Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von MarieMarie am 03.02.2004, 15:01 Uhr

ein Vater verabschiedet sich

Alex und ich kennen uns seit November 2003. Er sprach mich an, als ich it meiner kleinen Tochter (4) und Freundinnen in einer Kneipe war. Er wohnt in Nürnberg, ich in Berlin. Er sagt er liebt uns, kann sich alles mit mir vorstellen, Familie, Kinder usw. aber erst in ca zwei Jahren, weil er dann seine vor allem finanziellen Dinge geklärt hätte. Obwohl er wußte, daß ich schwanger werden könnte, haben wir ohne Kondom miteinander geschlafen und so ist ein Baby entstanden. Zuerst war er eher abgeneigt, dann freute er sich riesig, wünschte sich ein Mädchen und erzählte all seinen Freunden, daß wir Nachwuchs bekämen. Drei Wochen später am Telefon erklärte er dann, er habe es sich anders überlegt und wenn ich dieses Kind zu Welt brächte, würde er mich verlassen. Er wolle zur Zeit doch noch kein eigenes Kind. Ich solle meine Ansprüche geltend machen, r würde dann schon zahlen. Klingt alles sehr gewöhlich, Problem ist nur, ich glaube es ihm nicht wirklich. Dazu kommt, daß ich diesen Mann wirklich liebe und nicht verlieren möchte. Aber ich kann nicht mein eigenes Kind töten, von einem Mann den ich liebe, um ihn zu behalten!

Hat hier jemand Rat? Seit Sonntag ist Funkstille, als ich aus Nürnberg zurück gekommen bin, weil er halt meinte, ich solle dann lieber fahren.

Marie

 
17 Antworten:

Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von max am 03.02.2004, 15:21 Uhr

Ich würde mal abwarten. Abtreibung kommt ja für dich eh nicht in Frage wie du schreibst.
Viel. hat er nur Panik bekommen und muss das Ganze mal verarbeiten, sich seiner Gefühle klar werden,...
War bei meiner Freundin so ähnlich. Sie wurde nach 1 Woche schwanger. Er wollte Abtreibung, sie nicht. Beide haben sich bei uns ausgeheult.
Und heute, 6 Jahre später ist er der stolzeste Vater den man sich vorstellen kann.

Es wird schon alles gut werden. Und wenn nicht, dann wirst du das Baby auch alleine groß kriegen.

lg max

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von Ma2000 am 03.02.2004, 15:23 Uhr

Laß denn Mann laufen du hast es doch schon einmal geschafft allso ist es nichts neues für dich und zahlan muß er ja

LG
MA2000

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von MarieMarie am 03.02.2004, 15:59 Uhr

Ich will aber nicht sein Geld, ich arbeite Vollzeit verdiene übersurchschnittlich und wenn ich -zum Glück!- auf eines nicht angewiesen bin, dann ist es Unterhalt in ohnehin lächerlicher Höhe.

Ich liebe diesen Mann und möcht ihn und sein Kind...

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von MarieMarie am 03.02.2004, 16:05 Uhr

Panik hat er, das gibt er ganz offen zu. Hier passiert grad etwas, daß er nicht kontrollieren kann und das macht ihm Angst. Dazu kommt, daß er traditioneller Bayer ist, für den das Bild der Familie anders aussieht, als daß Frau und Kind 450 km weit entfernt leben.

Wie kann jemand, der sagt, daß er mich liebt, gemütlich Zeitung lesen, während ich meine Sachen packe und seine Wohnung verlasse?

Klar werd ich erst einmal abwarten, klar hab ich es schon mal allein geschafft und klar werd ich es wieder schaffen: aber wo ein Kind ist, gehört auch ein Vater hin. Und ich will´s ihm auch nicht so einfach machen, daß ich gar nicht um ihn kämpfe. Und das warten ist das Schlimmste im Moment.

Marie

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von RainerM am 03.02.2004, 16:10 Uhr

Hi Marie,
seine Vorderung, die SS zu beenden, ist schon ein dickes Ding, finde ich.
Vielleicht ist es eune unreife Reaktion, vielleicht ist es eine wirklich erpresserische Absicht...

