Baby und Job

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Geschrieben von Susi754 am 07.12.2005, 17:42 Uhr

Wer arbeitet ganztags?

Ich habe eine kleine Tocher, die sechs Monate alt ist, und arbeite seit drei Monaten wieder ganztags (mein Mann auch). Wir leben im Ausland und hier ist das, anders als in Deutschland, so üblich. Trotzdem habe ich manchmal ein ganz schön schlechtes Gewissen. Gibt es andere Mamis, die in der selben Situation sind?

 
36 Antworten:

relativ - 35 Wochenstunden + Sondereinsatz

Antwort von KarinF am 07.12.2005, 21:43 Uhr

Ich arbeite von 7 bis ca. 15.00 Uhr meist ohne Mittagspause durch und bekomme so meine Stunden zusammen und habe am Nachmittag noch Zeit für meine beiden Kinder. Mein Mann bringt die beiden in den KiGa.
Die Kollegen sind ganz froh, daß es jemanden gibt der schon so früh da ist. Ansonsten arbeite ich manchmal abends oder Sonntags - aber eher selten.

Vielleicht kannst Du einen Deal machen und Du arbeitest 2 Tage die Woche eher früh damit Du am Nachmittag Zeit hast und vielleicht einen Tag eher bis in den Abend rein und läßt es morgens gemütlicher angegehen.

Meist geht mehr als man denkt ...

Wie sieht es mit einer Einwahl von zu hause aus?

Servus
karin

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Re: ich *fingerheb*

Antwort von vera1970 am 08.12.2005, 7:27 Uhr

Ich habe 11 Wochen nach Entbindung wieder ganztags angefangen, allerdings habe ich meine Arbeit von 7-12:30 Uhr am Arbeitsplatz erledigt, Sohnemann von TaMu abgeholt, ab nach Hause und dann von 13-16 Uhr von Zuhause aus gearbeitet. War Stress pur, aber da mein Sohn so ein Lieber war (ist), konnte ich das ganz prima machen - und mein Cheffe spielte mit...

Seit Fabian im KiGa ist (Platz haben wir erst bekommen, da war er schon fast vier J.), ist er von 8-16 Uhr angemeldet, ich arbeite von 7-15:30 Uhr, das ist prima. Wäre allerdings nicht machbar, wenn mein Mann ihn morgens nicht von Anfang an gebracht hätte...

Hut ab vor allen Alleinerziehenden, ganz ehrlich!

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von RenateK am 08.12.2005, 8:50 Uhr

Ich habe 8 Wochen nach der Entbindung ganztags wieder angefangen. Für mich war das keinerlei Problem, allerdings war mein Mann das erste Jahr zu Hause, so dass es ja eigentlich die Standardsituation war. Danach hatten wir einen Kitaplatz und mein Mann hat auch wieder angefangen (allerdings nur 26 Stunden pro Woche). Probleme hatten wir nie.
Gruß, Renate

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Re: ich *fingerheb*

Antwort von Susi754 am 08.12.2005, 9:03 Uhr

Ja, das stimmt: Hut ab vor Alleinerziehenden.

Ich arbeite von 9 bis 18 Uhr, und dazu kommt noch eine knappe Stunde Fahrtzeit (hin und zurück). Für 9 bis 18 Uhr habe ich schon ganz schön kämpfen müssen (normalerweise sollte ich von 9:30 bis 18:30 arbeiten... Und ich finde, da kommt die Zeit mit meinem süßen Baby schon irgendwie zu kurz...

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Lechia am 08.12.2005, 9:05 Uhr

Hallo

Bin neu hier und arbeite auch ganztags (noch)!!! Habe 2 Kinder die Tochter wird 5 und der Sohnemann 3 (beide im Januar). Ich habe jetzt ein Jahr wieder voll gearbeitet, aber irgendwie reichts jetzt. Der Streß ist einfach mega. 2 Kinder morgens fertig machen, dann schnell abliefern beim Kindi und noch bei der Tagesmutter, danach hoffen, daß mir die Zeit reicht um einigermaßen rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Mittagspause geht dafür drauf, die Große vom Kindi zu holen und auch noch zur Tagesmutter bringen. Da holt sie dann meistens der Papa um halb 3 ab. Aber bis ich so einigermaßen meine Stunden hab - könnt ihr Euch ja denken. Bin dann etwa um 17 Uhr daheim und hab eigentlich keinen Bock mehr was zu tun. Aber dann wollen die Kiddis noch spielen, die Wäsche wartet usw.
Hatte es mir leichter vorgestellt, wurde aber eines bessseren belehrt. Ich bewundere alle, die diese Ausdauer haben.

