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Geschrieben von tina am 11.05.2006, 9:13 Uhr

an mami hängen - sorry, lang.

Guten Morgen Zusammen,

ich arbeite 100%, mein Mann ist bei unserem Sohn Max (13 Monate) zu Hause und kann von zu Hause aus arbeiten. Wir haben gleich von Anfang an beide Omis mit eingespannt, sie kommen viermal die Woche nachmittags und gehen mit dem Kleinen spazieren. Bis vor drei, vier Wochen war es so, dass mein Mann und ich eigentlich beide Bezugsperson waren, zumindest im "Normalfall". Bei einer eitrigen Mandelentzündung, die Max mit 10 Monaten hatte, war eindeutig nur mein Mann gefragt - ich hatte keine Chance, ihn die ersten zwei Tage und NÄchte zu beruhigen, er hing nur am Vater.
Seit eben ca. einem Monat ist er jetzt super anhänglich bei mir: Er kommt zum Schmusen (hat er sonst nie gemacht!!!), krabbelt hinter mir her, will auf meinen Arm ... auf der einen Seite erfüllt es ja mein Mutterherz mit Freude (endlich auch mal ich!!), auf der anderen Seite tut es mir in der Seele weh, wenn ich arbeiten gehen muss: Mein Mann muss ihn dann immer ablenken, damit er nicht so mitbekommt, wenn ich gehe bzw. damit es ihm nicht so schwer fällt. Wenn ich dann nach Hause komme, ist mein Mann sofort abgeschrieben und ich komme noch nicht mal dazu, mir die Schuhe auszuziehen.
Kann mein Sohn das richtig einschätzen oder hat er dauernd das Gefühl "Mami verlässt mich"? Wie geht ihr damit um?
Sorry, ist etwas lang geworden, würde mich trotzdem über Antworten freuen.
Liebe Grüße
Tina

 
4 Antworten:

Re: an mami hängen - sorry, lang.

Antwort von paulita am 11.05.2006, 9:54 Uhr

liebe tina

ich kenne das!! und ich kann deine sorge und deinen "herzschmerz" gut nachvollziehen. aber erstmal ist es wichtig, dass du nicht sämtliche reaktionen und gefühle deines sohnes mit deinem job in verbindung bringst. das passiert uns berufstätigen müttern allzu leicht....doch wir sollten uns immer und immer wieder klar machen, dass auch die kinder von vollzeit-müttern sehr klettige, mamafixierte phasen haben. das hat auch was mit alter, entwicklung, allem möglichen zu tun.
es kann schon sein, dass dein sohn das gefühl hat "mami verlässt mich". das haben alle kids mal. umso wichtiger ist, dass ihr mit viel verständnis für seine ängste und trauer, aber auch mit klarer souveränität dein weggehen 'durchzieht'. denn nur so kann er lernen, dass du eben immer wieder kommst, dass die welt nicht untergeht, weil du weggehst usw. für deinen sohn - in dem alter - ist das etwas, was er überhaupt erst lernen muss und jetzt auch erst lernen kann. vorher hatte er noch keinerlei zeitvorstellungen im sinne von "später" als unterschieden von "jetzt". also: lass dich nicht anstecken von seiner verzweiflung, sondern gib ihm die sicherheit, dass du IMMER wieder kommst. und steht(t) dazu, dass du weggehst. ich halte nichts von wegschleichen und so tun, als ob nichts wäre. es ist zwar härter, aber letztendlich für alle ehrlicher + vertrauensvoller, wenn er mitkriegt, dass du weggehst und sich von dir auch verabschieden kannst. sonst bist du auf einmal weg und er kriegt wirklich das gefühl, es kann jederzeit passieren, dass du verschwindest - das kann zu misstrauen und angst führen. wir haben jedenfalls mit deutlichen abschieden und kleinen abschiedsritualen sehr gute erfahrungen gemacht.

hoffe, ich konnte dir helfen. und denk dran: es kommen auch wieder ganz andere phasen!! :-)
lg
paula

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@paula

Antwort von tina am 11.05.2006, 10:34 Uhr

hi paula,
vielen Dank für deine Antwort. Wenn es passt, dann haben wir auch Verabschiedungs- bzw. Begrüßungsrituale: z. B. in der Mittagspause (habe das Glück nicht weit von der Firma zu wohnen) bis zur Haustür bringen oder vom Fenster runter winken, bis Mami nicht mehr zu sehen ist. Dto. wenn ich nach Hause komme, dann rufe ich an, wenn ich los gehe und dann stehen Omi oder Papa mit dem Kleinen am Fenster und schauen, wann ich komme. Er freut sich dann auch immer so wahnsinnig, da zappelt der ganze kleine Kerl. :-9
Werde die Zeit einfach versuchen zu genießen, ist nur so ungewohnt, dass er so "unglücklich" wird. Aber du hast Recht, ablenken nach der Verabschiedung ist vielleicht für den Lerneffekt wirklich besser als rausschleichen.
Vielen Dank nochmals und schönen Tag noch.
Tina

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Re: @paula

Antwort von Mistinguette am 11.05.2006, 15:22 Uhr

Bei mir gab es eine Zeitlang Boycott seitens meiner Tochter, jedes Mal dass ich mal auf Reise über einige Tagen gewesen war. Ich habe es nicht kommentiert, sondern akzeptiert.
Heute ist es gar kein Problem mehr, wir haben ein Buch über einer Mama die immer wieder geschäftlich verreist und ich bringe immer eine Kleinigkeit zurück: ein Büchlein oder die Schokogrüße vom Hotel oder was auch immer.

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@mistinguette

Antwort von paulita am 11.05.2006, 18:20 Uhr

das "bestrafen" kenne ich - allerdings von meiner cousine mit ihrer mutter, nicht von meinem sohn. ist sehr bitter. oder? das muss sich ja mies anfühlen. aber ich finde super, dass du das akzeptieren konntest.

mitbringen "muss" ich auch immer irgendwas. und das jede woche, da ich ja die halbe woche wegpendle!! aber es geht um die geste, nicht um das objekt. deshalb reicht auch mal kaugummi, eine schokolade, ein besonderes getränk (blau ist schwer in!! igitt), ein zeitschrift mit interessanten fotos usw. es ist irre zu sehen, wie sehr sich mein sohn über diese geste freut!

lg
paula

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