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Geschrieben von Puenktchen am 28.07.2003, 10:10 Uhr

Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Hallo ihr,

erlebe zur Zeit meine erste Schwangerschaft und werde aller Voraussicht nach dem Mutterschutz direkt wieder voll arbeiten müssen (mein Mann ist Studi ohne Einkommen).
Mache mir natürlich viele Gedanken und frage mich wie und ob das alles klappen wird.
Gibt es unter Euch welche die auch direkt wieder voll arbeiten gegangen sind und es dann bereut haben?!?
Wie sind Eure Erfahrungen...?

Vielen Dank für Eure Antworten,
Gruß Puenktchen

 
13 Antworten:

Ich nicht...

Antwort von RenateK am 28.07.2003, 11:15 Uhr

Hallo,
ich habe es nicht bereut, melde mich aber trotzdem, vielleicht trägt es zur Aufmunterung bei. Ich bin auch nach den 8 Wochen Mutterschutz sofort wieder voll eingestiegen, mein Mann hatte dann gut 1 Jahre Erziehungsrualb (mit 1 Jahr kam unser Sohn dann in die Kita). Bei uns hatte dieses Vorgehen nur den Grund, dass ich absolut nicht länger als 8 Wochen zu Hause bleiben wollte und ich war auch tatsächlich sehr froh, wieder ins Büro zu gehen. Ehrlich gesagt habe ich mich richtig befreit gefühlt. All solche Ankündigungen, die ich auch vorher immer gehört habe (allerdings nie hab glauben können), wie ich würde mein Kind furchtbar vermissen usw. haben sich absolut nicht bewahrheitet. Ich wusste, usner Sohn ist gut betreut und damit war alles ok. Warum auch nicht, die meisten Väter haben doch auch keine Probleme sofort wieder zu arbeiten.
Gruß, Renate

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Hängt vom Kind und von Dir ab ...

Antwort von Ulli am 28.07.2003, 12:48 Uhr

Hallo Puenktchen,
allerdings habe ich nicht nach dem MuSchu wieder gearbeitet sondern studiert. Ich habe mein erstes Kind im Oktober 99 bekommen. Danach wollte ich unbedingt so schnell wie möglich die letzten Examensprüfungen hinter mich bringen, letztendlich habe ich es aber erst im Januar geschafft wirklich zu lernen und die Prüfungen Mitte April abgeschlossen. Mein Mann hat bis dahin studiert und gejobbt, aber als ich anfing zu lernen, war er nur für das Kind (und mich) da. (Wenn das Handy vibrierte bin ich aus der Bibliothek zum Stillen nach Haus geflitzt.) Direkt danach bin ich voll arbeiten gegangen. Will Dein Mann denn ein oder mehr Semester aussetzen oder wer übernimmt die Kinderbetreuung?
Beim zweiten Kind war ich übrigens ein ganzes Jahr zu Hause, es ergab sich so wg. Umzug und Hausbau, aber das war mir definitiv zu lang. Ideal stelle ich persönlich mir vor, dass man nach 6-8 Monaten Teilzeit einsteigt, aber das ist wirklich Geschmackssache. Vor dem ersten Kind hätte niemand gedacht,d ass ich so eine Glucke bin, aber ich konnte mich die ersten Monate kaum von meinen Zwergen trenne. Jetzt sind sie fast zwei und fast vier, ich gehe Halbzeit arbeiten und das passt mir ganz gut. Vor den Kinder bin ich auch fest davon ausgegangen, dass ich voll arbeite und mein Mann Teilzeit. (Ich hatte mich sogar im 3. SS-Monat schon nach einem sofortigen Krippenplatz erkundigt.)
Aber eh das hier noch ein ausschweifender Erfahrungsbericht wird ;-), was ich meine ist, dass Du vorher einfach nicht wissen kannst, wie es wird. Ich hätte nie gedacht, dass ich so leicht auf ne "Karriere" verzichten könnte, aber ich kann meinem Chef wirklich guten Gewissens sagen: "Tut mir leid, mehr als 20 Stunden kann ich nicht arbeiten, ich möchte für meine Kinder da sein."
Viele Grüße
Ulli

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Re: Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Antwort von Sunny1973 am 28.07.2003, 13:03 Uhr

Hallo Pünktchen,

also bereut? Nun ja, das ist schwierig zu sagen, denn man verpasst doch recht viel finde ich. Manchmal frage ich mich schon, ob es Zuhause nicht schöner wäre. Aber bei uns ging es auch nicht anders, leider und wir arbeiten Beide.

