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Geschrieben von Ött am 24.02.2005, 21:54 Uhr

Unfaire Neufestsetzung der Kindergartenbeiträge?

Hallo, kennt sich hier jemand zufällig mit Kindergartenbeiträgen aus?
Ich habe heute meinen neuen Bescheid bekomen, und soll jetzt pro Kind statt 23 Euro 57 Euro bezahlen! (plus Essengeld)

Das Problem: bei der Berechnung des ehemaligen Beitrages galt der Sozialhilfebescheid, beim neuen der AlgII-Bescheid.
Ich bekomme faktisch 190 Euro mehr, jedoch sind die Bescheide verschieden aufgebaut, beim Sozialhilfebescheid beinhaltet der Betrag der Zahlsumme auf dem Deckblatt NICHT die Krankenversicherungsbeiträge, beim AlgII-Bescheid tut er dies. So sieht es auf den ersten Blick aus, als ob ich über 435 Euro mehr bekomme.

Auch zählt das Jugendamt den Unterhaltsvorschuß noch zusätzlich zum AlgII als Einkommen, obwohl doch beim Alg II der UV schon als Einkommen abgezogen ist! Das wird dann ja doppelt berechnet!

Ich bin so enttäuscht, ich hab so schon Probleme, mit meinem Geld auszukommen, dann noch 70 Euro mehr im Monat..., bin schon am Überlegen, ob ich den Großen bis zur Schuleinführung wieder rausnehme...

 
11 Antworten:

Re: Unfaire Neufestsetzung der Kindergartenbeiträge?

Antwort von Cat74 am 24.02.2005, 22:20 Uhr

Hallo Ött,
hast Du schonmal beim Jugendamt - Zentralstelle für Kinderbetreuung angefragt, ob Dir die Kosten od. ein Teil davon übernommen werden?
Gruß von Cat

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Re: Unfaire Neufestsetzung der Kindergartenbeiträge?

Antwort von Ött am 24.02.2005, 22:44 Uhr

Ich habe den Bescheid heute erst bekommen und keinen mehr erreicht, werde es morgen wieder versuchen. Habe nur vorhin ewig damit zugebracht die ganzen Bescheide auseinander zu pfriemeln und mußte mal Dampf ablassen. Aber ich nehme an, die sagen mir, wenn ich nicht arbeite, kann ich die Kinder ja auch zu Hause lassen :(

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Re: Unfaire Neufestsetzung der Kindergartenbeiträge?

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 25.02.2005, 9:39 Uhr

Nein, das sagen die Dir nicht. Den erstens hast Du ohne Kinderbetreuung ja gar keine Chance, eine Arbeit zu finden, und zweitens geht es ja nicht nur um die "Kinderverwahrung" sondern auch um die pädagogische Förderung. GERADE der Große braucht doch den KiGa, bevor er in die Schule kommt. Nicht umsonst denken manche Bundesländer darüber nach, mindestens ein KiGa-Jahr zur Pflicht zu machen.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Anruf bei der Behörde - Resultat: Pech gehabt

Antwort von Ött am 25.02.2005, 9:47 Uhr

Habe gerade das Telefongespräch bei der zuständigen Stelle hinter mir, die sagten, Sie kennen das Problem. Es liegt daran, daß vor HarzIV alle Sozialleistungen (sprich Sozialhilfe, Wohngeld ect.) nicht als Einkommen angerechnet wurden, jetzt aber der gesamte AlgII-Betrag angerechnet werden muß, obwohl dieser faktisch die ehemalige Sozialhilfe und das Wohngeld, sowie auch die früher gar nicht aufgeführen Kranken- und Rentenbeiträge enthält. Das wäre zwar unfair und träfe viele, aber er könne es nicht ändern, so sei das Gesetz.

Na super, hiermit erkläre auch ich mich zum AlgII-Gegner, das ist ja wohl ungerecht!

