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Geschrieben von Anika2004 am 23.07.2004, 11:23 Uhr

Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Hallo,
ich habe ein riesiges Problem bzw. schlechtes Gewissen und brauche mal euren Rat.
Mein Mann und ich teilen uns 1 Jahr Elternzeit für unsere Tochter (jetzt 11 Wochen alt). Die ersten 6 Monate bin ich daheim und die zweite Hälfte dann er. Ich gehe dann wieder Vollzeit arbeiten (Mo-Do 8-17 Uhr + Fr 8-13 Uhr). Ich muss dazu sagen, mein Mann hat von Anfang an gesagt, dass er auch Elternzeit nehmen möchte, weil er nicht nur derjenige sein möchte, der das höhere Gehalt heim bringt. Er möchte auch was von seiner Tochter haben (und zwar rund um die Uhr), wenn sie noch so klein ist. Naja, jedenfalls haben wir uns noch während der Schwangerschaft dazu entschlossen, unsere Tochter nach einem Jahr in die Obhut einer Kinderkrippe zu geben. Wir denken uns halt, dass sie dort mit anderen Kindern spielen kann (ich meine, die Kleinen lernen ja auch voneinander), Kinderkrankheiten vielleicht schneller abgehakt werden und die Betreuerinnen/Erzieherinnen sind ja schließlich auch ausgebildet. Ich halte es für besser, als unsere Tochter von der Oma (meiner Schwiegermutter) erziehen zu lassen. Sie wäre dann Mo und Fr vormittags in der Krippe und Di bis Do bis 16 Uhr. Jetzt ist es inzwischen so, dass mein schlechtes Gewissen, mit jedem Tag, den ich mit meiner Tochter verbringe, wächst. Ich halte die Argumente FÜR die Kinderkrippe jetzt nicht für falsch, aber ich habe jetzt eben ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber. Ich bin schon bald soweit, meinen Job ganz und zumindest teilweise hinzuschmeissen. Ich muss dazu sagen, ich war immer ein regelrechtes "Arbeitstier". Jetzt erkenne ich mich gar nicht wieder. Was soll ich bloss machen? Was meint ihr? Habt ihr evtl. auch solche Erfahrungen gemacht?
Danke vorab....

 
7 Antworten:

Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von crisgon am 23.07.2004, 11:39 Uhr

Ich finde die Kinderkrippe tut den Kleinen gut. Sie haben dort Spaß, spielen mit anderen Kindern und lernen extrem viel. Du brauchst in meinen Augen keine Gewissensbisse zu haben. Wir haben leider für unseren Sohn keinen Krippenplatz bekommen, so dass er eine Tagesmutter hat. Krippe wäre mir lieber, aber leider ist das Angebot in unserer Stadt sehr begrenzt. Manchmal plagen mich auch Gewissensbisse, aber ich sehe dass es meinen Kleinen gut geht, und er sich wunderbar entwickelt. Und meine Beziehung zu ihm ist einfach toll. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme ist er dran...dann wird gekuschelt, gespielt, erzählt...ich denke dass mein Sohn glücklich ist. Und ich auch, was ich als "Ganztagsmutter" garantiert nicht wäre!
Im Übrigen kommen in meinem Heimatland (Spanien) ein Großteil der Kinder schon vor ihrem ersten Geburtstag in die Krippe. Und die Beziehung Mutter-Kind ist dort nicht schlechter als in Deutschland, eher besser!
LG
cristina

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Ja klar

Antwort von RenateK am 23.07.2004, 14:41 Uhr

Hallo Anika,
mach Dir da bloß kein schlechtes Gewissen, wenn die Kita gut ist, ist das für die Kinder das beste, was Du tun kannst.
Unser Sohn kam vor 5 Jahren mit 13 Monaten ganztags in eine altersgemischte Gruppe (15 Kinder von 6 Monaten bis 6 Jahre, 3 Erzieherinnen), obwohl es von uns aus nicht hätte sein müssen, aber wir fanden es halt für ihn gut. Er hat dort jetzt die letzten 3 Wochen vor sich und ist 5 Jahre sehr gerne dort hingegangen. Was gerade die kleinen dort lernen, so was ist zu Hause gar nicht möglich. Wir haben nur beste Erfahrungen gemacht. Gib hier mal als Suchwort, Kita oder Krippe ein, dann findest Du noch viel mehr positive Erfahrungsberichte. Meiner Meinung nach ist das für das Kind das Beste, was Du tun kannst - sofern die Einrichtung wirklich gut ist, das merkt man aber sehr schnell, wenn man sie sich mal ansieht. Wir haben unseren Sohn in 6 Einrichtugnen angemeldet (und 1 Platz bekommen) und eigentlich machten alle einen guten Eindruck. Ich würde Dir nur empfehlen, Dich sofort darum zu kümmern, bei uns ist es jedenfalls sehr schwer Plätze zu bekommen.
Probleme mit dem Abgeben des Kindes hatte ich übrigens gar keine.
Gruß, Renate

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Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von Sunny1973 am 23.07.2004, 19:39 Uhr

Mir gings genauso wie Dir als ich einen Krippenplatz hätte bekommen können, als er 7 oder 8 Monate alt war. Damals hat er sich aber noch überhaupt nicht bewegt... kurz bevor er 1 Jahr alt wurde, hat er angefangen zu laufen und weisst Du was.... da hätte ich gern einen Krippenplatz für ihn gehabt und nicht bekommen.

