Baby und Job

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Geschrieben von Isabel_Cristina am 11.03.2005, 14:28 Uhr

Warum sind mache Frauen so......

Also ich bin vor ca. 1 Jahr in den Geburtsort meines Mannes gezoges. Ca. 40.000 Einwohner. Ich komme aus einer Großstadt (Stuttgart).
Seit September letztes Jahres habe ich wieder angefangen zu Arbeiten. Der Grund ist das mein Schwiegervater eine eigene Firma besitzt aber in der Abteilung Einkauf keinen Personal mehr hatte. So bin ich eingestiegen. Meine beiden Kinder habe ich sehr gut untergebracht. Mein großer der ca. 2 1/2 war als in Angefangen habe ist in eine private Kita gekommen..die sehr familier ist. Er ist dort 3 komplete
Tage dort. Mein kleiner der zu dem Zeitpunkt9 Monate alt war habe ich zur Tagesmami gebracht. Geschickt ist es das Sie unsere direkte Nachberin ist, zu der ich vollkommenes Vertrauen habe.
Diese Woche habe ich von einer Bekannten gehört das man über mich im Ort spricht...und nichts Gutes....ich würde meine Kinder abschieben und ich hätte ja das gar nicht nötig... und was für eine Rabenmutter ich bin....niemand hat mir dieses direkt gesagt alles hinter meinen Rücken. Ich muss dazu sagen das ich sehr schwer hier anschluss finde , da ich ja morgens arbeite und wenig Zeit für Krabbelgruppen und Co. ....
Musstet ihr euch auch solche vorurteile anhören und wie habt ihr Reagiert.... Diese komentare kamen von einer Mutter mit 4 Kinder die "nur" zu Hause ist und sich um Familie und Haushalt kümmert...
P.S: ich kümmere mich zusätzlich von meiner Arbeit auch um meine Familie und unserem Haus..

Für viele netten Antworten freu ich mich
Isabel

 
31 Antworten:

Re: Warum sind mache Frauen so...... - deswegen :o)

Antwort von Suka73 am 11.03.2005, 14:46 Uhr

Liebe Isabel,

manche Frauen haben einfach nix besseres zu tun als vor anderer LEute Türen zu kehren.

Ich finde Deinen Entschluss sehr gut. Ich finde es überhaupt gut, wenn Frauen mit Kind arbeiten gehen und so ebenfalls für den Lebensunterhalt aufkommen. Lass Dir da nix einreden.

Wie Du selbst schon festgestellt hast lebst Du nicht in einer Großstadt, denn da würde Dich mit Sicherheit keiner doof anschauen oder über Dich reden. Ich habe aus Erzählungen von Bekannten oft mitbekommen, dass gerade in kleineren Orten oder gar Dörfern die Frauen halt daheim bleiben und der Mann ackern geht. Ich hoffe, es fühlt sich jetzt niemand angegriffen, aber da herrschen oft noch diese alten Zöpfe wie "Frau an den Herd" - und wer sich in diese Rolle pressen läßt ist selber Schuld. Ich denke, dass Dich vielleicht auch einige Frauen insgeheim beneiden dass Du persönlich (finanziell) unabhängig bist. Irgendwas müssen sie ja über Dich reden :o) Mit Abschieben hat das wohl wenig zu tun, hey, Du gehst einfach nur arbeiten, so what?

Ich muss auch sagen, wer nicht arbeiten gehen MUSS, fein, das ist natürlich toll. Aber wenn ich eine Mutter mit 4 Kindern wäre und NUR meinen Mann ackern lasse, damit er alle schön durchfüttern kann (wie gesagt, vorausgesetzt es handelt sich dabei um einen normalen Job, ich rede jetzt nicht vom Topmanager bei IBM oder so) - dann hätte ich ein schlechtes Gewissen.

Wenn Du richtig fies wärst könntest Du genauso durch den Ort laufen und überall behaupten, die Frau XY sitzt sich daheim den Hintern breit während ihr Mann schuften geht. Sorry für die Wortwahl, aber das regt mich alles auf.

Ich bin selbst alleinerziehend und gehe volltags arbeiten. Und ich wohne in einer Großstadt (naja, wenn man München dazu zählen kann *g*) Auch hier und vor allem bei älteren Leuten kam das nicht immer gut an. Der KLeine wäre ja noch so lütt - oder hier werden ja dann auch so Antworten laut wie "dann brauch ich keine Kinder bekommen" HALLO???? Ich bin nicht als MUTTER auf die Welt gekommen, ich bin zu so einer geworden und es steht jedem frei, was er mit der Rolle macht. Und ich wollte und mußte wieder arbeiten gehen. Genauso, wie Du es machst.

Ich würde die Leute direkt ansprechen, die über Dich reden.

LG und Kopf hoch
Sue

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Re: Warum sind mache Frauen so......

Antwort von Mistinguette am 11.03.2005, 15:14 Uhr

Ich sage es kommt vom Neid. Als ich Schwanger war und gesagt habe, ich arbeite wieder nach 3 Monate und komme vollzeit zurück nach 6 Monate, haben viele komisch geschaut. Meine Schwiegermutter hat es sogar kritisiert! Nun ich komme aus Frankreich und sehe keinen Grund für Kritik und habe noch nie ein schlechtes Gewissen gehabt.
Lustig ist auch, dass es bei mir immer heisst: Ach ja, du bist so oder so aus Frankreich, es ist bei euch anders. JA IST ES AUCH und das schon seit Generationen. Also ich antworte immer: 60 Mio Franzosen können sich nicht irren.
Ich muss nicht arbeiten aber ich tue es gerne und wenn schon dann aber auch richtig und mit Verantwortung und gutem Geld, weil es mir und meiner Familie schuldig bin. Ich bin stolz auf mich und sehe mich als Vorbild für meine Tochter in diesem 21. Jahrhundert. Übrigens in meiner Familie bin ich schon die 3. Generation mit meiner Schwester, die Karrier als Frau mit Kinder macht.
Schönes Wochenende.

