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Geschrieben von desireekk am 14.01.2013, 10:36 Uhr

Was kann ich dem Papa *zumuten? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Hallo zusammen,

ich schreibe ja eher selten, im Großen und Ganzen läuft es bei mir ja einigermaßen, aber jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich mal bitte Euren Input brauche…

Situation:
Die beiden Buben (aktuell 11und 12) leben bei mir, Papa wohnt 5 km weiter in einem 1-Zimmer Haus, 50 qm. Eigentlich ist das nur ein Ferienhaus/Zweitwohnsitz, aber er will sich keine andere „vernünftige“ Wohnung suchen.
Er hat immer wieder Depressionen, mal besser, mal schlechter, äußert sich meistens in verbaler Aggressivität/Gefühlskälte.
Die Buben sind beide eher der lebhafte Typ, zudem mit ADHS bzw. der andere ADS ausgestattet. Sind also in der medikamentenfreien Zeit des Tages sicher etwas „kernig“ und nicht unbedingt einfach.

Die Trennung ist jetzt gut 1,5 Jahre her, räumliche Trennung erst ein gutes Jahr.
Ich hatte lange zu kämpfen, bis der Papa (endlich) erkannt hat, dass ein klarer, verlässlicher und regelmäßiger Umgang den Kindern die Sicherheit, Übersicht und Stabilität gibt, die sie brauchen.
Das klappt jetzt so in der Form ca. ein halbes Jahr.
Fr-So beim Papa alle 14 Tage. In den ferien auch mal ein paar Tage am Stück
Eigentlich war geplant, dass jedes Kind alle 14 Tage alleine zum Papa kann damit beide Eltern mal ein Kind für einen Abend mit „Quality-Time“ haben
Obwohl ich beruflich öfter mal auch über‘s Wochenende weg bin/muss, kann ich es meistens so legen, dass wir keine Wochenenden tauschen müssen, einfach, weil ich merke dass das rumschieben der Termine die Kinder stresst.

So und nun: der Papa scheint mal wieder eine Depri-Phase zu haben und die Buben waren am Wochenende bei ihm. Es gab wohl einigen Hick-hack und der Große kam sehr (seelisch) verletzt nach Hause (der Kleine versucht aktuell alles um dem Papa zu gefallen ist also für den Papa unauffällig).

Jetzt schlägt der Papa im Nachgang vor (und hat wohl die Kinder schon geimpft), dass jedes Kind einzeln zu ihm kommt.
Wochenende 1: Kind B bei ihm, Kind L bei mir
Wochenende 2. Kind L bei ihm, Kind B bei mir,
Wochenende 3: Beide Kinder bei mir
Wochenende 4 = Wochenende 1, etc….

Ganz ehrlich? Ich finde das nicht gut, bisher konnten die Kinder schnell, digital und damit instinktiv erfassen, wo sie das kommende Wochenende sind (nämlich da, wo sie das letzte NICHT waren). Jetzt werden sie einen Kalender brauchen, um eine Vorstellung zu haben wer wo wann ist.
Das finde ich einfach nicht gut.

Ich weiß schon, zwingen kann ich ihn zu gar nichts. Aber mit geht es darum, mal meine Anspruchshaltung abzugleichen.

Frage also: Wer lebt sowas? WIE lebt sich sowas?
Sonstiger Input?

Danke für alle Ideen

Désirée

P. S. Und ja, zu einem gewissen Teil bedeutet das auch, dass ich kein einziges „freies“ Wochenende mehr habe.
Das ist für meine aktuelle Beziehung quasi nicht machbar, da sie weit weg von meiner Heimatstadt stattfindet (eh nur alle paar Wochen wg. der Kindersituation auf beiden Seiten).

 
9 Antworten:

Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von palimpalim am 14.01.2013, 11:01 Uhr

Ich halte davon gar nix...depression hin oder her, du wirst auch nicht gefragt, wenn es dir mal nicht gut geht etc pp. wie es für dich, 14 Tage am Stück, mit zwei kernigen Kindern ist.

