Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von toni33 am 13.11.2004, 20:51 Uhr

umgang

frau bader schreibt immer: der umgang ist beim vater auszuüben...

schön wärs.....

dazu möchte ich mal eins bemerken: da es mit meiner ex große differenzen gab, was das umgangsrecht bzw den ort betrifft (nicht verheiratet, sie hat das sorgrerecht, sohn 1 jahr alt, ich wohne ca 1h autofahrt entfernt, 2x wöchentlich 3h kontakt(sehr gut) seit seinem 1/2 jahr(vorher zusammen gelebt)habe ich sie, so sagt sie, "vors jugendamt gezerrt" wegen ner umgangsregelung, da ich das umgangsrecht gerne bei mir und nicht mehr bei ihr ausüben wollte(gab ständig probleme mit ihr dort). das hat sie völlig verweigert(kind wär bei mir total fremd und zu weit weg...) und siehe da, der ja-betreuer war auch der meinung, daß das kind mit 1 jahr dazu noch zu jung wär. er auch vom famniliengericht dazu befragt werden würde und dieses nach seinen vorgaben entscheidet, und ich müßte schon den umgang weiterhin bei der mutter ausüben und ich soll doch versuchen, mich gütlich mit ihr zu einigen... bla bla bla!!!
glaubt der denn, wir haben uns getrennt, weil wir uns noch so toll verstehen?
wie siehts mit nem gesetzlichen anspruch aus, was ort und umfang betrifft und gemäß bgb wieviel kann ich das nachlesen? oder was entscheiden gerichte üblicherweise in so nem fall?

hab eins gelernt, ohne gesetze geht in deutschland gar nichts(leider, aber es ist so) und als vater hat man eh so gut wie verloren...die mütter haben alle rechte und die väter nur eins (das zu zahlen!!!).
bin kurz davor, den kontakt ganz abzubrechen, dank dem lieben herrn vom jugendamt....
mein sohn ist mir sehr wichtig und ich besuche ihn auch regelmäßig 2x die woche 3h, aber wenn ich das weiterhin bei ihr tun muß, dann sorry, laß ichs lieber bleiben, bevor ich psychisch drauf geh!!!

wie sehen sie das als kinderarzt?

antworten von betroffenen, egal welcher seite, sind sehr erwünscht.
gruß toni

 
18 Antworten:

Re: umgang

Antwort von Andrea25 am 15.11.2004, 8:25 Uhr

Also, ich antworte Dir jetzt mal als Frau. Ich find es toll, dass Du Dich um Deinen Sohn kümmern möchtest.
Aber da sie das alleinige Sorgerecht hat sehe ich da kaum Chancen zu. Ich wqeiß janicht wie lang ihr getrennt seid, aber vielleicht ist das auch noch verletzter Stolz und den produzieren viele Mamas aufs Kind, da man den Vater da gut treffen kann.
Obwohl ich das Alter betreffend meine, dass man abwarten sollte bis das Kind älter ist. Es bleibt Dir sicherlich nur die gütige Einigung mit der Mutter. Sorry, aber es ist eben so.

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BITTE?

Antwort von RainerM am 15.11.2004, 10:08 Uhr

Hi Andrea,

was hat das Sorgerecht mit dem Umgang zu tun?

Hi Toni,
Bei mir war es seinerzteit auch so, dass ich nervlich/seelisch an meine grenzen kam, als mein Junior ca 12 moante alt war.
Bis dahin habe ich auch immer gute Mine gemacht, konnte aber die Situation kaum länger so akzeptieren, wie sie war.

Da die Mutter auch blockte, habe ich klargestellt, dass wenn sie sich nicht bewegt, sich einiges an meiner Einstellung und Handhabung des Umganges verändern würde.

Und siehe da, sie kam mir entgegen und wir erarbeiteten (naja, etwas übertrieben formuliert) ein Konzept wie der Umgang langsam auf mein Territorium verlagert wird.

Ich wohne auch knapp eien Autostunde entfernt.

In der Übergangszeit handhabten wir es so, dass ich meinen Sohn jeden zweiten Sonntag mittags abolte und gegen 18Uhr wieder bei ihr abgegeben habe.
Die Woche "dazwischen" fand der Umgang am Freitag bei ihr, bzw im Park, statt.

