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Geschrieben von lucile am 10.05.2004, 9:17 Uhr

Was ein Ex auf einem Klassentreffen anrichten kann *grübel*

Moin Ihr

Eigentlich sollte dieser Tag ja dem fröhlichen und anhaltenden Erinnerungen ausgraben gewidmet sein. War er ja zuerst auch. Immerhin 20 Jahre, die zwischen damals und heute liegen *bg*.

Nur, dann zogen wir von der Schule in eine Kneipe weiter. Und wer sass da? Klar, wie kanns auch anders sein. Mein werter Ex. Da er mich geflissentlich übersehen wollte und das auch tat. Habe ihm gernde den Gefallen getan und das Tete a tete mit einer jungen, durchaus nett anzusehenden Blondine, nicht gestört *smile*. Solls ihm gut gehen, ich wünsche es ihm ja.

Kaum aber im Nebensaal angekommen, ging es los. Ich habe mir gut 2 Stunden anhören dürfen, was für eine böse böse Exe ich doch bin. Nicht, dass Partei ergriffen worden wäre. Der Wunsch Klarheit zu bekommen, war offensichtlich ziemlich gross. "Es gibt immer 2 Seiten" gabs des öfteren zu hören.

Nun frage ich mich. Muss ich mich denn von ihm derart in die Öffentlichkeit zerren lassen?

Einige Dinge habe ich schliesslich klargestellt und andere dem Privatleben zugeordnet. Es nervt. Der Typ hat sich eine derartige Traumwelt zurecht gelegt.
"Ich würde ihn die Kinder nicht sehen lassen". "Ich wäre so rachsüchtig". "Ich bin natürlich Schuld am Scheitern unserer Ehe". Und er ist das ärmste Schw.. ähm Dings auf der Welt.

Er geht mir schon seit Jahren sowas von am Hintern vorbei. Und ich hätte viele Jahre alles gegeben um den Kids einen normalen Elternumgang zu geben.

Als aber nun über ein paar Nachfragen rauskam, was er für ein Lügenbild um sich herum aufbaut (nicht das oben beschriebene übliche Gebrabbel, weitaus weittragendere, teils mehr als illegale Dinge, die sich mir da zusammen puzzelten), frage ich mich umsomehr. Habe ich überhaupt eine Verpflichtung mir für ihn und sein Vater-kind-Verhältnis Gedanken zu machen? Ihn juckts doch nicht die Bohne.

Vom neu zu startenden vereinbarten Umgang ist nicht mehr die Rede, seit er 2 Tage vor Termin achsoplötzlich abreisen musste, weil sein Vater überfallen(???) wurde.

An diesem Abend kam raus, dass er seit Jahren die Behörden an der Nase rumführt und Gelder einstreicht, dass einem das grosse K... kommen könnte.
Derweil flattern mir die Anwaltsschreiben alle paar Jahre ins Haus, in denen er darauf verweist, dass er ja derart grossmütig einen Bruchteil des Unterhalts zahlt, obwohl es seine finanziellen Mittel sowas von übersteigt.
Nebenbei liegt er auf der Tasche der Steuerzahler und verdient sich seine Brötchen sonstwo. Die Adressen, die das Jugendamt herausfand stimmen genausowenig wie die Adresse, die sein Anwalt angibt.

Und der Typ sagt mir letzten Dezember noch allen Ernstes "ich müsse ihm vertrauen". Mir wird schlecht.
Ich soll ihm Kinder mtigeben, zu denen er über 2 Jahre den Kontakt abgebrochen hat. Der Kleine weiss überhaupt nicht mehr, wer dieser Mensch ist. Ausser, dass er den Namen "Papa" haben soll.

Gott Gütiger muss ich ein schlechter Mensch sein, dass mein liebenswerter Exgemahl ein solches Geheimnis um seine Existenz bauen muss.

Sagt mal im Ernst. Nach Drohungen. Nach Entführungsabsicht. Nach Ausschreitungen während der Trennung. Nach jahrelangem Gedönse, um wenigsten Vorschuss beim Jugendamt beziehen zu können.
Wieviel Bereitschaft wäre bei Euch noch vorhanden selbst! - um der Kinder Willen - einen Schritt auf den Vater der Kinder zuzugehen, der nichts im Sinn hat, als alles um sich herum zu belügen und seine Existenz im grauen Nebel des "nicht fassbaren" zu belassen.

