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Geschrieben von DorisL am 27.01.2004, 9:35 Uhr

Was bringt den Kindern eigentlich der Kontakt zum Vater?

Hallo,

ja ich gebe es zu, die Frage ist sehr provokativ gestellt ;-).

Allerdings habe ich selber die Erfahrung gemacht, dass meine Kinder wunderbar ohne ihren Vater zurechtkommen. Wir haben unseren eigenen Rythmus, unternehmen und kuscheln sehr viel zusammen. Ich behaupte sogar, meinen Kindern geht es besser, seitdem ihr Vater ausgezogen ist. Zumindest scheinen sie nicht unglücklich oder traurig zu sein.

Jedes zweite Wochenende sind sie bei ihrem Vater. Schon 1-2 Tage davor, wird meine älteste Tochter (4,5 Jahre) entweder ganz traurig oder extrem zickig. Sie will partout nicht zu ihrem Vater und letztes mal mussten wir ein brüllendes, schreiendes Kind ins Auto verfrachten. Meine andere Tochter ist da unkomplizierter, was zum Teil charakterbedingt ist und zum Teil aber auch an ihrem Alter liegt (2,5 Jahre).

Das Wochenende bei ihrem Vater genießen die Mädels eigentlich schon, obwohl sie regelmäßig nach mir fragen.

Am Sonntag Nachmittag bekomme ich dann zwei überdrehte, verstörte Kinder wieder, die beide weinen, sobald ich alleine auf Toilette gehen will. Der Kindergarten am Montag ist sowieso gestrichen, weil sie mir ununterbrochen am Bein kleben.

Nun stellt sich mir also tatsächlich die Frage, WAS den Kindern der Kontakt zum Vater bringt. Er parkt sie am Wochenende vor dem Fernseher und stellt sie mit Süssigkeiten ruhig.

Ich selber habe den Kontakt zum Vater immer unterstützt und seit der Trennung streiten wir uns kaum noch. Unser Verhältniss ist eigentlich sehr entspannt und wir können über fast alles gemeinsam reden.

Auch mit den Wochenenden beim Vater habe ich überhaupt kein Problem - im Gegenteil - ich genieße die Auszeit :-).

In meinem Bekanntenkreis musste ich feststellen, dass alle Mütter die gleiche Erfahrung gemacht haben. Unter der Woche läuft alles prima, kaum waren die Kinder beim Vater sind sie völlig von der Rolle.

Damit will ich keinenfalls sagen, dass die Väter "schuld" daran sind, es ist vielmehr die Situation, die den Kindern Probleme bereitet. Meine Mädels wären am Sonntag auch von der Rolle, wenn mein Mann den ganzen Tag mit ihnen etwas unternehmen würde, das ist mir schon klar.

Aber ich frage mich trotzdem, ob die Kinder vom Kontakt mit ihrem Vater wirklich profitieren *grübel*. Die Trennung ist bei uns nur 2 Monate her, daher braucht es vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit.

Bin auf jeden Fall auf eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema gespannt.

Liebe Grüße,

Doris

 
55 Antworten:

Nachtrag

Antwort von DorisL am 27.01.2004, 9:37 Uhr

meine Mädels bleiben übrigens problemlos eine Woche lang bei meinen Eltern. Sie sind also eigentlich recht selbstständig und unabhängig für ihr Alter.

Liebe Grüße,

Doris

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Re: Nachtrag

Antwort von Hamunaptra am 27.01.2004, 10:18 Uhr

Hi,

kann Dich gut verstehen. Bei mir ist der Fall leider anders, der Papa will den 4 Monate alten Wurm gar nicht sehen und haben und kümmert sich auch nicht. Als ich ihm allerdings den Vorschlag gemacht habe, daß er ja dann komplett auf seine Vaterpflichten verzichten kann, ich ihn praktisch freispreche davon (weil ich dachte, ich tu ihm damit echt n Gefallen) war der Turm unten !!!

Ganz blöde Frage: Gut behandeln tut er die Kinder aber schon??? Also, denen passiert da nix? Wenn sie tatsächlich immer so verstört nach Hause kommen... Und wenn Du mal ein WE unter Aufsicht einlegst? Damit Du oder wer Anders mal sehen kann, was da los ist? Ich meine, das ist doch ihr Papa, da muß man doch nicht brüllend zurück kommen...

LG
Sue

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Re: Was bringt den Kindern eigentlich der Kontakt zum Vater?

Antwort von matiz am 27.01.2004, 10:33 Uhr

Hallo Doris,

als erst mal möchte ich Dir sagen: ich würde meine Tochter nie und nimmer brüllend und schreiend ins Auto packen, wenn sie vom Papa abgeholt wird!
Wir hatten das Problem auch schon mal, sie wollte einfach nicht einsteigen, und nicht mitfahren.
Da hab ich gesagt, er soll halt noch einkaufen fahren, und dann in ca. einer halben Stunde wiederkommen.
Hat er dann auch gemacht, und dann war es kein Problem, sie ist eingestiegen und hat mir gewunken.

Ich hätte Angst, daß Deine Tochter beim nächsten Mal wieder dasselbe Theater macht, und künftig überhaupt nicht mehr mitfahren will ...

Woher weißt Du, das sie am WE vor dem Fernseher geparkt werden und mit Süssigkeiten ruhig gestellt werden?

Deine Tochter ist doch schon 4,5 Jahre alt, da kann sie Dir doch bestimmt schon erzählen, was sie mit Papa am WE gemacht hat, oder?

Meine kann das schon, sie ist jetzt knapp 4 J., und es ist teilweise ganz interessant, welche Sachen man da erfährt ;-)

LG, matiz

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Re: Nachtrag

Antwort von max am 27.01.2004, 10:37 Uhr

Lisa ist auch 4,5 und Papa wohnt seit 1/2 Jahr woanders (wir sind auch umgezogen). Noch dazu hat sie im Kiga begonnen.
Sie hat das alles erstaunlich gut verkraftet, finde ich.
Und sie ist keineswegs verstört wenn Papa am WE bei uns ist oder sie bei ihm schläft. Am Anfang wollte sie sogar unbedingt bei ihm übernachten.

Wir unternehmen aber viel zu Dritt und verstehen uns auch gut.

WIeso will deine Tochter nicht zum Papa? Ich würde das mal hinterfragen, ist sicher nicht normal bzw. bei allen Kindern ohne Grund einfach so.

lg max

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brauchen kinder mütter?

Antwort von nightingale am 27.01.2004, 10:48 Uhr

moin,

>ja ich gebe es zu, die Frage ist sehr provokativ gestellt ;-).

yup

deshalb werde ich sie auch bemühen, sie nicht gleichermassen provokativ zu beantworten;-)

>Allerdings habe ich selber die Erfahrung gemacht, dass meine Kinder wunderbar ohne ihren Vater zurechtkommen. Wir haben unseren eigenen Rythmus, unternehmen und kuscheln sehr viel zusammen. Ich behaupte sogar, meinen Kindern geht es besser, seitdem ihr Vater ausgezogen ist. Zumindest scheinen sie nicht unglücklich oder traurig zu sein.

setze vater, streiche mutter, dann kann ich das genauso schreiben. ich betreue kind derzeit übrigens "nur" 1/3 vom jahr.

> ...sind sie bei ihrem Vater. Schon 1-2 Tage davor, wird meine älteste Tochter (4,5 Jahre) entweder ganz traurig oder extrem zickig ... Am Sonntag Nachmittag bekomme ich dann zwei überdrehte, verstörte Kinder wieder, die beide weinen, sobald ich alleine auf Toilette gehen will. Der Kindergarten am Montag ist sowieso gestrichen, weil sie mir ununterbrochen am Bein kleben.


mit einem anderen zeitrhytmus stand so ziemlich genau dieses in der ersten antragsschrift der zum meinem kind gehörigen mutter. im nachhinnein glaube ich mittlerweile sogar, dass die empfindung dortens tatsächlich so war, und nicht nur taktik. allerdings wage ich zu bezweifeln, dass die ursache dieser empfindung weniger am häufigen und regelmässigen kontakt zu mir, sondern eher an einer mischung aus der damalig erhöhten sensibilisierung der mutter im hinblick auf derartige regungen bei kind (weil man allerorten liest, dass kind so reagieren "muss"), der aufs kind übertragenen vorbehalte gegenüber mir und allgemeiner stressbelastung von kind durch trennung resultierte. ein bisschen was von selbsterfüllte prophezeiung also.

wir hatten in der ersten zeit kurz eine halbe/halbe und anschliessend eine mo-do/fr-so-regelung, also ziemlich gleichverteilt. ähnliche regungen konnte ich nie feststellen, wobei vielleicht half, dass ich im gewohnten umfeld verblieben war und damals wie heute ein imho wesentlich entspannteres empfinden, zumindest was elternschaft angeht, an den tag lege.