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Das kenne ich...

Antwort von Merlemax am 11.03.2005, 15:48 Uhr

Hallo Isabel,

ich habe auch kürzlich gehört, dass hier in der Siedlung über mich getratscht wurde, dass ich eine Rabenmutter sei. Nun kommt das allerdings von einer Frau, die - mit Verlaub - geistig etwas unterbelichtet erscheint, und insofern wissen die anderen und ich auch, wie mit dem Quatsch umzugehen ist.
Ich bin übrigens Lehrerin, arbeite mit etwas mehr als halber Stelle, und werde nach der Geburt unserer zweiten Tochter (hoffentlich bald) direkt nach dem MS wieder anfangen.
Ich denke, wichtig ist es für ein Kind, dass die Mutter zufrieden mit sich und ausgeglichen ist. Und dazu leistet eine erfüllende Berufstätigkeit eine Menge. Man hat dann auch keine Zeit sich über andere das Maul zu zerreißen...

Liebe Grüße
Antje

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Re: Das kenne ich...

Antwort von Tina und Jordi am 11.03.2005, 15:59 Uhr

Da ich alleinerziehend bin muss ich arbeiten gehen um für mich und meinen Sohn zu sorgen.
Aber da habe ich bisher nur positives erfahren von wegen Klasse wie du das alles Managst usw.
Aber wie schon geagt ich denke mal das ist purer Neid auf deine Selbstständigkeit`
Mach weiter so ;-)

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Mei, so ist das eben

Antwort von KarinF am 11.03.2005, 22:21 Uhr

Mei, so ist das eben - völlig unabhängig von der Größe des Ortes: Die Hausfrauen schauen schief auf die "Rabenmütter" während die oft die Hausfrauen schief anschauen. Ignoriere es. Ansonsten würde ich versuchen Kontakte aufzubauen über Elterbeirat, etc. Bevorzugt vielleicht zu den Eltern Deiner KiTa.
Ansonsten ignorieren. Und so lange Du Dir sicher bist daß dein Weg für Dich der richtige ist, dann sollte es dich doch auch nicht stören....

Servus
Karin

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Manche können eben nicht anders..(lang)

Antwort von Cordi+Lotte am 12.03.2005, 7:12 Uhr

Hi,
mir geht´s fast genau so!
Wir sind vor 1 1/2 Jahren aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt gezogen.
Ich hatte ein Stellenangebot für eine volle Planstelle als Lehrerin, über 100km von unserem Wohnort entfernt. Mein Mann arbeitet im IT-Bereich, der Arbeitsplatz war schon seit längerem unsicher.Wurde letztes Jahr dort auch gekündigt! Also habe ich zugesagt.
Neue Stadt, neue Stelle (Vollzeit, 1.Stelle), Umzug,... einfach nur ätzend.
ZU Anfang stand ich manchmal heulend beim Kinderturnen, fühlte mich fremd und ausgeschlossen, unsere Freunde weit weg,...schnief!!
Aber mit der Zeit lernt man ein paar Leute kennen, es ist aber nicht einfach! Jetzt bin ich wieder schwanger und hoffe auch durch den Geburtsvorb-kurs nette Gleichgesinnte zu treffen.
Die anderen muss man reden lassen!! Wie man´s macht ist es doch verkehrt!
Eine neue Bekannte (Lehrerin, aber z.Zt. wg. Kinderbetreuung im 4.Jahr beurlaubt), die ich bei diesem Thema nicht verstehe, sagt: Zuerst kommt meine Familie, dann mein Hobby (Handarbeiten) und dann lange nichts und dann mein Beruf!
Dabei denke ich immer nur an ihren Mann und hoffe, dass er die Verantwortung auch gerne trägt! Ich finde so ein Denken etwas egoistisch, Familie natürlich an erster Stelle - aber dann STricken, Sticken, ...? SChade, dass ihr der Beruf keinen Spaß macht!
Das Neueste was mir vor einer Gesamtkonferenz vorgeworfen wurde: Du hast ja nur so gute Laune, weil du wegen deiner SChwangerschaft im nächsten Schuljahr bei der Einführung des Nachmittagsunterrichts nicht dabei bist!! Super solche KOllegINNEN, selbst Mutter!!!
Also, ich wünsche ein dickes Fell und viel Ausdauer!
Ach ja, ich bin nur schwanger, weil im nächsten Sommer die WM 2006 in Deutschland schon im Juni stattfindet und die regulären Ferien erst im Juli beginnen! zwinker! hihihi!

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Und andersrum denken berufstätige Mütter...

Antwort von Elamaus am 12.03.2005, 10:16 Uhr

HAUSFRAUEN+MÜTTER haben nix besseres zu tun, als den ganzen Tag zu Hause zu hocken und haben keine Lust auf arbeiten. Nur denke ich, eine Hausfrau hat oft mehr zu leisten als eine berufstätige Mutter. Hausfrau und Mutter zu sein, heißt 24 Stunden am Tag für die Kinder da zu sein (ob krank oder gesund). Und ICH kann euch sagen, ich bin abends wie gerädert und oft schon vor 21 Uhr reif für`s Bett! Zwar sind meine 2 Jungs relativ pflegeleicht, aber sie halten einen ganz schön auf Trab.
So siehts aus...und egal wie man es macht...es ist immer verkehrt (nach Meinungen anderer). Die Hausfrauen schimpfen über die arbeitenden Mütter und andersrum genauso.
Und ich denke, das Getratsche hinterm Rücken hängt nicht von der Einwohnerzahl ab. In unserer Kleinstadt wird genauso viel geredet, wie auf`m Dorf oder in der Grossstadt.
Nur denke ich auch, es bricht sich keine Frau oder auch Mann einen Zacken aus der Krone, wenn man sich wenigstens 1 JAHR alleine ums Baby kümmert.
Wir haben in der Verwandtschaft auch eine ehemalige Kiga-Erzieherin (mittlerweile in Rente) und die meinte auch, daß Eltern viel zu früh ihre Babys/Kleinkinder in fremde Obhut geben. Wenn man die Zeit - aber vor allem es sich finanziell "erlauben" kann, sollte man schon 1-3 Jahre Elternzeit nehmen.
Und auch ICH selbst habe mal PERSÖNLICH von einer Erzieherin erfahren, daß sie es toll findet, daß ich die Zeit so intensiv mit meinem Kind nutze und 2 Jahre zu Hause bleibe. Sie durfte es mir eigentlich gar nicht sagen, aber wir waren gerade diesen Moment alleine und dann kamen wir auf das Thema zu sprechen. Sie selbst hatte früher zwar nicht das Glück gehabt (DDR-Zeiten), aber sie beneidet mich darum.
ICH denke auch, wenn schon jemand eifersüchtig ist, dann schon eher die berufstätigen Mütter auf die Hausfrauen. Die meisten berufstätigen Mütter sind doch (wenn wir alle mal ehrlich sind) nur auf das Geld angewiesen...sonst würden wahrscheinlich viel mehr Frauen zu Hause bleiben.
MEINE Meinung dazu...
Grüssle