Nach wenigen Monaten wurde der Umgang dann auf den ganzen Sonntag ausgedehnt, also von 9uhr bis 18Uhr.

Ungefähr als mein Sohn zwei wurde nahm ich ihn dann von Samstag bis Sonntag, kurze Zeit später von Freitagnachmittag bis Sonntagabend.

Alles kein Problem, man muss manchmal den Müttern die Pistole auf di9e Brust setzen, aber trotzdem mit den Füssen auf dem Boden bleiben.

Vergiss nicht, dass deine Umgangszeit auch für die Mutter recht nützlich ist.
Das sind nämlich Zeiten die sie für sich selber gewinnt (oder eben verliert).

Mit kam zugute, dass die Mutter meines Sohnes ja auch wieder ins Berufsleben zurück musste... und das veränderte ihre Sichtweise erheblich.

Solange die Mütter aber zuhause "rumhocken", solange zicken sie herum, wenn sie das Kidn aus den Händen geben sollen.... aber wie gesagt, sobald die arbeiten gehen werden sie handzahm.

Darum mein Rat, dass du bei der Stange bleibst! aber ruhig etwas Druck auf die Mutter ausübst.
Spätestens wenn sie wieder arbeiten geht wird sie es zu schätzen wissen, dass du den Lütten zu dir nimmst.

Gruss

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bleib dran

Antwort von tinai am 15.11.2004, 10:28 Uhr

kann ich Dir nur raten. Es wird besser, je älter er wird. Ich habe das in unmittelbarer BEkanntschaft erlebt. Der Vater sah den jungen auch nur bei seiner Mutter (wollte der Vater so, die Mutter nicht), mit etwa 2 Jahren änderte sich das dann von ganz alleine. Weil der KLeine öfter raus ging - außerdem die Mutter auch arbeitete (das ändert wirklich die Situation) usw.

Es hilft nur Geduld und Zähigkeit. Leicht gesagt, gell. Aber wenn Du jetzt aufgibst, gibt es möglicherweise kein Zurück. Und Ihr tust Du damit den größten Gefallen, dann bist Du der böse Vater, der ja kein Interesse hat - und das wird sie dem Kind auch vermitteln.

Um Deines Sohnes willen, aber auch um deinetwillen, beiß die Zähne zusammen. Eines Tages könnt Ihr vielleich tauch wieder wie Erwachsene kommunizieren.

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@Rainer

Antwort von matiz am 15.11.2004, 10:42 Uhr

"Solange die Mütter aber zuhause "rumhocken", solange zicken sie herum, wenn sie das Kidn aus den Händen geben sollen.... aber wie gesagt, sobald die arbeiten gehen werden sie handzahm."

Naja, also ich "hocke" zur Zeit auch nur zu Hause rum, weil ich eben keine Arbeit finde, gebe aber mein Kind sogar FREIWILLIG jedes 2. WE zum Papa!!

Ich finde Deine Behauptung bzgl. "handzahm" schon ziemlich dreist.

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Re:

Antwort von RainerM am 15.11.2004, 11:05 Uhr

Hi Matiz,
nimms mir nicht übel, das sollte etwas provokativ sein.

Ich habe zB "rumhocken" bewusst in Anführungszeichen gesetzt.
Ich weiss natürlich, dass es vielfältige Gründe dafür geben kann, warum jemand zuhause ist.
Bei einem einjährigen Kind kann ich gut nachvollziehen, dass man die Betreuung in den Fordergund stellt, denn 1. ist eine Kinderbetreuung in Deutschland in diesem Alter oft nicht möglich und 2. ist das Kind wirklich noch klein (obwohl mein Sohn ab 12.Lebensmonat in der KiTa war und es ihm gut bekommen ist).

Arbeitslosiglkeit ist dann noch ein ganz anderes Thema und gegenwärtig eine schlimme Situation.

