig auf dem "Strafstuhl" sitzt und völlig durch den Wind ist. Ich kenne den Kleinen, ist auch so ein kleiner lebhafter, aber ein liebes Kind und wenn ich mit ihm redete, wenn ich es sah, war auch in einer Minute alles wieder in Ordnung. Nun hatte eben diese besagte Betreuerin sich wirklich auf den Kleinen "eingeschossen" und die anderen Betreuerinnen machten mit.

Wie gesagt, es hat einen Riesenkrach gegeben, die andere Mutter ist bis zum Bürgermeister, Versammlungen mit der Psychologin und pipapo, aber ich merke, das Vertrauen ist weg. Heute morgen ist mir diese andere Mutter entgegengekommen als ich meine brachte und sagte, "In der Kiewerleckengruppe schreit die C. schon wieder, kuck mal was da los ist. Ich komm noch mal mit rein, ohne dass sie mich sehen und horch ob alles in Ordnung ist"

Und ich mach mir natürlich auch Gedanken. Die Jungs schreien seit Wochen jeden Morgen, wenn wir in die Kita fahren: "Nein, M... (der Name dieser Betreuerin)" und ich habe dann immer gesagt, "Na ja, es sind ja noch x und y und z da" und wenn sie dann da waren ging's auch einigermassen. Die Betreuerin die als Aushilfe dort ist ist auch eine ganz ganz liebe, der die Kinder wirklich am Herzen liegen, das merkt man, aber sie darf halt nichts machen und nichts sagen weil sie in der Hackordnung ganz unten steht.
Aber jetzt stell ich den Jungs schon Fragen, so nach dem Motto: "Wurde heute in der Kita geschimpft? usw." Natürlich kriege ich von grad mal Zweijährigen keine ausführliche und sehr aufschlussreiche Antwort.

Findet Ihr, dass ich mir unnötig Sorgen mache, dass ich diese Bemerkungen, die ich oben beschrieben habe überbewerte (nachdem ich das von der anderen Mutter gehört habe) oder würdet ihr auch mal nachhaken bei der Kitaleitung oder der Kommune?

LG

Yola

LG

 
8 Antworten:

Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von RenateK am 04.01.2006, 10:08 Uhr

Hallo Yola,
ja ich würde da nachhaken, ich denke erstmal bei der Gruppenleitung oder Kitaleitung und zwar ganz sachlich. Mir würde da nicht nur das schreien verdächtig vorkommen, ich finde es auch nicht richtig, Kinder zur Strafe längere Zeit auf einem Stuhl sitzen zu lassen, also so ein Konzept würde mir sowieso schon nicht passen und das hätte es in unserer Kita auch nicht gegeben. Was hat die andere Mutter den berichtet, haben ihre Aktionen irgendeine Wirkung gezeigt?
Viele Grüße, Renate

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von tinai am 04.01.2006, 11:14 Uhr

Das siehst Du sicher nicht zu eng.

Ich frage immer nach, wenn mir etwas komisch vorkommt, man kann das ja auch diplomatisch machen, ohne jede Anklage, die einem erst einmal ja auch nicht zusteht.

Ich hätte mindestens so ein schlechtes Gefühl wie Du, dabei haben es Deine Zwillinge ja noch gut, sie sind zu zweit und haben sich (kann ich aus eigener Erfahrung sagen, bin ja selbst lange Jahre schon Zilling :-)

Die Erzieherin ist ja selbst nicht glücklich und wenn sie den Kindern sagt, wie über ihr die sind, geht das einfach nicht. Und wenn sie ein Problem hat, braucht sie Hilfe! Wenn sie sich die nicht selbst holt, dann muss der Misstand aufgezeigt werden. Den Weg den Renate beschreibt finde ich dafür ganz gut.

Unabhängig davon würde ich aber auch zu den Eltern gehören, die parallel versuchen, einen anderen Platz zu finden oder eine andere Lösung (Dein Betreuungsproblem besteht ja auf mehreren Ebenen).

Gruß Tina

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von paulita am 04.01.2006, 12:59 Uhr

liebe yola

ich finde, du übertreibst absolut nicht in deiner sorge. im gegenteil!
also, zunächst würde ich mit der betreffenden erzieherin selbst ein paar freundliche + deutliche worte sprechen. sag ihr, dass du ihren ton unangemessen ruppig findest, dass du den eindruck hast, die kids hätten angst vor ihr usw. klare ansagen ihr gegenüber sind das mindeste. je nachdem wie sie reagiert, könntet ihr einen elternabend zum thema machen. vielleiht auch gemeinsam mit der kiga-leitung? dann erst würde ich an offizielle stellen wie kommune usw. gehen. sonst treibt ihr die erzieherin arg und unfairerweise in die enge.
alles gute!
lg
Paula

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Oh ha!

Antwort von TineBieneGirl am 04.01.2006, 17:01 Uhr

Ich kann sagen,wenn ich sowas mitbekommen würde oder mein kind mir sowas erzählen würde,würde ich meine Kleine da raus nehmen!Ich hätte keine ruhige minute mehr und müsste immer an meine Kleine denken,ob sie gerade angeschrieben wird ect!

Also nach hacken würde ich nicht.Ich würde sie sofort rausnehmen!

