Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Traumfänger am 28.12.2005, 9:51 Uhr

SchwiMu will vors Fam.gericht! *lang

Bei uns herrscht nur noch ein echter Affenzirkus! Ich würde am liebsten einen Flug nach Timbuktu buchen und erstmal 8 Wochen nicht zurück kommen. Dallas und Denver ist wirklich nichts gegen die Mutter von meinem Exmann, ehrlich.

Seit 3 Wochen krebsen mein Kleiner und ich mit einem dicken Virusinfekt herum, ich habe mir die Seele aus dem Leib gehustet, mich aber nur durch den Alltag geschleppt, hatte die ein oder andere Übersetzung als Auftrag zu erledigen, die ich mit Fieber am PC irgendwie überlebt habe bzw. nach Schrei-, Wut- und Weinanfällen eines kranken und den Papi vermissenden Kindes, das mindestens 3 x nachts ins Bett macht, und wo ich dann überhaupt nicht schlafen konnte und mir bald das Herz zerrissen ist, weil ich gesehen habe, wie sehr mein Kind leidet, und ich kann ihm nur bedingt helfen, ihn kraulen, trösten, halten, ihm die Stirn kühlen...

Letzte Woche ging es mir dann richtig mies, hab mir aber auch keine Zeit genommen, zum Arzt zu gehen, da mein Junior Geburtstag hatte, wir haben 2 x gefeiert, dann war schon Weihnachten. Ich habe das dann irgendwie organisiert, meine Freundin hat nur den Kopf geschüttelt, als sie mich sah, und meinte: "Du siehst aus als würdest Du gleich umkippen. Kannst du nicht alles absagen? Du bist doch total krank!"

Nein, es fand alles statt, zwar ein wenig "abgespeckt" und mit Ruhe - es wäre auch von meiner Seite aus gar nicht schneller gegangen....

Kaum ist Weihnachten rum, Papa war da und dann wieder weg, ging es mir noch schlechter. Der Junior hat NUR Mist gemacht, nach mir gehauen, war sauer, weil der Papa nicht da war und hat sich wirklich wie ein Horrorkind aus der Super Nanny Sendung aufgeführt. Und ich mit fast 40°C Fieber, keine Oma in Sicht (SchwiMu = Drachen), meine Mutter (=indiskutabel, da sie den Kleinen dauernd haut), mein Vater (=im tiefsten verschneiten Bayern mit schwerer Herz.OP), ziemlich fix und fertig.

Der KV hat 3 Wochen Urlaub, aber klar - ER braucht Erholung - daß ich krank bin, interessiert den nicht die Bohne. Gestern früh war ich endlich bei einem Facharzt, der eine Lungenentzündung bei mir feststellte und meinte, wenn ich nicht für absolute Ruhe zu Hause sorgen könne, müsse er mich in die Klinik einweisen. Echt klasse! Genau das habe ich jetzt auch noch gebraucht.

Am 2. Weihnachtsfeiertag war mein Junior so dermaßen frech, daß er mit seiner neuen Playmobil Burg nach mir warf (ich bin schuld, weil der Papa nicht da ist), ich ihm irgendwann den Popo versohlt (Nerven liegen blank, laßt Ihr Euch doch mal den ganzen Tag beschimpfen und hauen) und als er dann binnen 2 Minuten 2 Spielzeuge an die Tür und mir später nachgeworfen hatte, habe ich ihm nochmal freundlich, aber bestimmt angedroht, sein ganzes Zimmer auszuräumen und ihn im leeren Zimmer ohne Spielzeug sitzen zu lassen, bis der Opa (mein Schwiegervater) ihn in einer halben Stunde abholt, um dann zur großen Familienfeier zu fahren, wo er dann auch die ganzen Familienmitglieder einschließlich meinem Ex gesehen hat.

Er daraufhin: "Machst du eh nicht, Mama!!!" Ich daraufhin alles ausgeräumt: Stofftiere, Teppiche, Tisch, alles. Das hatte ich auch mit Juniors Papa telefonisch abgeklärt, dem ich gesagt hatte, daß Junior mir derzeit nur Streß macht und ich mir irgendwas einfallen lassen muß, damit er seine Grenzen gesteckt bekommt. Alles ist nur Kampf: anziehen, Zähne putzen, wenn das Essen auf dem Tisch steht, will er was anderes. Er ist von morgens bis abends nur auf Provokation aus. Er hat dann wirklich erstmal geschockt geguckt, als nach und nach sein gesamtes Spielzeug verschwand.