LG Lechia

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Mistinguette am 08.12.2005, 9:28 Uhr

Ich arbeite 40 St. mein Mann 35 St. die Woche. Ich hatte nie ein schlechtes Gewissen, bin Französin in Deutschland und habe es als Kind zu Hause auch nie anders gekannt.

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von susi754 am 08.12.2005, 9:44 Uhr

... und ich bin Deutsche und lebe in Frankreich und habe schon ein schlechtes Gewissen. Ausserdem fühle ich mich schon ganz schön müde und ausgepowert mit Baby, Job und Haushalt... Und habe das Gefühl, auch meinen Mann etwas zu vernachlässigen. Wir organisisert Ihr Euch - teilt Ihr Euch den Haushalt oder habt Ihr eine Putzfrau?

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37 Stunden/Woche

Antwort von Suka73 am 08.12.2005, 9:47 Uhr

seit einem Jahr bzw. seit Simons erstem Lebensjahr. Keine Putzfrau daheim :o)

LG Sue

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von RenateK am 08.12.2005, 10:21 Uhr

Hallo,
natürlich wird der Haushalt geteilt, wobei derjenige mehr macht, der weniger Stunden hat, bei uns ist das mein Mann. Putzfrau haben wir nicht.
Gruß, Renate

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von babyproject am 08.12.2005, 10:28 Uhr

eigentlich sind es bei mir offiziell nur 30h pro Woche aber dabei bleibt es wegen Kundenterminen usw nie und es schon wieder so gut wie ein Vollzeitjob, ich bin gleich nach den 8 Wochen wieder los, der Kleine ist jetzt 12 Wochen der Große ist 9 ich bin meistens allein mit den Kids da mein Freund auswärts arbeitet und letztes Wochenende bin ich zusammengeklappt und musste ins Khaus wo mir die Ärztin chronische Erschöpfung diagnostiziert hatte. Bin auch echt super gestresst und alle im Moment für mich selber bleibt null Zeit da ja auch noch das Haus zu putzen und Wäsche zu machen ist, geniessen kann ich die Zeit mit dem Kleinen auch kaum weil ich sobald ich daheim bin ja nebenbei noch die Hausarbeit machen muss. Im Moment beneide ich alle Mütter, die daheim sein dürfen für ne zeitlang oder nur wenig arbeiten. Bei mir ist es auch so daß ich einige gesundheitliche Probleme habe und deshalb schlaucht das ganz schön super glücklich bin ich mit der Arbeitssituation zur Zeit auf keinen Fall

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40 Stunden und mehr

Antwort von tinai am 08.12.2005, 10:31 Uhr

Mein Mann übrigens auch.

Schlechtes Gewissen kann ihc gut nachvollziehen, ich habe 8 Wochen nach Geburt wieder gestartet.

Aber inzwischen (der große ist schon fünfeinhalb) sehe ich dass ich "trotzdem" sehr selbständige Kinder haben, die sowieso spitze sind!!!

Ich bin sehr sehr stolz auf sie und sehe, wie gut sie mit der Situation umgehen und wie viel positives sie daraus auch mitnehmen.

Allerdings hätte ich ihnen und mir im ersten Lebensjahr mehr Zeit gönnen sollen. Für mich wären 6 Monate zu Hause ideal gewesen und dann erst 4 Tage/Woche.

Aber es ist anders gekommen.

Gruß Tina

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Putzfrau

Antwort von tinai am 08.12.2005, 10:35 Uhr

ohne die würde unsere Ehe leiden - aber auch wenn ich immer zu Hause wäre :-)

Außerdem haben wir den Luxus eines Au Pair, weil ich meine Kinder nie ganztägig außer Haus betreuen lassen wollte. Wäre vor allem für meinen Sohn viel zu anstrengend gewesen.

Das Au Pair nimmt uns im Haus natürlcih auch einniges ab (Frühstück und Abendessen abräumen, Kinderwäsche bügeln). Das entlastet enorm und entspannt auch!