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jetzt fängst DU schon wieder damit an...

Antwort von marit am 12.03.2005, 12:55 Uhr

Also mir würde ein JAhr zuhause mit Kind auch nicht direkt langweilig werden - aber eben darum, weil ich in meiner Freizeit dann das täte, was ich jetzt als Beruf mache.

Ich denke eher, daß viele Hausfrauen, die Berufstätigen das Vernachlässigen ihres Kindes unterstellen einfach keine sehr erfüllenden Erfahrungen in Bezug auf Arbeit gemacht haben - daß sie einfach nicht den Job haben, der ihnen wirklich liegt und sich daher nicht vorstellen können, daß andere GERNE arbeiten. Jahre auf etwas verzichten, was man liebt und wofür man auch noch Geld bekommt und worauf man in einer langen Ausbildungszeit voller Sehnsucht hingearbeitet hat nur um dann an dem Punkt, wo es endlich ein bißchen läuft auszusteigen und überwiegend Arbeit zu machen, die man nicht so sehr mag (Hausarbeit) und die man ohne Schaden des Kindes deligieren kann - wieso sollte man das tun? MAg sein, daß es einfacher wäre, wenn die biologische Uhr nicht gerade dann zu ticken begönne, wenn man eben an diesem Punkt ist und ich gebe zu, daß ich vielleicht den Kinderwunsch noch ein wenig aufschieben würde, wenn man als Frau noch total locker bis Mitte 40 Kinder bekommen könnte -aber auch unter dieser erschwerten Bedingung, kann man einem Kind doch auch sehr viel geben - viel mehr sogar als so manche Mutter, die für die Familienwäsche noch einen ganzen Tag am Waschzuber einplanen mußte, mehr auch als Eltern, denen Kinder, zu denen sie eigentlich keinen rechten Draht finden einfach so "zustoßen".

Wie du schon selbst sagst- man hat als Hausfrau auch jede Menge Arbeit - und man hat auch nicht immer genug Geduld fürs Kind. was in Gottes Namen ist denn falsch, wenn man jemanden dafür bezahlt, mit dem Kind draußen zu sein, mit ihm zu spielen eun eine Mahlzeit für es zu kochen? Für mich siht es eher so aus -Louise hatte dadurch, daß sie in der Kita war DOPPELT so viel an Aufmerksamkeit - die meines Mannes und mir von 17-21 Uhr und von 8-10 Uhr (und das allein sind ja schon 6 Stunden ungeteilte Aufmerksamkeit - mehr als ich bei meiner Hausfrauenmutter hatte)und ZUSÄTZLICH dann noch der Kontakt zu den Erzieherinnen, die wieder andere Spiele, Lieder und Geschichten kennen und die vielleicht dort Stärken haben, wo mein Mann und ich Schwächen haben (und umgekehrt). Was bitte soll daran Vernachlässigung sein?

Und vor allem, wo bitte sind die Väter in deinem Lamento?

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AN Elamaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von Isabel_Cristina am 12.03.2005, 13:00 Uhr

Hab ich das richtig verstanden ...du bist Mutter und bleibst den ganzen Tag zu Hause und machst den Haushalt und versorgst die Familie?

Nun diese Arbeiten erledige ich noch zusätzlich!!!!!

6:30 Aufstehen
Morgens Kinder fertig machen
Frühstück machen und abräumen
Kurz Betten machen und staubwischen und staubsaugen.
8:30 ins Büro
12:30 den kleinen von der Tagesmami abholen
Mittagessen kochen
mich um den kleinen kümmern (spielen,singen,basteln,kuscheln usw)
Dann den großen aus der Kita abholen (ca.16:30)
Mich mit dem großen beschäftigen (malen,basteln, geschichten erzählen, auf den Spielplatz gehen , kuscheln usw.
Dann Abendessen machen
ca. 19:00 kommt mein Mann nach Hause.
Kinder Baden/duschen , zähne putzen auf Töpfchen mit dem großen gehen und dann ins Bett bringen
ca. 20:00 Nachrichten sehen und dann meistens Bügeln
ca. 21:30 noch Berichte oder Arbeiten die ich von zu Hause noch erledigen kann machen.
ca. 23:00 gehe ich dann ins Bett

UND DAMIT ES KLAR IST ICH MUSS NICHT ARBEITEN, FINANZIELL SIND WIR GUT ABGESICHERT , ICH WILL ES ABER EINFACH

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Re: AN Elamaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von babyproject am 12.03.2005, 13:28 Uhr

kann mich nur anschliessen, Ela denkst Du wir beruftätigen Frauen haben auch noch jemand der unseren Haushalt schmeisst???Also das muss alles nach derArbeit noch erledigt werden und da brauchst Du doch nicht so tun als ob Hausfrauen mehr Arbeit haben?!