Ich habe versucht, mit ihm zu reden, er wußte auch ganz genau, warum ich ihm zunächst das Zimmer leer geräumt habe. Der KV fand es auch ok, mit dem hatte ich das ja auch telefonisch abgestimmt, da uns die Kinderpsychologin gesagt hat, wir sollten eine gemeinsame Linie fahren, auch wenn wir bald geschieden sein werden.

An dem Nachmittag kam mein SchwiVa und hat Junior zur Familienfeier mitgenommen, hat gefragt, was los war, als er das leere Kinderzimmer sah. Ich habe ihm dann erzählt, dass sein Sohn (der KV) und ich das gemeinsam beschlossen haben, weil er Junior auf dem Hau- und Zerstörungstrip ist und sich wie ein wild gewordener Gorilla verhält und wir es nicht einsehen, daß die teuren Playmobilsachen von Weihnachten gleich kaputt gemacht werden.

Die Familienfeier war wohl total schön, ich saß derweil weinend daheim, weil ich keine Familie habe, die ich dem Kleinen hautnah anbieten kann, das hat mich ganz schön fertig gemacht. Mein Kleiner muß wohl sehr geweint haben auf der Rückfahrt von seinem Papa weg (er hatte sich so gewünscht, daß sein Papa mit ihm mitkommt!) und hat wohl auf der gesamten Autofahrt leise in sich hineingeweint - und meine Schwiegereltern hat das sehr erschüttert. Sie haben ihn wieder bei mir abgegeben, aber nichts gesagt.

Gestern, nach meinem Arztbesuch, kam dann die Diagnose bei mir: Lungenentzündung. Ich hab den KV angerufen und ihm gesagt, er müssen den Junior holen, ich sei so schlapp, ich könne mir nicht mal mehr was zu essen machen. Er meinte dann erst, er brauche seinen Urlaub und er würde ganz sicher nicht noch mal die weite Strecke fahren, das sei viel zu teuer, nur weil ich mir irgendeine Krankheit „einbilde“.

Irgendwann fing ich dann an zu heulen, weil ich so fertig war und habe ihm gesagt: „Wo soll ich den Kleinen denn hingeben – etwa ins Kinderheim? Mir geht es verdammt dreckig und wenn ich mich jetzt nicht endlich erholen kann, muß ich ins Krankenhaus. Du weißt genau, dass es hier keine Oma gibt, die mich mal entlastet und ich kann kaum noch atmen.“ Der KV – so ein Drecksack – meinte daraufhin, er wolle erstmal abwarten, wie es mir morgen geht. Ich war vielleicht stinkig! Da rief dann meine beste Freundin an, ich habe sie gefragt, ob sie nicht mal mit dem Kleinen 2 Std. Ziegen füttern gehen kann oder an den Ententeich. Ich habe geheult und geheult und geheult, obwohl ich sonst immer stark bin und mich nie hängen lasse. Meine Freundin hatte gestern ihren letzten freien Urlaubstag und hatte dann schon einen Termin zur Wohnungsübergabe, sie war auch erst umgezogen und hat noch massenhaft Stress an der Backe. Das ging dann auch nicht, dass sie mir den Kleinen abnimmt.

Sie meinte, ich solle mit dem KV noch mal reden, das könne doch nicht sein, dass ich da liege und er würde sich nicht kümmern. Das ging dann so hin und her und irgendwann hat meine Freundin den KV angerufen und meinte, das sei ja wohl das Allerletzte, so weit sei es mit seinem Egoismus schon gekommen….

Und als mein Ex dann das Argument brachte, er müsse immer knapp 100 km fahren, um den Kleinen zu holen und bei den Benzinpreisen…. Da sagte meine Freundin nur: „Weißt du was, ich gebe dir 20 Euro für dein Scheißbenzin dazu, okay? Und jetzt schwing deinen Hintern ins Auto und sorg dafür, daß der Kleine richtig umsorgt wird und daß deine Frau sich erholen kann.“ Daraufhin wollte er sich nicht die Blöße vor ihr und anderen Freunden geben und meinte dann zu ihr und mir – gut, ich komme.