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Lechia am 08.12.2005, 10:39 Uhr

Hallo
da sind wir wohl beide in einer ähnlichen Situation, oder? Bin auch total am Ende meiner Kräfte und mein Arzt sagt jedesmal, daß ich eine Auszeit (so was wie ne Kur glaube ich) nehmen sollte. Ist aber halt leider nicht möglich mit den Kindern. Kann sie ja nicht alleine lassen!!!!
Mein Mann versucht mich zu unterstützen, hat jetzt aber auch gesagt, daß 4 halbe Tage in der Woche reichen, damit er mal wieder eine "normale" Frau hat.

LG Lechia

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Salies am 08.12.2005, 11:11 Uhr

Salut,

bin ebenfalls Deutsche und lebe in F, bin ganztags tätig, habe einen 2jährigen Sohn und bin wieder schwanger.... Ich kann Dich sehr, sehr gut vestehen. Mir wird alles auch oft zu viel und ständig habe ich das Gefühl, nichts und niemanden gerecht zu werden, am allerwenigsten mir...

Wo lebst Du in F ?

Gruss
Esther

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mit Mann daheim

Antwort von Suka73 am 08.12.2005, 11:17 Uhr

fiele es mir sicherlich leichter. Bin ja alleinerziehend. Jetzt habe ich zwar einen Freund, der mir dann abends Simon mal für ne Viertelstunde "von der Pelle" hält aber da schafft man dann auch nicht viel, mal eben Küche aufräumen aber dann geht das Kinderprogramm ja schon weiter...

Putzfrau kann ich mir nicht leisten. Und ich kanns mir auch nicht leisten weniger zu arbeiten. Dann könnte ich mir die Wohnung wieder nicht mehr leisten :o)

LG Sue

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von susi754 am 08.12.2005, 11:29 Uhr

Im Nordosten von Paris, und du?

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von susi754 am 08.12.2005, 11:30 Uhr

im Nordwesten meine ich, nicht im Nordosten...

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Mistinguette am 08.12.2005, 11:44 Uhr

Wir haben eine Putzfrau, mein Mann macht genausoviel wie ich im Haus und wir haben keinen Anspruch auf Perfektion.

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Wer kann das noch toppen?

Antwort von fiammetta am 08.12.2005, 15:53 Uhr

Hi,

ich mußte als Freiberuflerin 10 Tage nach dem KS wieder anfangen zu arbeiten, um unsere Familie zu ernähren. Als Freiberufler hat man keine 38,5-Stunden-Woche, sondern oft und sehr schnell 10-16 Stunden Arbeit am Tag. Letzteres nicht dauern, wäre auch kaum überlebbar, aber ich komme meistens auf etwa 60 Stunden pro Woche und in harten Zeiten sogar auf ca. 90 Stunden.
Außerdem habe ich folgendes gemanagt bzw. tue es immer noch:
- Ein Zweitstudium
- Die komplette medizinische und finanzielle Organisation der Pflege meines psychisch kranken, dementen und unbeschreiblich bösartigen Schwiegervaters - vor einem halben Jahr gestorben. Bis dahin hat aber meine erzfaule Schwägerin nichts ausgelassen, um a, selbst nichts zu tun und uns b, sowohl finanziell massiv zu schaden wie auch c, durch immer wieder neue Dreistigkeiten das eh` schon irrsinnige Pensum noch stärker zu erschweren
- Meinen Haushalt (weitgehend)
- Den Haushalt meiner Schwiegermutter (Auch weitgehend. Sie ist 80 und hat noch zwei stinkfaule Töchter, die nur kommen, wenn sie Geld wittern)
- Natürlich unseren Sohn, dem ich so viel Zeit widme, wie nur irgendwie geht und was dazu führt, daß andere Bereiche mitunter vernachlässigt werden bzw. mein Schlafdefizit immer weiter anwächst
- Außerdem habe ich den Garten vor und hinter dem Haus angelegt

Wer bietet mehr?

LG,

Fiammetta

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ja, so einfach ist es naemlich nicht!

