Baby und Job

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Geschrieben von sternchen999 am 02.05.2006, 22:57 Uhr

warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

ich verstehe das nicht.
hier in canada und in schweden gibt es das auch. alle sind gluecklich darueber.
hier freuen sich alle mamais das der Staat so grosszuegig ist und ihnen ein jahr diese elterngeld zahlt.
in anderen foren hier meckern und schreien alle, wie schrecklich das ist.
die hausfrauen regen sich auf, dass sie kein geld bekommen.
das elterngeld ist doch aber da um die berufstaetige mutter zu unterstuetzen bzw sie zum fruehen einstieg zu ermuntern.
ob es in D sinnvoll ist bezweifle ich zwar aber trotzdem.
insgesamt ist es doch mehr als vorher oder?
warum meinen immer alle hausfrauen, sie muessten fuers zuhausebleiben bezahlt werden?
sowas hab ich hier noch nie gehoert.
zuhausebleiben ist hier luxus. diese frauen werden meist beneidet, die wenigsten wollen oder koennen sich das leisten.
was denkt ihr darueber?
lg sternchen

 
28 Antworten:

Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von 58er am 02.05.2006, 23:36 Uhr

hallo sternchen,

aber die hausfrauen werden doch bezahlt fürs zuhausebleiben - durchs ehegattensplitting. dagegen ist unter gewissen voraussetzungen nix zu sagen, wenn sie kinder erziehen. aber wenn ich mit meinen steuergeldern die golfnachmittage der vom zuhausealleinsein gelangweilten madame irgendeines gutbezahlten managers alimentiere, finde ich das inzwischen absolut obsolet. wie ist das in schweden und kanada? gibt es das ehegattensplitting dort auch? weitere frage: gibt es auch folgendes in besagten ländern: dass man sich alleine durch heirat - ohne jede vorbedingung - witwenrenten sichert?

viele grüße von old mama

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von paulita am 03.05.2006, 9:14 Uhr

weil es in D weiterhin einen totalen muttermythos gibt, der geht so: "mütter müssen jahrelang bei ihren kindern bleiben, sonst verwahrlosen diese, kriegen einen seelischen knacks, von dem sie sich nie wieder erholen und/oder werden kriminell, aggressiv, depressiv, asozial." das hat eine lange geschichte; sie beginnt im 15 jahrhundert mit dem protestantismus, zieht sich durch die bürgerlichen ideologien und erfährt ihre krönung im nationalsozialistischen mutterkult ("mutterverdienstkreuz"). nur vor diesem hintergrund kann man den extrem ideologischen charakter des gerangels um die familienpolitik in D begreifen. 'die deutsche hausfrau und mutter' ist eine heilige kuh, die man einfach nicht schlachten darf.
schlimm finde ich persönlich, dass es kaum wahlmöglichkeiten gibt. mir solls schnuppe sein, wenn andere mütter ihre erfüllung darin finden, sich nur um kinder/haushalt zu kümmern. ich finanzier die gerne auch über meinen spitzensteueratz OHNE ehegattensplitting (unverheiratete doppelverdiener) mit. geschenkt. aber die sollen mich in ruhe lassen und auch mir mein glück mit-finanzieren. und sei es nur, indem alle ihr schärflein dazu beitragen, dass die kigas kostenlos werden. oder indem ENDLICH auch mal die väter was tun müssen - außer die kohle nach hause zu bringen. denn nur so wird meines erachtens die erziehungstätigkeit gesellschaftlich aufgewertet und langfristig anerkannt.
lg
paula

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von claudih am 03.05.2006, 9:16 Uhr

NAJA;

ich finde das elterngeld insofern unsinnig, als daß das angebliche ziel, dadurch frauen zum kind zu ermutigen sicherlich nicht erreicht wird. denn danach ist es genauso schwierig in den beruf zu kommen, wenn die betreuung so bleibt wie bisher. und ehrlich, die, deren kinder so nötig gebraucht werden (es wird ja meist nur von den kinderlosen akademikerinnen und den karrierefrauen geredet), die bräuchten das geld wahrscheinlich zum größten teil nicht wirklich. das kann es also nicht sein. das geld sollte man lieber anders investieren. in echte ganztagsschulen und flexiblere kita-öffnungszeiten. oder tatscählcih wie soeben gelesen... mehrwertsteuerfreiheit für kinderartikel z.B. kleidung etc.

gruß

claudia

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@caludih - widerspruch!