Er hat dann den Kleinen abgeholt, der schon am Heulen war und fragte, ob er jetzt immer beim Papa wohnen müsse und ob ich sterben muß. Ich habe dann noch ganz viel mit dem Kleinen geschmust und habe ihm gesagt, dass der Papa und ich das jetzt so regeln, weil ich ganz krank bin und er doch eine Mama braucht, die mit ihm toben kann und mal ins Schwimmbad geht etc. und solange ich so krank sei und mich nicht erholen könne, würde das dauern. Und sterben würde ich noch lange nicht!!!

Ich liege krank und fiebernd im Bett, da klingelt plötzlich das Telefon – meine Schwiegermutter (ich kann sie leiden wie Leibweh) war dran. Sie kreischt herum, mein EX und ich würden den Kleinen kaputtmachen mit unserer Trennung und sie hätte erfahren, ich wolle mein Kind nicht mehr und wolle es ins Heim abschieben, was für eine Mutter ich überhaupt wäre. Sie meinte, der Kleine bräuchte Hilfe durch einen Kinderpsychologen und wir dürften uns nicht mehr vor dem Kind streiten. Wir sollten uns gefälligst zusammen reißen und dem Kind ein heiles Familienleben demonstrieren, damit wir nicht in ein paar Jahren einen Psychopathen da sitzen haben. Wir müssten an das Wohl des Kindes denken und nicht unseren Streit gegeneinander am Kind auslassen und freundschaftlich miteinander umgehen. Und das mit der Lungenentzündung sei ja wohl ein Witz, welcher Arzt das denn diagnostiziert habe…. Bevor wir weiter mit dem Kind so umgehen, würde sie vors Familiengericht gehen und sich selbst um das Kind kümmern - so einem Vater und so einer Rabenmutter könne man kein Kind geben.

Obwohl ich kurz vor dem Platzen war und durch die Krankheit sowieso leicht reizbar und sensibel, habe ich ganz ruhig reagiert und habe ihr gesagt, dass ich keinen Streit mit ihr haben will, weil ich wüsste, dass alles, was sie sagt, nur in Sorge um den Kleinen gesagt wird, dass sie aber in vielen Punkten mal wieder übers Ziel hinausgeschossen ist. Ich habe ihr gesagt, dass mein Kleiner weiß, wo sein Platz ist – nämlich hier bei seiner Mama – und dass es ganz normal ist, dass er unter der Trennung leidet und seinen Papa vermisst - und dass mein EX und ich zum Wohl des Kindes bereits mehrfach bei einer Familienberatung waren, um uns beraten zu lassen, was wir als Eltern tun können, um dem Kleinen die Trennung zu erleichtern. Ebenso, dass der Kleine aber auch seit Monaten derart heftig auf die Trennung reagiert, mit aggressiven Reaktionen mir gegenüber, schlagen, schreien, weinen etc. und ich für den Kleinen einen sehr guten Platz zur Therapie bei einer Kinderpsychologin gefunden habe. Daraufhin meinte sie (sie wohnt im Nachbarort), von dieser Frau habe sie ja wohl noch nichts gehört und ich hätte den Kleinen zu einer Pfuscherin gebracht, das könne sie nicht zulassen.

Außerdem sei es unverantwortlich, dass mein Ex und ich uns vor dem Kind streiten (das tun wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr, ich habe mich ja auch beraten lassen und habe - wann immer mein Ex einen Streit anfangen wollte - gesagt: "Nicht vor dem Kind!"

