Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Cora und Max am 02.07.2003, 0:05 Uhr

Ich nochmal

Habe eben schonmal gepostet. Wollte nur nochmal anfragen. wißt ihr eventuell eine Stelle, wo man sich mit diesen ganzen Problemen hinwenden kann? Die einem einfach zuhören und gegebenfalls mir sagen können, wohin ich mich mit verschiedenen Sachen wenden kann?
Jugendamt? Ich wohne in einer Großstadt, da ist das jugendamt total unterteilt. Ich kenne dort halt die Abteilung, die für die Vergabe der Kitaplätze zuständig ist und die Unterhaltsvorschußstelle, mehr nicht. Jede Abteilung ist auch an ganz verschiedenen Orten untergebracht.
Oder Caritas? Aber wonach soll ich fragen?
Hab mir eben wieder mein schlafendes Kind angeschaut und mußte heulen. Komme mir um die Zeit mit ihm betrogen, dabei bin ich auch sehr froh über meine Ausbildung. Aber der kleine Kerl, er hätte etwas viel besseres verdiend. Eine Mama, die Zeit für ihn hat.
LG Cora

 
5 Antworten:

Re: Ich nochmal

Antwort von Nina3 am 02.07.2003, 7:18 Uhr

Hallo Cora!

Was für eine Ausbildung machst du eigentlich? Schön wärs gewesen, wenn du in den Sommerferien vielleicht hättest eine Mutter-Kind-Kur machen können - wie wärs denn nächstes Jahr? In der Schule würdest du nichts verpassen, wenn der Arzt den Termin im Gutachten empfehlt?
Ansonsten, was soll ich schreiben? Es ist eine blöde Situation! Aber du investierst zur Zeit ja in eure Zukunft. Wenn du dann nach der Ausbildung halbtags arbeiten gehst, bekommst du ja ggf. noch Wohngeld und andere Zuschüsse, so dass ihr zumindest über die Runden kommt. Mit deinen Eltern würde ich ganz klar reden, dass du die Wochenenden mit Max allein brauchst. Wenn deine Eltern die Zeit hätten, dann könnten sie Max ja mal eher von der Kita abholen, schon nach Hause bringen und ein bissel was zum Abendbrot vorbereiten. Wenn du dann Heim kommst, kannst du essen und mit Max spielen. Klappt natürlich nur wenn zumindest ein "Großelternteil" nachmittags Zeit hat oder wenn einer von beiden Urlaub hat?
Mir persönlich ist die Zeit mit meinen Zwergen besonders wertvoll, wenn wir allein sind und ich verstehe durchaus was du meinst. Ich bin zwar zur Zeit noch im Erziehungsurlaub, aber seit ich mit den Zwillis alleine wohne, sind ständig Leute um uns rum. Ist ja lieb gemeint - aber manchmal nervts und ich bin heilfroh, wenn wir mal kein "Programm" haben, sondern mal bis mittags in unseren Schlafsachen rumlaufen können und einfach nur das machen wo wir (also vermeintlich wir, die Zwillis haben noch nicht so die Meinung bzw. können sie noch nicht so zur Sprache bringen) lust zu haben. Ich denke jeder braucht diese Zeit und irgendwas solltest du unternehmen, um ein bissel Freiraum zu bekommen!

Ganz liebe Grüße und viel Durchhaltevermögen

Nina

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Kopf hoch! (Oh, etwas lang)

