Baby und Job

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Geschrieben von schnappi am 10.03.2005, 14:06 Uhr

Wegen der heißen Diskussionen zu Mütterpflichten usw. stelle ich hier mal was zur Diskussion:

Im Grundsatz bin ich Marits Meinung, folgendes bitte als Diskussionsbeitrag sehen und mal darüber nachdenken. Da gehts nämlich nicht um "arbeitende Rabenmütter"
...............................

Milde Erziehungsmethoden schaden Kindern
Zu wenig Disziplin lässt aus Kindern unreife Erwachsene werden

New Orleans (pte, 07. Mär 2005 16:04) - Viele Eltern sind bei der Erziehung ihrer Kinder zu nachsichtig und erziehen durch ein Übermaß an guten Absichten unreife Kinder zu sozial unverträglichen Erwachsenen heran. Zu diesem Ergebnis kommt Dan Kindlon von der Harvard School of Public Health in seiner Studie "Parenting Practices at the Millenium", berichtet der Branchendienst Science Daily . "Viele Eltern versuchen das Leben ihrer Kinder perfekt zu gestalten und sie vor allen Gefahren zu beschützen. Aber wenn Kinder nie eigene, schmerzhafte und frustrierende Erlebnisse machen werden sie nie die Erfahrungen für ein wertvolles Leben sammeln können", sagte Kindlon.

Kindlon führte seine Studie an 700 Teenagern im Alter von vier bis 19 Jahren und 1.100 Elternpaaren durch. Dabei analysierte er den Besitz der Kinder, die vorherrschenden Regeln im Haushalt und deren Einstellung gegenüber Sex und Drogenkonsum. Sein Resümee: Je freizügiger und nachgiebiger die Eltern sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder Drogen und Alkohol konsumieren, Essstörungen entwickeln, unter Depressionen leiden, eine lockere Einstellung gegenüber Sex haben und gemein zu anderen sind. "Die Eltern dieser Kinder sind nicht streng, wenn es um`s Fluchen geht, welche Filme die Kinder sehen und welche Videospiele sie spielen. Ein weiteres Charakteristikum ist, dass die Familien nicht gemeinsam essen", erklärte Kindlon. Darüber hinaus sind Kinder in höherem Maße egozentrisch, wenn sie eine Erlaubnis bekommen, ohne etwas dafür zu leisten.

Nur 12 Prozent der untersuchten Kinder leben in Familien, in denen fixe Regeln, Limits und Disziplin herrschten. Diese Kinder nehmen keine Drogen, sind weder aggressiv, gemein, nachlässig oder faul, noch unruhig oder depressiv. Ein zentrales Ritual dieser Familien ist das gemeinsame Essen, des weiteren müssen die Kinder gemeinnützige Arbeiten erledigen und ihr Zimmer aufräumen. "Wenn Eltern auch nur bei einer einzigen Sache streng sind, hat das schon wesentliche Vorteile für das Kind", resümierte der Experte.

Die Gründe für die fehlende Strenge der Eltern sieht der Experte darin, dass meist beide Elternteile arbeiten und Schuldgefühle durch materielle Dinge kompensieren. Oft sind die Eltern auch einfach nur zu müde um Regeln durchzusetzen und Ordnungen aufzustellen. Darüber hinaus sehen die Eltern ihre Kinder oft als Inhalt ihres Lebens an. "Viele Eltern benutzen die Fröhlichkeit ihre Kinder, um selbst Freude zu empfinden, darum widerstrebt es ihnen, ihre Kinder in irgendeiner Weise gegen sich aufzubringen und ihren Beziehung zu ihnen auf`s Spiel zu setzten", erklärte Kindlon. (Ende)

 
7 Antworten:

Re: Wegen der heißen Diskussionen zu

Antwort von Elamaus am 10.03.2005, 14:18 Uhr

Toller Bericht!!!
Bsp.: waren die Eltern von den Amokläufer in Erfurt nicht beide Ärzte (weiss nicht mehr genau)??!
Wahrscheinlich hatte dieser Junge solchen enormen Druck Seitens der Eltern bekommen...und als er vom Gymnasium flog...explodierte die Bombe. Grausam!!!
Warum nur müssen MANCHE berufstätigen Eltern so enormen Druck auf ihre Kinder ausüben...ohne über mögliche Folgen nachzudenken??! Muss ich unbedingt Arzt werden, nur weil PAPA es ist o. MAMA? Es gibt soviele Beispiele...
Das soll jetzt aber NICHT heissen, daß alle Berufstätigen "kranke und vernachlässigte" Kinder haben. Nein, das wollte ich damit nicht sagen, sondern das der Bericht oben nicht ganz der Wahrheit entspricht.