Lass dich nicht unterkriegen und lass dich auf keinen fall auf so eine "Lösung" seinerseits ein!!!

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von sophieno am 14.01.2013, 11:12 Uhr

Der Kv hat ein Problem beim Umgang mit seinen Söhnen. Die Verantwortung versucht er nun auf dich abzuwälzen, sehr bequem. Seine Erkrankung würde ich als Entschuldigung nicht gelten lassen. ER muss Lösungen finden, z. B. indem er eine Erziehungsberatung aufsucht und sich Rat sucht, wie er mit den beiden klar kommt. Jedenfalls nicht, indem er die Verantwortung dir zuschiebt. Offenbar kann man ja - wie du - mit den Jungs zusammenleben, machst du doch auch. Nein, ich würde mich nicht darauf einlassen.
Lg sophieno

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.01.2013, 11:21 Uhr

Mir fallen dazu zwei Dinge ein.

1. Gerade für "strukturbedürftige" Kinder finde ich diese Lösung auch nicht wirklich klasse. KindKlein hat seit ein paar Monaten einen 14tägigen Termin, der jetzt wegen den Weihnachtsferien noch total "verwuschelt" wurde, und das findet er sehr anstrengend. Ich dachte zuerst, dass er alt genug sein müsste, auch so lange Zeitabstände planen zu können. Interessanterweise macht das Alter es aber schwerer. Er fängt gerade an, seine Freizeit mit Freunden und Verabredungen selbstständiger zu planen - und um da selber Verantwortung zu übernehmen, muss die Struktur derzeit eher klarer und überschaubarer sein als zu Zeiten, in denen er im Grunde immer nur dahin gezüppelt ist, wo ich ihn hingeschickt habe. Und Deine sind ja ähnlich im Alter, also kann ich mir vorstellen, dass ähnliche Entwicklungen anstehen oder im Gange sind.

2. Auch wenn das pädagogisch fragwürdig ist: Es ist hilfreich, wenn ein Kind nicht tagelang alleine ist mit einem psychisch belasteten Elternteil. Zu zweit ist das leichter. Been there.....

Achte auf die Kinder. Ich sehe gerade im Freundeskreis ein Kind, das die Depressionen des Vaters "trägt", weil der Vater sie nicht tragen kann/will. Da kommt vieles hoch.

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von Aprilscherz2000 am 14.01.2013, 12:00 Uhr

Das 4.Wochenende sollten dann Beide beim Papa sein, damit wäre es dann auch gerecht.Ob es besser ist, weiß ich nicht.Kenn keinen der es so macht.Hört sich (nach der Umstellung vom 4.WE) eigentlich nicht schlecht an.Wäre vieleicht ein Versuch wert.

LG Chrissie

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von Pamo am 14.01.2013, 12:49 Uhr

Ich finde, es ist dem Vater zuzumuten seine Kinder jedes zweite Wochenende zu nehmen. Genauso wie es dir zuzumuten ist - im umgekehrten Fall kommt er doch auch nicht und nimmt sie dir ab wenn du "depressiv" bist? Eltern sind eben Eltern, in guten wie in schlechten Zeiten.

Es ist eine andere Frage was den Kindern zuzumuten ist.

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von shortie am 14.01.2013, 12:53 Uhr

Keine Erfahrung mit Plan noch mit ´ohne Plan´.
Es gab in den letzten Wochen des letzten Jahres so was ähnliches bei uns, aber nur bis Mitte Dezember. Seitdem nichts mehr, und richtig funktioniert hatte es nicht.
Der KV möchte am liebsten nur nach seiner Laune (das gestehe ich ihm zu, denn wenn er nicht will, holt er die Kinder eh nicht) und am liebsten nur die, die "brav" sind, zum Umgang haben.
Dazu habe ich aber keine positive Einstellung.

Meine Kinder sind nicht kernig.
Sie werden sehr kicherig und albern, wenn es um irgendwelche Themen mit Bezug auf den KV geht. Ihre Art, damit umzugehen. Sie überspielen damit auch negative Erlebnisse!