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von Ulimama am 04.01.2006, 20:13 Uhr

bei uns in der örtlichen-kommunalen kita mußte vor ein paar jahren eine erzieherin gehen , die auch sehr streng war und bestimmte - aber größere - kinder auf dem kieker hatte . da gabs sowas wie ewig am tisch sitzen müssen bis der teller leer ist und wegen essen angeschrien werden etc. letztlich hat mal eine mutter mitbekommen, wie ihre 5 jährige tochter eine backpfeife bekommen hat. da es außerdem gleichzeitig noch die enkelin einer anderen erzieherin derselben kita war, kam die kündigung ratzifatzi...plötzlich wurden all die alten, bisher unter den tisch gekehrten sachen wieder ausgegraben und die dame war weg. es mußte sich halt (öffentlicher dienst) nur erst jemand finden, der eine eindeutige kündigungsursache bietet und aktenkundig macht...

lg uli

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von krissie am 04.01.2006, 20:14 Uhr

Hallo,
ich würde bei der Kitaleitung nachhaken und vermutlich parallel überlegen, ob ich meine Kinder überhaupt noch hinbringen würde, wenn es sich erweist, dass solche Sachen wie Strafstuhl im Konzept vorgesehen sind (das finde ich in dem Alter deiner Kinder ein absolut nicht angebrachtes "Straf"mittel).
Es hört sich wirklich so an, als sei die Erzieherin ziemlich ausgebrannt in ihrem Job, hoffentlich ist die Leitung auch daran interessiert, das Problem schnell zu lösen!
LG Kristina

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von celmin am 04.01.2006, 23:36 Uhr

Hallo,
in Deinem Fall handelt es sich um eine Betreuungseinrichtung für Kinder unter 3 Jahren?
Meine beiden Mädels waren auch in einer Krippe. Schreierei gab es da nicht, aber den stillen Stuhl gab es dort sehr wohl. Es ist natürlich nicht toll, wenn ein Kind dort ständig sitzt und so sollte das ja auch nicht sein. Bei uns gingen diese Rowdies, die anderen Kindern richtig wehgetan haben für zwei Minuten in die Küche auf den Stuhl. Sie wurden da nicht einfach wortlos hingesetzt, sondern es wurde ihnen erklärt, warum sie das tun müssen (dass man andere Kinder z.B. nicht blutig beisst oder kratzt). Bei uns kam dieser Stuhl wirklich nur bei krassen Fällen zum Einsatz und ich als Opfermutter fand das damals gar nicht schlecht.
Solche Zustände wie bei Euch darf es aber nicht geben. Gibt es denn gar keine Gespräche bei Euch? Unsere Krippe war für uns immer wie eine Familie. Man hat sich mit den Erziehern unterhalten (beim Abholen) und dort auch oft über das Kind gesprochen. Ich selbst wäre bei dem Satz, dass die Erzieherin lieber im Urlaub geblieben wäre, sicherlich darauf angesprungen. Anscheinend kuschen hier nicht nur die anderen Erzieher, sondern auch alle Eltern. Gibt es denn keinen Elternbeirat, bei dem man das ansprechen könnte?
Parallel würde ich aber trotzdem die Fühler nach einer anderen geeigneten Betreuungsmöglichkeit ausstrecken.
Gruß
Iris

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Re: Wie seht Ihr das? Vertrauenverlust Kita

Antwort von Sylvia1 am 06.01.2006, 13:02 Uhr

Hallo Yola,

ich würde auch auf jeden Fall in der Kita-Leitung oder Kommune nachhaken und die Missstände dort ansprechen.

Vielleicht kannst du mit anderen Eltern (und auch unter Einbeziehung des Elternrates!) dort vorsprechen. Wichtig ist, dass ihr Eltern jetzt alle an einem Strang zieht. Geht am besten alle gemeinsam dorthin, dann ist das von vorneherein klar, dass nicht nur du unzufrieden bist, sondern alle. Gemeinsam fallen einem auch mehr Argumente ein.

Ich würde mein Kind nicht sofort aus der Einrichtung nehmen. Das geht doch auch gar nicht, wenn man berufstätig ist - es sei denn, man hat irgendwo noch schon einen neuen Platz "in petto". Vielleicht würde ich mich aber auch nach anderen Plätzen umgucken (falls sich die Zustände nicht bessern). Aber zunächst einmal würde ich versuchen, die Zustände in eurer Kita zum Guten zu ändern, auch um meinem Kind den Wechsel zu ersparen. Und um diese Zustände ändern zu können, dafür müßt ihr Eltern halt zusammen halten und auch mit der Kita-Leitung zusammen arbeiten.

Vielleicht befindet sich die problematische Erzieherin wirklich in einer Lebenskrise und ist im Grunde genommen auch froh (zumindest später mal, im Nachhinein), wenn ihr geholfen wird - wenn auch zwangsweise. Die Kita-Leitung und auch der Träger der Kita können keinerlei Interesse daran haben, dass diese Zustände in ihrer Einrichtung erhalten bleiben. Und vielleicht ist es auch für die Erzieherinnen-Kollegen gar nicht so einfach, mit der betroffenen Dame zusammen zu arbeiten. Du siehst, du hast im Prinzip viele Verbündete - ihr müßt euch halt nur verbünden und einer muss die Sache federführend in die Hand nehmen.

Viel Glück,
Sylvia

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