Antwort von paulita am 03.05.2006, 9:26 Uhr

liebe claudia

nur zu einer sache: ich bin eine derjenigen, die derzeit so intensiv umworben werden: gutverdienende akademikerin um mitte/ende 30, mit partner, der ähnlich 'gut situiert' ist. hab schon ein kind, im oktober kommt das zweite. und, glaub mir, ich bzw. wir brauchen das elterngeld unbedingt. fällt mein gehalt durch die elternzeit weg, können wir z.b. die miete nicht mehr zahlen. ich jammere nicht. wirklich nicht. uns gehts gold. aber zu unterstellen, dass auch gutverdiener/innen ohne etwas über die runden kommen, ist falsch. weder habe ich eine erbschaft noch aktien noch einen lottogewin. geld gibts also NUR für arbeit. und deshalb finde ich es durchaus angemessen, einen lohnersatz zu zahlen, wenn man eine zeitlang daheim bleibt.
stimme allerdings mit dir überein, dass es insgesamt großen sinn machen würde, die betreuungszeiten zu verlängern und zu verbilligen. aber das ist in D wohl kaum zu machen (siehe mein vorheriges posting)
lg
paula

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Guter Ansatz, aber ohne Fortsetzung

Antwort von tinai am 03.05.2006, 10:05 Uhr

Das Elterngeld ist sicherlich nicht schlecht, aber es wird nichts an der jetzigen Situation ändern!

Denn zum einen können sich Mütter und Väter immer noch 36 Monate in Erziehungsurlaub abmelden und zum anderen haben sie nach einem Jahr nicht wirklcih Alternativen der Kinderbetreuung. Es gibt einfach viel zu wenig Plätze und wenn man nach 12 monaten einen hat, ist das schon ein Glücksfall. Abgesehen davon, dass eine frühe außerheimische Kinderbetreuung (gerne unpassend "Fremdbetreuung" genannt) in D völlig verpönt ist.

Es mangelt an Toleranz und Solidarität vor allem unter Frauen. Die die zu Hause bleiben, fühlen sich unter Rechtfertigungsdruck, dass sie zu Hause bleiben und die die arbeiten, sind eh das allerletzte.

Gruß Tina

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Re: Guter Ansatz, aber ohne Fortsetzung

Antwort von Mistinguette am 03.05.2006, 11:44 Uhr

Hallo Tinai!
Besser hätte ich es nicht schreiben können. In Prinzipp ist das Problem hier ganz einfach: Die Familie können nicht freiwillig entscheiden, ob zu Hause bleiben oder wieder arbeiten gehen, weil in vielen Fällen auch privat eine Kinderbetreuung vor 3 sich sehr schwer organisieren lässt.
Dies Mal (Mein Baby #2 kommt im September) musste ich nicht lang suchen, weil unsere eh. Tagesmutter wieder ein freien Platz ab September hat und sogar bereits ist auf uns bis Mitte Nov. zu warten.
Wäre es nicht der Fall gewesen, hätte ich lang suchen können, weil es bei uns sehr wenige TAMU, die bereits sind, bis 18 Uhr zu arbeiten.
Okay ich könnte mir eine Kinderfrau leisten, aber wer kann es sonst. Die Frisös sicher nicht.
Deshalb bin ich auch der Meinung, dass diese Maßnahme nichts ändern wird und dass die Situation in Deutschland noch lange so bleiben wird, wie es ist, auch weil oft die Frauen sich selber im Weg stehen.
LG

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von Mandy82 am 03.05.2006, 12:28 Uhr

Wir regen uns auf weil wir alle davon nichts abbekommen, denn es ist für Kinder die ab 1.1.2007 geboren werden. Ich bekomme nur 1/2 Jahr Erziehungsgeld, also 6 x knapp 300 EUR: Wenn ich Elterngeld bekommen würde hätte ich 12 x knapp 650 EUR.
Da siehst du warum man sich aufregen muß.
Ich hab mit meinen 24 Jahren meine Ausbildung zu Ende gemacht, und jetzt bin ich am arbeiten, habe also alles schön durchgeplant und das ist jetzt der Dank dafür..