>Das Wochenende bei ihrem Vater genießen die Mädels eigentlich schon, obwohl sie regelmäßig nach mir fragen.

>Unser Verhältniss ist eigentlich sehr entspannt und wir können über fast alles gemeinsam reden.

>Damit will ich keinenfalls sagen, dass die Väter "schuld" daran sind, es ist vielmehr die Situation, die den Kindern Probleme bereitet. Meine Mädels wären am Sonntag auch von der Rolle, wenn mein Mann den ganzen Tag mit ihnen etwas unternehmen würde, das ist mir schon klar.

>Die Trennung ist bei uns nur 2 Monate her, daher braucht es vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit.



also, so what...

du gibst dir die antworten doch selber.

>In meinem Bekanntenkreis musste ich feststellen, dass alle Mütter die gleiche Erfahrung gemacht haben. Unter der Woche läuft alles prima, kaum waren die Kinder beim Vater sind sie völlig von der Rolle.

*g*
frauensolidarität...
ähnliches geraune gibt's in väterkreisen über ex-frauen auch:-)

da reden menschen über menschen mit denen sie in der regel wenig oder nix mehr zu tun haben wollen und denen man die "schuld" prima zuschieben kann...

wenn's denn hakt ist es weniger der andere mensch, sondern eher eine vertrackte gesamtsituation. die tränen, die du kindern jetzt vielleicht kurzfristig über einen kontaktabbruch spren könntest, gibts idr dann später mit zinsen zurück.

so und jetzt zur männersolidarität:

>Aber ich frage mich trotzdem, ob die Kinder vom Kontakt mit ihrem Vater wirklich profitieren *grübel*.

yo, weil er auf seine art mit ihnen umgeht und sie idr von dieser art auch profitieren werden.

mal (ganz) plattes beispiel von mir: inlinern, schwimmen, schach und "linkin park" gut finden könnte mein kind ohne kontakt zu seinem vater jetzt wohl noch nicht.

andererseits: window colorieren, scubidoos flechten, jazzdance, und "pur" hören ist meine welt nicht... kannse aber auch

greetz,
nachtigall

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teppfihler

Antwort von nightingale am 27.01.2004, 10:51 Uhr

>...allerdings wage ich zu bezweifeln, dass die ursache....

muss heissen

allerdings wage ich zu BEHAUPTEN, dass die ursache muss heissen

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Wozu brauchen Kinder ihre Eltern?

Antwort von RainerM am 27.01.2004, 11:06 Uhr

Man könnte alle Kinder doch ganz einfach nach der Geburt einsammeln und in einer Aufzuchstation unterbringen, warum nicht?

Wozu brauchen die Kinder ihre Eltern?

Und dass Kinder, speziell Mächen so zwischen 3 und 6, ziemlich einen auf Zicken machen, kommt nun garnicht so selten vor.

Meine Nichte war damals 3,5 Jahre als, als meine Schwester schwer erkrankte.
Immer wenn meine Nichte bei ihren Grosseltern abgegeben wurde, machte sie eine Showeinlage, heulte, trotzte etc etc was das Zeug hergab.

Sobald meine Schwester und/oder mein Schwager aber ausser Sichtweite waren, was sie zuckersüss und sang Lieder und fing an zu spielen... solange bis das Auto ihrer Eltern auf den Hof fuhr.

Kinder haben ein ausgeprägtes Gespühr dafür, wenn es zwischen Menschen Spannungen gibt und sie nutzen das.
Einerseits wollen sie dir zeigen, dass sie gerne bei dir sind, andererseits wollen sie dem Vater anzeigen, wer die Nummer eins ist und er sich schon sehr anstrengen muss, um da mitzuhalten.

Solange ihr Eltern darauf reagiert, solange läuft das Spielchen auch.

Vielleicht hast du selber ja auch mit der Zuneigung deiner Eltern spielchen getrieben, als du noch Kind warst? ;o)

Und die frage zu stellen, wozu braucht ein Kind seinen getrenntlebenden Elternteil, das sehe ich als betroffener Elternteil natürlich als Provokation.

Immerhin fällst du ein Urteil, das dir nicht zusteht, denn die Bedürfnisse deinesr Kinder die kannst du nur erahnen, aber nicht wissen.

... und inwieweit deine eigenen Bedürfnisse (endlich den Alten loszuwerden etc) da mit reinreflektieren, wenn du über die Bedürfnisse deiner Kinder nachdenkst, kannst du niemals sicher wissen.

cu

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Re: teppfihler

Antwort von fusel am 27.01.2004, 11:41 Uhr

Hi,

also ich weiß nicht ob Jungs nicht auch "zickig" sind, es ist eben auch so ein klassisches Trotzalter und mein Sohn legt hier manchmal Szenen hin da würde jedes Mädel vor Neid erbleichen.
Davon abgesehen halte ich einen Vater durchaus für wichtig. Ich meine ich persönlich finde "unseren" KV vielleicht nicht mehr so tolle, aber ich bin ja seine Exfreundin. Nichtsdestotrotz: selbst wenn die Kinder jetzt vielleicht ungemütlich reagieren heißt das nicht das es in ein paar Jahren genauso ist. Und dann einen Kontakt von 0 auf 100 zu bewerkstelligen bekommt keiner mehr hin, der Zug ist dann abgefahren. Mein Sohn kann nach einer gewissen Auftauphase sehr viel mit seinem Papa anfangen, obwohl sie sich aufgrund großer Entfernung selten sehen. Und ich bin auch froh drum das er mal eine andere Sicht der Dinge mitbekommt. Der Vater hat aufgrund der Tatsache das er ihn eben so selten um sich hat auch oftmals mehr Kraft als ich im ein Fulltime-Entertainment zu bieten - das schaffe ich so einfach nicht mehr. Schlußendlich ist es auch SEIN Vater, nicht meiner. Solange dieser sich eingermaßen verhält soll sich mein Sohn ein eigenes Bild machen, da habe ich mich als Mutti und Expartnerin nicht einzumischen, wie ich finde. Außerdem: viele Väter können auch erst dann so richtig was mit ihren Kindern anfangen wenn sie etwas älter sind. Gib dem Grüppchen einfach die Zeit.

LG

fusel

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:-))))

Antwort von DorisL am 27.01.2004, 12:48 Uhr

Hallo noch mal,

kurze Erklärung: meine 4,5 jährige ist überhaupt keine Zicke sondern sehr lieb und umgänglich. Warum sie nicht zu ihrem Vater möchte, konnte ich noch nicht herausfinden - ich nehme an, dass sie Angst hat ich könnte sie dort "vergessen", bzw. in der Zwischenzeit verschwinden :-(.

Die Mädels haben mir übrigens selber gesagt, dass sie dort den ganzen Tag Fernsehen und Süssigkeiten essen. Ich habe damit überhaupt kein Problem, da es wohl kaum gesundheitsschädigend ist, vier mal pro Monat Süssigkeiten zu essen ;-). Ich mische mich da nicht ein und lasse ihm freie Hand mit den Kindern.

Übrigens gebe ich euch recht, das Wort "Vater" lässt sich problemlos mit dem Begriff "Mutter" vertauschen.

Ich frage mich eben tatsächlich, ob der halbwegs regelmäßige Kontakt mit dem getrennt lebendem Elternteil (war das jetzt politisch korrekt ausgedrückt?) den Kindern wirklich etwas bringt oder ob er nur alte Wunden offen reisst?

Und dann frage ich mich auch, ob ich den Kontakt gegen den Willen meiner Tochter erzwingen soll oder nicht?

Ich tendiere zu einem "ja", denn wenn sie ihn jetzt nicht sehen möchte wird mein Mann ganz das Interesse an ihr verlieren. Und auf lange Sicht hoffe ich doch, dass sie vom Kontakt mit ihrem Vater profitieren wird.

Deswegen habe ich sie auch gezwungen zu ihrem Vater zu fahren. Ihr Vater wollte sie übrigens nicht mitnehmen sondern hätte sie mir gerne überlassen. Stattdessen durfte das Kind sich anhören "wenn du dich weiter so aufführst, will ich dich nie wieder sehen".