Und leider muss ich sagen, dass an dem was ich schrieb recht viel dran ist.
Solange die Mütter sich voll der Betreuung ihres Babys, bzw Kleinkindes widmen, solange machen viele von ihnen ein grosses Theater wegen jeder kleinen Verändeurng beim Umgang.
Und erst dann wenn sie zB durch den Beruf stark gefordert werden, sehen sie im Umgang auch ihre eigenen Vorteile und fangen an diesen zu fördern.
(nicht jede, das gebe ich zu, aber doch recht häufig).

cu

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Re: umgang

Antwort von nina5 am 15.11.2004, 11:08 Uhr

Hallo Toni,
wir stehen auch gerade vor der Frage, sollen wir uns zu dritt sehen oder soll Papa ihn jedes zweite Wochenende bei sich haben? Unser Sohn ist erst 7 Monate alt und wird nun nicht mehr gestillt. Er war von Anfang an auch in der Wohnung vom Papa. Da wir uns oft streiten, finde ich die Lösung ganz gut, dass er in Papas Wohnung ist (er wohnt auch 1 Std.entfernt). Erst dachte ich: wird ganz schön einsam sein ohne meinen Sohn. Aber dann hab ich gemerkt, dass ich auch mal einfach wieder Freiraum habe. Ich weiß nur nicht, ob das nicht noch zu früh ist für ihn. Was wir beobachten konnten ist, dass es meinem (unserm) Sohn nichts auszumachen scheint, in welcher WOhnung er ist. Er kennt Papa, freut sich, wenn er ihn sieht und so denke ich, es ist ok für ihn. Allerdings weiß ich nicht, was die Psychologen dazu sagen. Würde mich mal interessieren. Weißt Du Genaueres?
P.S. ich finde alle Papis toll, die sich gerne um ihr Kind kümmern, vorausgesetzt, sie sind gut zu ihnen und AUfforderung an alle Mütter: lasst Eure privaten Probleme nicht über die Kinder laufen. Kinder brauchen ihren Papa!!!!
Viel Glück!

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Re: umgang

Antwort von Sonnenstern76 am 15.11.2004, 18:55 Uhr

ich find es gut, dass du dich kümmerst, sag ich gleich mal vorweg.

auch, dass ich sowas immer von der situation abhängig machen würde. ich gehe mal zu deinen günsten davon aus, dass du dich auch wirklich kümmerst, weil du sonst nicht so eine anstrengung machen würdest. dann finde ich es sehr sinnvoll, dass ein kind zum vater geht. und ob es zu früh ist, hängt wirklich vom kind ab.

von meinem nachbarn der sohn wird jetzt 6, der jault schon nach 15 minuten, er will zu seiner mama. da hilft nichts, kein spielen, kein rausgehen, kein verwöhnen, kein gut zureden. nach 30 minuten brüllt er wie am spiess und macht in die hose, und nicht nur pieschen.

was ich nicht verstehe, wieso gehst DU psychisch drauf bei deiner ex? macht die dich fertig? beleidigt die dich? zur not gibt es ja immer noch die möglichkeit, euch auf "neutralem" terrain aus dem weg zu gehen, denke ich. bei einer oma oder beim jugendamt. hab mal sowas gelesen.

ich wünsch dir viel kraft

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@Sonnenstern

Antwort von RainerM am 16.11.2004, 8:17 Uhr

Hi,
ich bin ja wirklich von der Geschichte deines Nachbarjungen erschüttert.

Und sorry, aber das Problem liegt nicht beim Jungen, sondern bei der Mutter, die den Jungen offensichtlich zu intensiv an sich gebunden hat.

Der Junge ist 6, als demnächst schulpflichtig.

Aber wie soll das funktionieren?

Das Problem wird weite Kreise ziehen, wenn die Mutter nicht langsam anfängt an sich und der Beziehung zu ihrem Kind zu arbeiten.

Geht der Junge denn in den Kindergarten?


Eine andere Ursache könnte natürlich auch in der Vergangenheit liegen.
Vielleicht hat der Junge beim Vater etwas erlebt, dass er noch nicht verarbeitet hat....

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@ RainerM

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 16.11.2004, 9:12 Uhr

Lieber Rainer,

ja, es KÖNNTE auch beim Vater liegen. Nach dem, was wir wissen (nämlich gar nichts) liegen die Chancen fifty-fifty. Daher finde ich es schade, daß Du 7 Zeilen lang die Schuld bei der Mutter suchst und dann zwei Zeilen lang die Vergangenheit mit dem Vater (nicht den Vater selber!) in Erwägung ziehst.