Ich meine, würde ich ihm die Kinder mitgeben, wüsste ich Morgen nicht wo sie sind. Bei all den Erfahrungen und dem vielen Schulterzucken seitens Behörden und Exekutiven, sind die Kinder seinem grossen Geiste ausgesetzt. Ich hätte keinerlei Möglichkeiten einzuschreiten.

Bin ich eigentlich bekloppt, dass ich mir periodisch noch immer einen Kopf darüber mache, dass er sich ja vielleicht doch dahingehend geändert haben könnte, dass ihm die Kinder endlich wirklich mal was Wert (zumindest Ehrlichkeit in Bezug auf "das bin ich", "da wohne ich" und "so möchte ich den Kindern ein Leben mit uns Trennungseltern gestalten") sein könnten?

Unfassbar. Und das Schlimmste ist. Manchmal kommen Fragen der Kinder. Und ich weiss wirklich nicht was dazu sagen. Ich kann ihnen nicht sagen, dass ihr Vater das gr... Ar... auf dieser Welt ist, der nur seine eigenen Egozentrik im Kopf hat.
Es geht ihm nur um das Bild, dass er um sich herum zeichnen kann. Ob nun indirekt oder direkt. Sie sind immer die , die seine Zoten ausbaden dürfen.

Am Ende aber sitzt er mit Leidensmiene beim Jugendamt "ich bin doch der Ärmste" *schnaub*.

... Luft gemacht :-) und *erleichtert bin*.
Ich gehe nun wieder zum Alltag über und weiss noch imemr nicht wie am Ende reagieren.

Was sage ich, wenn mich meine Kinder fragen, warum der Papa nicht zu ihnen kommt. Er würde sie ja holen. Aber nur, wenn ich zulasse, dass ich sie ins Luftleere mit ihm mitgebe. Weil ich dann niemals wüsste, wo er mit ihnen hingeht, geschweige denn wo er denn nun wirklich wohnt.
Was sage ich Kindern in einem solchen Fall? Klar, Kinder, ihr könntet mit ihm mit. Wenn er nur endlich mal aufhören würde ein solches Geheimnis um seine Existenz zu weben? Nich wirklich, oder?

Ich bin sauer. Ich denke, er spielt sein Spiel auch so mit ihnen. Ihm ist es gar nicht darum sein Leben zugusnten von Kindern umzustellen. Auf diese Weise - und weil er weiss, dass ich ihn gegenüber den Kindern nicht oute - hält er sich immer das Türchen offen, ihnen später einmal die Story des armen armen Vaters erzählen zu können *würg*.

Das haben sie wirklich nicht verdient :-(((((((.

Ich schicke das nun ohne gegenlesen ab. Und bin gespannt was ich an Reflektion zurückbekomme.

Lucile

 
4 Antworten:

Re: Was ein Ex auf einem Klassentreffen anrichten kann *grübel*

Antwort von tde-2 am 10.05.2004, 9:40 Uhr

Hi,
also, ich würde ihm die Kidner nicht mitgeben. Ich hätte niemals ein gutes Gefühl dabei.

Ich denke er muss erstmal mit offenen Karten spielen, Vertrauen aufbauen und dann kann man sehen.

Solange er in seiner Halbwelt lebt, die sich für mich doch ziemlich illegal anhört, würde ich mich auf nichts einlassen, besonders nicht, wenn er schon damit gedroht hat, die Kidner zu entführen.

Was das Klassentreffen angeht, na gut, ich denke die Leute, die Dir wichtig sin, wisen die Wahrheit und der Rest ist eh unwichtig, obwohl ich schon
den Hammer finde so zu lügen.

Wie alt sind die Kinder ?
Wenn sie schon älter sind, dann würde ich ihnen die Wahrheit, ein bisschen verschönt, sagen.

Das du nicht weisst, wo Papa wohnt
und er deshalb eben nicht kommen kann, da er sie seit 2 Jahren nicht gesehen hat, werden sie wohl kaum gross nachfragen.

Ich weiss, das hift alles wenig, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

tde

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Re: Was ein Ex auf einem Klassentreffen anrichten kann *grübel*

Antwort von Wilke am 10.05.2004, 10:01 Uhr

Kann mich meiner Vorgängerin nur anschließen.

Kinder mitgeben ins nirgendwo? NO!!!
Die Kinder werden das verstehen und er irgendwann die Quittung für sein tun von Ihnen bekommen.