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Re: AN Elamaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von babyproject am 12.03.2005, 13:33 Uhr

sorry aber für mich klingst Du total frustriert und unzufrieden,weisst Du wir schmeissen nach Feierabend oft bis nachts 10 oder 11 noch die andere Arbeit bügeln usw. weil wir uns wenn wir zu Haus sind erstmal um die Kinder kümmern und wenn der Kleine krank ist nehm´ich Urlaub wenns geht und bin Tag und Nacht für ihn da neben der Arbeit und bin noch nie auf den GEdanken gekommen mich darüber zu beklagen, mein Gott fürs Kind tut man diese Dinge doch gerne egal ob man zu Haus ist oder arbeitet!
Ich bin glücklich mit dem Stress ARbeit und Kind und Haushalt am Abend oder WE weil ich glücklich bin ein gesundes Kind zu haben auch wenn es mich Opfer kostet aber dafür sind wir nun mal Mütter!

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Re: AN Elamaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von marit am 12.03.2005, 14:20 Uhr

Eben,

wenn du wirklich sagen willst, daß dein Kind (im Gegensatz zu unseren) immer 100%Aufmerksamkeit bekommt, dann hieße das ja, daß du die KOMPLETTE Zeit, in der unsere Kinder in der Kita spielen, Basteln, Singen, Geschichten anhören, draußen herumtoben etc. PLUS die 4-6 Stunden Kuschel- und Spielzeit mit den Eltern deinem Kind AUCH bietest- und daß du erst DANACH, wenn dein Kind im Bett liegt die Hausarbeit machst.Erst wenn das wirklich so sein sollte, kannst du sagen, daß dein Vollzeitmutterdasein deinem Kind wirklich NUTZT.

Wie gesagt, ich habe nichts dagegen, daß du es so handhaben willst - aber wenns darum geht, Arbeit gegeneinander aufzurechnen - das würde ich mal lieber bleiben lassen...

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Re: Und andersrum denken berufstätige Mütter...

Antwort von krissie am 12.03.2005, 15:41 Uhr

Sorry Elamaus,
aber Du reizt schon sehr zum Widerspruch. Wenn Du in dem Partnerschaftsforum die Wahrheit erzählt hast, kannst du es Dir auch nur "leisten", weil Du ausschließlich von staatlichen Geldern lebst zur Zeit. Nun gut, aber warum sollte da eine berufstätige Mutter neidisch sein? Das könnte ausnahmslos jede berufstätige Mutter in Deutschland in den ersten Jahren haben: Ihren Beruf aufgeben und von Arbeitslosengeld II leben. Manche kann sich das vielleicht nicht vorstellen.
Ich denke, mit Pauschalurteilen kommt man/frau da nicht weiter, jede Familie muss eine individuelle Lösung finden, um die Balance zwischen Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung zu schaffen. Dabei gibt es ja eine große Spannbreite von Möglichkeiten, die meist irgendwo in der Mitte liegen zwischen: beide Eltern arbeiten Volltags ab Mutterschutz oder ein (oder sogar beide!!) Elternteil arbeitet jahrelang gar nicht.
Gelästert wird leider immer von denen, die es jeweils ganz anders machen, das stimmt schon.
LG Kristina

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Re: Warum sind mache Frauen so......

Antwort von bubumama am 12.03.2005, 15:43 Uhr

Hallo, erstmal muß ich gleich sagen, ich finde es schon toll, wie manche alles so gut geregelt kriegen. Kinder, Haushalt und Arbeit. Man sieht es geht. Man muß nur richtig planen.
Ich bin im Moment noch zu Hause, unsere Tochter ist 13 Mon. alt. Aber auf Dauer ist das kein Zustand für mich. Ich fühle mich nicht wohl. Ich langweile mich manchmal schon. Früh mache ich Haushalt und gehe Einkaufen - mit Kind natürlich. Der Nachmittag ist immer frei. Mit Ausnahmen versteht sich.
Aber ich möchte wieder arbeiten, ich mag diese Abhängigkeit nicht. Von meinem Mann Geld zu nehmen ist für mich schlimm. Er würde mich nie kontrollieren, das ist es nicht. Aber das Gefühl, nicht das eigene Geld auszugeben. Mein Mann verdient gut, ich müsste nicht unbedingt arbeiten. Aber wie gesagt, ich will. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Und ganz ehrlich gesagt, habe ich auch Angst, daheim zu "verblöden", wenn ich das so sagen darf. Es soll sich jetzt niemand persönlich angegriffen fühlen bitte. Aber in unserer Kleinstadt ist das echt nix, den ganzen Tag zuhause zu sein. Bin ich nur froh, daß es Zeitungen gibt, den Stern und das Internet. Meine Kolleginnen halten mich auch immer auf dem Laufenden. Auch wenn ich dort wohl nie mehr arbeiten werde, weil keine Halbtagskräfte gewünscht sind.

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Ich reize sehr zum Widerspruch??!

Antwort von Elamaus am 12.03.2005, 19:32 Uhr

Dann laßt Euch doch nicht reizen!!!

Meine Güte, ich habe doch schon geschrieben, egal wie man es macht - macht man es verkehrt. Die Hausfrauen schimpfen auf die berufstätigen Mütter und andersrum genauso. Oder will mir hier jemand weis machen, daß ihr Euch noch NIE über Hausfrauen ausgelassen habt? Das glaube ich nicht!
Auch ich wurde schon darauf angesprochen, wann ich endlich mal arbeiten gehen möchte. Und Diejenigen waren arbeitende Mütter! Die taten gerade so, als ob man als Hausfrau+Mutter nix besseres zu tun hat, den ganzen lieben langen Tag zu Hause zu hocken und auf der Couch zu liegen...und das nervt mich genauso...genauso wie IHR euch aufregt, daß IHR angeblich Rabenmütter sein sollt. Nur ICH bezeichne euch ja nicht als Solche...sondern es geht mir doch nur um das 1 JAHR Elternzeit...versteht das denn NIEMAND??! Und ja, an Väter sind meine Worte auch gerichtet. Habe ich etwas in den Hintergrund geschoben, weil doch sowieso die Mama meist an 1. Stelle steht...und danach der Papa...oder die Oma usw. Ist doch auch toll, wenn Väter mal in den Erziehungsurlaub gehen. Nur meist sind das die Besserverdienenden...und da muss man schon abwiegen, ob der Mann oder doch lieber die Frau zu Hause beim Kind bleibt. Oder wer von euch würde den BESSERVERDIENENDEN in Elternzeit schicken (mal ehrlich!)?!