Antwort von Jeannette Malina am 02.07.2003, 9:49 Uhr

Hallo,

Kopf hoch! Es gibt bestimmt auch bei Dir in Deiner Nähe eine "Familien-und Erziehungs-Beratungsstelle", so heißen die jedenfalls bei uns. Da kann man sich auch hinwenden, wenn man alleine sein Kind erzieht und einfach kein Land mehr sieht. Die wollen da nicht in Deine Erziehung fuschen, sie zeigen aber vielleicht Wege die Du jetzt garnicht vor lauter Stress siehst.
Eines weiß ich ganz genau: Deinem Kind geht es gut, wenn es DIR gut geht!
Es merkt das Du mit der Situation unzufrieden bist.
Vielleicht hilft es Dir ein ganz klein wenig sich daran zu erinnern was Du hast. Der Vater des Kleinen interessiert sich für ihn und er ist keine Gefahr für seinen Sohn, die Großeltern möchten ihn auch hin und wieder sehen. Bestimmt reicht es Dir oft und alle sollen sich am liebsten zum Teufel scheren, aber diese Leute bedeuten auch Familie.
Der Vater meiner Kinder war eine tödliche Gefahr für meine Kinder und mich. Er veränderte sich und ein Leben mit ihm war nicht mehr möglich. Ich mußte gehen und alles zurücklassen. Mein Sohn (damals 9) ließ seine Freunde, Kleidung,Spielsachen, einfach alles zurück. Wir bekamen eine geheime Adresse und selbst das half nichts.
Meine Familie schützte uns mit hilfe der Polizei und gab uns Halt.
Mein Arbeitsweg beträgt noch immer
1 Stunde und 45 Minuten (eine Strecke). Ich bin meinem Arbeitgeber sehr dankbar das er mir in dieser schweren Zeit eine Chance gab, denn ich war mit den Nerven damals mehr als fertig.
Meine Tochter war zum Zeitpunkt der Trennung gerade mal 4 Monate alt. Es hieß also für mich zwei Kinder zu beschützen und psychisch aufzufangen.
Der Vater wollte dann unbedingt Kontakt zu den Kindern und im Jugendamt (trotz geheimer Anschrift) mußte ich ihm einen betreuten Umgang gewären. Dort kam es dann zu einem Übergriff vom Vater auf die Mitarbeiter und alle Kontakte wurden abgeblasen. Heute ist mein Sohn 16 Jahre alt, ein normaler Jugendlicher der nie so werden will wie sein Vater. Meine Tochter ist 8 Jahre alt und kennt ihren Vater nicht, wenn ihr Vater eine Verhaltenstherapie macht, muß sie ihn kennenlernen. Ob sie will oder nicht.
Ich lebe in einer festen Partnerschaft und mein jetziger Mann ist für meine Kinder ein echter Vater. Meiner Tochter mußten wir Kindgerecht erklären was Sache ist und das sie einen Vater hat der sie irgenwann sehen will. Ich fürchte mich davor. Ich habe Angst das er dem Kind versucht etwas zu tun, genau wie damals. Aber noch ist es nicht so weit und vielleicht kommt es nie dazu.
Was ich Dir mit meiner Geschichte sagen will ist, egal wie unten Du Dich fühlst, besinne Dich auf die guten Dinge die sich Dir und Deinem Kleinen bieten. Eine Ausbildung zu haben ist nicht gerade wenig, egal wie man es dreht.
Komm erstmal zur Ruhe, vielleicht überdenkst Du Deine Situation einmal ganz für Dich.
In dem Augenblick wo ich nicht mehr weiter wußte und mir Rat holen mußte, sah ich , das ich nicht alleine war.
Wie gesagt, wenn Du voll hinter den Entscheidungen stehst, dann wird es auch für Deinen Kleinen weniger schwer.
Vielleicht genießt er auch die Zeit mit seinem Papa, ich beneide Dich darum das es so bei euch ablief mit der Trennung und Du ihm das Kind ohne Angst überlassen kannst.

Egal welchen weiteren Weg Du einschlägst, Du machst es richtig wenn Du Dir Zeit nimmst.