Der Kleine war jetzt 3 x bei der Kinderpsychologin zur Spieletherapie, mein Ex und ich haben Ende nächster Woche dort ein Elterngespräch, ich bin schon sehr gespannt darauf. Das habe ich meiner Schwiegermutter auch gesagt, daß wir durchaus in der Lage wären und ERWACHSEN, uns selbst zu kümmern und daß es allerdings auch eine Zeit bräuchte, bis der Kleine es verstanden hat, daß wir getrennt leben, mein Ex und ich, und daß es dem Kind noch viel mehr schaden würde, ihm weiter eine "heile Familie vorzugaukeln". Daraufhin stellte sie mich als geisteskrank dahin, was das denn für Strafen wären, von wegen Süßigkeitenverbot dem Kleinen geben, weil er sich die Zähne nicht putzt. Es sei ja wohl auch nicht zulässig, das Kind „Stunden in einem leeren Zimmer hocken zu lassen, weil er die Wände angemalt hat“. Darum ging es überhaupt nicht und das habe ich auch nicht getan!

Kurzum, sie hat mir die Worte im Mund rumgedreht und hat mir dann gesagt, sie hätte auch mit meinem Ex geredet und sie wolle, dass wir uns im Januar mit ihr und dem Schwiegervater zusammensetzen, um zu beratschlagen, was das Beste für den Bub sei. IST DOCH KLAR: SIE ALLEIN !!! Nerv...

Ich habe ihr gesagt, dass ich schon wüsste, was gut für ihn sei – dass er seinen Papa und seine Mama liebt und wir bereits alles in unserer Macht stehende tun, um den Kleinen zu unterstützen etc. Als sie dann wieder aufbrausend wurde, habe ich ihr gesagt, dass ich dieses Weinen und in sich hinein Schluchzen von dem Kleinen auch ganz schlimm finde und es mir auch das Herz zerreißt und dass ich ihm gern alles abnehmen würde, jeden Kummer und jeden Schmerz, dass er weiß, dass er alle Liebe und alles Verständnis hier hat und er mein volles Mitgefühl hat, der Kleine, aber dass er durch die Trennungszeit durch muß. Und dass es nichts bringt, 1 x im Monat einen Ausflug zu machen – Papa, Mama, Kind – um dem Kleinen eine heile Familienwelt vorzugaukeln.

Sie meinte, bevor wir das Kind kaputt machen, würde sie zum Familiengericht gehen und uns verklagen und dann würde sie sich kümmern.

Ich habe ihr dann klipp und klar gesagt, das würde ihr nicht zustehen. Habe danach mit meinem Ex telefoniert, was er denn erzählt hätte, von wegen, ich wolle das Kind in ein Heim geben. Das hätte ich nie gesagt! Er meinte, das hätte sie so interpretiert. Toll, echt toll! Kann sie überhaupt gegen mich/uns familiengerichtlich vorgehen? Mein Ex ist so sauer, er will mindestens ein Vierteiljahr nicht mit ihr reden. Er hatte wohl auch Streit mit denen, meine Schwiegermutter hat dieselbe Nummer am Telefon zuvor mit meinem Ex abgezogen (der Kleine saß neben dem Telefon, na, herzlichen Dank!!!!). Uns erzählen, wir sollten das Kind schonen und dann im Beisein des Kindes so eine Nummer abziehen. Ich bin so sauer!

Nicht, dass ich total krank bin und meinen Kleinen erstmal nicht hier bei mir haben kann, das reicht scheinbar nicht. Ich muß freundlich meinem Ex gegenüber sein, der mir 350 Euro weniger Unterhalt zahlt und in dem Fall auch wohl nicht "um unser Wohl besorgt ist", darf keine Wut empfinden, da das Kind laut Kinderpsychologin "das Kind ein so sensibles und waches Kind ist, daß es meine unterschwelligen Aggressionen gegenüber dem Kindsvater offen austrägt". Ich darf nicht mal einen Satz sagen, ohne dass der mir im Mund herumgedreht wird.

Wisst Ihr was, ich bin echt fertig. Ich bin doch keine Puppe und Marionette, die sich hin- und herzerren läßt. Dennoch bin ich derzeit nicht in der Lage, mich abzugrenzen.

Diese Zicke bringt es tatsächlich noch fertig und nimmt mir meinen kleinen Schatz weg, aber das lasse ich nicht zu! Von der ersten Sekunde an war ich eine Löwenmama, engagiert und mit einem Riesenherz voller Liebe für meinen Sohn.

Hat sie überhaupt eine Handhabe?
Ich fühl mich allein und wie die übelste Mutter auf der ganzen Welt….