Ausserdem glaube ich nicht, dass man mit einer solchen Handlung eine Beziehung retten könnte und darum solltest du deine Entscheidung für oder gegen ein Kind davon losgelöst treffen.

Ob der kindesunterhalt tatsächlich lächerlich ist, würde ich nicht glauben.
Mag sein, dass einem 192Euro in den ersten 6 Lebensjahren wenig vorkommen, aber es sind fast 380DM und zusammen mit dem Kindergeld dann fast 680DM, und davon sollte man/frau ein Kleinkind über die Runden bringen können.
Von daher kommt mir deine Verzichtserklärung nicht so glaubwürdig vor.

Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr als Eltern einen Weg finden werdet, euer Kind in den Mittelpunkt zu stellen.

cu

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von Kathrinchen79 am 03.02.2004, 16:16 Uhr

Hallo!

Also ich würde mir an Deiner Stelle eher keine großen Hoffnungen machen. Und er sagte ja vorher, er müßte erst einiges klären. Und seit November 03... Das sind ja nun gerade mal knapp 3 Monate, ich bin mir unsicher, ob man in dieser Zeit einen Menschen wirklich so kennt wie er ist und ihn einschätzen kann. Vielleicht hat er ja gemerkt, daß das alles doch nichts für ihn ist. Dann finde ich es schon ehrlich und besser wenn er das jetzt sagt, als später. Anders würde ich das sehen, wenn ihr was weiß ich wie lange zusammen gewesen wärt... Dann würde ich auch sagen, da stimmt doch was nicht bei ihm.

Und wer weiß, selbst wenn du abtreiben würdest (nur mal theoretisch), wer gibt dir die Gewissheit, das er dich dann nicht verläßt? Vielleicht schiebt er das nur vor als Grund. Ich weiß aus eigener Erfahrung, sowas will man natürlich selbst nicht wahr haben... Aber ausschließen würde ich diese Möglichkeiten nicht.

Versuch dich nicht weiter an ihn zu klammern, gerade bei dieser Entfernung machst du dich damit kaputt, und dem Baby tut das bestimmt nicht gut.

LG, Kathrin

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von SüßeMaus am 04.02.2004, 14:05 Uhr

auf den unterhalt würde ich auf keinen fall verzichten. was würdest du deinem kind finanziell antun. und wer kann das geld nicht gebrauchen??????????
ist es nicht möglich berlin zu verlassen und so richtig auf familie machen, so wie ihr beiden es euch wünscht.

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@RainerM

Antwort von sophieno am 04.02.2004, 19:34 Uhr

RainerM schrieb: Mag sein, dass einem 192Euro in den ersten 6 Lebensjahren wenig vorkommen, aber es sind fast 380DM und zusammen mit dem Kindergeld dann fast 680DM, und davon sollte man/frau ein Kleinkind über die Runden bringen können.
Von daher kommt mir deine Verzichtserklärung nicht so glaubwürdig vor.


Das find ich ziemlich keck so ne Rechnung, muss ich ehrlich sagen. Ich arbeite auch fast voll und habe allein an Betreuungskosten für meine Tochter 144 Euro für den Kindergarten, dazu kommen nochmal etwa 400 Euro für Babysitter, weil ich im Schichtdienst arbeite, die Zeiten durch den Kiga nicht abgedeckt werden. Also ich lande locker bei mehr als 500 Euro nur für die Betreuung pro Monat. Und da hat meine Kleine noch nix angezogen und nix gegessen und auch noch keine musikalische Früherziehung, Turnen usw. gemacht. Insofern finde ich 192 Euro für einen Vater, der sich nicht mal um sein Kind kümmert einen sehr billigen Spaß.
sophieno

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von sterntaler am 04.02.2004, 19:47 Uhr

hallo marie,...