Aber wenn Dein Mann Zuhause ist, oder Du Unterstützung von Familienseite her hast, dürfte es kein Problem sein. Es kommt auch drauf an, was für ein Mensch Du und Dein Mann sind. Ich habe z. B. den Mutterschutz nicht ganz ausgenutzt. Wir hatten allerdings auch total schlecht, bzw. anders geplant. Ich wollte unseren Sohn mit in die Firma nehmen, aber den Zahn hat er mir ziemlich schnell gezogen *seuftz*. Es ist/war einfach zu unruhig für ihn und somit mussten wir in dem Stress noch wieder neu planen.

Von meinem Mann hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht, die ich aber nicht bekam, auch nach mehrmaligem streiten nicht. Er hat sich nicht sonderlich um unseren Sohn gekümmert, wenn er Zuhause war, sondern hat ihn zu seiner Mutti gegeben *grmpf* Aber das steht bei Euch ja sicherlich nicht zur Debatte.

Gehen tut alles irgendwie, es ist halt nur ne arge Umstellung und Du solltest Dir im klaren darüber sein, dass Du große Entwicklungssprünge (gerade die ersten Monate) verpasst.

Ich wollte zwar nicht stillen, da ich einen sehr langen Arbeitsweg habe und da das "mal eben hinhuschen" nicht drin war, hab ich mich entschieden die Milch abzupumpen. Aber auch das gestaltete sich ziemlich schwierig, denn ich war 1,5 Stunden mit dem Auto unterwegs und habe 2 Stunden gearbeitet (dann musste ich ja schon wieder nach Hause und abpumpen und manchmal kam ich vor lauter Arbeit gar nicht dazu und dann kamen die Schmerzen in der Brust), da ich auch nicht in der Firma abpumpen wollte (kein ruhiger Platz, wo ich das hätte machen können ohne "beobachtet" zu werden und die Schlepperei mit der Pumpe usw. usw.). Hätte ich gleich per "Folgemilch" gefüttert, wären die ersten Wochen wesentlich stressfreier und einfacher bei uns abgelaufen. Bei uns war es halt nen "Planungsmangel", aber ich denke, dass das vollkommen normal ist, wenn man grad nen Kind zur Welt gebracht und noch andere Sachen im Kopf hat, die gemacht werden müssen. Meinen Haushalt gar nicht zu erwähnen, den gabs die erste Zeit gar nicht *lach*.

Wie gesagt, mein Mann war aber auch nicht sehr behilflich, ausser in der Nacht mal aufzustehen und zu füttern, wenn er Spätschicht hatte.

Gehen tut alles irgendwie, aber es dauert halt so seine Zeit, bis ein Rythmus vorhanden ist.

Liebe Grüße
Sunny

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Re: Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Antwort von Margie am 28.07.2003, 13:34 Uhr

Hallo,
mein Zwerg ist jetzt 11 Monate alt und um nichts in der Welt hätte ich es verpassen wollen diese Zeit so intensiv wie möglich mit ihm zu erleben. Ich denke, daß ein Kind die Mutter in den ersten zwei Jahren sehr braucht. Und für mich war es bisher die schönste Zeit in meinem Leben. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte voll arbeiten müssen, dann krieg ich echt ne Gänsehaut. 1. Was hätte ich alles verpaßt? 2. Ich hätte meinem Kind nicht die nötige Fürsorge geben können. 3. dann wird es echt zur Doppelbelastung (in diesem Zusammenhang spricht man von seinem Kind als BELASTUNG!! ich habe mein Kind noch nie als Belastung angesehen!)

Im übrigen: In dieser speziellen Situation finde ich es völlig legitim, wenn man sich finanzielle Hilfe vom Staat holt.( geht doch schließlich um die Entwicklung unserer zukünftigen STeuerzahler :-))
Also, mein Rat: versuch zu Hause zu bleiben und gib deinem Kind den bestmöglichen Start ins Leben.
Lieben Gruß
M.