Antwort von Corinna30890 am 08.12.2005, 17:58 Uhr

hallo!

ich habe einen 3 monate alten sohn und arbeite derzeit von daheim, bzw zusaetzlich 3 abende in der woche, wenn mein mann zu hause ist.
wir moechten naemlich unser kind nicht fremden ueberlassen, zumindest nicht die ersten jahre.
ich lebe in Canada und bin ueberrascht, ich dachte in deutschland ist es fast selbstverstaendlich die ersten jahre zu hause zu bleiben.
alle die ich in D kenne tun das zumindest.
so oder so, es ist nie einfach finde ich. an sich hat man mit kind und haushalt schon genug zu tun finde ich.
und mein zwerg krabbelt noch nichtmal und schlaeft sehr viel....
es wird immer so dargestellt, als waere es ideal wenn beide eltern arbeiten. in der wirklichkeit sind vor allem die berufstaetigen muetter oft gestresst und leiden darunter ihre kinder so wenig zu sehen.
hier in canada ist es auch normal ganztags mit kindern zu arbeiten. allerdings kenne ich fast keine frau, die nicht lieber daheim bei den kleinen waere. viele hier arbeiten abends oder passen auf andere kinder auf nur um zu hause bleiben zu koennen.
lg Corinna

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ja, so einfach ist es naemlich nicht!

Antwort von Corinna30890 am 08.12.2005, 17:58 Uhr

hallo!

ich habe einen 3 monate alten sohn und arbeite derzeit von daheim, bzw zusaetzlich 3 abende in der woche, wenn mein mann zu hause ist.
wir moechten naemlich unser kind nicht fremden ueberlassen, zumindest nicht die ersten jahre.
ich lebe in Canada und bin ueberrascht, ich dachte in deutschland ist es fast selbstverstaendlich die ersten jahre zu hause zu bleiben.
alle die ich in D kenne tun das zumindest.
so oder so, es ist nie einfach finde ich. an sich hat man mit kind und haushalt schon genug zu tun finde ich.
und mein zwerg krabbelt noch nichtmal und schlaeft sehr viel....
es wird immer so dargestellt, als waere es ideal wenn beide eltern arbeiten. in der wirklichkeit sind vor allem die berufstaetigen muetter oft gestresst und leiden darunter ihre kinder so wenig zu sehen.
hier in canada ist es auch normal ganztags mit kindern zu arbeiten. allerdings kenne ich fast keine frau, die nicht lieber daheim bei den kleinen waere. viele hier arbeiten abends oder passen auf andere kinder auf nur um zu hause bleiben zu koennen.
lg Corinna

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Re: Wer kann das noch toppen?

Antwort von tinai am 08.12.2005, 19:03 Uhr

Das halte ich schlicht für unmöglich.

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@Fiammetta

Antwort von babyproject am 08.12.2005, 20:44 Uhr

Hallo, also nichts für ungut das mit den 90h kann ich nicht so ganz glauben, Du machst sicherlich ein Wahninnspensum und ich frag mich ob Du dabei glücklich bist, ich wärs nicht mich überfordert meine Arbeit im Moment schon so, wann hast Du Zeit für Deinen Sohn also bei dem was Du schreibst und der Tag hat nun mal nur 24h kann ich mir nicht vorstellen daß er viel Zeit von seiner Mama bekommt. Wo bleibt eigentlich Dein Mann bei der ganzen Sache, Du schreibst Du musstest gleich nach KS wieder arbeiten weil Du die Familie ernähren musstest. Und ich würde ehrlichgesagt Schwiegermama und ...papa hinten anstellen noch dazu wo es Geschwister gibt also deren leibliche Kinder, also meine Kleinen wären mir da wichtiger. Bist Du Dir sicher daß Du das so lange durchhältst?Ich kenn diese Zwickmühle nur zu gut und Hut ab vor Deinem Pensum aber es ist auch mal wichtig daß Du was für Dich tust meinst Du nicht, nur ein gutgemeinter Tip, man kann schnell zusammenklappen, hab das bei mir gesehen, hab auch gedacht ich pack das alles locker aber der Körper sagt irgendwann stop, lass es nicht soweit kommen

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von sandra+debora am 08.12.2005, 22:04 Uhr

Ich habe nach den 8 Wochen direkt wieder ganztags gearbeitet (40 stunden Woche).

Meine Tochter ist in der Zeit immer bei der Tagesmutter. Da ich nicht viel verdiene habe ich mitlerweile auch einen kleinen Nebenjob angefangen wo ich mir die Zeit selber einteilen kann.

Als Alleinerziehende Mutter bleibt mir da leider nichts anders über.

Die Wochenenden genieße ich dann immer richtig.