Weiter grübelnd...

@Rainer: zieh dir doch den Schuh nicht an, wenn er nicht passt. Dein Sohn kommt gerne zu dir und du kümmerst dich seit 3,5 Jahren um ihn. Mein Mann ist seit 2 Monaten ausgezogen und interessiert sich jetzt schon kaum für die Mädels.

Doris

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Re: Was bringt den Kindern eigentlich der Kontakt zum Vater?

Antwort von *isi* am 27.01.2004, 13:17 Uhr

hi!

genauso wie du für deine kinder unersetzlich sind, ist es auch der vater. wir werden zur identitätsfindung benötigt, geben antwort auf die frage "wer bin ich?".

bei dir seh ich das zwar nicht, aber es gibt fälle, da ist der schädliche einfluß des vaters durch seine abwesenheit geringer, als durch seine anwesenheit. das ist aber sehr selten.
klar kann auch die mutter schädlich sein, aber eine mutter hat aus rein biologischen gründen eine stärkere emotionale bindung, als ein vater. deshalb ist dies viel seltener.

du hast mit dieser frage in ein wespennest gestochen. denn dies ist me ein alleinerzieherInnenforum, in dem ein paar besuchsväter die oberhand haben. eigentlich sollte dieses forum "besuchselternteil" heissen. ätzätz

lg
isi

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Re: Überdrehte Kinder

Antwort von Leena am 27.01.2004, 14:29 Uhr

Ich glaube, dass Problem, dass die Kinder sozusagen die ganze Woche über problemlos sind und nach der Rückkehr vom Vater anfangen zu heulen, zu klammern, zu zicken oder was auch immer, das hat nichts mit den Vätern zu tun, oder dem Verhältnis der Kinder zu den Vätern, jedenfalls lässt es meiner Meinung nach darauf keinen Rückschluss zu.

Bei uns ist es so, dass wir früher in der Nähe meiner Eltern gewohnt haben, so dass mein Kind praktisch jederzeit zu ihnen laufen konnte, und seit unserem Umzug geht das nicht mehr, deshalb bringen wir es oft am Wochenende dorthin, schließlich hängt es an seinen Großeltern, und die sind wichtige Beziehungspersonen für das Kind, ich will deshalb nicht, dass der enge Kontakt verloren geht. Aber wenn mein Kind zurückgebracht wird, ist es auch meistens erstmal durch den Wind, weint, will abends nicht allein einschlafen etc. Gefragt, warum es so weint, bekomme ich dann die Antwort, es ist nicht leicht für ein Kind, das noch nicht einmal fünf ist, wenn es sich immer entscheiden muss, bei welchen lieben Leute es sein darf. Dabei fühlt sich mein Kind grundsätzlich sowohl bei den Großeltern als auch bei uns sehr wohl, wir haben ein problemloses, gutes Verhältnis zueinander usw. Aber im Grunde will mein Kind eigentlich alle wichtigen Leute immer um sich haben, und dass das nicht geht, frustriert es eben immer wieder. Ich denke, bei Kindern, die zwischen zwei zerstrittenen Elternteilen hin- und hergebracht werden, ist diese Situation doch eigentlich im Grunde dieselbe, nur eben noch einiges schwieriger für die Kinder... (und trotzdem besser, als in einer unglücklichen Beziehung aufzuwachsen, das ist mir auch klar.)

Ich denke, wenn ein Kind eben mehrere wichtige Bezugspersonen hat, und die nun mal nicht gleichzeitig um sich haben kann, gibt es da für das Kind wahrscheinlich immer Probleme - aber das heißt bestimmt nicht, dass eine der Bezugspersonen deshalb für das Kind verzichtbar wäre! Ist jedenfalls meine Meinung-

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Re: Überdrehte Kinder

Antwort von salsa am 27.01.2004, 14:36 Uhr

Hi,
ich würde mein Kind auf keinen Fall gegen ihren Willen beim Vater lassen.
Ich würde versuchen herauszufinden woran es liegt.
Vielleicht die Papa-Zeiten vielleicht kürzer und regelmässiger gestalten. Es sollte doch kein Zwang/Muss sein, sondern etwas schönes.
Salsa,
die auch eine 4-jährige Tochter hat, die keinesfalls zickig (grrrrrrrrr welch wort) ist wenn sie zum papa geht oder wieder kommt

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Einschränkung! :-)

Antwort von Ralph am 27.01.2004, 14:55 Uhr

Hi Salsa,

Zustimmung zur Einstellung, daß der Grund für die Weigerung herausgefunden werden sollte. Sofern aber keine schwerwiegenden Gründe vorliegen, hat die Mutter (oder der Vater´) darauf hinzuwirken, daß das Kind zum anderen Elternteil geht, notfalls ist das Kind auch gegen seinen Willen dem anderen Elternteil mitzugeben.

Nur so kann nämlich verhindert werden, daß eine "Ich-hab-aber-jetzt-keinen-Bock"-Einstellung des Kindes vom ae Elternteil instrumentalisiert wird. Und dann wird das Kind auf einmmal meistens keinen Bock haben.
Das gilt meiner meinung nach auch für den Fall, daß das Kind krank ist. Abgesehen von schweren Erkrankungen ist auch das kein Grund, das Kind nicht wegzugeben.
Nach allem, was ich bisher gehört habe, genießen die Kinder dann den Aufenthalt beim getrenntlebenden Elternteil doch, bzw. erholen sich dort auch.

Liebe Grüße
Ralph/Snoopy

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Re: @Hamunaptra

Antwort von Leena am 27.01.2004, 14:57 Uhr

Hallo,

ich weiß, es ist bestimmt eine sehr unhöfliche persönliche Frage, die mich absolut nichts angeht, aber dürfte ich trotzdem fragen, warum der Papa Deines Kindes offenbar nicht so gut reagierte, als Du ihm anbotest, ihn von allen seinen Vaterpflichten "freizusprechen", da er das Kleine weder sehen noch haben noch sich darum kümmern will, warum empfand er das nicht als Gefallen?

Ich frage nur deshalb, weil ich in so einer ähnlichen Situation war, dass der Vater meines Kindes absolut kein Interesse am Kind hatte, und ich habe mich deshalb auch entschieden, ihn beim Jugendamt nicht als Vater anzugeben, da er das Kind ja offensichtlich nicht will - ich dachte auch, ich tu ihm damit einen Gefallen... aber vielleicht ja doch nicht ;-((

Ziemlich schwierig, das Ganze, manchmal...

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Steh auf der Leitung...

Antwort von Ralph am 27.01.2004, 15:04 Uhr

Hi Isi,

würdest Du Deinen letzten Absatz mit diesem Forum und Besuchsvätern nochmal erläutern... irgendwie habe ich den nicht ganz begriffen... so wie ich es verstehen könnte, kann ich nicht glauben, daß Du das meinst! :-)

LG
Ralph/Snoopy

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Re: :-))))

Antwort von RainerM am 27.01.2004, 15:06 Uhr

Hi Doris,
also ich habe mir den Schuh nicht angezogen, ich seh schon, ob er mir passt oder nicht ;o)

Aber ich mache mir hier und da auch gerne meine Gedanken - wobei vieles dann theoretisch sein wird, weil ich zum grossen Glück vieles völlig anders erlebe und mir das eine oder andere erspart bleibt - bislang.

Manchmal tauchen Horrorgespenster der Vergangenheit dabei auf... und ein bisschen gruseln kann sehr unterhaltend sein ;o)

cu und danke für die anregende Unterhaltung :o)))))

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Ihr geht halt unter, neben meinem Charme

Antwort von RainerM am 27.01.2004, 15:08 Uhr

Hi Ralph,
wenn ich das ganz richtig sehen sollte, dann bin ich in diesem Forum der einzige ausschliessliche Umgangselternteil.... ihr "alleinerziehenden Väter" bzw in Beziehungserziehenden Väter macht offenslichtlich zuwenig eindruck auf einige Damen, und das ist etwas, an dem ihr noch arbeiten müsst.

cu

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Das war ja klar... :-)

Antwort von Ralph am 27.01.2004, 15:12 Uhr

Hi Rainer,

war mir vollkommen klar, daß Du Dir solch eine Steilpaßvorlage nicht entgehen lassen würdest... :o)))

Arbeiten an unserem Forums-Outfit?? Najaaaaa... ich dachte mir,.. überlaß das Feld mal den Rainer... ich komm dazu, wenn ich ein paar graue Haare mehr habe... *grins*

LG rüber nach LÜ
Ralph/Snoopy

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So ene frechheit!