Liebe Grüße
Jeannette

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Re: Kopf hoch! (Oh, etwas lang)

Antwort von Johnson am 02.07.2003, 22:04 Uhr

Hallo Jeannette,
ich bin auch entsetzt darüber, wie Kinder in hochstreitigen und gefährlichen Fällen zum Umgang mit ihren Vätern gezwungen werden können. Andererseits werden aber Väter nicht gezwungen, sich um ihre Kinder zu kümmern.
Es gibt eine Initiative in Mannheim von betroffenen Müttern. Außerdem gibt es ein neues Buch zum Thema. Es heißt "Verrat am Kindeswohl" von Anita Heiliger und Traudl Wischnewski, Verlag Frauenoffensive, 2003, 16,40 Euro.
Kennst Du das?
Alles Gute!
Heike

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Re: Kopf hoch! (Oh, etwas lang)

Antwort von Jeannette Malina am 03.07.2003, 7:57 Uhr

Hallo Heike,

danke für die Buchempfehlung. Nein, diese Buch kannte ich nicht aber ich werde es mir kaufen.
Das sogenannte Kindschaftsrecht ist ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre.
Es ist eine Keule und wird auch meist erbarmungslos eingesetzt und zwar gegen die Schwächsten in der ganzen Kette,die Kinder. Der Vater meiner Kinder zahlt keinen Unterhalt, er kann angeblich nicht. Unterhaltsvorschuß bekommen meine Kinder auch nicht mehr, mein Sohn ist ja älter als 12 und für meine Tochter ist die Höchstzeit abgelaufen.
Da ich arbeite und mein Vedienst wohl höher ist, als er sein darf, bekommen meine Kinder nichts, von niemanden.
Wenn es nicht meinen Partner gäbe, sähe es sehr finster aus. Gern würden wir heiraten, aber wie steht es mit dem Namen? Meine Kinder würden gern den Namen meines Partners, ihres sozialen Vaters tragen, der leibliche Vater also mein gechiedener Ehemann müsste aber die Zustimmung geben,- und die würde er nie geben. Nicht weil er an seinen Kindern hängen würde, sondern weil er uns einen Strich durch die Rechnung machen kann. Das Jugendamt würde eingeschaltet werden müssen und das Gericht darüber entscheiden. Also bedeutete dies für meine Kinder wieder Gerichtstermine, wieder Stellungnahmen und es würde das Risiko erhöhen das der leibliche Vater sich wieder zu unüberlegten und extremen Aktionen hinreißen läßt. Heiraten und jeder behielte seinen Namen, auch eine Möglichkeit, aber ein Name sagt doch auch etwas über die Familie aus. Ein Name, eine Familie. So sieht es jedenfalls meine Tochter. Den Namen meines geschiedenen Mannes könnte ja auch mein Lebenspartner annehmen, aber das will weder ich noch meine Kinder.
Also bleibt alles wie es ist, vorerst.

Danke noch einmal für die Buchempfehlung.
Schöne Grüße
Jeannette

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Re: Ich nochmal

Antwort von Prinz am 03.07.2003, 13:05 Uhr

Hallo Cora,

habe meinen Sohn während der Ausbildung bekommen und ihn mit 3 Monaten in ein KiTa gebracht.
Ihc habe damals auf 85%-Basis die Ausbildung beendet und bin auch auf dieses Basis übernommen worden. Rede doch mal mit Deiner Personalabteilung / Ausbildern / Betriebs- oder Personalabeilung, ob es eine Möglichkeit gäbe, es zeitlich etwas zu reduzieren. Während der schulzeit geht das glaube ich nicht, aber für die betriebliche Zeit vielleicht.

Ansonsten würde ich auch versuchen, es wie Nina3 zu machen, denn wenn die Großeltern immer nur fordern, sollen sie halt mal mit anpaken! Vielleicht können sie ja auch 1 oder 2 Abende die Woche fest kommen, einen teil der anfallenden Hausarbeiten und das Abendessen übernehmen? Und wenn ihnen das nicht passt, müssen sie sich eben danach richten, wann Du wirklich Zeit hast! Basta!

Viel Glück und alles Gute,

Prinz

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