Mandy

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@Mandy

Antwort von tinai am 03.05.2006, 12:32 Uhr

Hi Mandy,

so ärgerlich das für Dich ist, sind politische Entscheidungen nicht für den EInzelnen, sondern möglichst für einen großen Teil der Gesellschaft.

Keiner bekommt Kinder "weil es GEld dafür gibt" und keiner kann Dank fürs Kinderkriegen erwarten. Jede/Jeder bekommt doch Kinder aus purem Egoismus - da stehe ich an erster Stelle. Es war mein innigster persönlicher Wunsch!

Genauso könnte ich mich jetzt grämen, dass mir durch meine Vollzeitberufstätigkeit kein Erziehungsgeld zusteht, ich nicht kostenlos in der Rente versichert war und auch keine Erziehungszeiten angerechnet bekomme (bzw. kaum, weil ich schon nah der BEitragsbemessungsgrenze verdiente) und dass ich kein Baukindergeld bekomme, weil wir nicht bauen.

So kann man es ja nicht angehen.

Gruß Tina

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Re: @Tina

Antwort von Mandy82 am 03.05.2006, 12:36 Uhr

Mensch Tina so ist das nicht gemeint. Ich habe mir auch nichts sehnlicher als mein Würmchen gewünscht. Ich wußte schon vorher dass wir nichts bekommen an Geld. Aber ich bekommen mein Baby ja nicht weil ich Unterstützung erwarte, sondern weil ich es mir seid Jahren wünsche und ich mir Mühe geben werde das es ihm an nichts fehlt. Ist halt ein bißchen ärgerlich wie du ja selbst weiß. Weil wir ja vernünftig sind, es aviele andere Leute gibt die dem Staat auf der Tasche liegen.Und das mit bestem Gewissen.


Also, LG;Mandy

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@Mandy

Antwort von tinai am 03.05.2006, 12:43 Uhr

Naja, ich habe Dich schon verstanden, habe mich nur an dem Satz "das ist der Dank dafür" gestoßen.

Den "DAnk" fürs Kinder kriegen haben wir ja jeden Tag wenn wir unsere kleinen Egoisten sehen und wenn ich Geld dafür zahlen müsste, würde ich sie glatt noch einmal bekommen und noch 4 dazu :-)

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Re: @Tinai

Antwort von Mandy82 am 03.05.2006, 12:52 Uhr

;-)

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Ich finds ganz gut....

Antwort von krissie am 03.05.2006, 14:03 Uhr

Ich finde es auch eine deutliche Verbesserung und für uns wäre es bei einem weiteren Kind eine spürbare, eine sehr spürbare, Erleichterung. Und ja, deswegen allein würden wir kein Kind bekommen, aber es erleichtert die Entscheidung.
Gerade wenn eine Familie mit einem oder mehreren Kindern sich vorher nämlich schon die Betreuung geteilt hat, wird es bei einem weiteren Kind ohne Elterngeld plötzlich ganz schwer und die Mutter kann praktisch gar nicht aussetzen, weil das Gehalt des Mannes alleine nicht reicht (der vorher reduziert hat oder seine Karriere zurück geschraubt hat wegen schon vorhandener Kinder!)So hätten wir alle dann viel mehr Luft, uns auf die neue Situation einzustellen.
Allerdings, großes Problem in deutschland: Wie will Frau oder Mann nach einem Jahr wieder einsteigen, wenn das Elterngeld ausläuft, so lange es kaum Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt? Ein Jahr ist schnell um, und dann?
LG Kristina

