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Geschrieben von Alina551 am 30.05.2003, 10:58 Uhr

Umgangsrecht

Hab mal ne Frage, wielange und wieoft darf der Kv das bei Euch Kind sehen? Meine Kleine ist gerade 2 geworden, bisher ist er immer alle 2 Wochen zu mir gekommen und hat sich 3 Stunden mehr oder weniger um die Kleine gekümmert. Natürlich war ich nicht die ganze Zeit mit dabei, war meistens einkaufen oder so. Jetzt müssen wir beide zum Jugendamt, da er mit diesem Umgangsrecht nicht mehr einverstanden ist, er will sie mit zu sich nachHause nehmen. Ich weiss, dass ihm das auch zusteht, aber er kommt doch gar nicht mit ihr zurecht, er weiss nix mit ihr anzufangen. Entweder liest er nur Zeitung und beachtet die Kleine gar nicht oder schleudert sie wie wild herum.
Ist Euer Umgangsrecht genau festgelegt oder werdet ihr Euch einig.
Bei uns ist halt auch das Problem, dass er meistens nur einen Tag in 2 Wochen kann für 3 Stunden. Und wenn ich schon an diesem Tag was vor habe, geht der Zoff erst richtig los.

 
5 Antworten:

Re: Umgangsrecht

Antwort von bikermouse66 am 30.05.2003, 11:44 Uhr

Gerichtlich festgelegt bei Lukas (wird im Juli 3): am 2.Samstag und am 4. Sonntag im Monat jeweils von 15-18 Uhr unter Aufsicht. Allerdings war er vorher sehr unzuverlässig und das Verhältnis ist besch..... Jedoch war der Richter auch der Meinung, mehr muß ebi einem Kind in dem Alter nicht sein, mitnehmen oder gar übernachten erst recht nicht.

LG
Anke

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Re: Umgangsrecht

Antwort von lucile am 30.05.2003, 11:47 Uhr

Es gibt keine verbindlichen Rechtssprechungen, die man zitieren kann.
Die Empfehlung lautet je jünger, je öfter, dafür kürzer und später Ausbau. D.h. bei Säuglingen und Kleinkindern lieber täglich oder mind. 3-4 x in der Woche für 1, 2 oder 3 h etc. und später eben Zeit ausser Haus.

Wenn ihr bisher nur alle 2 Wochen für 3h Umgang hattet... hmm - keine Ahnung. Jedenfalls nicht ganz glücklich das alles.

Um des Kindes Willens würde ich darauf achten, den Umgang nun zügig auszubauen. So, dass der Vater wenigstens die Chance erhält ohne Mutter im Umfeld seine Vaterqualitäten auszubauen.
Damit auch Du Dich dabei Wohl fühlst, würde ich ihm das Kind anfänglich versuchen für mehrere Stunden zu überlassen. Entweder verlässt DU Dein Haus oder er geht spazieren, in die Stadt, auf den Spielplatz, zu ihm nach Hause, was auch immer.

Jedenfalls in Eigenregie. In Folge dann auch über Nacht. 2 Jahre ist m.E. nicht zu früh um ein Kind in eine vertraute Umgegung mitzugeben. Und vergiss dabei nicht, auch ein VAter kann seine Beziehung zu seinem Kind nur ausbauen, wenn er dazu die Chance erhält.

Grüsse
Heike

P.S. Freu' Dich bald eigene Freizeit zu bekommen. Kostbar sowas :-))

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Re: Umgangsrecht, Anke

Antwort von lucile am 30.05.2003, 11:54 Uhr

Hallo Anke
Der Richter spricht ein Urteil, dem sich zu beugen ist. Ob das dienlich ist, ist eine andere Sache.

Meinem Ex hat man ab seiner Sturköpfigkeit damals versucht klarzumachen, dass man eben Recht nur vor Gott erhält. Wenn sich die Eltern nicht einigen können, spricht der Richter ein Urteil an das sich bei verhärteten Fronten eben zu halten ist.

Das aber unterbindet den Spielraum eine funkionierende Vater-Kind-Beziehung (spez. jetzt in meinem u. auch in Deinem Fall) auszubauen.
Wobei ich Deine Geschichte inetwa hier mitgelesen habe. Manche Väter wollen einfach nicht, und die kann frau mit der längsten und gutmütigsten Geduld nicht dazu bewegen im Sinne der Kinder zu handeln. Da bringt einem Kind es auch nichts, wenn man alle Spielchen mit dem Kind machen lässt.

Bei der obigen Schreiberin aber scheint bisher einfach mangels besseren Wissens eine kindsförderliche Umgangsvereinbarung zustande gekommen zu sein.
Die zwei haben noch eine Chance eine guten Umgang hinzubekommen - hoffe ich :-)) - aufgrund dessen was sie schrieb zumindest.

Wir vergessen, dass diese Gesetze nur im Streitfall für eine unzureichende Lösung sorgen können. Besser is das, wenns so geht, nich :-))..

