Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Leena am 25.04.2005, 19:43 Uhr

Ich hätte mal eine Frage

Wahrscheinlich klingt aber jede Trennung, je nach Erzähler, sehr unterschiedlich...

Mein Ex-Partners würde Dir wahrscheinlich erzählen, dass er immer alles für mich getan hätte, ich aber sehr undankbar gewesen sei, ich hätte ihn ja sowieso nur gebraucht, um schwanger zu werden, und ihn dann prompt verlassen, und vielleicht wäre das Kind ja sowieso nicht von ihm, denn sonst hätte ich ja garantiert Unterhalt von ihm gefordert. Mein Verhalten hätte ihn, nach all der Zeit, in der wir zusammen war, so sehr verletzt, dass er es einfach nicht erträgt, in irgendeiner Weise Kontakt zum Kind aufzubauen, da sieht er das Kind lieber überhaupt nicht.

Ich würde dagegen erzählen, dass wir uns gemeinsam ein Kind gewünscht haben, aber kaum dass ich schwanger war, hat er es sich noch einmal überlegt, er würde es doch nicht ertragen, wenn ich neben ihm noch einen anderen Menschen lieben würde, also sollte ich doch lieber abtreiben - was ich nicht so sah. Hinzu kamen Problem aufgrund seiner psychischen Erkrankung (manisch-depressiv), mit der ich "in guten Zeiten" zwar einigermaßen umgehen konnte, aber in "schlechten Zeiten" war es einfach nur grauenvoll. Dadurch bedingt schmiss er auch seine Ausbildung, was er mir aber nicht erzählte, sondern so tat, als ob er doch arbeiten ginge, aber alle würden ihn mobben, es wäre unerträglich etc., es gab etliche Probleme, und ab einem gewissen Punkt fühlte ich mich nur noch überfordert, meine Kraft reichte einfach nicht mehr, für zwei konnte ich ja noch stark sein, aber nicht für drei. Außerdem dachte er, jetzt, wo ich von ihm schwanger war, könnte er mir die Bedingungen diktieren, unter denen er weiter mit mir zusammen sein würde - aber ich wollte und konnte nicht mehr. Vorher hatte er mir immer wieder mit Selbstmord gedroht, falls ich ihn verlassen sollte, falls ich nicht täte, was er wolle, ... Als die Trennung dann endlich ausgesprochen war (von mir), kam ich mir vor, als wäre ich im letzten Moment vor der Hinrichtung entgegen jeder Erwartung doch noch begnadigt worden, und ich konnte erstmals wieder tief einatmen...

Unterhalt von ihm wollte ich übrigens nicht, weil ich von ihm nichts möchte, was er uns nicht freiwillig gibt. Er weiß, wo er uns findet, zu seiner Familie halten wir auch weiterhin Kontakt, aber bisher möchte er (s.o.) sein Kind nicht sehen - mittlerweile ist es übrigens schon 6 Jahre alt, und sein leiblicher Vater hat es noch nie gesehen - bis auf einmal, als wir ihn zufällig in der Stadt gesehen haben, und er sich abgewandt hat, ohne auch nur einen einzigen Blick auf sein eigenes Kind zu werfen. Mir hat das weh getan, unser Kind kann (bisher) ganz gut damit umgehen, dass der leibliche Vater keine Zeit hat und vor allem keine Kraft, es zu sehen, weil er krank ist, das ist eben so... Aber manchmal kommen auch Aussagen, dass es keinen leiblichen Vater hat, weil es ihn noch nie gesehen hat - und dann zeige ich wieder Fotos, und das Kind schwärmt, wie hübsch der Vater doch sei, und dass es, wenn es groß ist, einmal hingehen wird und ihm sagen, wer es ist, und dann würde er wissen, dass es sein Kind ist... (Dann sind dann die Momente, wo ich am liebsten losheulen würde.)

 
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