Meine Tochter hat damit kein Problem, da sie es von Anfangan gewöhnt ist.

LG
Sandra

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Re: @Babyproject + Tinai

Antwort von fiammetta am 09.12.2005, 0:25 Uhr

Hi,

es ist möglich. Ich weiß durchaus, was ich mache bzw. zu leisten hatte. Fragt nicht, mit welch schlotternden Knien und leichenblaß ich oft in den Unterricht gefahren bin. Meine Kursteilnehmer haben mich oft genug darauf angesprochen, daß ich einem Zombie mehr ähnlich gesehen habe als einem lebenden Wesen. Einmal wäre ich fast im Auto im Wald eingeschlafen... Ich bin oft genug aus dem Untericht gestürzt und habe mich vor lauter Erschöpfung übergeben. Zweimal bin ich eingeschlafen. Vor zwei Jahren war ich dann sogar mit Burn-out-Syndrom krankgeschrieben.

Mein Mann ist grundsätzlich mit allem überfordert, nur nicht mit dem Geldausgeben... Ich mußte bis vor einem halben Jahr täglich zwischen 5.30 und 6.00 Uhr aufstehen, um vor der Arbeit noch einigermaßen den Haushalt zu schmeißen. Einkäufe liefen zwischen den Terminen im Eilverfahren und ob man für einen oder für zwei Haushalte einkauft, ist egal.

Tinai, es ist durchaus möglich, wie ein Vieh zu schuften, wenn Dein Arbeitstag damit beginnt, entweder den Haushalt auf die Schnelle zu schmeißen oder aufzustehen und Dich direkt um 6.00 Uhr an den PC zu setzen, um eine Übersetzung zu bearbeiten. Gleichzeitig kann man auch noch frühstücken... (geht mit Müsli übrigens schneller). Anschließend in den Unterricht, von dort nach Hause, Bürokram schmeißen, Unterricht vorbereiten oder - terminabhängig - auch wieder halten, weiterübersetzen, spätestens um 16.45 wieder in den Unterricht, der dann bis 21.30 dauert und dann den Heimweg antreten, der ortsabhängig eine dreiviertel Stunde dauern kann. Zuhause u.U. noch an der aktuellen Übersetzung arbeiten und gleichzeitig essen. Gegen 24.00 Uhr zitternd ins Bett fallen.
Die Wochenenden kann man mit weiteren Eilübersetzungen oder Wochenendseminaren füllen und wenn man nach Hause kommt, wartet der schwiegerelterliche Haushalt auf einen oder der Garten verwildert munter. Ansonsten sind sämtliche Leerzeiten, die man nicht lieber mit dem Kind verbringt, mit Lernen zu füllen - das erspart einem das Lesen sonstiger Lektüre... Übrigens liegen zwischen 6.00 Uhr morgens und 24.00 Uhr nachts 18 Stunden - man kann also schuften und 13x7 macht 91. Es geht also.

Du siehst, Tinai, es geht, v.a. wenn man mit sechs Stunden Schlaf halbwegs auskommt, oft während der Arbeit ißt und einem der Gatterich wenigstens das Kochen erspart.

Was die liebe Schwiegerfamilie angeht, so ist mein süßer Schwiegervater den Weg allen Seins marschiert, soll heißen, wo kein Schwiegervater, da auch keine Organisation der medizinischen Versorgung, keine Streiteren mit dem Vormundschaftsgericht, keine Rechtsanwaltstermine, weil die liebe Schwägerin ihre Langeweile mit Bösartigkeiten füllen muß und keine schriftlichen Streitereien mit dem Medizinischen Dienst, weil die Tussi, die die Einstufung der Pflegestufe vornehmen sollte, leider Probleme mit dem Laptop hatte und ihr Gedächtnisprotokoll reine Phantasie ist. Zusätzlich kein Streß mit dem Doc, der Parkinson nicht von Demenz unterscheiden kann. Folglich bleibt jetzt endlich mehr Zeit, was ab Februar, wenn die Uni `rum ist auch noch einmal besser wird.

Meine Schwägerinnen habe ich mir inzwischen mittels Rechtsanwalt vom Hals geschafft. Der nächste, der kurz vor Weihnachten dran ist (mein Geschenk an mich :-)), ist der Halbbruder meines Mannes, der genauso parasitär und faul ist wie der Rest der Sippe.