Antwort von RainerM am 27.01.2004, 15:28 Uhr

Wieso spielst du jetzt auf meine Schwachpunkte an?

Vergiss nicht, dass du vielen Damen in einen Schockzustand versetzt, wenn ihnen klar wird, dass ich kein chwarzgelockter Jüngling, sondern eher der Opityp bin....

*lool*

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Re: Was bringt den Kindern eigentlich der Kontakt zum Vater?

Antwort von nightingale am 27.01.2004, 15:41 Uhr

bis hierhin grundsätzlich teilend, aber...

*sarkasmon*

>....aber eine mutter hat aus rein biologischen gründen eine stärkere emotionale bindung, als ein vater.

lol, und die erde ist eine scheibe...

>du hast mit dieser frage in ein wespennest gestochen.

zweifelsohne, ist ja auch eine provokative frage

>denn dies ist me ein alleinerzieherInnenforum, in dem ein paar besuchsväter die oberhand haben. eigentlich sollte dieses forum "besuchselternteil" heissen.

wasn das, "besuchselternteil"?

kenn nur vater und mutter, gibts da nochn drittes?

>ätzätz
yo

*sarkasmoff*

was'n besser: austausch mit der gegenseite oder schmoren im eigenen saft?

greetz,
nachtigall

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Re: Überdrehte Kinder

Antwort von spiky73 am 27.01.2004, 17:47 Uhr

hallo,

ich fand diesen thread ganz interessant.

auch wenn anna keinen kontakt zum vater hat (leider), stelle ich dieses verhalten auch bei ihr fest, wenn es darum geht, sich von einer bezugsperson zu verabschieden.

bringe ich sie zu meinen eltern, hat sie tagelang schlechte laune, weil sie gar nicht hin will, dann fällt ihr der abschied von mir schwer, rufe ich bei meinen eltern an, will sie nicht mit mir reden, hole ich sie ab, weint sie dicke tränen, weil sie ja gar nicht mehr heim will. bis zum nächsten mal...

naja, und das passiert auch schon mal wenn wir eine schöne zeit mit jemandem verbringen, den sie sehr ins herz geschlossen hat. dann wird geweint, was das zeug hält.

daher denke ich auch, man soll das verhalten von doris' kindern nicht überbewerten. das scheint viel eher ein problem des momentanen loslassens zu sein, und dass die kinder den krassen wechsel in ihrem leben erst verarbeiten müssen. schliesslich ist ihre welt doch gehörig auf den kopf gestellt??

ich finde aber schon, dass die kinder ihren vater brauchen. für mich z.b. ist es zwar sehr bequem, dass ich mich mit dieser pappnase nicht herumschlagen muss, aber meinem kind fehlt halt die männliche bezugsperson, und die kann ich ihr leider nicht ersetzen.

liebe grüsse,
martina

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Re: Einschränkung! :-)@Ralph

Antwort von salsa am 27.01.2004, 20:23 Uhr

...hey, i.d.R. gebe ich dir zu 95 % Recht. Ich gebe Dir auch Recht, dass darauf hingewirkt werden sollte, dass das Kind zum anderen Elternteil geht und auch, dass ein krankes Kind beim anderen i.d.R. genau so gut untergebracht ist. Wir machen das genauso, wenn KleinSalsa krank ist und "seine" Zeit ist, ist sie halt krank bei ihm, doch...
wenn sich ein Kind total dagegen wehr, würde ich sie nicht weggeben. Auch ein Kind hat das Recht zu sagen, NEIN ich will auf gar keinen Fall.
Liebe Gruesse
*umarm*
Salsa

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Die Auflösung des Rätsels ;-)

Antwort von DorisL am 27.01.2004, 21:14 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure Meinungen.

Heute Abend ist meine Tochter endlich mit der Sprache herausgerückt. Sie hat (wie ich vermutete) Angst, dass ich irgendwann auch ausziehe und sie dann alleine zurückbleibt.

Bis vor kurzem war ihre kleine Welt noch in Ordnung. Plötzlich muss sie die schmerzliche Erfahrung machen, dass ein Elternteil auszieht, weil es keine Lust mehr hat mit dem anderen Elternteil zusammenzuleben. Daraus schließt sie, dass ich auch ausziehen könnte wenn ICH mal keine Lust mehr habe, mit ihr zusammen zu leben :-(.

Folglich möchte sie nur ungerne zu ihrem Vater, weil ich ja in dieser Zeit ausziehen könnte. Und wenn sie die Wahl zwischen mir und ihrem Vater hat, dann möchte sie lieber bei mir bleiben.

So in etwa hat sie mir ihre Sorgen erklärt...

Der Vergleich mit den Grosseltern ist gut. Es ist tatsächlich so, dass meine Mädels ähnlich überdreht und anhänglich sind, wenn sie für eine Weile bei meinen Eltern waren. Danke also für diesen Denkanstoss.

@Salsa: ich kenne und vertraue meinem Mann absolut im Hinblick auf die Kinder. Das Problem ist nicht mein Mann, sondern die Trennungssituation. Deswegen möchte sie nicht zu ihm.

Wenn ich nur den leisesten Verdacht hätte, dass es wirklich an ihm liegt, würde ich sie keinenfalls zwingen dort hinzugegen. Sollte sie sich über einen längeren Zeitraum weigern, ihn zu sehen so werde ich auf ihren Wunsch eingehen. Aber ich möchte ihr erst die Zeit lassen, sich an die neue Situation zu gewöhnen und sei es, indem ich sie ein wenig zu ihrem Glück zwinge.

Liebe Grüße,

Doris

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@Rainer

Antwort von DorisL am 27.01.2004, 21:16 Uhr

OK, dann ist gut, ich dachte schon du hättest dich persönlich angegriffen gefühlt. Das du generel nicht mit mir einverstanden bist, damit kann ich leben ;-).

Ich muss mich halt auch erst einmal an meine neue Rolle als AE gewöhnen *seufz*

Liebe Grüße,

Doris

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Re: Einschränkung! :-) @salsa

Antwort von Ralph am 27.01.2004, 23:13 Uhr

Hi Salsa,

nein, dieses "Recht" hat ein Kind in meinen Augen eben nicht, es sei denn, es liegen schwerwiegende Gründe vor, die in der Person des Vaters liegen.:-)

Das Kind wird genauso oft irgendwie auch keinen Bock auf die Mutter haben, es wird dieses aber nicht äußern, weil es gefühlsmäßig (und zurecht) denkt, daß es damit nicht durchkommt. Klar, es lebt ja auch dort. :-)
Warum aber soll das bei einem getrennt lebenden Elternteil anders sein, wo dieser Elternteil schon durch die Situation in Sachen Kontakt extrem benachteiligt ist?

Das ist ein meinen Augen ein künstliches Aufbauschen der vermeintlichen kindlichen Entfaltungsfreiheit. Nein, dem hat man damit zu begegnen als AE-Elternteil, daß dem Kind von vornherein klargemacht wird, daß es am grundsätzlichen Besuchstermin nichts zu diskutieren gibt.
Erzählt das Kind dann hinterher, was ihm irgendwie nicht so recht beim Besuch gefallen hat, ja, dann kann man sich mit dem KV oder KM austauschen, denn ich bin ja nicht der Meinung, daß den Belangen des Kindes nicht Rechnung getragen werden soll. Das Kind hat ein Recht auf Papa oder Mama, das heißt für mich ein Recht auf Zuwendung, nicht nur Parken vor dem TV oder der Play-Station.
Allerdings, es kommt sicherlich vor, daß manche Kinder zu ihrem "Glück" mehr oder weniger listig gedrängt werden müssen. :-)

Ich hoffe, es ist irgendwie herübergekommen, was ich meine! :-)

Liebe Grüße nach Karlsruhe ;-))
Ralph/Snoopy

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Die Auflösung des Rätsels ;-) und noch etwas dazu...

