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Geschrieben von asdf am 21.03.2005, 20:05 Uhr

Bitte um Tipps in Sachen Kinderfrau/Haushaltshilfe

Liebes Forum,

ich bin selbstständig (Büro zuhause), habe ein KiGa-Kind und eins im Bauch (20. SSW). Nun überlege ich, zur täglichen Unterstützung eine Kinderfrau, die auch hier und da ein bisschen Hausarbeit macht (aber kein Putzen, dafür gibt's eine Putzhilfe), zu suchen. Für ca. vier Stunden am Tag.

Wo würdet Ihr die an meiner Stelle suchen? Bei einer Tagesmutterbörse hier in der Kreisstadt gibt es nur Tagesmütter, die die Kinder bei sich zuhause betreuen möchten.

Und welche Stundensätze sind so üblich? Mit ca. 20 Std. pro Woche wird es ja zum Beispiel kaum möglich sein, im Rahmen eines Minijobs zu bleiben - gibt es trotzdem Möglichkeiten, jemanden offiziell zu beschäftigen, ohne den arbeitgeberseitigen Aufwand (bürokratisch und finanziell) einer Minijobbeschäftigung wesentlich zu übersteigen?

Danke im Voraus für Eure Antworten!

Gruß, asdf

 
11 Antworten:

wir suchen auch die eierlegende Wollmilchsau oder die ultimative Kinderfrau....

Antwort von tinai am 21.03.2005, 20:46 Uhr

Das interessiert mich auch. Wir haben inzwischen das 5. Au Pair, aber da mein Sohn in einem Jahr in die Schule kommt und wir auch die große Flexibilität das Au Pairs nicht mehr brauchen möchte ich viel lieber eine Kinderfrau ab Herbst.

Auch weil es mir jedes Mal unsäglich schwer fällt, mich von den Au Pairs zu trennen - für die Kinder auch nicht einfach, wobei die unheimlich offen sind und sich erstaunlich gut mit neuen Situationen arrangieren.

Mir schwebt eine "mittelalterliche" Frau vor, die vielleicht selbst schon große Kinder hat und für die nächsten 10-15 Jahre arbeiten möchte - wir suchen so für 20-30 stunden/Woche, wobei sie für die Schulferien flexibel sein sollte. Alos außerhalb der Schulferien wären es ca. 20 Stunden und während der Ferien eher 30, so dass ich gerne für 25 einstellen würde und ein Zeitkonto führen. Außerdem sollte sie ein gewisses "Niveau" haben, sehr liebevoll sein usw. Sie sollte auch bereit sein, ein bisschen was im Haushalt zu machen, aber nur, wenn es nicht auf KOsten der Kinder geht.

GIBTS SOWAS? Ich habe sogar jemanden ausgeguckt, aber ich weiß nicht, ob ich sie fragen kann, wäre anderswo ein abwerben, wobei ich den "anderen" nicht verpflichtet bin, andererseits: Was Du nicht willst, das man Dir tut usw...... habe Hemmungen.

Für die Bezahlung denke ich sollte man ein Erzieherinnengehalt zugrunde legen. Ich weiß, in Stuttgart bekommen Kinderfrauen (die eigentlich nur über Mund-zu-Mund vermittelt werden) so rund 10 Euro/Stunde - Putzhilfen übrigens auch.

Gruß Tina

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Re: wir suchen auch die eierlegende Wollmilchsau oder die ultimative Kinderfrau....

Antwort von asdf am 21.03.2005, 21:07 Uhr

Hallo Tina,

danke für Deine Antwort! Wenn solche Kinderfrauen so selten sind, Du aber in Stuttgart suchst, kommen wir uns ja nicht in die Quere... ;-)

Au-pair kommt für uns aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Daran hätte man bei meinem "Anforderungsprofil" ja mit als erstes denken können.

Vielleicht werde ich einfach im KiGa mal einen Aushang machen; das ist schon mal etwas persönlicher als eine Zeitungsannonce. Das lesen täglich zig Mütter (und vereinzelte Väter), vielleicht ergibt sich da was.

Man muss dazu sagen, wir sind hier auf dem Lande, was in Sachen Mund-zu-Mund-Propaganda und "Beziehungen" eigentlich ein Vorteil sein könnte.

Trotzdem stehe ich grad irgendwie auf der Leitung. Ich möchte halt auch schon ein bisschen vorbereitet sein auf ein Gespräch mit einer möglichen Interessentin, deswegen auch meine Frage nach Stundenlöhnen (sicher hier wg. ländlicher Gegend etwas niedriger als in Stuttgart).