So, und das war mein letzter Senf zu diesem Thema gewesen.
MEINE Meinung: ich würde jederzeit wieder liebend gerne für mein Kind 1-2 Jahre Elternzeit nehmen...egal wie die finanzielle Situation aussieht. Punkt - Aus!!!

Ela

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Re: Warum sind mache Frauen so......

Antwort von Mariakat am 12.03.2005, 19:46 Uhr

Du Arme! Irgendwie bloed, ich kann dich verstehen. Eigentlich sollte es einem nichts ausmmachen, denn jeder soll nach seiner Facon gluecklich werden, trotzdem aergert es einen.
Dieses Anti-Arbeits-Klima herrscht uebrigens in anderen Laendern nicht. Das ist typisch deutsch! Im Uebrigen, je lauter eine Hausfrau ueber arbeitende Muetter klagt, desto unzufriedener ist sie. Du musst bedenken, dass diese Frauen oftmals keine Ausbildung, kein abgeschlossenes Studium, keine Arbeitsstelle oder keinen Spass an ihrer Arbeit hatten. Das trifft bei dir nicht zu, deshalb hast du auch die Wahl. Das ist ein grosses Glueck fuer dich und die anderen sind neidisch.
Gruss MAriakat

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@Mariakat: Hausfrau+Mutter sein ist ein (Fulltime)Job!!! o.T.

Antwort von Elamaus am 12.03.2005, 19:52 Uhr

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Re: AN Elamaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von Texx7 am 12.03.2005, 22:55 Uhr

Muss mich da kurz im Nachhinein reinmischen.(Auch wenn die Debatte schon viel, viel weiter ist)

Ich finde nicht dass man den gleichen Haushalts-Aufwand hat ob man nun arbeitet oder zu Hause ist. Sicher: Vieles ist gleich: Betten machen, Wäsche, Fenster putzen ...
Aber: Wenn meine Kinder tagsüber ausser Haus betreut werden, fällt viel weniger Unordnung an, wenn die Familie ausser Haus(in der Arbeit, Schule, KIGA) isst, fällt weniger Einkauf, Kochzeit und Abwasch an, wenn ich arbeite leiste ich mir vielleicht eine Putzkraft, die einmal in der Woche vorbei kommt, ...

Wollte ich nur dazu anmerken

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...weswegen man auch sooo viel Zeit für ständige ellenlange Postings hat.. o.t. aber l.g. :-)

Antwort von ChristianE am 13.03.2005, 11:54 Uhr

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Re: Ich reize sehr zum Widerspruch??!

Antwort von krissie am 13.03.2005, 13:33 Uhr

Hallo Ela,
naja, widersprüchlich fand ich nur Deine Aussage, dass Frauen, die arbeiten wohl eifersüchtig seien auf die zu Hause. Die könnten ja auch zu Hause bleiben, wenn sie wie Du bereit wären, vom Amt zu leben. Bzw. hier gerade in diesem Forum sind glaube ich recht viele Frauen, die es rein finanziell gesehen nicht "nötig" haben zu arbeiten, jedenfalls wenn man mal nur an den Moment denkt und nicht auch an die Zukunft.
Ich finde es für uns auch wichtig und richtig, dass beide Elternteile ihre Arbeitszeiten reduzieren, um für das Kind da zu sein, gar keine Frage. Ich sehe es nur als sehr bedenklich an, wenn eine(r) seine beruliche Zukunft ganz aus den Augen verliert. Und da hängt es halt teilweise sehr von der beruflichen Tätigkeit ab, wie sich die "Babypause" am besten gestalten lässt.
LG Kristina

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@Marikat - Das ist der Hammer!

Antwort von Andrealine am 13.03.2005, 14:41 Uhr

Hausfrau = unstudiert, blöd oder was???
Also, nur mal zum Lesen. Ich bin "Nur"Hausfrau, schliesse mich Elamaus an, dass ist schon allein ein Fulltime-Job, bin studierte Diplom-Ökonomin, war Managerin in einem Grossunternehmen, habe mehr Geld verdient als mein Mann und bin DENNOCH gerne bei meinen Kindern. Mich treibt es nur in den Wahnsinn,dass wenn man wieder einsteigen will, es keine adäquaten Teilzeitjobs gibt. Meinen alten Job kann ich nicht in Teilzeit machen und hier wo ich wohne sind die Teilzeitjobs rar oder ich überqualifiziert. Und mich kotzt es an, dass wir Frauen uns immer noch streiten, ob Hausfrau oder beruftstätgie Mutter die bessere Wahl sei. Mensch, jeder so wie er kann und wie es geht oder? Ich bewundere Euch berufstätigen Mütter und geniesse im Moment die Zeit mit meinen kids.
Grüsse
Andrea

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bin zwar nicht mariakat, aber lesen kann ich auch...

Antwort von ChristianE am 13.03.2005, 18:02 Uhr

und sie hat nichts in der Richtung gesagt. Sie spricht über unzufriedene Hausfrauen. Das bist Du ja nicht. Und sie sagt, dass OFTMALS, aber keineswegs IMMER in einem solchen Fall keine Ausbildung vorhanden ist. Ich selbst bin auch gerade in der Elternzeit mit meiner 9 Monate alten Tochter und ich bin promoviert und nicht unzufrieden, fange aber im Sommer wieder an, finde das auch sehr schön, habe aber im Gegensatz zu Dir das große Glück einer Teilzeitbeschääftigung und kann DIch sehr gut verstehen, wenn Du sauer bist, dass das so selten möglich ist in Deutschland, lg, Christiane

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Re: Und andersrum denken berufstätige Mütter...