Antwort von Rob am 27.01.2004, 23:21 Uhr

Hi Doris,
kaum bin ich mal nicht da, schon gibts solch brisante Themen! Zum Glück kommt ganz am Ende eine Antwort heraus, die ich nach der Lektüre deines ersten Beitrags schon zumindest als Möglichkeit geahnt hatte (habe aber geduldig alle Reaktionen zumindest erst einmal überflogen...)
Meine Erfahrung ist sehr ähnlich, sowie es Sohnemann klar war (und er es auch 100%ig glaubte) das er gar nicht Grund oder Ursache der Trennung ist, waren die Umgangswochenenden für ihn auch wesentlich erfreulicher, er wusste ja das ich am Sonntagnachmittag/abend eben nicht ausgezogen war.
Mitllerweile ist es 5 Jahre später und der Umgang klappt reibungslos, er geht gerne zu seiner Mama und kommt genauso gerne wieder nach Hause.
Noch 1-2 Jährchen, dann kann er sogar selbst mit Bus und Bahn hinfahren...
Gruß, Rob

PS. Noch ein Gedanke zum Ursprungsthema: Ein Kind hat zwei Eltern. Wenn ein Elternteil - warum auch immer - nicht da ist, geht es trotzdem weiter.
Ein Mensch hat zwei Beine. Wenn ein Bein - warum auch immer - fehlt, geht es trotzdem weiter...

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Re: @ Fusel

Antwort von Rob am 27.01.2004, 23:26 Uhr

Hi Fusel, das ist eine sehr vernüftige Sichtweise! Warum manche Väter sich allerdings erst für die Kids interessieren wenn sie etwas älter sind, ist mir allerdings ein Rätsel. Ich fand von Anfang an jede Phase in Sohnemanns Leben bisher intersssant und toll... :-)
Gruß, Rob

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Re: Einschränkung! :-) @salsa und @ralph

Antwort von Rob am 27.01.2004, 23:37 Uhr

Hi, ich muss da Ralph beipflicheten (nicht weil er auch Papa ist..) denn genau das ist auch meine Erfahrung. Die Umgangsternmine plane ich mindestens ein Monat im Voraus, manchmal noch viel früher, wobei alle bekannte Tremine mit eingeflochten werden, Mamas Geburtstag bei Mama, Vatertag zu Hause, Sportfeste zu Hause wenn es geht, Weihnachten abwechselnd usw. (Exe kann Wünsche äussern, mach es aber nur sehr selten) und diese Termine liegen dann fest. Daran wird nicht gerüttelt, was auch gar nicht ginge, denn wenn Sohnemann bei der Mama ist, dann arbeite ich.
Daher ist "Mamawochenende" auch kein Problem, wenn ungeplant Kindergeburtstag o.Ä. ansteht, es geht dann halt nicht...
Gruß, Rob

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Re: Die Auflösung des Rätsels ;-)

Antwort von Nina3 am 28.01.2004, 7:58 Uhr

Huhu Doris!

Na Gott sei dank, nun ist es raus. Ehrlich gesagt, ich wär nach Lesen des ersten Postings da nieeeemals drauf gekommen. Ich hab mich nur gewundert, warum macht das "große" Mädchen so einen Aufstand und das "kleine" nicht. Ich hielt es eigentlich mehr oder weniger für selbstverständlich in dem Alter weiss das Mädchen, dass es nun für so und so lang zum Papa geht und dann wieder Heim. Deswegen wär ich niee so drauf gekommen, dass sie die Sorge hat, du könntest auch ausziehen. Zum Glück hast du das ganze ja jetzt relativ schnell in Erfahrung gebracht und kannst sie entsprechend beruhigen, dass ihre Sorge völlig unberechtigt ist.

Ich wünsch euch alles Gute und das mit den Besuchen wird sich sicher bald gut einspielen.


LG Nina

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Re:

Antwort von RainerM am 28.01.2004, 7:59 Uhr

Hi Doris,
ich sehe das nicht unbedingt so wie du es darstellst, also dass ich mit dir nicht einverstanden bin... dazu sind die Themen hier zu begrenzt und polarisiert.

Wenn ich also evtl. die Dinge anders sehe oder darstelle, bedeutet das nicht, dass da Streit oder Uneinigkeit vorliegen muss

bye

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@Rainer

Antwort von DorisL am 28.01.2004, 10:11 Uhr

Hallo,

*grins* ich wollte eigentlich schreiben "das du in DIESEM Fall nicht mit mir einverstanden bist..."

Das hat man davon, wenn man auf die Schnelle postet und eigentlich gedanklich ganz woanders ist.

Liebe Grüße,

Doris

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provoziert wird, wer sich provoziert fühlt.

Antwort von *isi* am 28.01.2004, 10:32 Uhr

>>....aber eine mutter hat aus rein biologischen gründen eine stärkere emotionale bindung, als ein vater.

>lol, und die erde ist eine scheibe...

wasn argument. nur weil du von einem thema so gar keine ahnung hast, bist du noch lange nicht berechtigt dich darüber lustig zu machen.

für einen säugling (jeden, nicht nur dem menschlichen) ist es überlebenswichtig, dass ihm die mutter zugetan ist. ob es der vater ist, ist völlig unerheblich.

dein zweites statement ist sehr unintelligent, und ich erspar mir eine antwort.

>was'n besser: austausch mit der gegenseite oder schmoren im eigenen saft?
eine mischform. wenn eine ae bei verdacht auf misshandlungen durch den vater die empfehlung erhält, das kind öfters dem vater zu bringen, sollte sie wissen, das das posting von einem besuchspapi kommt. sonst weiss sie gar nicht, dass die "gegenseite" (deine wortwahl) hier so dominant ist. mich wunderts nicht, dass viele hier nur 1x posten, und dann nie wieder.

es tut mir leid, dass du so leicht zu provozieren bist. aber es ist DEIN problem und DEINE entscheidung!
isi

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Sowas liebe ich :-(

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 28.01.2004, 11:11 Uhr

Das ist mal wieder so eine Lose-Lose-Argumentation.
Wer reagiert, fühlt sich betroffen und ist somit im Unrecht. Wer nicht reagiert, sieht die Argumente der "Gegenseite" ein und ist somit auch im Unrecht. Also hat der "Provokateur" automatisch recht, gelle?

Außerdem: Was bringt es denn, wenn man die Menschheit in "Mütter" und "Besuchseltern" aufteilt? Zum einen vergißt man da den Teil der "betreuenden Väter", zum anderen vergißt man, daß in manchen Punkten eine "Besuchsmutter" mehr Gemeinsamkeiten mit einer "betreuenden Mutter" haben kann als mit einer anderen "Besuchsmutter" - es hängt viel zu viel von den persönlichen Umständen und der Persönlichkeit ab.

Ich bin ja eigentlich nur eine "halbe" Alleinerziehende - mein Mann und ich haben unsere Lebenspartnerschaft beendet, aber nicht unsere "Erziehungspartnerschaft".

Daß Mütter eine tiefere emotionale Bindung haben als Väter, ist schlicht und einfach Humbug. Es stimmt ja noch nicht mal, wenn man vom biologistischen Ansatz ausgeht - es gibt durchaus Tiere, wo die Eltern sich die Brutpflege teilen. Außerdem ist man sich in der Wissenschaft inzwischen einig, daß dieser bilogistische Ansatz nur die halbe Wahrheit erzählt. Dazu kommen Kultur, Gewohnheit, Umstände. Mein Mann hat für unsere Tochter den Erziehungsurlaub genommen. Er hatte zu der Zeit die wesentlich tiefere emotionale Bindung zu ihr als ich. Ist ja klar - er verbrachte viel mehr Zeit mit ihr und konnte daher ihre Launen viel besser deuten als ich. Ob ein spezieller Mensch eine gute oder schlechte emotionale Bindung zu einem anderen Menschen aufbauen kann, liegt einzig und allein an der Persönlichkeitsstruktur dieser beiden Menschen - und an der Zeit und Energie, die man dafür bereit ist aufzuwenden.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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@ Doris

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 28.01.2004, 11:15 Uhr

Hallo Doris,

ich habe Deine Mail bekommen. Schade, daß Ihr die Trennung offensichtlich nicht so gut hinbekommt. Aber es ist ja alles noch recht frisch, vielleicht renkt es sich ein, wenn die Wunden nicht mehr schmerzen.

Ich werde Dir sicher auch noch antworten. Aber derzeit knackt bei uns auch alles im Gebälk. Nicht so sehr beziehungstechnisch, da haben wir inzwischen einen Status Quo gefunden, den wir beide erträglich finden. Aber an alles anderen enden brennt es. Mehr dazu per Mail.

Schöne Grüße,
Elisabeth.