Die 10 Euro/Std., von denen Du sprachst, wär das das, was Du brutto an eine offiziell bei Euch angestellte Frau bezahlen würdest? Sorry, ich hab da null Erfahrung, hab mich bisher nur in Sachen Minijob ein wenig kundig gemacht.

Gruß, a.

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Re: Bitte um Tipps in Sachen Kinderfrau/Haushaltshilfe

Antwort von Benedikte am 21.03.2005, 21:22 Uhr

Also,
ich beschäftige eine junge Ukrainerin im Rahmen eines Minijobs "universal". Das bedeutet, sie macht hauptsächlich Haushalt ( da fällt am meisten an), passt aber auch schon mal auf die Kinder auf ( weniger als richtiger Babysitter für ganze abende als quasi zwischendrin, wenn weder mein Mann noch ich zuhasue sind, sondern mit RAbeit, Großeinkauf etc.pp. beide anderweitig sind), sie macht auch, vor allem im Sommer GArtenarbeit oder hilft bei Feiern aus( Kinderbeschäftigung, abräumen, Spülmaschine einräumen etc.pp). Wir zahlen ihr 7 € auf die HAnd, dazu 12 % Nebenkosten sowie die Unfallversicherung- also alles legal.
Ich habe sie durch eine Annonce in einem großen Supermarkt gefunden und hätte sonst an der uni geschaut. Meine Kriterien waren : perfektes Deutsch ( sie ist deutschlehrerein und mir war das wegen des Spracherwerbs der Kinder wichtig sowie dafür, dass sie im Notfall ordentlich Ärze, feuerwehr oder weiss der geier wen anrufen und informieren kann), sauber und attraktiv ( ich wollte keine angemalte Vogelscheuche mit HAckenschuhen ) und sollte mir sympathisch sein. Das ist unsere alles, dafür nehme ich in Kauf, dass sie auch nciht besser als ich putzt ( nie unter dem Teppich, immer obenauf, nie Staub auf oberen Regalen etc.pp).

Benedikte

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Re: wir suchen auch die eierlegende Wollmilchsau oder die ultimative Kinderfrau....

Antwort von tinai am 21.03.2005, 21:58 Uhr

Ja, das wäre wohl der Brutto-Lohn, wobei ich am Anfang etwas weniger bezahlen wollen würde und dann erst nach einer Probezeit von 3-6 Monaten mehr. Es ist auch nur eine Hausnummer. Man kann ja auch andere Leistungen bezahlen, die steuerlich vielleicht günstiger sind (Fahrtkosten etc.).

Die Frau an die ich denke, verdient zur Zeit trotzdem nicht einmal 8 Euro/Stunde, allerdings in einer größeren Einrichtung und mit einem ziemlich sicheren Arbeitsplatz. Letzteres kann ein Privathaushalt ja nie bieten.

Gruß Tina

PS. Ich wünsche Dir viel Glück. Halt uns auf dem Laufenden.

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@benedikte...

Antwort von tinai am 21.03.2005, 21:59 Uhr

...peinlich, aber obwohl wir im Geschäft geringfügige beschäftigen, weiß ich nicht, wie bei Dir nur 12% Nebenkosten dazu kommen.

Meldest Du sie bei der Bundesknappschaft? Gibt es andere Sätze für haushaltsnahe Beschäftigte?

Gruß Tina

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Re: Bitte um Tipps in Sachen Kinderfrau/Haushaltshilfe

Antwort von biohuschel am 21.03.2005, 22:09 Uhr

Also ich kann dir nur eine Annoce empfehlen, da kannst du deine Wünsche gut äußern.
In unserer Tageszeitung stand zuletzt, dass sich Putzfrauen, z.B. auch aus Polen einen Gewerbeschein holen können (man muss eventuell schon mal mit dem Ausfüllen der Anträge helfen).
Das ist ja auch ne gute Lösung.
Studenten sind auch ne Alternative, die dürfen mehr dazu verdienen, meine ich zu wissen.
LG und alles Gute

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Re: Bitte um Tipps in Sachen Kinderfrau/Haushaltshilfe

Antwort von wassermann63 am 22.03.2005, 8:52 Uhr

Hallole,

auch ich arbeite zu Hause (Sohni kommt erst in 9 MOnaten in den Kindergarten, "neuer" Sohni kommt in 2 Wochen auf die Welt), allerdings ohne jegliche Unterstützung, weil ich mir die bisher einfach nicht zugestehe. Mal kucken, wie lange ich das noch schaffe, ohne völlig aus dem Häuschen zu geraten.