Ich will jetzt aus einer Mücke keinen Elefanten machen und bin mir auch bewußt, daß Du da bei mir einen superwunden Punkt berührt hast. Ich hoffe, ich reagiere jetzt nicht über. Aber Temi macht im Moment fast das gleiche. Es geht halbwegs gut, solange er mich nicht sieht (das konnte ich gestern feststellen, er hatte mich vor lauter Toben mit Papa nicht kommen gehört und ich habe mich gleich in mein Zimmer verzogen). Aber sobald er mich sieht, will er nur noch weg von Papa. Als er mich heute früh auf dem Gang sah, fing er sofort an zu weinen und fragte, ob heute Mama-Tag sei. Das geht jetzt seit etwa einer Woche so und wird täglich schlimmer. Es zerreißt mir das Herz.

Ich weiß, daß Du es nicht so meinst, aber ich finde Dein Posting unausgewogen. Irgendwie landet die Schuld doch meistens bei den Müttern, wenn Kinder aus irgendeinem Grund nicht so sind, wie Kinder der allgemeinen Lehrmeinung nach zu sein haben.

Sorry für den Ausbruch,
Elisabeth.

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Re: @ RainerM

Antwort von RainerM am 16.11.2004, 9:19 Uhr

Hi Elisabeth,
also bei mir musst du keine Überreaktion befürchten ;o)

"Daher finde ich es schade, daß Du 7 Zeilen lang die Schuld bei der Mutter suchst und dann zwei Zeilen lang die Vergangenheit mit dem Vater (nicht den Vater selber!) in Erwägung ziehst."

Das will ich erklären, das habe ich auch ganz bewusst so geschrieben:

Ich denke, wenn es in der Vergangenheit schweres Fehlverhalten gegeben hätte, dann würde der Umgang wohl garnicht stattfinden.
Nach der Beschreibung die Sonnenstern gegeben hat, bemüht der Vater sich ja um sein Kind.
Er versucht es zu ködern indem er ihm Aufmerksamkeit und die anderen Dinge zukommen lässt.

Wenn er sich dem Kind gegenüber schlecht verhalten hätte, dann würde er
1. sich den Stress doch garnicht machen
2. weniger Fürsorge zeigen

Darum habe ich diese Abfolge der Möglichkeiten aufgeführt, wobei ich erstmal die zweite Möglichkeit weniger wahrscheinlich sehe.

Vielleicht ist auch alles vorhanden/passiert?!

Und wie Kinder auf die Trennung der Eltern UND/oder auf das Verhalten der sich trennenden Eltern reagieren, ist ja auch nie vorhersehbar.

cu

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Ist aber so....

Antwort von Andrea25 am 16.11.2004, 10:00 Uhr

da sie das alleinige sorgerecht hat, kann sie theroetisch machen was sie will. wenn sie sich wirklich absolut querstellt muss er übers JA und dann evtl.übers familiengericht seinen gesetzlichen Umgang einfordern.Sicher hat er ein recht, abber das muss er imlieben deutschland erst mal durchsetzen.....

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Re: @ RainerM

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 16.11.2004, 10:10 Uhr

Hallo Rainer,

Zitat:
"Nach der Beschreibung die Sonnenstern gegeben hat, bemüht der Vater sich ja um sein Kind.
Er versucht es zu ködern indem er ihm Aufmerksamkeit und die anderen Dinge zukommen lässt."

Ja, richtig, aber WARUM er das tut, das wissen wir nicht. Hat er dabei wirklich das Wohl des Kindes im Auge, oder hat er andere Motive? Und ich bin der festen Überzeugung, daß jedes Kind die Motive eines solchen "Kümmerns" durchschaut und für sich bewertet.

Ich denke in letzter Zeit oft an Bert Brechts Geschichte vom Kaukasischen Kreidekreis. Du kennst die Story sicher. Und ich frage mich immer öfter, ob die salominische Entscheidung wirklich weise war.