"Wie kann jemand, der sagt, daß er mich liebt, gemütlich Zeitung lesen, während ich meine Sachen packe und seine Wohnung verlasse?"

tja,...das frage ich mich auch!!(:o(

viel glück und laß dich nie "verbiegen", sondern bleib dir selbst treu! ;o)

sterntaler & co

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Re: @sophieno

Antwort von RainerM am 05.02.2004, 8:32 Uhr

Hi,
ich finde, du verdrehst den Sinn meiner Aussage.

Meine Aussage richtete sich GEGEN die Meinung von MarieMarie, dass sie auf die paar Euro KU gerne verzichten kann...

Ich wollte lediglich gegenhalten, dass das etwas voreilig von ihr ist.

Abgesehen davon denke ich, dass es nunmal Aufgabe beider Eltern ist, die Kosten für die Kinder aufzubringen.
Wohn- und Betreuungskosten trägt der betreuende Elternteil und darum trägt der getrenntlebende Elterteil den Barunterhalt alleine.

Deine Rechnung kann ich nachvollziehen.

Übrigens komme ich auch auf diese Kosten.
Auch ich muss "nur" 192Euro KU für meinen Sohn zahlen.
Aber zusammen mit den Fahrkosten (1200Km/Monat) und den Versorgungskosten an "meinen" Wochenenden und sonstige "Zuschüsse" komme ich auch locker auf 500Euro/Monat.

Sicherlich kommt seine Mutter auf einen ähnlichen Betrag.... somit kostet unser Sohn ca 1000Euro/Monat....

Und jetzt frage ich mich, wie manche 5-köpfige Familie von 1500-2000Euro/Monat überhaupt existieren kann, und davon gibt es garnichtmaol so wenige.

Nur haben soolche Überlegungen nichts mit dem zu tun, worauf ich ursprünglich hinaus wollte.
cu

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@sophieno

Antwort von DorisL am 05.02.2004, 9:43 Uhr

Hallo,

ich weiss nicht, ob dir Folgendes bekannt ist:
Wenn du mit deinem Ex-Partner verheiratet warst, wird beim Ehegattenunterhalt der "Betreuungsbonus" mit eingerechnet. Wenn ihr nicht verheiratet wart, kannst du die Betreuungskosten steuerlich absetzen, bzw. eventuel einen Zuschuss vom Jungendamt bekommen.

Abgesehen davon stimme ich dir völlig bei. Ich finde gerade in den unteren Einkommensstufen den Kindesunterhalt geradezu lächerlich :-(. Er soll ja nicht nur die reellen Kosten deckten, sondern auch die finanzielle Nachteile, die dem betreuenden Elternteil enstehen durch Gehaltseinbußungen.

Zumindest kenne ich keine AEs mit sehr kleinen Kindern, die sich voll und ganz auf ihre Karriere konzentrieren können :-((.

Liebe Grüße,

Doris

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Re: @DorisL

Antwort von RainerM am 05.02.2004, 9:59 Uhr

Hi Doris,

"sondern auch die finanzielle Nachteile, die dem betreuenden Elternteil enstehen durch Gehaltseinbußungen. "

Das stimmt nicht.
Beide Eltern sind zu Unterhalt verpflichtet.
Der betreuende Elternteil leistet den Unterhalt durch die betreuung, was bedeutet dass er die Wohnung stellt, und entweder das Kind selber betreut, oder sich um die Betreuung kümmert.

Der andere ET leistet den Barunterhalt, also er stellt die Kosten für Ernärung und Bekleidung etc des Kindes.

Die Höhe des Bar-Unterhaltes richtet sich nach der Leistungsfähigkeit, bzw die Unterstützung richtet sich nach der Lebensstellung des Barunterhaltspflichtigen.

Eine Unterstützung/Nachteilsausgleich für den betreuenden ET wird durch den Kindesunterhalt NICHT abgegolten.
Es geht beim Kindesunterhalt nur um das Kind.

Und zu deiner Aussage, dass der KU für die unteren Einkommen zu gering sei, folgendes:

Jemand mit einem Einkommen von bis 1300Euro muss auch 192Euro/Kind zahlen.