Ich war plötzlich der Meinung, daß die Zeit für ihn "reif" ist (er war sonst auch immer bei den Omas)... ausserdem war er ja auch "mobiler" dadurch, dass er laufen konnte... dann werden sie "flügge" und erwarten mehr.

Warte mal ab, bis Deine Maus älter ist und auch mobiler wird ;-) dann ändert sich das schlechte Gewissen ganz bestimmt (wenn ich Dich richtig einschätze *gg*).

Liebe Grüße
Sunny

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Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von astrid67 am 23.07.2004, 20:38 Uhr

Hallo,

jetzt ist Dein Kind noch ein hilfloses Baby und weckt die natürlichen Beschützerinstinkte in Dir. Das hat die Natur ja auch so vorgesehen, alter Trick ;-))

Aber mit einem Jahr krabbeln oder laufen die meisten Kinder schon, sie spielen gerne mit anderen Kindern und auch Du siehst die Sache dann bestimmt anders. Mach Dich jetzt nicht verrückt und triff übereilte Entscheidungen. Letztendlich ist es natürlich Deine Entscheidung und Euer Leben.

Aber ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: mein Sohn ist mit 11 Monaten in die Kita gekommen und fühlt sich dort rundum wohl. Er ist ein Schatz, ein echter Frechdachs schon jetzt. Er freut sich, wenn wir ihn hinbringen und er freut sich, wenn wir ihn abholen.

Liebe Grüße, Astrid

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Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von Inèsmutter am 24.07.2004, 10:31 Uhr

Hallo,

Ich wohne in Belgien und hier gibt es keinen Erziehungsurlaub wie bei Euch. Daher arbeite ich auch wieder Vollzeit seit das die kleine 5Monate alt ist. Sie geht jeden Tag in di Kinderkrippe und ich muss sagen das ich sehr zufrieden bin. Anfangs hatte ich auch ein schlechtes Gewissen aber ich hatte keine andere wahl. Meine Kleine hat sich super schnell eingelebt und es macht ihr dort richtig Spass. Doch, doch, ich kann Dir versichern das wenn ich die kleine abhole alle Kinder schön am spielen sind, Musik anhören, gut versorgt sind und so weiter. In den Kinderkrippen ist ja alles so organisiert das die Kinder auch viele Vortschritte machen und die Erzieherinnen sind immer da für einen Tipp. Anfangs hätte ich Inès ja gerne an eine Tagesmutter gegeben aber ich habe hier keine gefunden in der umgebung und jetzt bin ich froh das sie doch in einer krippe ist! wenn Du fragen hast stelle sie einfach!

Bianca

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Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von HeiJak am 26.07.2004, 15:03 Uhr

Hallo,
ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschliessen: meine Tochter kam mit 4 Monaten zu einer Tagesmutter, die 8 Kinder betreut hat, und mit 7 Monaten in die Kinderkrippe. Ich hatte nie Probleme, sie abzugeben. Und meine Tochter keine, dorthin zu gehen. Im Gegenteil: Inzwischen (sie ist jetzt 17 Monate alt) sind die Wochenenden OHNE Krippe eine echte Herausforderung! Sie steht morgens an der Tür mit Schuhen und Jacke in der Hand und will halt weg... :-) Da ist gutes Alternativprogramm gefragt!

Tu Deinem Kind was Gutes und lass es mit anderen Kindern und Bezugspersonen aufwachsen! Es kann nur profitieren!

Alles Gute, Johanna

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Re: Kinderkrippe mit 1 Jahr?

Antwort von berita am 26.07.2004, 18:01 Uhr

Hallo,

ich sehe es etwas anders, war naemlich selbst ein ganztags Krippen-, Kiga- und Hortkind und das war keineswegs immer schoen und teilweise habe ich daran heute noch zu knabbern.

Mein Rat: hoer auf deinen Instinkt. Du musst ja nicht gleich deinen Job hinwerfen. Vielleicht spielt dein AG mit, wenn du noch ein Jahr Elternzeit nimmst. Generell finde ich es besser, wenn kleine Kinder eine Bezugsperson haben, denen sie wirklich nahe stehen und die sie nicht mit zig anderen Kindern teilen muessen. Eine liebe Tamu wuerde ich daher bevorzugen, gerne mit ein bis drei anderen Kids - da ergeben sich schon genug Kontaktmoeglichkeiten. Ich glaube nicht, dass Menschen dazu geschaffen sind, in grossen Gruppen von annaehernd gleichaltrigen Kindern aufzuwachsen. Eher in Grossfamilien mit Menschen jeden Alters. Dass das heute kaum noch gegeben ist, duerfte klar sein, aber Kitas halte ich fuer die Betreuungsform, die am weitesten weg davon ist.

LG
Berit

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