Im Prinzip geht es in vielen Scheidungen doch ähnlich zu. Zwei Menschen zerren an dem Kind. Bei meinen Kindern ist es zumindest sehr deutlich. ABER: Zum Zerren gehören zwei. Ich zerre auch, sonst würde mein Mann ja nicht zerren müssen. Ich KÖNNTE einfach loslassen und meinen Kindern damit das Martyrium des Gezerrt-Werdens ersparen. Aber würde ich ihnen damit einen Gefallen tun? In dem Zusammenhang habe ich mich immer wieder gefragt, WARUM ich meine Kinder nicht widerstandslos ihrem Vater überlasse. Tue ich es nicht, weil ICH mir ein Leben ohne die Kinder nicht mehr vor stellen kann? Oder zerre ich an den Kindern, weil ich ehrlich der Ansicht bin, daß ich mich besser um sie kümmern kann als mein Mann. Und wenn dem so ist: Bin ich wirklich so viel besser, daß es das Gezerre wert ist, daß die Qualität des Bei-Mir-Lebens die Katastrophe ihres derzeitigen Lebens ausgleichen kann? Auf Deutsch: Was ist das kleinere Übel?

Es ist sicher schwer, darauf eine beweisbar wahre und dauerhaft zutreffende Antwort zu geben. Aber nach dem, was mein Mann sich in den letzten Wochen geleistet hat, bin ich wieder der Ansicht, daß ich weiter Zerren MUSS, auch wenn es den Kindern (und mir!!) derzeit unendlich weh tut, weil das Ergebnis den Einsatz rechtfertigt. Aber den Einsatz zahlen doch die Kinder, und das schlechte Gewissen wird bleiben. Und es wird sicher auch wieder Tage geben, wo ich denke, daß der Einsatz für die Kinder zu hoch ist.

Aber was meinen Mann betrifft bin ich inzwischen der festen Überzeugung, daß er nicht an den Kindern zerrt, weil er sich für besser geeignet in der Kindererziehung hält, sondern weil er mir weh tun will. Er hat das sogar mal einer (damals noch gemeinsamen) Freundin gesagt (und ich habe es nicht geglaubt). Und er kümmert sich ja. Er tobt mit ihnen und kauft ihnen jeden morgen so viele Schoko-Croissants, wie sie wollen (er ist zu faul zum Pausebrote-Schmieren) und er holt sie ab vom KiGa und Hort und geht zum Martinsumzug. Aber ich glaube, die Kinder spüren sehr gut, daß es ihm dabei nicht um sie geht, sondern ums Punkte-Sammeln für das Gerichtsverfahren.

Also stelle ich mir derzeit ganz oft die Frage: WARUM "zerrt" jemand an einem Kind, was sind seine Motive? Und: Rechtfertigt das Ergebnis den Einsatz? In der Geschichte von Sonnenstern sehe ich den Vater - im übertragenen Sinn - zerren. Aber warum er zerrt und ob er dabei an das Ergebnis für das Kind denkt, das weiß keiner von uns.

Liebe Grüße,
Elisabeth.

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Re:

Antwort von RAinerM am 16.11.2004, 10:20 Uhr

Hallo Elisabeth,
also dein Nochmann ist schon eine ganz spezielle Ausführung meines Geschlechtes.
Was du mit ihm elrebst, das entzieht sich ja beinahe der vorstellbaren Realität.

SEIN Verhalten wird Schlussendlich die Kinder kaputtmachen, wenn du einen Shclussstrich ziehen würdest, könnte ich es verstehen.

Aber das was dein Mann leistet kann nicht Massstab sein um andere zu beurteilen.

Es kann durchaus sein, dass die Mutter des Kindes bei Nachbars von Sonnenstern mit verletzten Gefühlen zu tun hat, dass sie ständigen Ärger wegen Unterhalt mit dem vater hat (egal wer der Verursacher des Ärgers auch sein sollte) und dass sie alle negativen Gefühle und Konflikte auf das Kind überträgt.

Das kann sein... auch deshalb, weil es sehr oft so läuft, denn der betreuende Elternteil ist ein weitaus einflussreicherer Faktor auf die Kinder, als man häufig glaubt.

cu

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Re: Ist aber so....