Jetzt würde ich mir mal eine Mutter mit dickem wogenden mütterlichen Busen wünschen, an den ich mich heulend werfen kann, doch da ist niemand.

 
13 Antworten:

Jetzt kurier Dich erstmal aus!

Antwort von yola am 28.12.2005, 11:34 Uhr

Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen. Auch das Gefühl, dass man selbst auch mal jemanden haben möchte, der einen tröstet und stützt. Man gibt und gibt und gibt dem/den Kind/ern, ist vernünftig und verständnisvoll der Ex-Partner gegenüber, weil man nicht will dass die Kinder leiden, schluckt aber jede Menge Kröten, denkt sich ständig, ich muss stark sein und muss es schaffen und kriegt dann noch eine reingewürgt.

Leg Dich in's Bett und kurier Dich aus. Ueberleg Dir, ob Du Dich nicht doch für ein paar Tage ins Krankenhaus einweisen lässt, dann kann Deine Schwiemu wenigstens nicht mehr behaupten, Du würdest simulieren und es ist wenigstens jemand da, der dafür sorgt, dass Du Dein Essen (na ja, Krankenhausessen) und Deine Medizin bekommst. Oder lass Dir vom Hausarzt für ein paar Tage eine Familienhilfe verschreiben. Ich meine, wenn nicht jetzt, wann dann? Sollst Du Dir zusätzlich zur Lungenentzündung noch die Beine brechen, bis Du Anspruch darauf hast, dass auch Dir mal geholfen wird? Leg Dich hin, soll der Papa sich kümmern und dank Deiner Freundin, die ihm Feuer unterm Hintern gemacht hat.

Ich denk an Dich

Yola

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notfallplan....

Antwort von salsa am 28.12.2005, 12:50 Uhr

ich habe für solche fälle einen notfallplan, d.h. ich habe vorher mit 3 engen freunden gesprochen, dass wenn ich einfach krank bin, dass diese auch helfen würden ...
dazu: telefonnr. von der familienhilfe besorgen... ist eine beruhigung wenn du wirklich ins krankenhaus musst.
und ... kv und schwimu von der notfallliste streichen ;-)
salsa

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Re: Jetzt kurier Dich erstmal aus!

Antwort von desireekk am 28.12.2005, 13:38 Uhr

Zuert mal:

Gute Besserung!

ich hatte dieses Jahr im Feb eine Lungenentzündung, die ich auch nicht wahrhaben wollte...

Ich würd emich mir auch stark überlegen, für ein paar tage ins Krhs. zu gehen.
Daß deine ScvhwieMu dann villeicht versteht, daß Du wirklich krank bist ist Nebensache.
Eher, daß DU mal umsorgt wirst und 24 Ruhe hast.
Niemand schreit "Hurra!" wenn er ins Krhs. muß, aber: als AE hast Du die Aufgabe schnellstmöglich wieder gesund zu werden und das ist MIT Krhs. am ehesten möglich. Zumal dürfte es Dir erleichtern, hinterher eine Hauhaltshilfe zu bekommen.

Wie gesagt: Deine Hauptaufgabe ist es, wieder gesund zu werden und das ist mit Krhs sicher besser und schneller möglich.

Zu Deiner SchwieMu:
SIE ist diejenige, die die Trennung nicht verkraftet IMO.
Sie kann werder Dich noch ihren Sohn loslassen. Was haben sie denn in Eurer Bezihung (Mann-Frau-Mutter-Vater-Kind) zu suchen?

Nichts.

Sieh es so und trenne Dich innerlich von ihr.

Sollte wie wirklich vor Gericht gehen wollen: lass sie doch, sie wird übel auf die Nase fallen, das ist alles.

Ich schätze, Du diskutierst zuviel mit ihr, Du grenzt Dich nicht genug ab.

Wenn sie wieder mit dem gericht anfängt: frasg sie einfach freundlich, an welchen Anwalt sie denn gedacht hätte oder ob sie eine Empfehlung bracuht. Und wann denn bitte mit dem Gerichtstermin zu rechnen sei.
Mehr nicht und dann das Gespräch abbrechen.

Zeige inneren Abstand und Ruhe, das wird sie am ehesten zurückschieben.