Meine einzige Chance ist einen Antrag auf Beitragsermäßigung zu stellen und nochmal die komplette Aufschlüsselung des AlgII-Bescheides hinzuschicken, was ich gerade getan habe. Also drückt mir mal die Daumen.

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Re: Anruf bei der Behörde - Resultat: Pech gehabt

Antwort von kevome* am 25.02.2005, 11:12 Uhr

Was ist denn daran ungerecht? Wenn ich arbeite wird doch auch mein gesamtes Gehalt zu Grunde gelegt und nichts vorher abgezogen. Endlich gibt es mal eine Gleichbehandlung. Es war doch wohl früher eher ungerecht, dass Sozialhilfeempfänger besser gestellt wurden als die Arbeitenden.

Gruß KeVoMe

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Re: Anruf bei der Behörde - Resultat: Pech gehabt

Antwort von Tina und Jordi am 25.02.2005, 12:20 Uhr

Da muss ich KeVoMe recht geben mein Sohn hat eine Tagesmutter und die muss ich auch bezahlen.
Ab April geht er dann in die KiTA da muss ich dann auch wieder tief in die Tasche greifen weil ich zu viel verdiene.
Kann das gejammere auch nicht mehr hören, wenn die Kinder doch in die KITA gehen kann man doch wenigstens halbtags oder auf 400€ basis arbeiten gehen,oder?

Gruß
Tina

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Ich war wohl etwas zu sehr auf mich selbst fixiert

Antwort von Ött am 25.02.2005, 13:20 Uhr

Ich bin ja kritikfähig, wenn ich ehrlich bin habt ihr Recht. Wahrscheinlich fühle ich mich nur persönlich unfair behandelt, weil es eben vorher mit Sozialhilfe besser lief, für mich persönlich jetzt. Wenn ich mir überlege, daß jeder, der mein AlgII-Einkommen als Arbeitseinkommen hat, auch so viel bezahlen muß wie ich; stimmt, ist eigentlich fair.
Also ich nehme mein Ungerechtigkeitsgejammer zurück und jammere nur noch ein bißchen persönlich vor mich hin, wie man das halt tut, wenn sich finanziell was neg. für einen ändert (auch wenn es gesellschaftpolitisch gesehen gerecht ist).

@ Tina und Jordi, es ist bei mir weiß Gott keine Frage des Nicht-Arbeiten gehen wollens! Ich versuche seit letztem Sommer wieder Arbeit in meinem Beruf zu finden, was sich als extrem schwierig herausstellt, inzwischen prüfe ich die Einzelheiten einer Neuausbildung (Studium). Ja, ich könnte auch irgendeinen Helfer-Job inzwischen annhemen, aber erstens investiere ich die Zeit lieber in eine vernünftige langfristige Lösung (d.h. ich versuche in meinem Beruf eine Stelle zu bekommen bzw. finde heraus ob ein zweiter Bildungsweg finanziell realisierbar ist) und zweitens wäre ich finanziell nicht besser gestellt.

Das ist in keinster Weise böde gemeint hier, ich hoffe es fühlt sich keiner angegriffen.

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Re: @ÖTT

Antwort von Tina und Jordi am 25.02.2005, 13:45 Uhr

Ich wollte Dich nicht angreifen !
Es ist nur so das doch jedes "Zweite" Posting hier im Forum immer sich darauf bezieht wie kann das Sozi mich am beaten aus der sch.. ziehn anstatt das ich mich selber mal auf meine zwei beine stelle und es versuche, es ist immer so einfach andere alles für einen machen zu lassen.
ich war auch in dieser Situation und ich habe es geschafft und das ganze ganz ohne Ausbildung sondern weil ich es wollte und was dafür getan habe und heute bin ich stolz auf mich und das was ich leiste!