Jedenfalls gibt es bei UNS klare Regeln und Rituale. Deshalb kann ich dem Bericht keine Aufmerksamkeit schenken!

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ganz verhaltene Zustimmung

Antwort von marit am 10.03.2005, 14:24 Uhr

Grundsätzlich steckt sicher viel Wahres in der Untersuchung - bis auf die Überschrift und den letzten Absatz.

Was die Überschrift angeht: einige Eltern, die sich so etwas nicht genau durchlesen, könnten sich in einem kränkenden und überstrengen Erziehungsstil bestätigt fühlen. Das ist ja so nicht gemeint, es geht ja nicht darum, Kindern aus Spaß schöne Dinge zu verbieten oder sie übertrieben zu disziplinieren, grausam oder herzlos zu sein. Es geht lediglich darum, daß man MIT den Kindern ein soziales Miteinander nach bestimmten Regeln lebt, an die man sich auch selbst zu halten hat. deshalb denke ich nicht, daß berufstätige (!) Eltern die größte Gefahr sind, sondern Eltern, die sich selbst gehenlassen, d.h. kein klares Lebenskonzept für sich selbst haben, keine Rituale entwickeln, sich keine Gedanken um die Entwicklung ihrer Kinder machen. Das können genauso berufstätige Eltern sein, wie Eltern, die den ganzen Tag zu Hause sind. Es gibt unter begüterten Familien wie unter sehr armen Familien emotionale Verwahrlosung. der Unterschied ist nur, daß die begüterten Eltern die Kinder mit Handies und PC-spielen stillhalten und die ärmeren mit Süßigkeiten und Fersehen (weils billiger ist). allerdings: WENN in einem Elternhaus erstmal der Wurm drin ist, kann es den Kindern nur gut tun, noch auf andere Bezugspersonen zugreifen zu können.

Gut finde ich, daß endlich einmal klargestellt wird, daß Kinder auch frustrierende Erfahrungen machen, daß es zu ihrer Entwicklung gehört, auch mal eine harte Zeit durchzustehen. deshalb muß man solche Situationen aber nicht künstlich herstellen. Man muß aber eben auch nicht dauernd kleine Kinderparadiese erzeugen. Die Eltern tun schon viel, wenn sie ihre Kinder durch die Widrigkeiten des Tages liebvoll mitfühlend begleiten. Für mich heißt das,daß ich Louise tröste, wenn sie nachmittags mal nicht in den Hort mag, und daß ich es ernstnehme, wenn sie dagegen rebelliert. Das heitß aber nicht, daß sie dann zu hause bleiben darf, sondern eher, daß man sich etwas Schönes für den Abend überlegt, damit sie sich auf etwas freuen kann.

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Re: Wegen der heißen Diskussionen zu

Antwort von babyproject am 10.03.2005, 14:29 Uhr

die Eltern von dem Amokläufer hätten auch Hausfrau oder Hausmann sein können!Was sollen diese Pauschalisierungen?
Es mag manchmal so sein daß gerade Eltern in solchen Berufen Druck ausüben auf die Kinder das kommt vor, weiss ich auch aus dem Umkreis ich habe aber in meiner eigenen Familie ein ganz anderes Beispiel: meine Hausfrau-Schwester die seit 7 Jahren aus dem Job ist übt dermassen Druck auf ihre Tochter aus daß die nicht mehr Kind sein kann, hier Turnstunde, hier Flötenstunde hier dieses und jenes, sie hat mehr Termine als eine Erwachsene und immer wenn ich sie zum spielen zu ihrem cousin also meinem Sohn holen will muss sie irgendwas anderes machen und warum?Weil die Mutter selbst keine Bestätigung aus Beruf oder so hat und alles in dieses Kind reinprojiziert was sie nicht (mehr) hat. Das finde ich total krank!
Und zu dem Druck hab ich sowieso eine ganz andere Auffassung, auch Druck entschuldigt nicht im Entferntesten einen Amoklauf oder ähnliches! Ich erwarte von meinem Sohn auch Disziplin und daß er lernt und die Schule sehr ernst nimmt weil es ihm dann den WEg in eine gute berufliche Zukunft ebnet. Aber ich übe keinen Druck dabei aus sondern rede mit ihm, nehm ihn mit in meine Sprachkurse wenn er möchte wenn nicht darf er daheimbleiben und das klappt wunderbar. Er hat genug und darauf achte ich Freizeit wo er mit seinen Freunden spielen kann (noch ist er ja 8 und da finde ich das immer noch wichtig die Spielzeit), niemals würde ich ihn auch noch jeden Tag mit Terminen zubunkern.