Zur Not schreibe ihn einen Brief.

Aber jetzz erst Mal: AUSKURIEREN und HEILEN lassen!

Liebe Grüße

Désirée

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Re: notfallplan....

Antwort von Suka73 am 28.12.2005, 14:41 Uhr

ich glaub ich muss gleich kotzen. Gehts noch? Die tickt noch nimmer richtig. Und glaube mir, da muss weitaus mehr passieren, bis eine Schwiegermutter das Sorgerecht für ein Kind bekommt. Das wollen wir erstmal sehen. Ich glaube, die Frau weiß gar nicht, wie gut im Grunde genommen die Verständigung zwischen Dir und ihrem Sohn ist. Wahrscheinlich baut sie darauf, dass Du ihm von diesen Anrufen nichts erzählst.

Mein Vorschlag wäre, Mutter-Kind-Kur einreichen gerade JETZT, da kommst Du locker mit durch. Oder lass Dich ins KH überweisen, denn mit einer Lungenentzündung ist echt nicht zu spaßen. Für gewöhnlich dürfen die Kids auch mit. Insofern hättest Du dann da gleich jemanden für den Kleinen. Oder über die Krankenkasse jemanden organisieren, das steht Dir zu!

Ansonsten, alles mobilisieren, was möglich ist. DAnn ist der Kleine halt nochmal bei Deiner Mutter, wobei ich der Meinung bin, dass er wirklich langsam in feste Bahnen geraten sollte. Also so oft wie möglich bei Dir oder beim Papa.

Geh zum Jugendamt, trage das vor. Wer zuerst kommt malt zuerst. Sie hören DICH als Erste, vielleicht kann Dein Mann auch mitkommen. Die Frau dreht einfach an einem Rad zuviel. Von wegen Du willst Dein Kind ins Heim geben, dann schlag ihr doch vor, dass Du sie auf Rufmord verklagst. Klar hat die alles umgedreht.

Ich drück Dich und wünsche gute Besserung.

LG Sue

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noch was wegen der Konsequenzen fürs böse sein

Antwort von Suka73 am 28.12.2005, 14:43 Uhr

ich finde, Du hast das richtig gemacht. Auch bei uns verschwindet Spielzeug in der Versenkung, wenn es mutwillig durch die Gegend oder mir an die Augenbraue fliegt. Du möchtest nicht mehr damit spielen? Autos können nicht fliegen! Also weg damit. Habe auch schon Simons 635228289 Legosteine aufgesammelt und weggepackt. Habe auch schon alle Autos weggeräumt. Die Eisenbahn abgebaut. Keine Schoki mehr gegeben, weil der Herr nicht ZÄhne putzen wollte. Ganz normale Sachen, lass Dir nix einreden.

LG Sue

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Re: noch was wegen der Konsequenzen fürs böse sein

Antwort von Traumfänger am 28.12.2005, 16:14 Uhr

Danke für Eure Aufmunterung. Ich kann mich wirklich schlecht abgrenzen, bin sehr sensibel und nehme mir alles sehr zu Herzen. Wo lernt man das denn, sich abzugrenzen und auch mal richtig resolut zu werden?

Das mit der Kur habe ich gestern schon in die Wege geleitet. Meine Hausärztin ist allerdings erst in 2006 wieder in ihrer Praxis.

Wo sitzt denn die "Familienhilfe"? Kann mir da jemand einen Tip geben? Diese Institution fällt hier als Begriff sehr häufig und ich kann in unseren städtischen Gelben Seiten nichts entdecken.

Liebdrück

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bitte erhol dich gut!!!

Antwort von shortie am 28.12.2005, 18:35 Uhr

das ist mein dringenster rat:
du must dich entlasten!
ich hatte letztes jahr genau das gleiche, vorgeschcihte ähnlcih wie bei dir,
erst im kkh habe ich mich erholt und die kinder in der zeit zu meinen eltern geschickt. (habe man etc., aber alles nur selten greifbar wenn wirklcih nötig, *g*)

ich habe das ganze jahr an den folgen der lungsentzündung gebastelt und werde erst jetzt wieder fitter.
das ist nicht zum drüberhersehen!!!

gute, gute besserung von meiner seite
shortie

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Re: noch was wegen der Konsequenzen fürs böse sein

Antwort von tachpost am 28.12.2005, 19:40 Uhr

Hallo,

soweit ich weiss,gibt es eine Familienhilfe von der Krankenkasse,dafür bräuchtest Du ein Attest von deinem hausarzt,was wohl das kleinere Problem ist.