Ach ja, richtig, Freundschaften bleiben so auf der Strecke.

LG,

Fiammetta

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von Benedikte am 09.12.2005, 1:35 Uhr

Wir leben für drei JAhre in Kanada und ich arbeite auch ganztags, also 40 Stunden Woche offiziell, ahbe aber noch regelmässige Abend- und Auswärts- und Wochenendtermine sowie Dienstreisen. Derzeit ist mein MAnn aber in Elternzeit für unser viertes Kind, das erleichtert es. In Berlin hat er eine 2/3 Stele gehabt.

Trotz Putzfrau, Mikrowelle, Babysitter, guter Kinderbetreuung etc. alle sziemlich stressig, aber anders wollte ich es nicht haben, schonmal gar nicht, solange es den Kindern nicht schadet.

Benedikte

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Re: @Babyproject + Tinai

Antwort von babyproject am 09.12.2005, 8:59 Uhr

wo ist bei dem allen Dein KIND????
Wo ist das denn untergebracht bzw. welche Zeit verbringst Du mit ihm bei diesem Tagesablauf den Du beschreibst?!
Also wenn ich so nen Mann zu Haus hätte der hätte längst nen Arschtritt bekommen ich würde das so nicht mitmachen, Arbeitsteilung ok aber nicht so. Mein Freund ist leider beruflich nicht bei mir in der Nähe und viel auswärts aber wenn er da ist nimmt er den Kleinen hilft im Haushalt Einkäufe werden gemeinsam erledigt und so soll es auch sein wenn schon beide für den Lebensunterhalt sorgen.
Ehrlichgesagt tust Du mir unendlich leid wenn das alles so ist wie Du schreibst und vor allem Dein Kind, das bei dem ganzen ja nicht mal erwähnt ist. Du hast ja auch schon einige Warnschüsse vor den Bug von Deinem Körper bekommen, sicher lässt sich sowas ne zeitlang durchhalten, aber nicht über Jahre, das ist schlicht unmöglich. Ich für mich versuch da schon vorher einzuschreiten und der Zusammenbruch letzte Woche war für mich persönlich Warnung genug. Und mein Kleiner soll schliesslich auch nicht komplett auf die Mama verzichten müssen.
Du scheinst eine sehr starke Frau zu sein aber Dein Mann darf trotzdem machen was er will, bist Du so glücklich???Was ist mit Eurer Beziehung, fühlst Du nicht irgendwo verarscht daß nur Du schuften musst und er sich so wies sich anhört ein schönes Leben macht????

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Re: Wer arbeitet ganztags?

Antwort von yola am 09.12.2005, 11:54 Uhr

Ich arbeite ganztags, bin auch Freiberuflerin, also eher mehr als 40 St. pro Woche.
Bin ausserdem alleinerziehende Zwillingsmutter (die Jungs sind gerade 2) und finde es sehr hart.
Morgens der Run alle fertig zu machen für die Kita, dann zur Arbeit (Fahrtzeit etwa 1h15 Stunde von zu Hause-Kita-Arbeit), nach der Arbeit umgekehrt, wir sind dann gegen 19h00 wieder zu Hause, dann sind Kinder angesagt, Essen machen usw., um 21h30 habe ich sie im Bett, dann kommt der Haushalt, aufräumen, nochmal mindestens 2 St. arbeiten (E-mails, Post, Kostenvoranschläge, Rechnungen schreiben), dazwischen mir irgendwas zu essen reinschieben, dann ist es locker 24h00 bis 01h00 bevor ich ins Bett komme. Ich find's ehrlich gesagt sehr anstrengend und bin auch fast immer sehr erschöpft.
Aber der Papa zahlt sehr unzuverlässig, ausserdem habe ich ständig hohe Anwaltskosten, weil er mich wegen Nicht-Kindesrückführung durch sämtliche Instanzen schleift... ich muss trotz der vielen Schufterei mir manchmal noch Geld leihen, um die Miete zu zahlen und das ist, gelinde gesagt, sehr frustrierend.
Ein schlechtes Gewissen habe ich Gott sei Dank nicht allzu oft, weil es in Luxemburg durchaus üblich ist, dass die Mütter berufstätig sind. Es wird mir auch von aussen keins gemacht, weil jeder einsieht, dass das Geld zum Leben ja irgendwo herkommen muss.
Nur von Aussenstehenden würde ich mir manchmal mehr Verständnis wünschen - wenn für den Kita-Basar die Einlingsmütter mit Halbzeitarbeit und Partner zu Hause die tollen selbstgebackenen Kuchen bringen und ich meinen Obulus halt beim Bäcker um die Ecke gekauft habe werde ich schon manchmal schief angesehen, und erst recht wenn ich sage, ich schaff's nicht, auch noch nachts nach Mitternacht einen Kuchen zu backen. Da ernte ich nur ungläubige Blicke und denk mir: "Mädels ihr habt keine Ahnung wie es ist ganz allein mit zwei kleinen Knirpsen, die auch noch recht viel Mama einfordern." Aber damit muss ich leben.