Antwort von Grisabella am 13.03.2005, 23:18 Uhr

Mich erstaunt immer wieder ein Widerspruch, den ich sehr häufig in der Argumentation von Frauen erlebe, die wegen ihrer Kinder bewusst lange Jahre aus dem Erwerbsleben ausgestiegen sind:
Einerseits wird Frauen, die als Mütter erwerbstätig sind oder sogar gar keine Kinder haben, die Kompetenz abgesprochen, über das Glücksgefühl zu urteilen, dass sich aus dem (fast) permanenten Zusammensein von Mutter und Kind ergibt. Ich meine den Begriff "Glücksgefühl" nicht zynisch.
Andererseits schildern diese Mütter öfter ihren beruflichen Werdegang. Nach meinem Eindruck sind wenige darunter, die vor der Kinderphase eine hohe Qualifikation und Position hatten - und wenn, bedeutet eine längere Auszeit schnell das berufliche Aus. Damit meine ich nicht, dass die "Vollzeitmütter" keinerlei berufliche Qualifikation hatten, aber das Jahre lange Lernen und Hocharbeiten kennen sie offenbar nicht aus eigener Erfahrung. Trotzdem meinen sie, über Frauen, die diesen Weg beschritten haben, urteilen zu können. Ich kann da nur marit einigen anderen zustimmen: In den hoch qualifizierten Jobs ist Aussteigen nicht drin, und eine adäquate Halbtagsstelle auch nicht. Man kann lamentieren über böse Männer und böse Arbeitgeber, doch der Knackpunkt ist die schnelle Zunahme von Wissen. Das betrifft wohl alle Berufe, aber die höher qualifizierten in besonderem Maße. Wer aussteigt, hat seine Ausbildung praktisch in den Sand gesetzt.

Solche Berufe machen aber auch oft viel Spaß. Wer mag, kann diesen Spaß als Egoismus werten. Genauso könnte man das Bedürfnis, gebraucht zu werden, als Egoismus werten. Für mich ist das Wort "Egoismus" übrigens keineswegs nur negativ besetzt. Ich sehe Egoismus nicht als "über Leichen gehen" oder "immer die Ellenbogen einsetzen". Egoismus heißt für mich, dass jemand aus einem inneren Bedürfnis etwas tut, was er gut kann - vorrangig auf die eigenen Bedürfnisse gerichtet, aber das kann sich ja auch positiv auf andere auswirken, sowohl bei Vollzeitmüttern als auch bei Karrieremenschen als auch bei Menschen, die Verschiedenes miteinander verbinden. Es gibt nun einmal einige Menschen, die nicht nur auf einem Gebiet gut sind.

Abgesehen davon beginnt sich hierzulande (und auch in anderen Ländern der westlichen Welt) ein Mangel an Fachkräften auszubreiten, trotz der hohen Arbeitslosigkeit. Ich hielte es für fatal, das Potenzial von ca. 50 % der Menschen für einige Jahre brach liegen zu lassen. Fatal für die einzelne Frau, aber auch fatal für die Volkswirtschaft. "Brach liegen" kann hier auch schnell "für immer brach liegen" bedeuten, weil das Wissen eben so rasant fortschreitet, s.o.

Und noch etwas: Ich tendiere auch dazu, die qualitative Zeit, die eine Mutter oder ein Vater mit den Kindern verbringt, höher zu werten als die quantitative. Will heißen: Ich denke, eine berufstätige Mutter, die Beruf und Kind genießt und sich bewusst mit dem Kind beschäftigt, ist für das Kind besser als eine, die den ganzen Tag mit dem Kind zusammen ist, aber sich insgeheim langweilt oder genervt ist.

Hier wurde meistens über die relativ kleinen Kinder diskutiert. Je kleiner ein Kind, desto mehr Fürsorge braucht es, das ist klar. Trotzdem sollte man meiner Ansicht nach auch mal fragen, was den heranwachsenden Kindern gut tut. Ich denke vor allem an Mädchen und vor allem an die zwischen ca. 12 und 25. Was macht ein Mädchen, dass im Laufe der Jahre zur Einstellung gelangt, dass es lieber Karriere macht und wegen Kindern - wenn welche da sind - den Beruf nicht aufgeben würde? Wie sieht die Unterstützung durch eine "Vollzeit-Mutter" aus, auch wenn die Mutter nach einigen Jahren Kinderpause wieder in einen schlechter bezahlten und geringer qualifizierten Halbtagsjob eingestiegen ist? Wird diese Mutter ihre Tochter bei ihrem Berufs- und Lebenswunsch so unterstützen, wie es eine Mutter tut, die zeitlebens berufstätig war und eine entsprechende Position erarbeitet hat? Kann die Vollzeitmutter nachempfinden, was es heißt, jahrelang zu lernen und eben nicht mit 25 zu heiraten und eine Familie zu gründen? Kommen da neben dem vor Publikum geäußerten Stolz auf die Tochter nicht auch unter vier Augen Bemerkungen wie: "Ich will auch endlich Oma werden!" oder "Warum verschiebst du denn deine Geburtstagsfeier? Man wird nur einmal 25, du hast eben Mitte Februar / Mitte Juli Geburtstag, und die Prüfungen am Semesterende werden schon nicht so schlimm sein?" oder "Deine Cousine bekommt aber bald das zweite Kind!" Muss nicht zwingend so sein, kann aber. Ich glaube, für Mädchen wären mehr Vorbilder unter den berufstätigen Frauen sehr gut - und weniger Frauen, die ihnen suggerieren, sie könnten nur das eine oder nur das andere haben.

LG

Grisabella

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Dann habe ich mich wohl verlesen, sorry marikat...

Antwort von Andrealine am 14.03.2005, 0:34 Uhr

aber grippebedingt kann mir da schon der Kamm schwillen....