Rufst am besten gleich morgen bei deiner Krankenkasse an,und erkundigst Dich.

Wünsch dir gute Besserung
Gruss
Birgit

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Familienhilfe

Antwort von Suka73 am 28.12.2005, 20:15 Uhr

gibt google nichts her? Such doch mal unter FAmilienhilfe und dem Namen Deiner Stadt. Ich bin mir sicher, da wirst was finden.

Kopf hoch. Sich abzugrenzen... sowas ist ein langer Prozess. Gerade, wenn man sehr sensibel ist, bin ich ja auch. Die dicke Elefantenhaut kommt erst nach einer Weile. Wichtig ist, dass DU weißt zusammen mit dem Pa vom Kleinen, dass das, was Du machst, richtig ist und Du mußt dahinter stehen. Was andere Leute sagen kann Dir herzlich egal sein. Und wenn der Schwiegermama sooo viel dran liegt, dass nicht noch mehr Unruhe reinkommt, dann soll sie sich raushalten. Du weißt ja, viele Köche verderben den Brei :o)

LG Sue

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@Traumfänger - Familienhilfe

Antwort von riut46 am 29.12.2005, 1:55 Uhr

Hallo Tanja,
siehe unter: http://www.haus-fuer-erziehungshilfe.de/
Meine "Familienhilfe" ist eine Diplom-Sozialpädagogin, eine echte Hilfe für meine Kinder und mich. Sie arbeitet für einen Verein der auf verschiedenen Ebenen der Familien und Jugendhilfe arbeitet.
Bezahlt wird diese Maßnahme vom Jugendamt, also würde ich an deiner Stelle dort nachfragen.

LG Roland

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@shortie .... wie entlastest du dich?

Antwort von Traumfänger am 29.12.2005, 10:17 Uhr

Hallo Shortie. Wie hast Du denn Entlastung gefunden?

Meine langjährigen Freunde sind alle Single und haben keine Kinder. Die arbeiten bis abends um 20 Uhr in Führungspositionen und gehen danach noch auf After-Work-Parties und ins Fitneßstudio.

Gut, die kaufen mir dann mal ein (wie jetzt im Moment, wo ich krank bin) oder bringen mir eine Suppe, rufen an, etc. Kein Problem, bei Umzügen etc. Aber den Kleinen mal betreuen? No way. Schwierig, zumal er meist um 20 Uhr ins Bett geht.

Der andere Teil, die "Mamas", habe ich erst nach und nach kennengelernt. Drei enge Freundinnen habe ich hier in der Gegend, wo ich erst seit 2 Jahren nach der Trennung lebe - eine ist Hausfrau, hat selbst 3 Kinder hat und total überfordert ist, die anderen beiden arbeiten den ganzen Tag und die Kinder sind in der KiTa und abends bei der Oma.

Juniors eine Oma (meine Schwiegermutter) ist ein echter Drachen, ich kann sie nicht ausstehen, sie würgt mir einen rein, wo es nur geht (das war auch mit ein Trennungsgrund). Kennt Ihr das Buch "Hilfe, ich lebe mit einem Kindmann!" ??? Da erkenne ich gerade die kranke Beziehung mit meinem EX. Er ist total auf seine Eltern fixiert, kriegt nichts allein auf die Reihe und total unreif. Aber den dicken Manager markieren, ein fettes Auto vorzeigen und Designerhemden tragen! Mein Ex rennt wegen jedem Wehwehchen noch im Alter von 31 Jahren zu seiner Mama. Es ist und war zum Kotzen. Trotzdem: wenn sie sich bereit erklärt, Junior mal alle 2 Wochen für einen Nachmittag zu nehmen, fände ich das echt klasse! Früher hatten wir das auch, 1 Omatag pro Woche, es gab mit ihr erziehungs- technisch oft Streß, weil sie sich in alles reinhängt wie ein Tauchsieder und mein Ex immer "Ja, Mama. Natürlich, Mama!" Es wundert mich echt, daß er jetzt zu mir hält! Aber es wäre nicht schlecht, denn immerhin ist sie eine sehr gute Oma.