Wie gesagt, der Lebensstandard des Kindes soll sich an der Lebensstellung des Barunterhaltspflichtigen richten, und da sehe ich eher eine Schieflage zum Nachteil des Unterhaltszahlers.

Und der Betreuungsunterhalt, den der betreuende Elternteil leistet, bezieht sich eben auch auf die Betreuungskosten, so wie der Barunterhaltspflichtige sämtliche Umgangskosten auch selber zu tragen hat.
cu

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Re: @Rainer

Antwort von sophieno am 05.02.2004, 12:43 Uhr

ich finde, du verdrehst den Sinn meiner Aussage.
RainerM schrieb:
Meine Aussage richtete sich GEGEN die Meinung von MarieMarie, dass sie auf die paar Euro KU gerne verzichten kann...Ich wollte lediglich gegenhalten, dass das etwas voreilig von ihr ist.

Entschuldigung, da hab ich dich falsch verstanden!
sophieno

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Re: @Rainer

Antwort von DorisL am 05.02.2004, 12:48 Uhr

Hallo,

ich musste deine Anwort erst drei mal lesen, bevor ich sie verstanden habe ;-).

Wir schreiben an einander vorbei, bzw. ich habe mich mal wieder undeutlich ausgedrückt. Meine Kritik galt unserem "System" und nicht der Höhe des Kindesunterhalts an sich.

Ich bin ganz deiner Meinung, dass gerade in den niedrigen Einkommensstufen der Kindesunterhalt proportional gesehen recht hoch angesetzt ist. Meinem Mann bleibt zumindest kaum noch etwas zum Leben übrig.

Anderseits gleicht der Kindesunterhalt in der Regel den Einkommensverlust des betreuuenden Elternteils nicht aus. Ist ja auch nicht Sinn und Zweck des KINDESunterhalts, auch da hast du Recht. Trotzdem empfinde ich es als unfair (vom Staat, nicht vom Ex-Partner wohlgemerkt) mit unter €200 pro Kind abgespeist zu werden. Das liegt allerdings auch daran, dass ich nicht arbeiten gehen kann, weil meine Jüngste chronisch krank ist.

Mehr würde hier den Rahmen sprengen, bzw. ich möchte meine persönliche Situation nicht völlig offenlegen.

Ähm - habe ich mich jetzt verständlicher ausgedrückt? Mehr per Email wenn du magst, Addy steht oben :-).

Liebe Grüße,

Doris

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Re

Antwort von RainerM am 05.02.2004, 13:18 Uhr

Hi Doris,
jepp, nun verstehen wir uns besser ;o)

Das Grundproblem ist hier in D einfach, dass die Kosten eines Kindes, oder besonders mehrerer, enorm hoch sind.

Wenn dann noch, so wie hier in Niedersachesen, nach einem Politikwechsel zB die Lernmittefreiheit abgeschafft wird, was in anderen europäischen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist, verbessert das sie familiäre Situation überhaupt nicht.

Die Politik wird nie kapieren, warum man in D sowenig Kinder in die Welt setzt... udn da streiten die Politiker immer noch über Ganztags KiTas oder Schulen, über ein paar Euro Kindergeld etc etc

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Re:

Antwort von RainerM am 05.02.2004, 13:42 Uhr

Hi,
kein grund für eine entschuldigung, manchmal bin ich etwas umständlich in der ausdrucksweise etc pp

ausserdem bei dem trüben wetter.... wann ist nochmal sommeranfang?

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Re: ein Vater verabschiedet sich

Antwort von MarieMarie am 11.02.2004, 10:21 Uhr

Ich habe ihm gesagt, er habe alle Zeit die er braucht, um seine "Probleme" zu lösen. Finanziell und emotional kümmere ich mich um das Kleine. In zwei Jahren, das ist die Zeit, die er braucht, käme ich dann nach Nürnberg.

Will er nicht. Er will alles, nur ohne das zweite Kind. So sieht´s aus.

Das muß ich hinnehmen, auch wenn´s unglaublich schade ist und wahnsinnig weh tut.

Marie

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