LG

Yola

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@yola

Antwort von babyproject am 09.12.2005, 12:46 Uhr

Echt Respekt wie Du das schaffst allein mit den Zwillis, kann mir sehr gut vorstellen daß es mehr als oft echt an die Substanz geht. Das mit dem Kuchen backen usw kenn ich aber da steh ich mittlerweile drüber oder auch wenn es um solche Veranstaltungen geht und da noch verkaufen und blabla da halt ich mich dezent zurück und jeden blöden Kommentar überhör ich einfach. Bin froh wenn ich mal WE hab und da muss ich mir sowas nicht auch noch antun da gehen die Kids vor egal was da sonst noch ist. Laß Dich nicht unterkriegen und ich wünsche Dir daß Du bald auch mal etwas mehr Zeit für Dich hast!!!

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Re: @yola

Antwort von tinai am 09.12.2005, 13:06 Uhr

Hallo Yola,

ich stelle mir tatsächlich am schwierigsten vor, dass man wirklich nie jemanden hat, der einem mal für 30 MInuten die Kinder versorgt oder das Abholen abnimmt.

Ich bin selbst ja voll verantwortlich für die Betreuung meiner beiden Kinder, habe aber doch den Luxus delegieren zu können - an Au Pair un dauch an meinen Mann. Letzterer ist auch sehr eingespannt, aber ich merke auch einfach, wie wichtig es mir ist, mich hin und wieder mit ihm auszutauschen, über das wie, wann und ob.

Also ich habe auch große Hochachtung, habe ja schon öfter von Dir gelesen.

DAnn wünsche ich mal für 2006, dass wenigstens die Anwaltskosten sinken.

Gruß Tina

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@Benedikte/hallo lebe auch in canada!

Antwort von Corinna30890 am 09.12.2005, 19:54 Uhr

hallo Benedikte,

wo wohnst Du denn in Canada??
ich lebe mit meinem mann und meinem baby nicholas in Calgary.
Wie gefaellt es Euch hier?
viele Gruesse
Corinna

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@Flammetta

Antwort von Corinna30890 am 09.12.2005, 19:59 Uhr

hallo Du!

sag mal, wieso musst Du Dich um den haushalt deiner Schwiegermutter kuemmern???
Erstmal kommt jawohl Deine Familie. und wenn du sooo hart arbeitest, kommt doch wohl erstmal dein kind oder nicht?
ehrlich gesagt, Deinen mann wuerde ich in den Arsch treten. wozu ist man denn verheiratet? in einer ehe mus sman sich gegenseitig helfen und unterstuetzen.
ueberleg dir das unbedingt. kinder werden so schnell gross. du verpasst doch seine ganze entwicklung.
ich finde vollzeit arbeiten mit kind schon hammerhart, aber dann noch nebenbei zur schule und haushalt etc?
nein danke. mensch, das leben ist so kurz, lass Dich doch nicht ausnutzen!
lg Corinna

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Re: @Benedikte/hallo lebe auch in canada!

Antwort von Benedikte am 10.12.2005, 0:18 Uhr

Ottawa, Ontario.
Schon sehr gut, aber vieles gewöhnungsbedürftig, gerade in Sachen Ernährung und Klima. Der Sommer war hart, wir haben jetzt 10 C unter Null und das schlimmste steht uns novh bevor, alleine das Anziehen der kinder mit den Schneeanzügen- unvorstellbar.Schule ist auch anders, usnere drei älteren gehen- unsere vierjährige in JK, junior kindergarten, so richtig mit Ganztagsschule ,Schuluniform, jeden Morgen "O Canada" und so.