Meine Mutter scheidet völlig aus. Sie hat mich früher viel geschlagen, daher haben wir ein mieses Verhältnis. Sie macht mich immer nur nieder und redet kein liebes Wort über mich. Andere machen alles ganz toll, aber ich? Ich bin blöd und kriege nie was im Leben zustande. Danke, das brauche ich nicht. Außerdem ist sie der Meinung "Ich bin die Oma und kann meinen Enkel schlagen wie ich will." Da zieht es mir die Nackenhaare zusammen, diese Frau bitte nicht!

Babysitter? Kann ich mir fast nie leisten, nur wenn ich arbeiten gehen muß und unterm Strich noch etwas rauskommt. Dann geht das. Aber mal für mich, um wegzugehen? Wovon denn?

Das einzige Mal, wo ich mal rauskomme, ist, wenn mein Kleiner alle 2 Wochen bei meinem EX ist. Oder ich treffe mich mal vormittags zum Frühstücken mit einer Freundin.

Die Gegend, in der wir wohnen, finde ich auch ganz schrecklich. Viele Asoziale (Alkoholiker, die ihre Frauen verprügeln und rumkreischen), viele Ausländerfamilien, gegen die ich nichts habe, ich meine nur die, die zur ersten Kategorie gehören (zum Teil netter als die erste Gruppe).

Es gibt auch "normale und nette" Kontakte in der Nachbarschaft. Aber ich komme mir hier vor, als sei der soziale Abstieg vorprogrammiert, als hätte mein Kleiner keine Wahl als später in eine Gang einzutreten. Ich male alles derzeit ziemlich schwarz, fürchte ich.

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@suka73.... du bist doch taff !!!

Antwort von Traumfänger am 29.12.2005, 10:24 Uhr

Hallo Sue,
ich finde, dass Du - zumindest von dem, was ich hier lese - eine tolle Frau bist, die viel kämpft und viel auf die Beine gestellt hat. Ich dagegen komme mir wie ein Mäuschen vor. Bisher war ich immer so stark, habe versucht, etwas zu erreichen, eine Arbeit zu finden, aber an allem bin ich zurückgeprallt. Alles, was ich anfange, entpuppt sich als Desaster. Meine Psychologin meinte, das sei typisch für ein Burnout, man würde immer nur das sehen, was man nicht geschafft hat statt seinen Augenmerk auf das zu richten, was man geschafft hat.
Ich habe immer gekämpft, Schicksalsschläge erlitten, auch schwere, als Kind, und bin immer wieder aufgestanden. Im Moment fehlt mir die Kraft dazu. Ich bin froh, wenn ich mein Kind versorgen kann, ihn in den Kindergarten bringe, dazwischen etwas hinbekomme und ihn danach abhole und es schaffe, ihn in den Musikkurs zu bringen. Bin froh, wenn ich es schaffe, daß er nicht den ganzen Tag weint, sondern glücklich ist. Was ich empfinde, weiß ich im Moment nicht. Da ist nur Müdigkeit und totale Erschöpfung. Wenn ich es geschafft habe, dem Kleinen eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen und sehe, wie er friedlich schläft, dann falle ich gerade noch auf die Couch, ins Schlafzimmer schaffe ich es meist nicht mehr, und schlafe sofort ein.

Ich bewundere Dich dafür, daß Du Vollzeit arbeitest und Deinen Kindern dennoch so eine gute Mutter bist und den Alltag so toll strukturiert hast. Ich habe das Gefühl, ich schleppe mich so durch, aber nicht wirklich mit viel Elan und Freude. Bei Dir ist eine ganze Menge Kraft spürbar.

Wo ist die bei mir hin? Immer nur kämpfen, auf die Nase fallen, hat mich derzeit entmutigt und zermürbt.

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@Roland

Antwort von Traumfänger am 29.12.2005, 11:29 Uhr

Ich danke Dir, darüber habe ich jetzt endlich was gefunden.

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