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Re: Provokation & fehlende Beine

Antwort von Leena am 28.01.2004, 11:23 Uhr

Eines kapier ich hier nicht: Warum soll es für jeden Säugling überlebenswichtig sein, dass die Mutter ihm zugetan ist, während die Zuwendung des Vaters völlig unerheblich sei? Und ich dachte, ein Baby braucht einfach jemanden, der sich um ihn kümmert, ihn ernährt (stillt/Flasche gibt/Brei füttert etc.), ihn passend trocken und warm hält und ihm genügend Zuwendung gibt! Und dabei ist es dem Baby völlig egal, ob dass nun die Mutter ist oder der Vater oder beide zusammen oder sonst jemand (als feste Bezugsperson). Nun ja...

Aber genauso kapier ich Robs Vergleich mit dem fehlenden Vater und dem fehlenden Bein nicht wirklich. Ein Mensch mit fehlendem Bein ist behindert, kann aber mit Prothesen etc. laufen, aber warum soll ein Mensch mit fehlendem Vater (Mutter) auch behindert sein?? Das klingt ja schon für mich wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung - wenn ein Elternteil nicht da ist, kann aus dem Kind ja nichts Rechtes werden?! Da kommt es doch immer auf die Umstände des Einzelfalles an und wie damit konkret umgegangen wird! Ich weigere mich jedenfalls zu glauben, dass mein Kind zwangsläufig verkorkst oder was auch immer wird, nur weil es seinen Vater nun mal nicht kennt (weil dieser den Kontakt ablehnt und gesundheitlich auch nicht wirkliche Verantwortung übernehmen könnte, selbst wenn er wollte). Ich finde, der Vergleich hinkt!!

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Re: Einschränkung?? öhm....@ralph

Antwort von sterntaler am 28.01.2004, 14:15 Uhr

hi,
und sorry ralph,....aber
soviel mir von deinen schilderungen noch bekannt ist, hatten deine kinder bis vor ca. zwei jahren auch null bock ihre mutter regelmäßig zu besuchen und du hattest sie auch nicht geknebelt, gefesselt und gezwungen ihre "14 tägige besuchspflicht" (was für ein ausdruck!)all die jahre zuvor bei ihr nachzukommen oder irre ich mich da??? *grübel*
warum in gottes namen sollen es deiner meinung nach, andere hier anders gestalten, wenn sich ihre kinder dagegen wehren?
verzeihung wenn ich so direkt aber auch ehrlich der sache gegenüber trete, und du dich von mir sogar angepinkelt fühlen solltest, ist nicht meine absicht!

ich kann niemanden zu seinem glück zwingen, weder kinder noch erwachsene!das sollte hier mal jedem klar werden und bewußt sein!
auch kinder haben ein recht auf würde und meinungsfreiheit. wenn ein kind partout nicht möchte, so DARF ich es als MUTTER oder auch VATER nicht zwingen!! sondern sollte mir gemeinsam mit dem ex-partner gedanken machen, woran es liegen könnte! miteinander reden nicht ZANKEN wäre hier die bessere variante! damit schließe ich mich SALSA's meinung an!

so und nun könnt ihr mich meinetwegen ALLE(!) steinigen...es ist meine ganz persönliche meinung zu diesem thema, das eh nix bringt!

LG
sterntaler&co

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@Sterntaler

Antwort von DorisL am 28.01.2004, 14:31 Uhr

auch wenn ich nicht Ralph heisse... mir bringt die Diskussion, bwz. die unterschiedlichen Sichtweisen sehr viel :-).

Um noch mal das Besuchsthema aufzugreifen. Ich würde meine Tochter auch nicht zum Vater zwingen, wenn sie das ganze Wochenende dort todunglücklich wäre. Kaum bin ich verschwunden, ist aber (fast) alles in Butter. Daher finde ich schon, dass ich sie ein wenig zu ihrem Glück "zwingen" muss. Sie muss sich an die neue Situation gewöhnen und das kann sie nur, wenn sie sich der neuen Situation aussetzt.

Ob es der richtige Ansatz ist... ich habe keine Ahnung :-(. Ich bin ja noch eine recht frische AE und bin mir in vielen Dingen noch sehr unsicher...

Liebe Grüße,

Doris

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Re: @doris

Antwort von sterntaler am 28.01.2004, 14:51 Uhr

hallo doris,
es kommt auch immer auf die eltern an, wie sie mit der situation "trennung" den kindern gegenüber umgehen. reif, vernünftig und aufgeschlossen?
so sollte es unter erwachsenen doch serin, oder?
ob die kinder letztendlich zum mama-papa-spielball mutieren oder ob es auch noch ein gutes "nach der trennung verhältnis" zwischen allen beteiligten gibt!
mich hat eben nur der ratschlag von ralph etwas verwundert, da es da auch ganz anders zeitweise ausgeschaut hat, sorry!(:o(

ich persönlich habe leider auch keinerlei kontakt zu meinem sternchen,...bemüht habe ich mich mehrere male, leider vergebens! (:o( und ich kann euch allen hier nur sagen,...auch aus seiten der mutter ist es eine verdammt harte schmerzliche angelegenheit!!!! >:""o((
es stimmt mich sehr traurig und zehrt sehr an mir, aber ich muß es irgendwie akzeptieren und kann nicht ewig an einer kleinen SEELE hin und herzerren! >:O(
und all diese umgangsverhandlungen,...all diese gerichtlichen auseinandersetzungen,...was bringen die einem denn schon??? ärger, kummer und mehr sorgen! was hat man denn von einem scheis zettel auf dem alles fein säuberlich aufgeschrieben ist, wenn das KIND nicht will????
nix und wieder nix! sorry, aber diese hilflose wut in mir, mußte heut auch mal raus!
punkt und ende!

sterntaler

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Re: Die Auflösung des Rätsels ;-) und noch etwas dazu...

Antwort von sterntaler am 28.01.2004, 14:57 Uhr

*PS. Noch ein Gedanke zum Ursprungsthema: Ein Kind hat zwei Eltern. Wenn ein Elternteil - warum auch immer - nicht da ist, geht es trotzdem weiter.
Ein Mensch hat zwei Beine. Wenn ein Bein - warum auch immer - fehlt, geht es trotzdem weiter...*

treffer!
ganz genau,...es muß weitergehen, man braucht nur alle kraft und viel geduld mit sich um es verarbeiten zu können, dann schafft man alles!

viele warme knuddels nach rhoihesse
aus dem kalten norden :o)
talerchen

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Wenn, dann bitte richtig berichten!!

Antwort von Ralph am 28.01.2004, 15:16 Uhr

Hallo Sterntaler,

wenn Du über meine Situation berichtest, dann aber bitte auch korrekt.
Fakt ist, daß die Mutter sich z.T. monatelang nicht um Umgang bemüht hat (im Jahr 2000 ganze 2 (zwei!!!!!) Wochenenden, und das bei 12 Wochen ferien im Jahr).

Fakt ist auch, daß ich meinen Kindern eine klare Marschrichtung mitgegeben habe: Sie können jederzeit zur Mutti (wohnt seit der Trennung ca. 7-8 Min. Fußweg von uns weg), Voraussetzung dafür ist lediglich, daß ich bescheid weiß, für das Wochenende allerdings nicht erst Freitag nachmittag erfahre, daß ich "sturmfrei" habe.

Wenn SIE das dann nicht auf die reihe bringt, weil Partys, Freunde oder sonstwas wichtiger sind als ein Wochenende mit den Kindern, ist das allerdings nicht mein Ding.
Abgesehen davon waren die Kinder bei der Trennung schon älter und hatten somit hin- und wieder ihr eigenes Programm. Nur ist dewr regelmäßige Umgang mit der Mutter weder daran noch an mir gescheitert.

Zutreffend ist, daß ich nicht alle 14 Tage zu den Kindern gesagt habe, daß sie gefälligst zu ihrer Mutter zu gehen haben. Erstens hatten wir keine feste regelung und zweitens hätten die beiden mir das zurecht übelgenommen und als Abschieben empfunden, denn bei ihrer Mutter waren sie ja gar nicht willkommen zu diesem Zeitpunkt.

Deshalb sei bitte genau und bleibe bei den Fakten, wenn Du schon Äpfel mit Birnen vergleichen willst! :-)

Außerdem verabschiedest Du Dich ja im letzten Absatz aus jeder Diskussion, also was soll das?
Und so wie Du argumentierst, könnte jeder betreuende Elternteil prima jede Umgangsregelung phantastisch sabotieren, solange sich das Kind entsprechend manipulieren läßt! Klasse! Genau das beklagen aber doch so viele getrenntlebenden Elternteile, und genau das versuchen einige hier ja aufzuknten, daß eben zwischen Beziehungskiste, die nicht mehr existiert, und der Elternkiste, die zumindest in dennächsten Jahren noch vorhanden ist, zu unterscheiden ist!