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@58er

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:41 Uhr

hallo!
Also ich kann nur fuer kanada und ein bisschen fuer schweden sprechen.
nein, ehegattensplitting gibt es hier nicht. zuhausebleiben ist luxus, entweder mann will/kann es sich leisten oder man geht arbeiten.
da wird hier kein trara drum gemacht. der staat ist nicht fuer die menschen verantwortlich.
sozialhilfe gibt es nicht. vom staat gibt es nur eine grudrente, alles andere ist privat.
nein, sowas wie witwenrente gibt es nicht, zumindest nur minimal. so ist es auch in schweden.
ich finde es bloed und altmodisch, dass man in deutschland wg der steuer heiraten muss. laecherlich.
lg sternchen

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@paulita

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:47 Uhr

ich sehe es so wie Du. ich bin aber sicher, gaebe es kein splitting, kein kindergeld (wie in kanada und usa) und keine sozialhilfe, versorgungsausgleiche, es wuerden viel mehr muetter arbeiten gehen.
ich finde es ok, wenn eine mutter zu hause bleiben. da ich zu hause arbeite, bin ich wohl so ein zwischending. hier in canada gibt es beides. die hausfrauen und die berufstaetigen muetter. niemand macht hier das eine oder andere schlecht. warum auch? jeder frau ist doch anders und mit unterschiedlichen sachen gluecklich. das es kindern nicht schadet von anderen betreut zu werden, wissen wir ja nun.
ihr koennte euch nicht vorstellen, z.B. im nach der geburt forum. diese frauen lesen tausend Ratgeber, was das beste und richtige fuer die kindliche seele ist. ich kann diese
urvertrauen
24h kasper fuer das kind spielen
das kind immer rumschleppen
ja nicht einmal schreien lassen (nichtmal eine sekunde)
stillwahn
total selbstaufgabe
nicht mehr hoeren!!!!
lg sternchen

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@paulita

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:49 Uhr

sehe ich auch so. in deutschland will immer noch die mehrheit der meutter zu hause bleiben. woran nichts schlechtes ist, aber sie sind deshalb gegen krippen und elterngeld.
gibt es ueberall betreuung und ganztagsschulen haetten sie vielleicht keine ausrede mehr zu hause bleiben zu muessen.
eltergeld funktioniert nur in laendern, wo
a) die arbeitsplaetze da sind
und
b) auch die mehrheit familie und beruf verbinden will (ich sag jetzt extra nicht karriere)

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@paulita

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:51 Uhr

paulita, es ist doch klar,
eine familie in D, die von harz4 lebt, und kein eigenes einkommen hat. diese familien werden sich eher fuer noch ein kind entscheiden, weil sie dann extra kindergeld und erziehungsgeld bekommen. der grundbetrag bleibt ja erhalten trotz elterngeld.
eine familie wo beide gut verdient haben und die kein erziehungsgeld bekommen, bei denen faellt ein komplettes gehalt weg. natuerlich ist das haerter.
lg sternchen

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frankreich elternzeit?

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:53 Uhr

hallo,
haben die Franzosen nicht auch lange Erziehungzeiten?
diese werden aber nur selten genommen oder?
ob man zurueck in den beruf geht oder nicht kann ja sowiso jeder selbst entscheiden. der staat zwingt einen ja nicht dazu.

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@mistinguette

Antwort von sternchen999 am 03.05.2006, 15:55 Uhr

hallo!
hier in canada ist es auch sehr schlecht mit der kinderbetreuung. meistens privat und sehr teuer.
tagesmeutter sindhier auch teuer und ohne ausbildung.
die frauen organisieren sich eben selbst und helfen sich gegenseitig.
Anstatt zu jammern und gegeneinander zu hetzen wie in D.
lg sternchen

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weil wieder die Besserverdienenden profitieren!

Antwort von schnubbel80 am 03.05.2006, 17:23 Uhr

Da das Elterngeld einkommensabhängig ist, profitieren wieder die Besserverdienenden.

Außerdem verdienen die meisten Mütter, die bereits ein Kind haben, weniger als vor dem Kind. Werden also bei einem zweiten Kind gegenüber denen, die ihr erstes Kind kriegen, schlechter gestellt.