Antwort von RainerM am 16.11.2004, 10:40 Uhr

Das geht ganz schnell, wenn man die richtigen Hebel kennt und einsetzt.

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Re:

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 16.11.2004, 11:13 Uhr

Ja, Du hast natürlich Recht *seufz*. Die Wahrscheinlichkeit steht auf "Deiner" Seite.

Ich frage mich, ob ich jemals so viel Abstand gewinnen werde, daß ich meinen Mann nicht in jeden um seine Rechte kämpfenden Vater sehe.

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Re: Du schaffst das auch!

Antwort von RainerM am 16.11.2004, 11:27 Uhr

Hi,
also darüber mach die mal keine Gedanken, dass bekommst du auch hin.

Manchmal dauerts halt etwas länger ;o)

Und emotional kannst du keinen Anstand gewinnen, solange er unmittelbaren Einfluss auf dich und dein Leben hat.

Jeder Mensch ist natürlich anders geschnitzt.
Für mich persönlich ist Distanz (zur ex) ziemlich wichtig.
Mit der Distanz kommt dann auch mehr Tolleranz (jedenfalls bei mir) und mehr Akzeptanz (des anderen).

CU

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Re: Ist aber so....

Antwort von toni33 am 16.11.2004, 23:42 Uhr

hab da ja ne ganz schöne diskussion losgetreten, ist aber gut so.

welche hebel meinst du? ich hab viele deiner beiträge gelesen und finde deine einstellung/antworten in fast allen fällen (>95%) klasse.
vielleicht kannst du mir nen tip geben, denn ich weiß nicht, ob ich diesen ganzen streß noch lange mitmach. ich schäme mich zwar als mann, das zu sagen, aber hier in der anonymität gehts ja: ich weiß nicht, wie lang ich diesen psychterror noch ertrag und auch diese gewalt von ihr, sie geht auf mich los, schlägt mich (auch in anwesenheit unseres sohnes)und ich wehr mich körperlich nicht, obwohl ichs locker könnte (bis auf 1x, da hab ich zurückgeschlagen), da ich das unserem sohn ersparen möchte. aber irgendwann ist schluß, eines tages, wenn sie wieder anfängt mit gewalt, werd ich mich wohl richtig wehren, dann wirds übel und das möchte ich vermeiden. aber wie lange ich das noch kann, weiß ich nicht, da es schon 1 jahr so geht.
ein tip von dir würde mir sehr helfen, wie ich diesem ganzen aus dem weg gehen kann, ohne den kontakt zu ihm abzubrechen, was ich aber aus selbstschutz wohl irgendwann tun muß, wenn sich an der situation nichts ändert.
danke im voraus, toni

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Re: Ist aber so....

Antwort von RainerM am 17.11.2004, 7:40 Uhr

Hi,
also Gewalt ist übel... zum Glück habe ich selber bisher nie damit zu tun bekommen und ich hoffe, du lässt dich da nicht zu etwas hinreissen,denn dann geht alles den Bach runter.

Gewalt von Frauen (Müttern/Ehefrauen) gegen Männer (Väter/Ehemann) soll es ja häufig geben... man schmunzelt im ersten Moment darüber, aber die Sache ist nicht weniger ernst als im umgekehrten Fall.

Was ich da unter Hebel erwähnt habe, werde ich hier nicht posten, das ist eine Sache, die ich auch niemanden anraten würde.

An deiner Stelle würde ich versuchen mit Hilfe des Jugendamtes die Situation zu klären.
Wenn die rumbocken sollten, dann musst du die ganze Situation glaubhaft schildern, sollten die dann immer noch nicht in die Pötte kommen, dann musst du dich über bewussten Sachbearbeiter beschweren, das wirkt manchmal Wunder.

Da ihr miteinander noch soviele offene Probleme habt, stellt sich diem Frage ob es gut ist, wenn ihr euch so oft seht.

Eine komplete Einstellung des Umganges wäre aber keine Lösung und warum solltest du auf dein Kind und das Kind auf dich verzichten?

Von aussen kann man dir wahrscheinlich keinen guten Rat geben, da müsst ihr jemanden mit einbeziehen, der mit euch eine Lösung erarbeitet.

cu

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