Ich hoffe Du hast das Urteil schon ein bissi verdauen können. Ich habe damals mit ähnlichen Aktionen dank meines Ex's gute 50 TEuronen vergessen dürfen :-((.
Aber eben, das Leben geht weiter. Und ich bin noch immer und immer mehr davon überzeugt, dass er zwar einen finanziellen Sieg eingestrichen hat (sein Ziel, ich wollte nur einen Kompromiss). Menschlich! aber hat er sich alles versaut und auch noch seien Kinder auflaufen lassen. In seinen Augen ist er der Arme und ich die Böse *schulterzuck*. Ich wäre ihm für einen vernünftigen Umgang nicht im Wege gestanden. Er bestand auf Krieg bis aufs Messer. Jetzt hat eben keiner (sprich die Kinder) was davon. Ich kanns auch nicht ändern.

Aber!!!! Es geht mir gut. Das Leben lacht mir und den Kindern ins Gesicht. Was will ich mehr.

Lieben Gruss
Heike

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Re: Umgangsrecht, Anke

Antwort von bikermouse66 am 30.05.2003, 14:01 Uhr

Hallo Heike,
irgendwie tröstlich, daß es auch anderen Frauen so geht. Ja, beim Umgang hat er auch noch den Kürzeren gezogen. Anfangs waren wir bei einer flexiblen Regelung. Daraus machte er, wenn ich nicht springe wie er will, gibt es Streß. Dann hatten wir uns auf feste Termine mit flexiblen Terminen zusätzlich geeinigt. Dartaus wurden kurzfristige Absagen seinerseits, zwischendurch keine Besuche oder überhaupt Interesse. Dann hab ich gesagt, so nicht und Feierabend. Lukas hat gewartet, er hatte was anderes vor und kam nicht. Nur wenn seine Eltern hier waren, wollte er das Kind haben.Er hat dann Klage eingereicht. Bei einer Einigung beim JA, wurde ER frech. Vom Richter hat er letztlich noch weniger an Umgang erhalten als das JA vorsah und noch viel weniger als ich ihm angeboten hatte. Tja, so hat er es gewollt. Nun hat er wie Du oben lesen kannst auch noch alle menschlichen Geduldsfäden überstrapaziert und hat sich so um wirklich alle Möglichkeiten eines Entgegenkommens von mir gebracht. Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!
Nicht ich hab hier verloren, sondern er. So erleichtert er sich garantiert nicht den Umgang. Jedenfalls mein Freund steht zu mir und meinte gestern, ich bewunder immer noch die Ruhe, die Du bei dem Spinner immer noch hast. Doch er weiß, je ruhiger ich werde, umso schlimmer ist es. Warten wir es ab.

LG
Anke

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Re: Umgangsrecht, Anke

Antwort von lucile am 30.05.2003, 22:32 Uhr

Hallo Anke
Ja, wirklich. Es tut gut zu Wissen, dass man nicht alleine ist.
Ich hätte mir wahrhaft eine andere Lösung gewünscht. Ich habe vieles dafür in Kauf genommen. Und trotzdem blieb mir letztlich nichts anderes als zu akzeptieren, dass dieser Krieg solange weiter geht, wie es mich gibt.

Da hört irgendwann der gute Wille "für die Kinder eine einvernehmliche Lösung zu finden" auf.

Und ich tue mir auch heute noch damit schwer. Irgendwie mag ich nicht schlucken, dass ausgerechnet bei mir nur ein Ende ohne Happy End (nicht falsch verstehen, mir hätte ein leidlicher Umgang miteinander - Respekt mit zusammengekniffenen Zähnen und dergleichen - ausgereicht) möglich war.

Ich sehe mich jeden Tag wieder damit konfrontiert, dass man wahlweise meine Kinder oder mich in eine Schublade stecken möchte. Und alle dieser Schubladen haben einen negativen AE-Touch.

Aber, da passe ich nicht rein und da passen auch die Kinder nicht rein.
Wir sind eine Single-Familie. Sonst nichts. Wir meistern unser Leben so wie es ist. Sonst nichts.

*lach* vielleicht habe ich ja auch eine masochistische Ader. Sonst würde ich mich nicht immer und immer wieder Diskussionen stellen, die gar nichts bringen.
Fakt ist, es hätte ganz anders und viel gelassener ausgehen können. Fakt ist, es ist nicht so. Fakt ist weiterhin, dass der Vater heute keinen Umgang mehr pflegt. Udn hätte ich mich nicht so lange selbst damit rumgequält, dass er doch irgendwann damit aufhören muss. Dann hätten die Kinder zwar schon viel früher den Umgang verloren (wohlbemerkt, er hat ihn eingestellt), es wäre ihnen aber auch 1,5 Jahre qualvoller Leidensweg, in dem sie immer wieder als Instrument missbraucht wurden, erspart geblieben.
An den Folgen "repariere" ich noch heute, insofern das überhaupt möglich ist. Geprägt hat es allemal.

Du hast da einen liebevollen Partner, der Dir den Rücken stärkt. Das ist verdammt viel wert.
Steck' den Ärger einfach weg... leicht gesagt *smile*. Es wird wirklcih einfacher, wenn auch dieser Ärger über die Finanzen erstmal aus Deinem Leben gestrichen ist. ER wird Dich noch genügend mit seinen kleinen Spielchen auf Trab halten.
Aber ändern kannst Du ihn nicht, allenfalls Deine Haltung ihm gegenüber. Und wenn eben alles nichts hilft, dann mach die Schotten dicht. Nichts macht in einem solchen Fall weniger Spass, als wenn Du Dich nicht mehr ärgern lässt. Zumindest nicht erkenntlich ;-))

LG
Heike

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