Nichts für ungut
Andrea

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Dam kann ich nur zustimmen

Antwort von Grisabella am 14.03.2005, 6:47 Uhr

Mich erstaunt immer wieder ein Widerspruch, den ich sehr häufig in der Argumentation von Frauen erlebe, die wegen ihrer Kinder bewusst lange Jahre aus dem Erwerbsleben ausgestiegen sind:
Einerseits wird Frauen, die als Mütter erwerbstätig sind oder sogar gar keine Kinder haben, die Kompetenz abgesprochen, über das Glücksgefühl zu urteilen, dass sich aus dem (fast) permanenten Zusammensein von Mutter und Kind ergibt. Ich meine den Begriff "Glücksgefühl" nicht zynisch.
Andererseits schildern diese Mütter öfter ihren beruflichen Werdegang. Nach meinem Eindruck sind wenige darunter, die vor der Kinderphase eine hohe Qualifikation und Position hatten - und wenn, bedeutet eine längere Auszeit schnell das berufliche Aus. Damit meine ich nicht, dass die "Vollzeitmütter" keinerlei berufliche Qualifikation hatten, aber das Jahre lange Lernen und Hocharbeiten kennen sie offenbar nicht aus eigener Erfahrung. Trotzdem meinen sie, über Frauen, die diesen Weg beschritten haben, urteilen zu können. Ich kann da nur marit einigen anderen zustimmen: In den hoch qualifizierten Jobs ist Aussteigen nicht drin, und eine adäquate Halbtagsstelle auch nicht. Man kann lamentieren über böse Männer und böse Arbeitgeber, doch der Knackpunkt ist die schnelle Zunahme von Wissen. Das betrifft wohl alle Berufe, aber die höher qualifizierten in besonderem Maße. Wer aussteigt, hat seine Ausbildung praktisch in den Sand gesetzt.

Solche Berufe machen aber auch oft viel Spaß. Wer mag, kann diesen Spaß als Egoismus werten. Genauso könnte man das Bedürfnis, gebraucht zu werden, als Egoismus werten. Für mich ist das Wort "Egoismus" übrigens keineswegs nur negativ besetzt. Ich sehe Egoismus nicht als "über Leichen gehen" oder "immer die Ellenbogen einsetzen". Egoismus heißt für mich, dass jemand aus einem inneren Bedürfnis etwas tut, was er gut kann - vorrangig auf die eigenen Bedürfnisse gerichtet, aber das kann sich ja auch positiv auf andere auswirken, sowohl bei Vollzeitmüttern als auch bei Karrieremenschen als auch bei Menschen, die Verschiedenes miteinander verbinden. Es gibt nun einmal einige Menschen, die nicht nur auf einem Gebiet gut sind.

Abgesehen davon beginnt sich hierzulande (und auch in anderen Ländern der westlichen Welt) ein Mangel an Fachkräften auszubreiten, trotz der hohen Arbeitslosigkeit. Ich hielte es für fatal, das Potenzial von ca. 50 % der Menschen für einige Jahre brach liegen zu lassen. Fatal für die einzelne Frau, aber auch fatal für die Volkswirtschaft. "Brach liegen" kann hier auch schnell "für immer brach liegen" bedeuten, weil das Wissen eben so rasant fortschreitet, s.o.

Und noch etwas: Ich tendiere auch dazu, die qualitative Zeit, die eine Mutter oder ein Vater mit den Kindern verbringt, höher zu werten als die quantitative. Will heißen: Ich denke, eine berufstätige Mutter, die Beruf und Kind genießt und sich bewusst mit dem Kind beschäftigt, ist für das Kind besser als eine, die den ganzen Tag mit dem Kind zusammen ist, aber sich insgeheim langweilt oder genervt ist.

Hier wurde meistens über die relativ kleinen Kinder diskutiert. Je kleiner ein Kind, desto mehr Fürsorge braucht es, das ist klar. Trotzdem sollte man meiner Ansicht nach auch mal fragen, was den heranwachsenden Kindern gut tut. Ich denke vor allem an Mädchen und vor allem an die zwischen ca. 12 und 25. Was macht ein Mädchen, dass im Laufe der Jahre zur Einstellung gelangt, dass es lieber Karriere macht und wegen Kindern - wenn welche da sind - den Beruf nicht aufgeben würde? Wie sieht die Unterstützung durch eine "Vollzeit-Mutter" aus, auch wenn die Mutter nach einigen Jahren Kinderpause wieder in einen schlechter bezahlten und geringer qualifizierten Halbtagsjob eingestiegen ist? Wird diese Mutter ihre Tochter bei ihrem Berufs- und Lebenswunsch so unterstützen, wie es eine Mutter tut, die zeitlebens berufstätig war und eine entsprechende Position erarbeitet hat? Kann die Vollzeitmutter nachempfinden, was es heißt, jahrelang zu lernen und eben nicht mit 25 zu heiraten und eine Familie zu gründen? Kommen da neben dem vor Publikum geäußerten Stolz auf die Tochter nicht auch unter vier Augen Bemerkungen wie: "Ich will auch endlich Oma werden!" oder "Warum verschiebst du denn deine Geburtstagsfeier? Man wird nur einmal 25, du hast eben Mitte Februar / Mitte Juli Geburtstag, und die Prüfungen am Semesterende werden schon nicht so schlimm sein?" oder "Deine Cousine bekommt aber bald das zweite Kind!" Muss nicht zwingend so sein, kann aber. Ich glaube, für Mädchen wären mehr Vorbilder unter den berufstätigen Frauen sehr gut - und weniger Frauen, die ihnen suggerieren, sie könnten nur das eine oder nur das andere haben.

LG

Grisabella

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Und wieviele berufstätige Mütter posten hier...wenn sie doch vollzeit arbeiten???...sehr nachdenklich! o.T. aber auch LG:-)

Antwort von Elamaus am 14.03.2005, 8:24 Uhr

.

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Wer sich angesprochen fühlt, wird schon wissen, warum :-)

Antwort von ChristianE am 14.03.2005, 16:17 Uhr

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@marit: Applaus!