Grundsätzlich ist das Elterngeld ja nicht schlecht, aber aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, die Kinderbetreuung kostenlos und vor allem flexibler staatlich zu organisieren!
Und als finanzieller Anreiz wäre ja z.B. auch eine Erhöhuhng des Kindergeldes in den ersten Lebensjahren möglich gewesen. Dann hätte alle Familien was davon!

LG
Silke

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von Ursula05 am 03.05.2006, 17:52 Uhr

Hallo,

das neue Elterngeld soll ja vor allem dazu dienen, gerade gut verdienende Frauen die Entscheidung zu erleichtern, ein Kind zu bekommen, da hier bisher die Einkommenseinbußen am Größten sind.

Nur nach einem Jahr stehe ich wieder vor Problem die Kinderbetreuung zu organisieren und zu bezahlen.


Besser fände ich folgendes:
1. Man kann die Kinderbetreuungskosten vollständig von der Steuer absetzen. So, daß man auch spürbar eine Steuererleichterung merken würde.

2. Abschaffung des Ehegattensplittings und Ersatz durch ein Familiensplitting.

3. Wozu teuere Kindergartenplätze subventionieren, mit Plätzen, die nur für wenige da sind. Stattdessen könnte man auch z.B. den Tagesmütterberuf attraktiver machen. Vlt. Modelle unterstützen, daß sich mehrere Tagesmütter als Selbstständige zusammen tun und Betreuungsplätze anbieten.

VG, Ursula

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von Marissa am 03.05.2006, 22:45 Uhr

Das Elterngeld ist mal ein richtig guter Einfall der Regierung!

In D wird nur noch gejammert, immer um das liebe Geld. Es ist fast so als ob es manchen Frauen nur um das Geld geht, wenn sie Kinder bekommen. Ich hätte meine Tochter auch ohne irgendeine Unterstützung vom Staat bekommen! Ich finde es armselig das manche Frauen es sich noch mehr zahlen lassen müssen, Kinder in die Welt zu setzen. D zahlt schon so viel, schaut mal in andere Länder!

War doch gerade erst in den Nachrichten, dass die deutschen Hausfrauen so faul sind. Und das stimmt ja wirklich! Immer hört man Ausflüchte, keine Betreuung, bei den Betreuungskosten bleibt ja vom Lohn nichts mehr über, wozu habe ich KInder in die Welt gesetzt, wenn ich sie fremdbetreuen lassen muss..........bla bla bla

Wenn man sich mal Mühe geben würde, klappt alles 100%ig!

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von sternchen999 am 04.05.2006, 0:52 Uhr

hallo Marissa,

mit dem gejammer und das Deutschland schon viel zahlt stimme ich Dir zu.
Die sollten mal in die USA gucken, da gibt es weder kindergeld noch sonst irgendwas.
Ob Deutsche Muetter fauler sind als auslaendische, kann ich so nicht bestaetigen. schliesslich machen deutsche frauen ja oft auch alles selber, haben die kinder mehr oder weniger immer zu Hause, wogegen in anderen laendern dann vieles delegiert wird. Sprich putzfrau, fensterputzer, gaertner.
Wenn die frauen in d dann zusaetzlich berufstaetig sind, bleibt oft der ganze haushalt noch an ihnen kleben. da haette ich auch keine lust drauf.
Ich kenne hier in canada hausfrauen, die haben trotzdem eine putzfrau und die kids sind in der ganztagsschule.

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@Sternchen999

Antwort von Mistinguette am 04.05.2006, 9:07 Uhr

Ja die Franzosen haben auch die Möglichkeit Elternzeit zu nehmen aber das machen die wenigsten. Die Meisten Frauen gehen gleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten, einfach weil sie ein anderes Verständnis für ihre Rolle in der Gesellschaft haben und weil das Angebot an Kleinkind Betreuung sehr gut und meistens zur Verfügung steht. Dazu kommen die Ganztagsshulen ab 3 Jahren, die kostenlos sind und die hohen Zuschüsse vom Staat für die Kinderbetreuung. Meine Schwester zahlt ausser eigener Tasche ca. 30% der TAMU Kosten, die sie hat, auch wenn sie in Führungsposition ist und ihr Mann Unternehmer ist.
Man spricht in Frankreich von einer Natalistische Politik, die alles tut, damit Kinder geboren werden. Deshalb hat Frankreich auch die höchste Geburtsrate Europas.
Soweit ich denken kann, war es auch immer so. Ich kannte nämlich nur ein Hausmutter in meinem Umfeld, sonst waren und sind alle Frauen Mutter und berufstätig gleichzeitig, egal ob Verkäuferin oder Apothekerin.
LG nach Canada