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Re: @babyproject

Antwort von Elamaus am 10.03.2005, 14:49 Uhr

Hallo,
das mit dem Amoklauf in Erfurt war auch nur ein Beispiel.
Sicherlich gibt es Solche und solche Familien...
ICH persönlich empfinde es aber so, daß Kinder aus "reicherem" Elternhause meist nur mit Geld abgespeist werden, um zufrieden zu sein. Und ich lebe nach dem Motto: Geld alleine macht nicht glücklich - es beruhigt höchstens Welches zu haben."
Das dazu, weil einige Mütter schreiben, sie wollen ihren Kindern was anständiges bieten/ermöglichen.
Klar - von Luft und Liebe kann NIEMAND leben, aber ich denke man sollte Geld einen anderen Stellenwert geben. Zuviel Geld kann auch vereinsamen und RICHTIGE Freunde zu finden ist auch schwer, denke ich mir.
Schlimm genug, in der Welt dreht sich alles nur ums liebe Geld...als wenn es keine andere Sorgen gibt!
Ela

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Re: @babyproject

Antwort von babyproject am 10.03.2005, 15:19 Uhr

Hallo Ela,
ja da hast Du vollkommen recht es gibt wichtigere Dinge als Geld und das mit den richtigen Freunden ist das wichtigste überhaupt, gar keine Frage.
Nur fand ich das Beispiel mit dem Amokläufer einfach ziemlich krass weil es so extrem ist. Nichts in der Welt rechtfertigt eine solche Tat und man darf es meiner Meinung nach auch nicht auf die Eltern schieben die vielleicht Druck ausgeübt haben. Wo leben wir denn daß jeder der Druck verspürt gleich losziehen "darf" und anderen Menschen was antun?
Ich denke wenn wir hier schreiben wir wollen unseren Kindern was bieten dann meinen wir auch nicht ewig Geschenke, teure Klamotten und Spielsachen en masse, sondern ich persönlich meine damit daß man die Kinder für die Zukunft absichern kann, ihnen später ein Studium ermöglichen kann und sowas, aber niemals meine ich damit nur materielle Dinge!Ich denke wenn es in einer Familie hinten und vorne nicht reicht, die Kinder vielleicht nicht studieren können weil die Eltern kein Geld haben sie zu unterstützen dann kann das schon belastend sein. Meine Eltern haben sehr viel gearbeitet, da sie selbstständig sind, wir wuchsen bei meiner Oma auf was das Beste überhaupt war, weil sie ein Engel von Mensch war und es fehlte an nichts und die wenige Freizeit, die meine Eltern hatten haben sie uns gewidmet. Klar haben sie auch gut verdient und das haben sie uns dann auch zukommen lassen später eben als sich jeder von uns Kindern ein Eigenheim zulegen wollte. Wir hatten auch keine teueren Klamotten oder ewig Spielsachen, aber einen super Start für unsere Zukunft und dafür bin ich meinen Eltern total dankbar und möchte das bei meinen Kindern genauso machen.
Ich persönlich denke daß Liebe und Anerkennung den Kindern gegenüber das wichtigste ist wenn es da fehlt dann kann es zu solchen Extremfällen kommen... aber das können wir berufstätigen Frauen unseren Kindern genauso geben wie die Vollzeitmütter.
Ich gebe mein Kleines ungern zur Tagesmutter nur meine Mutter kann nicht noch ein 2. nehmen und ausserdem gab es mit meiner Vollzeitmutter-Schwester da ständig Streit und das will ich nicht mehr. Wohl ist mir auch bei dem Gedanken nicht zu 1000% und ich werde da auch ganz genau aufpassen, daß ich die Richtige finde, ansonsten muss jeder seinen Weg finden aber ich denke einfach egal wie sollte jede ARt toleriert und auch anerkannt werden.

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Re: Wegen der heißen Diskussionen zu

Antwort von krissie am 10.03.2005, 18:02 Uhr

Hallo,
ich finde die Überschrift doch sehr falsch gewählt. In dem Artikel geht es doch nicht um "milde" Eltern oder welche, die nicht so streng sind, sondern um solche, die ihre Kinder praktisch vernachlässigen. So eine Egal-Haltung. Ob die Eltern nun beide berufstätig sind oder nicht ersehe ich nicht? Vorstellbar ist so eine Vernachlässigung in den verschiedensten Familienformen.
Was soll eigentlich an einer lockeren Einstellung zum Sex so schlecht sein, dass es in einer Reihe mit Drogenkonsum genannt wird? Ist doch besser, als wenn die Kinder später mal verklemmt sind, denke ich. Aber vielleicht bedeutet es ja eher eine verantwortungslosen Umgang, ohne Verhütung.
LG Kristina

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nein ela, es waren keine akademiker. die theorie geht also nicht auf, auch wenn´s schön einfach wäre.o.t.

Antwort von ChristianE am 11.03.2005, 20:09 Uhr

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