Abgesehen davon müßtest Du ziemlich genau wissen, wie sehr und wie schnell ein Kleinkind zu manipulieren ist!!!

LG
Ralph/Snoopy

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getroffene hunde bellen wohl immer, gell?! ;o)) (o.T.)

Antwort von sterntaler am 28.01.2004, 15:38 Uhr

.

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DAs ist ein dummer Spruch, sterntaler...

Antwort von Ralph am 28.01.2004, 15:43 Uhr

... ich bitte Dich nur darum, bei der Wahrheit zu bleiben und nicht hier irgendetwas in die Welt zu setzen, das so nicht stimmt oder das Du in falscher Erinnerung hast.

LG
Ralph/Snoopy

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sag mal, hast du schlecht geraucht????>:o(

Antwort von sterntaler am 28.01.2004, 16:12 Uhr

hey laß mal nun bitte die kirche im dorf, ralph, gell?!
WAS bitte habe ich denn schon hier aus deiner sicht falsch berichtet??? bin ich denn überhaupt so tief ins detail gegangen???? warum, wieso, weshalb deine kids null bock auf ihre mutter hatten?! hää? das lieber ralph steht mir in diesem forum über deine privaten verhältnisse garnicht zu,...davon abgesehen,...DIR auch nicht was mich betrifft! hoffe, dass das verständlich rübergekommen ist! ;o)
außerdem,...hättest du die pflicht im übrigen auch gehabt, egal welches alter die kinder haben, dieses null-bock-gehabe der kinder zu unterbinden!es sind immerhin EURE kinder!und du weißt ja sehr wohl, wie sich eine mutter fühlen kann, wenn die kinder nicht zu ihr kommen wollen, aus welchem grund auch immer!
was deine ex-frau betrifft, kann und möchte ich mir kein urteil erlauben, dazu kenne ich diese frau nicht!

nochmal zur erinnerung:

*soviel mir von deinen schilderungen noch bekannt ist, hatten deine kinder bis vor ca. zwei jahren auch null bock ihre mutter regelmäßig zu besuchen und du hattest sie auch nicht geknebelt, gefesselt und gezwungen ihre "14 tägige besuchspflicht" (was für ein ausdruck!)all die jahre zuvor bei ihr nachzukommen oder irre ich mich da???*

was bitteschön ist an meiner äußerung denn so falsch oder verwerfliches, ralph??
ich habe den eindruck und das starke gefühl, dass du mittlerweile aus einem ganz anderen grund auf mich drauf drischst, kann das sein??? ;o)
ich habe es weder als vorhaltung dir gegenüber betrachtet noch als was weiß der geier, dass du vielleicht dir dabei denkst.

aber wie hier wohl jeder, der lesen kann auch mitbekommt, gibt es eben wie sooft sehr viele missverständnisse zwischen uns beiden! >:o( schade!

sterntaler

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Ich habe nicht schlecht geraucht! :-)

Antwort von Ralph am 28.01.2004, 16:47 Uhr

Hallo Sterntaler,

Du hast gepostet:

"soviel mir von deinen schilderungen noch bekannt ist, hatten deine kinder bis vor ca. zwei jahren auch null bock ihre mutter regelmäßig zu besuchen und du hattest sie auch nicht geknebelt, gefesselt und gezwungen ihre "14 tägige besuchspflicht" (was für ein ausdruck!)all die jahre zuvor bei ihr nachzukommen oder irre ich mich da??? *grübel*"

Ja, die Kinder hatten öfter keinen Bock zu ihrer Mutter zu gehen, und zwar, weil meist nur Fernsehen und in der Bude hocken angesagt war. Nur hat das sich nicht auf den Umgang ausgewirkt, sie sind nämlich trotzdem gegangen. Und 14-tägige Besuchspflicht... noch einmal: Die gab es gar nicht, weil wir gar keine Regelung hatten. Die Kinder konnten und können zu ihrer Mutter wenn sie wollen UND sofern diese Zeit für sie hat. So herum wird ein Schuh draus! :-)
Zwingend eingreifen mußte ich nie, weil die Kinder gegangen sind, wenn sie es mit ihrer Mutter abgesprochen hatten. Und oft war es dann sogar sehr schön bei der Mutter, auch wenn anfangs es danach gar nicht aussah.

Heute sieht es natürlich schon mal etwas anders aus, denn, man glaubt es kaum, unsere Tochter ist 18 Jahre und wagt es, so manches selbst in die Hand zu nehmen und auch bei ihrer Mutter mal abzusagen. Das macht sie bei mir auch. Unser Sohn ist knapp 15 Jahre... die beiden kannst Du ernsthaft doch nicht in einen Topf mit 2,3 oder 4jährighen Kindern werfen, oder?

Und ich habe nicht die Pflicht, ein "Null-Bock"-Gefühl der Kinder zu unterbinden, denn das kann ich ja gar nicht. Ich hätte früher nur darauf hingewirkt, daß sie trotzdem zur Mutter gehen. Nichts anderes habe ich oben gepostet! Ich weiß nicht, wie das mißverständlich sein kann. Und Interesse bei der Mutter kann ich auch nicht herbeizaubern. Auch die Mutter wußte über meine Einstellung bescheid, wenn sie nicht mehr draus macht... :-)

Trefflich darüber streiten kann man freilich darüber, wann das Alter beginnt, in dem die Kinder anfangen, einen eigenen Zeitplan zu haben und wo möglicherweise dann Termine verschoben werden müssen, weil das Kind z.B. eine Sportveranstaltung am Wochenende hat oder zur Geburtstagsparty eingeladen ist.

Zu Deinen weiteren Vermutungen äußere ich mich nicht. :-(

LG
Ralph/Snoopy

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Altersgerechte Behandlung

Antwort von RainerM am 29.01.2004, 9:10 Uhr

Hi Doris&Sterntaler,
also ich denke, dass Ralph es auch so sieht, dass man mit den Kindern entsprechend ihres Alters umgehen muss.

Womit nicht gemeint ist, solange sie wehrlos und klein sind, kann man machen, was man will, sondern dass berücksichtigt wird, dass zB ein 3, 4 jähriges Kind noch immer sowas wie eine trotzphase durchlebt.

Was soll ich denn zB machen, wenn Vincent sich weigert, wenn ich ihn Sonntagabens zu seiner Mutter bringen will/muss?

Es kommt dann immer wieder vor, dass er sich weigert und sagt, er wolle zu "Pappaszuhause" und nicht! zu "Mammaszuhause".

Gilt dann auch für mich, dass ich mein armes Kind nicht zwingen darf, zur Mutter fahren zu müssen?
Darf ich dann meinen Sohn einfach bei mir behalten, bnis er mal Bock hat, zur Mutter zu fahren?

Übrigens sieht die Welt ganz anders aus, wenn wir vor der Tür der mütterlichen Wohnung stehen,... dann ist alles in bester Ordnung. ;o)

Völlig anders sieht es aus, wenn ein Kind 14, 14 oder noch älter ist.
Hier muss man das Kind schon als kleinen Erwachsenen sehen, hier muss man das Kind vollkommen anders behandeln.

ciao

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Re: Sowas liebe ich :-(

Antwort von *isi* am 29.01.2004, 10:01 Uhr

es geht hier überhaupt nicht um "recht haben". gelle, hast schon eigenartige assoziationen. es geht darum, dass in einem alleinerzieherInnenforum eine berechtigte frage nicht gestellt werden soll, weil sich besuchsvatis auf den schwanz getreten fühlen, die dann nichtmal die frage beantworten, sondern dummschwätzen.

kein humbug. du vergißt, dass wir weder buntbarsche, noch vögel, noch seepferdchen sind. wir sind säugetiere und bei denen ist es durchaus üblich, dass die kinder vor den vätern beschützt werden müssen. btw orientiert sich die natur defintiv nicht an einem vorhandensein von künstlicherbabynahrungsherstellern.

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Re: Sowas liebe ich :-(

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 29.01.2004, 10:30 Uhr

Ich habe abgepumpt. Sicher, auch das hat die "Natur" nicht vorgesehen, aber Computer kommen in der Natur auch nicht vor, trotzdem nutzt Du sie.