Nachdem du die Dame ganz offiziell beschäftigen möchtest, würde ich mich schlicht und einfach ans Arbeitsamt wenden. Und vor allem würde ich - pass auf, was jetzt kommt - darauf schauen, einen Beitrag zur VErringerung der lokalen ARbeitslosigkeit zu leisten .. (nichts gegen das Einstellen von Ukrainerinnen, Lettinnen oder von sonstwo her..). Die haben natürlich eine noch desaströsere Situation im Lande, allerdings bin ich der Meinung, dass eher die Menschen, die hier jahrelang Arbeitslosenbeiträge geleistet haben, bevorzugt werden sollten.

Also ich für meinen Teil werde, wenn ich dann komplett aus dem Häuschen bin, hier im lokalen Bereich bei, ähm, Einheimischen Unterstützung suchen.

Das wollte ich jetzt einfach mal loswerden, auch wenn es keine direkte Antwort auf dein posting ist (sorry ;-)

LG
JAcky

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hier ein paar tips:

Antwort von u_hoernchen am 22.03.2005, 9:05 Uhr

- wir haben über Zeitungsanzeige gesucht, aber in der Formulierung schon ein paar Fallen eingebaut, um schnell die Spreu vom Weizen trennen zu können: - nicht erwähnen, ob BUb oder Mädel (nur "Kind" schreiben), wer dann beim ersten Anruf nicht fragt (sondern nur nach Geld, Urlaub etc.), der fliegt gleich aus dem Verfahren. So sind bei uns schon mal 90% (!!!) rausgeflogen.
- Gute Deutschkenntnisse
- Bereitschaft zu leichter Tätigkeit im Haushalt
- reinschreiben, dass Ihr es auf Lst.-Karte machen wollt, also nicht schwarz, erhöht auch noch mal die QUalität der Anruferinnen
- darauf achten, dass sie selbst keine kleinen Kinder hat, sonst fällt sie ggf. zu oft aus wegen Krankheiten etc.

Papierkram bei einer normal (also nicht Minijob) beschäftigten Kinderfrau ist durchaus überschaubar, wenn man die Anmelderei mal hinter sich hat. Das beschränkt sich auf Lohnsteueranmeldung (quartalsweise) und Meldung zur Sozialversicherung (einmal jährlich). Ansonsten keine Bürokratie. Nur die erstmalige Meldung ist etwas nervig, aber machbar.

einen ordentlichen Arbeitsvertrag würde ich dann noch mit ihr schließen, das sichert beide Seiten ab.

Weitere Fragen?

U-Hörnchen

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Re: Bitte um Tipps in Sachen Kinderfrau/Haushaltshilfe

Antwort von Mistinguette am 22.03.2005, 9:05 Uhr

Anzeige schalten, bei der Agentur für Arbeit auch nachfragen.

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@all

Antwort von asdf am 22.03.2005, 9:59 Uhr

Vielen Dank für Eure wertvollen Tipps! Werde das erst mal sammeln und dann erste Schritte einleiten - und mich evtl. wieder hier melden. ;-)

Einen schönen Tag in die Runde,
a.

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Re: @benedikte...-Stichwort "hasuhaltsnahe Dienstleistungen"

Antwort von Benedikte am 22.03.2005, 20:41 Uhr

Es ist, wie Du vermutest.ür die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen werden nur 12 % Nebenkosten für Steuer, KV und RV fällig und diese Abgaben kannst Du im Rahmen der Steuererklärung geltend machen ( in gewissen Sätzen jedenfalls, die wir nicht überschreiten).Diese Nebenkosten halte ich zwar auch für Betrug, weil die Hilfe keinen Anspruch dadurch erwirbt ( sprich, sie zahlt bzw. ich zahle in die RV und die KV, aber dafür gibt es keine Gegenleistungen), aber es ist überschaubar uhd durch die Absetzbarkeit bei der Steuer ein Nullsummenspiel- für die gewerblichen musst Du glaube ich über 20 % Nebenkosten zahlen.
Ja, meine ist bei der Knappschaft angemeldet- ich musste sie in Cottbus anmelden, kriege aber immer Post aus Bochum. Who cares.
Hintergrund dieser Geschichte war halt, dass jeder wußte, dass es in Deutschland Millionen schwarzarbeitender Putzfrauen gibt und man an die " dran" wollte- und das so unbürokratisch wie möglich.Bei mir war es früher auch so, dass ich den gazen hickhack scheute- aber jetzt läuft es wirklich gut.

Benedikte

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