Antwort von fiammetta am 15.03.2005, 0:03 Uhr

Danke!:-)

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@Elamaus

Antwort von fiammetta am 15.03.2005, 0:18 Uhr

Hi,

wenn ich in den diversen Foren Deine Texte so lese und dabei berücksichtige, daß Du flott auf die 30 zugehst, ein Fern"studium" auf Staatskosten planst, auf Staatskosten lebst und - realistisch betrachtet - dies auch in Zukunft kaum anders aussehen wird, dann frage ich mich, woher Du die Dreistigkeit nimmst, diejenigen zu verurteilen, die durch ihre Steuern dafür sorgen, daß Du Dir diesen Zustand leisten kannst. Ich würde mich jedenfalls schämen. Das nimmt Deiner mütterlichen Leistung nichts, aber ich frage mich außerdem, welche Denkstrukturen Du Deinen Kindern mitgeben willst. Ich WEISS jedenfalls, daß es meinem Sohn sehr gut geht, wir - trotz gelegentlicher Differenzen - glücklich miteinander sind, mein Sohn mich liebt, ich alles für ihn und seine Förderung tue, aber eben auch die Verantwortung dafür übernommen habe, meine Familie zu ernähren, meinen Sohn zu erziehen, meinen Haushalt zu managen, die Pflege eines geisteskranken und inzwischen auch nicht dementen Schwiegervaters zu organisieren und am Laufen zu halten und ich gerade ein zweites Unistudium beende. Erst dann, wenn Du ALLE hier genannten Kriterien ebenso erfüllen kannst, dann solltest Du es Dir anmaßen, andere Mütter zu verurteilen, aber erst dann. Mein Tag endet mit Sicherheit nicht um fünf und mein Kind hat permanent jemanden um sich, der GERNE mit ihm spielt und sich um ihn kümmert. Die Kinder sehr vieler Hausfrau-Mütter können das nicht von sich sagen. Von Freizeit kann ich jedenfalls kaum sprechen, weiß aber, daß ich im Urlaub, nämlich dann, wenn ich nur Hausfrau und Mutter bin, die reinste Erholung genieße.

Gruß,

Fiammetta

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Re: @Elamaus, 2.Teil

Antwort von fiammetta am 15.03.2005, 0:31 Uhr

Ich bleibe als Akademikerin, nachdem ich Jahrzehnte meines Lebens in meine Ausbildung gesteckt und mir den Spaß auch noch weitgehend selbst finanziert habe, mit Sicherheit nicht zu Hause. Dann war nämlich alles für die Katz`. Es stimmt allerdings, daß ich mitunter gerne etwas weniger arbeiten würde, wenn es finanziell möglich wäre. Aber ich bin - zu Recht übrigens - stolz auf all das, was ich bisher geleistet habe und noch einmal: unser Sohn ist eines der glücklichsten Kinder, die ich kenne und mir wird dies nahezu tagtäglich von verschiedenen Seiten bestätigt. Als Frustmutter wäre das sicherlich nicht so.

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Re: @fiammetta

Antwort von Elamaus am 15.03.2005, 9:16 Uhr

Guten Morgen,
meinst Du im Ernst, daß ich NUR auf Staatskosten lebe??! Wir beziehen erst seit Januar 2005 ALGII. Davor war mein Freund selbständig!!!
Und wovon soll ich mir das Fernstudium denn leisten?? Mir aus den Rippen schneiden?? JEDER hat ein Recht auf Weiterbildung/Umschulung usw. Und NICHT jeder hat dafür die finanziellen Möglichkeiten!
Und wovon studieren denn die meisten Studenten/innen - alle von Nebenjobs oder doch auch vom BAföG??!!! Ist das nicht auch eine staatliche Finanzierung??! Und das BAföG muss auch zurückgezahlt werden. Kenn ich von meinem Freund, der EBENFALLS studiert hat.
Und warum mit dem Zeigefinger auf Leute deuten, die (derzeit) auf Staatskosten leben??! Warum nicht der Politik die Schuld zuweisen??
Wenn ihr euch halt zu "fein" seid, um Erziehungsgeld zu beantragen - bitte!!! ABER ich tue auch was dafür!!!Dafür ist das EZG+KG da. Und REICH wird man vom EZG+KG definitiv NICHT! Wir kommen gerade so über die Runden.

Außerdem ist mein Freund täglich unterwegs und knüpft Kundenkontakte...dann kann er nämlich bei einem sehr guten Freund anfangen zu arbeiten. Und bis dahin heißt es "Klinken putzen!"
Und ICH bin noch bis August diesen Jahres im Erziehungsurlaub...danach werde auch ICH beruflich was auf die Beine stellen! Und da wir noch KEINE Lottomillionäre sind, werde ich bei der Arbeitsagentur nachfragen wie es aussieht mit einem Fernstudium.
ICH denke, der GUTE WILLE zählt hier nur und nicht, daß ich weiterhin auf Staatskosten leben werde. Ich sage es nochmal: JEDER hat einen Anspruch auf EZG+KG...nicht nur die Hausfrauen...auch berufstätige Mütter, die nicht ausreichend verdienen.
Also VERBIETE ich mich diese Anspielungen!!!

P.S.: NICHT JEDER DER STUDIERT HAT IST WAS BESSERES!!!
KOMMT MAL RUNTER VON EUREM HOHEN ROSS!!!
Denn JEDEM kann es mal TREFFEN, daß er abrutscht...sei es durch Scheidung, Arbeitslosigkeit usw.
SAGT NIEMALS NIE!!!

Nachdenkliche Grüsse!

Und falls sich jetzt jemand wundert, daß ich wieder ein langes Posting abgegeben habe: ich bin seit 5.30 Uhr auf den Beinen...habe den Ältesten im Kiga gebracht...mit den Jüngsten gefrühstückt...gespielt...Wäsche gewaschen...Abwasch gemacht...Staub gesaugt...Staub gewischt...und nun schläft der KLEINE (macht er jeden Morgen). UND nun "gönne" ich mir ein paar Minuten...bis der KLEINE wieder aufwacht...in einer halben Stunde.

Sorry, aber den Schluss konnte ich mir NICHT verkneifen!!!

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