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Re: Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Antwort von andrea70 am 28.07.2003, 14:43 Uhr

Hallo,

bei uns war es genauso. Mein Mann war beim ersten Kind auch noch Student und ich bin gleich wieder arbeiten gegangen. Ich habe es nicht wirklich bereut, weil es eben anders nicht ging un weil ich auch gerne arbeite und meine hart erarbeitete Position nicht so einfach aufgeben möchte, aber ich habe echt gelitten die erste Zeit. Ich hatte immer Angst davor, mein Sohn würde mich nicht als "echte" Mutter akzeptieren (obwohl ja noch genug Zeit bleibt). War aber nicht so. Und jetzt beim zweiten Kind (*02.06.03) haben wir es genauso gemacht und mir fällt es schon viel leichter!
Natürlich gibt es immer wieder Phasen, wo ich mir denke, nun ist er schon soo alt und ich habe so viel Zeit verpaßt...
Naja, ist aber nicht so schlimm.
Allerdings hätte ich es nicht geschafft, mein Kind "zurückzulassen", wenn sich nicht mein Mann darum gekümmert hätte (er hat sein Zweitstudium übrigens nicht abgeschlossen, da Studium und Kind sich nicht vereinbaren ließen).
Vielleicht bekommen wir noch ein drittes Kind...:)

LG Andrea

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Re: Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Antwort von paulita am 28.07.2003, 22:13 Uhr

liebe pünktchen

ich bin wieder voll arbeiten gegangen als unser sohn knapp 6 monate alt war, also auch nicht direkt nach dem muschu, aber doch ziemlich schnell für hiesige verhältnisse. bereut habe ich es nicht - aber drunter gelitten immer wieder mal. prinzipiell wäre es auch anders gegangen, da sind wir ziemlich privilegiert. ich musste nicht aus geldsorgen arbeiten, sondern weil ich gerne in meinem job bin. zunächst hat auch alles prima geklappt; der freund hat VIEL gemacht (und tut es noch) und die tagesmutter auch. aber wir hatten immer wieder schwierige phasen, in denen klar wurde (und immer wieder klar wird), dass unser zwerg seine probleme damit hat. mama ist halt viel weg, ich pendel auch, so dass ich oft 2 oder 3 tage inkl. nächte nicht daheim bin.
diese phasen setzen mir immer wieder zu, unserem sohn natürlich auch. aber andererseits lernen wir alle gemeinsam diese probleme zu bewältigen. und ich liebe meinen job (an der uni :-) ).
wie die anderen schon sagten: man kann das nur machen, wenn man davon überzeugt ist - weil einem 98% der leute implizit oder ausdrücklich vorwerfen, eine schlechte mutter zu sein - und wenn man sich absolut sicher ist, dass das kind in guten händen ist. partner, omas, tamus, krippen, freundInnen sind alle ungeheuer wichtig. und super ist es auch, sich mit leuten in der gleichen situation zusammen zu tun.

ich kenne genügend mütter, die es bitter bereuen, NICHT arbeiten gegangen zu sein als die kids klein waren. manche haben ihre ausbildungen nicht abgeschlossen und stehen nun schhlecht da, andere kommen nicht mehr in ihren beruf rein. und manche sind total glücklich damit, nicht zu arbeiten. solche erfahren lassen sich schlicht nicht übertragen. es ist zwar gut, sich darüber auszutauschen, aber ganz schnell gerät man in die moralisch schiene - das hatten wir hier im forum schon oft genug. hör also auf dich, auf deine bedürfnisse, achte auf die bedingungen und versuche, das beste für dich und euch zu finden.
lg
paula

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Re: Direkt nach MuSchu voll arbeiten - hat's jemand bereut?