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von josimama am 04.05.2006, 16:11 Uhr

Habo eoben schon etwas zum Elterngeld geschrieben. Muss Dir völlig recht geben.

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Mal ganz ehrlich ...

Antwort von Larissa am 04.05.2006, 16:15 Uhr

... niemand kriegt ein Kind, weil er für ein Jahr finanziell unterstützt wird. Entweder man will eines oder eben nicht.
Wir persönlich würden - je nachdem wer daheim bleibt - zwischen 1600 und 1700 Euro monatlich kriegen. Wir gehören also zu denen,die davon profitieren. Wäre natürlich super,ist aber gemessen daran, was es kostet ein Kind aufzuziehen (mindestens 100.000 Euro) doch nur ein Klaks und würde mich bei der Entscheidung für oder gegen ein Kind nie beeinflussen.
ABER, was sagt mein Arbeitgeber dazu, wenn ich nochmal ein Jahr oder sogar länger pausiere? Oder der von meinem Mann? Das ist doch das wirkliche Problem. Solange Frauen befürchten müssen, ihren Job zu verlieren oder aufs Abstellgleis gestellt zu werden, haben sie Angst für eine Schwangerschaft auszusetzen.
Larissa

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Re: warum sind denn alle gegen das Elterngeld?

Antwort von sun1024 am 07.05.2006, 0:18 Uhr

Ich find's nur witzig, dass sie immer davon reden, dass sie damit die Akademiker ans Kinderkriegen kriegen würden - als ob Akademiker immer gutverdienend wären...

LG sun
mit 1. und 2. Staatsexamen, zweitstudierend
und diplomiertem Mann, weniger als HartzIV verdienend

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Re: Mal ganz ehrlich ...

Antwort von Mama Tina am 08.05.2006, 11:14 Uhr

Leider kenne ich persöhnlich 4 Familien die genau aus diesem Grund ( 2 Jahre lang 300 Euro),alle 2 Jahre fast punkt genau wieder ein Kind in die Welt setzen.
Es sind alles Frauen ohne Berufsausbildung und mit so schlechten Hauptschulabschlüssen, das sie auch kaum Hoffnung haben hier ( Niedersachsen Randgebiet= Dorf ) einen Job zu bekommen.
Ich zähle mich nicht zu den besser Verdienern, aber ab August haben wir ca. 500 Euro weniger, dafür aber einen Esser mehr im Haus. Das Elterngeld bekommen wir auch max. für 6 Monate, wie es dann weiter geht wissen wir auch noch nicht so genau.
Hier auf dem platten Land ist es schon ein Kampf, ein fast 3 Jähriges Kind in den Kindergarten zubekommen ( eigene Erfahrung). Wo wir ein Säugling unterbringen sollen bleibt uns bis jetzt ein Rätsel.
Ich freue mich für alle die ab dem 1.1.2007 das Elterngeld bekommen!!!

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meine freundin findet es gut

Antwort von ny152 am 10.05.2006, 15:02 Uhr

sie ist mitte 30, akademikerin, gut verdienend und sieht jetzt die möglichkeit ein kind zu kriegen, ein jahr zu hause zu bleiben und das auch finanzieren zu können. ihr kind (sie ist jetzt in der planung) würde dann ab dem 2. lebensjahr von einer tagesmutter oder in einer krippe betreut, beides kann sie finanzieren. aber ein jahr zu hause zu bleiben und sich dem kind und der familie zu widmen (in dem so wichtigen ersten jahr), ist ihr nun möglich. ohne elterngeld nicht.

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