Wie lange seid Ihr hier? Ich habe eine dreijährige Standzeit hier und werde Sommer 2008 zurückgehen.

Benedikte

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Re: @Benedikte/hallo lebe auch in canada!

Antwort von Corinna30890 am 10.12.2005, 4:48 Uhr

hallo Benedikte,

mein mann und ich sind seit 4 jahren hier. wie es aussieht werden wir wohl auch bis zur Rente hierbleiben. mal sehen, die jobsituation ist ja nicht so rosig in Deutschland.

gewoehnungsbeduerftig. ja das stimmt.
vieles ist hier einfacher, weil einen die leute in Ruhe lassen, keiner will Dir sagen wie Du dein leben leben musst etc. Eben irgendwie freier hier....
Die menschen sind zufriedener hier, keiner meckert staendig.
Ja, der Winter ist hart, aber hier in calgary auch schoen sonnig und nicht so ein matschwetter wie in Deutschland haeufig.

Wir haben ja vor 10 wochen unser erstes kind bekommen. die kanadischen muetter sind etwas anders finde ich.
hab gestern eine mami aus dem geburtsvorbereitungskurs getroffen.
die konnte gar nicht fassen, dass ich mit kinderwagen eine halbe stunde zu fuss zum impftermin gekommen bin.
ihr kinderwagen war lt ihrer aussage noch in der originalverpackung.
ich dachte es ist normal bei schoenem wetter (war den ganzen oktober schoen warm) mit seinem kind spazieren zu gehen. ist es hier wohl nicht....

ausserdem werde ich sprachlos und mitleidig angesehen, weil ich kein Auto habe. ich wuesste nicht wozu??

wir vermissen ein bisschen den lebensstil in Deutschland. Urlaub war so selbstverstaendlich in Deutschland, hier ist es praktisch ein Fremdwort fuer uns geworden.

viel Glueck fuer Euch, ihr habt 3 kinder oder?
lg Corinna

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Re: @Benedikte/hallo lebe auch in canada!

Antwort von Benedikte am 11.12.2005, 5:03 Uhr

vier Kinder, aber der Kleinste ist erst ein JAhr und noch mit meinem Mann in der Elternzeit.Die drei anderen gehen in die Schule- die ist für Kinder von 2-12 und unsere Tochter geht eigentlich in die Kita, hier ist das JK, wird von ihr aber als SWchule empfunden, weil sie im gleichen gebäude ist.
JA, die Gesundheitsvorsorge ist hier bescheiden, vor allem, wenn man kein Notfall ist. Wir mussten uns bei den Ärzten bewerben, dann wurde über unsere Annahme entscheiden, zum FAcharzt kann man sowieso nicht selber-dieses one tier system macht mir jedenfalls klar, wie gut man in Deutschland mit dem zweigliedrigen System fährt.
Ja, Auto ist hier non negotiable, ahbe ich als Busfahrerei auch schon gemerkt. Ich habe meinen Führerschein ja umschreiben lassen müssen, auf eine " full G Licence", aber nur vorsichtshalber, ich brauche den nie. Ich kann auch gar nicht mehr fahren, weil ich meinen Lappen vor JAHren gemqcht habe und seitdem nicht mehr gefahren bin ( macht alles mein MAnn)- undwenn ich erkläre, dass ich im Sommer RAd und im Winter Bus fahre, schütteln alle den Kopf.
Und- ich trage Größe 38-40 ( mehr 40)und war in deutschland immer von schlaanken gutaussehenden jungen Frauen quasi verfolgt- und bei den ganzen Dickies hier fühle ich mich wieder richtig rank und schlank.

bis dann, Benedikte

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Re: @yola

Antwort von sumse am 11.12.2005, 9:36 Uhr

Ich habe eine volle Stelle als Lehrerin mit Klassenleiterfunktion. Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Administratives etc. kann ich mir einteilen, mache das eigentlich immer abends, komme nie vor Mitternacht ins Bett.
Ich habe vor zwei Wochen mein zweites Kind bekommen und werde direkt nach dem Mutterschutz (16 Wochen wg. Frühgeburt) wieder voll arbeiten, etwas anderes ist finanziell nicht drin.
Wir werden uns die Betreuung teilen, ich bin vormittags außer Haus, mein Mann am Nachmittag. Unsere Große hat einen Kita-Platz.

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