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Re: Sowas liebe ich :-(

Antwort von RainerM am 29.01.2004, 11:06 Uhr

hi,
kommen Männer in der Natur vor?
Manche benutzen die ja auch nur zum Abpumpen ;o)

Hi Elzbeth, How are you?

;o))

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Stimmt ;-)

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 29.01.2004, 11:27 Uhr

Insofern könnten sich sicher auch "Samenräuberinnen" (wat'n Wort) auf irgendein Viech in der Natur berufen. Hey, da tun sich ja ganz neue Möglichkeiten auf *fg*. Vielleicht hätte ich in Bio doch besser aufpassen sollen, damals, als ich noch zur Schule ging...

(Mein Mann und ich haben uns ja 'ne Menge anhören müssen, als er EU hatte, aber "unnatürlich" war noch nicht dabei.)

Uns geht es soweit gut, Rainer. Wie sagt man so schön: Den Umständen entsprechend ;-).

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: Stimmt ;-)

Antwort von RainerM am 29.01.2004, 11:39 Uhr

Hi,
prima, freut mich für dich, dass es "den Umständen" entsprechend gut geht,.. *lol*

Uns gehts auch prächtig, nur hat Vinc mal wieder eitrige Mandeln.... aber er hält sich wacker!

cu

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Ja, da grübel ich doch glatt über die natürliche Daseinsberechtigung von eitrigen Mandeln nach..... braucht man die? Und wozu?.... ;o)))

Antwort von Ralph am 29.01.2004, 11:47 Uhr

Hi Rainer,

gute Besserung an Vinc! :o)

LG
Ralph/Snoopy

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Re: Ja, da grübel ich doch glatt

Antwort von RainerM am 29.01.2004, 12:05 Uhr

Hi Ralph,
danke für die Besserungswünsche an Vinc.
Einen teil der "Genesung" wird er unter meiner Obhut verbringen, was wohl für einige andere "Mitmenschinnen" *ganzfrechundbreitgrins" etwas unvorstellbares ist...

Auf der anderen Seite bin ich natürlich froh, dass ich mich nicht krankschreiben lassen muss,... naja, meine Chefs wohl mehr als ich ;o)

Ich habe meine angegriffenen Mandeln vom Kleinkindalter bis zu den Anfängen meiner durchlebten Dreissigern rumgeschleppt und kann dir diene Frage beantworten:

Ausser ihren "Wirt" zu quälen, haben Mandeln keine Aufgabe und keinen Nutzen,... ohne sie nimmt die Lebensqualität deutlich zu!

Nur ist das bei einem Dreienhalbjährigen noch zu früh, um das genauz zu beurteilen.... vor allem, weil das nicht die einzige "Schwachstelle" ist.

CU

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Re: Sowas liebe ich :-(

Antwort von nightingale am 29.01.2004, 13:15 Uhr

liebe *isi*,

>es geht darum, dass in einem alleinerzieherInnenforum eine berechtigte frage nicht gestellt werden soll, weil sich besuchsvatis auf den schwanz getreten fühlen, die dann nichtmal die frage beantworten, sondern dummschwätzen.

ich zieh mir diesen schuh zwar nicht an, weil ich kein "besuchsvati" bin. aber könntest du trotzdem mal zeigen, welcher, jetzt breitschwänzige, männliche teilnehmer die gestellte frage nicht beantwortet, sondern dummgeschwätzt hat?


>wir sind säugetiere und bei denen ist es durchaus üblich, dass die kinder vor den vätern beschützt werden müssen.

wir gehören zwar zur gattung säugetier, primär sind wir aber menschen. der ausserordentliche erfolg dieser spezies gründet sich vor allen dingen darauf, dass sich sowohl männlein als auch weiblein dieser gattung frühzeitig die brutpflege wie auch sonst einiges arbeitsteilig gestaltet haben. die entwicklung sozialer beziehungen (z. b. junge versorgen alte säugetiere) hat ihr übriges dazu getan, dass beiderlei geschlechter eine emotionale nähe zum nachwuchs hatten. ansonsten wären wir vermutlich noch eine art affen, die ziemlich häufig von den bäumen fällt.

ein einigermassen klarer blick auf die menschheitsgeschichte, die übrigens nicht erst nach dem zweiten weltkrieg beginnt, zeigt ausserdem, dass die überwiegende anzahl von "allein"erziehern in der geschichte des menschen männlichen geschlechts waren. aufgrund der höheren fertilität und mangelnden medizinischen möglichkeiten in den vergangenen jahrzehntausenden trug nämlich primär frau das risiko des frühen ablebens; nämlich ganz einfach durch den seinerzeit sehr risikobehafteten geburtsvorgang. auch die regelmässigen bewaffneten schlägereien der männlichen mitmenschen haben zumindest bis ins zwanzigste jahrhundert daran wenig ausgeglichen. wer dies bezweifeln will, dem sei als erste annäherung an dieses thema ein blick auf die, recht gut dokumentierten,lebensläufe der jeweiligen potentaten empfohlen. man wird hier weibliche "allein"erzieher in der minderheit finden. zur trotzdem weiterhin existierenden notwendigkeit des stillens (dem einzig biologisch einmaligen der frau hinsichtlich des kindes, abgesehen vom reifungs- und geburtsvorgang) hat man alternativen entwickelt; in kleingruppen zunächst in gemeinschaftlichen stillen, später als fremdleistung von ammen nachgefragt.

dass die entwicklung der menschheit unter der beziehungsdominanz von männern zu ihren kindern gelitten hätte ist nicht bekannt. gesellschaften, die kinder als gemeinschaftseigentum oder eigentum der mutter betrachten haben keine grosse relevanz in der menschheitsgeschichte gehabt.

dass derzeit mehrheitlich weibliches "allein"erziehen in der gesellschaft dominiert ist allein eine folge der industrialisierung und romantisierung der mutter-kind beziehung im 19. jahrhundert. beides sicher keine biologischen grundlagen.

just my dummgeschwätz,
nachtigall

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Re: Altersgerechte Behandlung??

Antwort von sterntaler am 29.01.2004, 15:36 Uhr

hi rainer,
ich habe dich jetzt richtig verstanden, oder? :o)
man soll bzw kann einen 14 und noch äteren "erwachsenen", *schmunzel* auch sonst freie entscheidungen lassen und ihn zu nichts zwingen worauf er momentan keinen bock hat?? *kopfkratz*
frei nach dem motto, wenn du heute keinen bock auf schule hast mein schatz, dann lassen wirs doch mal, wat solls? ;o)
oder,...wenn du heut den müll nicht runter bringen möchtest, macht nichts, stinkts eben noch fünf tage mehr, oder wie??? ;o)

ich könnte hier noch mehr beispiele aufzählen,...fakt ist und bleibt für mich, es dreht sich dabei um das getrennte elternteil, mutter oder vater, worauf man eigentlich als kind egal welchen alters, bock haben sollte. schließlich fallen den kleinen rapunzlen immer wieder beide elternteile ein, wenn sie etwas von ihnen haben möchten, dann besteht sogar größter bock, oder? ;o)

aber ich hab verstanden, zwecklos das ganze. hier treffen eben verschiedene meinungen und ansichten aufeinander, die frau und mann im normalzustand "ehe" noch nicht einmal auf die reihe bekommen! :o))

LG nach LG
sterntaler&mondsichel

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Re: Altersgerechte Behandlung??

Antwort von RainerM am 29.01.2004, 16:08 Uhr

Hi,
nein, ich glaube, du interpretierst mich nicht richtig.

Mit zB 14 haben Kinder ein anrecht darauf, ernst genommen zu werden. Das soll nicht heissen, dass sie völlige Selbstbestimmung haben, aber eine gewisse angemessene Mitbestimmung.

Diese Mitbestimmung sehe ich bei Kindern - sagen wir mal im Vorschulalter - noch deutlich beschränkter, als bei Kindern, die immerhin schon selber entscheiden sollen/dürfen, welcher religion sie zugehören, und welchen Ausbildungsberuf sie wählen bzw Schulform.

Die dürfen dabei auf jeden Fall klar mitreden, wenn es um Umgang geht, abhängig vom Alter und der persönlichen Reife, weil ein Mensch nunmal nicht mit Schlag 18 Erwachsen ist, sondern es eine Übergangszeit geben muss, in der sie mehr und mehr Eigenverantwortung bekommen.

cu

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