Ich versuche, dass immer alle zusammen hingehen, damit alle die gleiche Menge von ihm haben an Zeit, und außerdem können sie sich gegenseitig auffangen, wenn es mal wieder nicht so besonders toll dort ist, weil der KV permanent anderweitig beschäftigt ist.
Sein Grund ist keine Krankheit, aber seit Geburt von Kind eins ist es stets mit gaaaanz wichtigen anderen Dingen noch kurz beschäftigt und lehnt daher die Betreuung der Kinder ab. In den letzten Jahren ist es eine Fortbildung.

Sich auf den Umgang einstellen können meine auch nicht, wann sie bei welchem Elternteil sind. Bzw. wissen sie, dass sie ganz sicher bei mir sind, wenn wir Termine haben. Ob der KV sie wirklich holt, selbst wenn er es ankündigt, weiß niemand.

Inzwischen sehen sie, dass er es einfach nicht regelt/regeln kann. Doch seine Worte zwischenzeitlich sind stets sehr süß und er lullt sie immer wieder ein Stück ein.

Manche Menschen schaffen es eben, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Und andere nehmen sie wahr.

Das einzige, auf was ich mich/wir uns verlassen, sind wir! Mit dem KV rechnen wir in keinster Weise.

Hilfe ist es nicht für dich, nur ein Erfahrungsbericht.

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von Milia80 am 14.01.2013, 19:32 Uhr

ich finde es nciht verkehrt wenn beide zusammen gehen und würde es so beibehalten

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von Ikmam am 15.01.2013, 10:27 Uhr

Wir haben inzwischen einige Versuche durch mit "alle Kids", "nur 2", "nur 1", "nur die, die wollen" .....

Ganz ehrlich: Es war SCHROTT für alle Beteiligten. Gut, bei mir sind es vier. Aber wirklich: So einigermaßen Ruhe ist drin, seit ich ganz knallhart darauf bestehe, dass er entweder ALLE oder keines mitnimmt. Klar war die sogenante "Qualitytime" - die bei uns immer nur den Daddy betraf, denn 3 hatte er nie, so dass nur eins bei mir gewesen wäre - mit Papa sehr wertvoll. ABER: Ich hatte nie soviel Hickhack in der Zeit dazwischen wie zu der Zeit, als wir das versucht haben. Erst seit wirklich alle gemeinsam entweder hier oder dort sind, kommen sie zur Ruhe. Es kracht an den Papa-Wochenenden öfter mal - wie hier zuhause natürlich auch - in dem Sinne, dass sie sich in die Wolle bekommen. Aber die ewigen vergleichenden Sticheleien von "mit MIR hat er aber...." fallen weg und sie sind gezwungen, ihre Kompromisse in der Wochenendplanung alle gemeinsam zu erarbeiten. Und das tut nach meiner Beobachtung allen bislang am Besten. Eine Optimallösung habe ich allerdings auch noch nicht gefunden, jede hat ihre Macken...

VG!

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Re: Was kann ich dem Papa *zumuten"? Helft mir bitte mal denken/fühlen...

Antwort von desireekk am 16.01.2013, 9:08 Uhr

Danke erst mal soweit an alle.

Ich scheine also nicht ganz so weit mit meiner Vorstellung/Forderung weg zu sein, dass beide zuzumuten sind.

Der Herr papa zieht sich halt gerne aus allem anstrengenden heraus. Vermutlich habe ich ihm das in unserer langen beziheung auch zugestanden, weil MIR diese Art von "Stress" nicht wirklich was ausmacht, solange ich verstehe wo es herkommt... und das tue ich bei meinen Kindern.

Nun denn, jetzt muß er ran, und das schmeckt ihm natürlich nicht. Bzw. er hätte es halt gerne einfacher.

Ich habe ihm vorgschlagen, dass er sich Hilfe holt z. B. bei einer Beratungsstelle....hui... die Antwort hättet Ihr mal lesen sollen .-)

Viele Grüße

Désirée

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