Tina

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Re: @Tina und Jordi

Antwort von Ött am 25.02.2005, 14:01 Uhr

Ich hab mich auch nicht direkt angegriffen gefühlt, aber schon genötigt, mich dafür zu rechtfertigen, daß ich zu Hause bin und meine Kinder im Kiga. ich weiß ja nicht, was genau Du beruflich gemacht hast, aber bei mir ist es wie gesagt so, daß ich den beruf, den ich gelernt habe mit 2 Kindern einfach nicht ausüben kann, bzw. nur auf Angestelltenbasis, und da finde ich keinen Arbeitgeber, obwohl ich suche, seit der Kleine 1o Monate alt ist. Ich möchte nicht irgendeinen ungelernten Job annehmen, der mir zukunftsperspektivisch nichts bringt und schlecht bezahlt ist, daher kümmere ich mich im Moment darum, ob es durchführbar ist, nochmal zu studieren. Ich sehe mich nicht als Sozial-Schmarotzer (ich weiß, das hast Du nicht gesagt), da ich genauso wenig gerne Sozialhilfeempfänger bzw. AlgII-Empfänger bin wie sicher viele. Aber so einfach ist es nicht, eine Arbeit zu finden. den Kindergartenplatz für den Kleine (wird im Juni 2) habe ich auch nur bekommen, weil ich ein unbezahltes (!) Praktikum mache, in der Hoffnung, mich damit bei potentiellen Arbeitgebern in meiner Branche attraktiver zu machen. Und ich kann ganz ehrlich sagen, daß es mir schon seit einiger Zeit zum Hals raushängt, nur zu Hause rumzuhocken und eine Absage nach der anderen zu kassieren.

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Re: @ÖTT

Antwort von Tina und Jordi am 25.02.2005, 14:26 Uhr

Tut mir leid aber es macht mich rasend wenn ich immer nur das rumgejammere höre, glaube ja das du nicht dazu gehörst und dich auch um einen Job bemühst.
Aber nur zur Info ich übe auch keinen Hilfsarbeiter Job aus sondern einen recht gut bezahlten bei einer Software Firma und das auch nur weil ich Abendkurse und die VHS besucht habe in meiner Arbeitslosigkeit und Bewerbungen geschrieben habe bis meine Finger "grün" waren.
Ich weis das es im Moment verdammt schwer ist eine Arbeit zu finden bei 5 Mio. arbeitslosen aber ich hoffe für Dich das Du nicht den Kopf hängen lässt und aufgibst sondern weitermachst auch für Deine Kinder.

Liebe Grüße
Tina

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Re: @Tina und Jordi

Antwort von Ött am 25.02.2005, 19:48 Uhr

Ich schweif jetzt etwas vom Thema ab hier, also wen es nicht mehr interessiert, bitte überlesen.

Ich könnte im Prinzip so gut wie sofort wieder arbeiten, wenn ich mich wieder freiberuflich machen würde. Das Problem ist, daß sich meine Arbeit zwar nach einigen Monaten bezahlt macht, aber die ersten 4-6 Monate habe ich noch keine Einnahmen, und genau da liegt das Problem. Ich habe vor meiner zweiten Schwangerschaft in der Praxis eines Arztes freiberuflich gearbeitet. Die ersten Monate ging das nur, weil meine Eltern quasi meine sämtlichen Lebenshaltungskosten übernommen haben. Nach ein paar Monaten hatte es sich dann eingespielt und würde noch heute funktionieren, hätte ich nicht wegen des Babies aufhören müssen. Noch einmal können meine Eltern das nicht machen (ich schulde Ihnen heute sehr viel Geld). Einen Kredit würde ich nicht bekommen, da ich dank meines Ex einen neg. Schufa-Eintrag habe. Und einen Arzt, der mich vorrübergehend anstellt und ein Gehalt zahlt, bis die Freiberuflichkeit läuft, finde ich nicht, die wollen alle nur jemand, der gleich freiberuflich arbeitet. Und da fällt mir halt auch keine Lösung ein.

P.S. Hut ab vor Deinem Engagement!

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