Zu den Lügen sei gesagt:
Deine Freunde wissen wie es war, der Rest ist egal.
Bin da auch schon durch.
Meine Freunde haben mitbekommen wie sehr er sich um ein fremdes Kind kümmert aber nicht um sein eigenes.
Und halt Dir vor Augen, jedes Lügengebäude bricht mal zusammen wie ein Kartenhaus.

LG
Diana

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Re: Was ein Ex auf einem Klassentreffen anrichten kann *grübel*

Antwort von lucile am 10.05.2004, 10:06 Uhr

Hi tde

Danke erstmal :-).
Es ist derzeit eben Thema. Im Dezember hatte ich ein Gespräch, weil seinem Bruder einfiel, dass er (der Bruder) gerade mal da ist und die Kinder abholen möchte.

Ich hatte erst auf ein Gespräch auf neutralem Boden bestanden und - weil herauskam, dass der Bruder stellvertretend für den Kindervater sprach - auf ein Gespräch beim Jugendamt bestanden. Das auch aus gutem Grund. Schliesslich waren alle Gepsräche unter "4 Augen", die zuvor geführt worden sind, stets nicht wahr oder niemals gesagt.

Beim Jugendamt wurde besagter Umgang vereinbart. Er musste schlucken, dass die Kids nicht nur mitzunehmen sind, sondern dass er mir etwas entgegen kommen muss, indem z.B. Klarheit in Bezug auf Wohnung geschaffen wird.
Ich fing also an die Kids darauf vorzubereiten, dass der Papa kommt. Besagte 2 Tage davor, gings dann widerum nicht (s.o. Überfall).

Für mich heisst das, dass die Kinder hier nur benutzt werden, damit er weiterhin bei Freunden und seiner Familie ein heiles Bild zeichnen kann.
Glaubst Du, dass der Vater überfallen wurde? Ich finde das hahnebüchend. Zudem die Info per SMS: Ich hatte mich ja so gefreut und melde mcih sobald ich zurück bin. Das war das letzte Lebenszeichen vor meinem Klassentreffen und liegt auch schon Monate zurück.

Der Typ ist gestört. Warum auch immer. Ich hatte damals die leise Vermutung es könne Borderline im Spiel sein. Und trotzdem möchte ich gerne daran glauben, dass es "nur eine vorübergehende Zote" sein könnte und er irgendwann wieder in der Realität landet.

Solche Erlebnisse, wie die jetzt am Wochenende machen mir zu schaffen. Denn, ist er wirklich Borderliner, ist das a) ein Grund ihn nicht verurteilen zu können (aber wie schütze ich die Kinder, bzw. ermögliche ihnen vernünftigen Umgang mit einer in dieser Weise gestörten Persönlichkeit) und b) würde für einen Aufbau eines Umgangs seinerseits die Erkenntnis eiens Problems dazu gehören.

Derweil helfe ich mir aus, indem ich an irgendwelche Sperenzchen glauben mag und hoffe, dass sich etwas Hirnmasse einschleicht.

Nur, alle paar Monate, Jahre wieder, kommt die Erkenntnis, dass sich nicht wirklcih was einschleicht.

Die Kids sind jetzt 5 und 8. Die Trennung war vor 4 Jahren. Der Kleine weiss nicht wer er ist und die Grosse hat endlich einen Weg gefunden mit der Siutation umzugehen, wie sie ist.
Und ganz klar, kommen die Gespräche immer mal wieder hoch. Könnte ich ihnen sagen, dass der Papa krank ist, wäre das für sie fassbar. Kann ich aber nicht. Ich müsste ihn vor Psychologen zerren lassen. Abgesehen davon, dass das widerum relativ schwer ist, wage ich keine Prognosen abzugeben, welches Theater und austicken das mit sich ziehen würde.

Puuuh. manchmal mag ich nicht mehr. Manchmal wünsche ich mir einfach nur eine "heile Welt". Is nich *schiefgrins*

Danke Dir
Lucile

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Re: Was ein Ex auf einem Klassentreffen anrichten kann *grübel*

Antwort von Rob am 11.05.2004, 18:06 Uhr

Hallo Lucile,
meine Meinung dazu: Umgang ja. Aber nur wenn die tatsächliche Adresse des Vaters bekannt ist. Nach der langen Zeit die ersten 1-2 mal treffen auf neutralem Boden, später dann mehrmals ganztägig, noch später mit Übernachtung. Aber wie gesagt, da muss er mit dem Versteck spielen aufhören. Dass ist normalerweise etwas für kleine Kinder...
Gruß, Rob

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