Antwort von moppelmaus am 29.07.2003, 8:30 Uhr

Also ich würde dir davon abraten so früh wieder so viel zu arbeiten.Frag mal bei Dr. Posth nach,der kann dir gut begründen,warum eine Mutter für ihr Kind viel Zeit haben sollte in den ersten Jahren.Kariere und Job sind völlig unwichtig im Gegensatz zu einem Kind.LG

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Dr. Posth

Antwort von RenateK am 29.07.2003, 8:43 Uhr

Also bei Dr. Posth wäre ich sehr vorsichtig, was das betrifft. Er scheint da eine vorgefasst Meinung zu haben, von der er auf keine Fall abweicht. Ich habe mal versucht, mich da in Diskussionen einzumischen - es hatten Mütter bezüglich der Eingewöhnung von kleinen Kindern in die Kita gefragt, und da habe ich Erfahrung. Er sah da sehr viele Probleme und positiven Berichten meinerseits hatte er im Grunde nur entgegenzusetzen, dass man sich das dann schönreden muss. Das ist meiner Meinung nach alles andere als qualifiziert. Und auf solchen Grundlagen tut er wirklich alles, um Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden.
Gruß, Renate

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Re: Dr. Posth

Antwort von moppelmaus am 29.07.2003, 8:49 Uhr

Aufgrund deiner Meinung zu Fremdbetreuung und Kitas musst du ja die Meinung von Dr. Posth ablehnen.Ich halte ihn für sehr qualifiziert,denn er denkt an das Wohl des Kindes,und das passt alles sehr gut mit dem Mutterinstinkt zusammen.Nämlich,dass ein Kind zur Mutter gehört,so hat es die Natur vorgesehen,oder zumindest zum Vater.Die psychologischen Erkenntnisse,die er dort angibt geben ihm zusätzlich Recht.LG

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Re: Dr. Posth

Antwort von RenateK am 29.07.2003, 8:51 Uhr

Ich meinte damit konkrete Äußerungen von ihm, zu positiven Erfahrungen von mir und anderen, die er damit abtat, wnach h

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Re: Dr. Posth - falschen Knopf gedrückt, hier jetzt noch mal

Antwort von RenateK am 29.07.2003, 8:55 Uhr

Auf einige Beiträge von mir und anderen mit positiven Erfahrungen mit Einjährigen in Kitas kam u.a. folgende Antwort:
"Hallo, leider werden die Säuglinge selbst dazu nie wirklich befragt. Noch dazu, daß deren Empfinden im Nachhinein von unter dem allgemeinen Erfolgszwang sozusagen schöngefärbt werden. "
Diese Aussage finde ich in der Tat absolut unqualifiziert. Die genannten Erfahrungen passen nicht in sein Konzept, also stellt er sie als schöngefärbt hin.
Gruß, Renate

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Direkt nach MuSchu voll arbeiten - Danke für die Antworten!

Antwort von Puenktchen am 29.07.2003, 9:10 Uhr

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure vielen Erfahrungsberichte!
So vielfältig wie die Antworten sind, so vielfältig sind wahrscheinlich auch die "richtigen" Lösungen...

Ich werde es wohl individuell für mich und meine/unsere Situation entscheiden müssen und dabei auf mein Bauchgefühl hören.
Ich hoffe halt nur, dass alles dann auch so läuft wie ich es mir vorstelle...

Eine Diskussion über Dr. Posth finde ich übrigens überflüssig! Das schweift jetzt doch etwas vom Thema ab! Ich werde ihn eh nicht fragen, sondern wie gesagt aus meinem eigenen Gefühl entscheiden.

Allen noch einen schönen Tag,
Gruß, Puenktchen

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Re: Dr. Posth - falschen Knopf gedrückt, hier jetzt noch mal

Antwort von Mama von Tobbiär am 29.07.2003, 10:39 Uhr

Hallo Puenktchen,
also ich hab die ganze Diskussion um Deine Frage mitverfolgt und denke, daß Du zum richtigen Schluß gekommen bist.
Man muß selber tun was man für richtig hält, zu dieser Meinung auch stehen und sich mit dem Partner auch einig sind. Wenn dies nämlich nicht so ist, denke ich wird das leicht auf das Kind übertragen.
Ich arbeite auch voll, allerdings war mein Kleiner als ich wieder anfing schon 15 Monate alt. Aber in der Krippe gefällt es ihm sehr gut und er kommt mir ausgeglichener vor, als wenn er nur mit mir zusammen wäre.
Also mach Dich nicht verrückt. Tja und leider ist es doch oft auch so, daß man so richtig die Wahl ja auch gar nicht hat.
Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag.
Mama von Tobbiär

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