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Geschrieben von wassermann63 am 09.01.2006, 17:05 Uhr

@brockdorf wegen capisce

Lieber Brockdorf,

lasse dir gesagt sein, dass ich mich einigermaßen intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt habe, aus persönlicher Wissensbegierde und weil ich u.a. als Büroleiterin des sogenannten Präsidentenbüros einer Umweltschutzorganisation tätig war. Ich kam also gar nicht umhin, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Soviel zum Thema "hast du dich auch wirklich damit beschäftigt" ;-)

Lasse mich eine meiner Aussagen korrigieren: Bio setzt auch artgerechte Haltung voraus. O.k. so?

Dann zum Thema: "capisce". Bitte, sei so nett, wenn schon polemische Schlussformel, dann wenigstens korrekt. Deshalb schreib in Zukunft besser: "hai capito?". So formuliert man das im Italienischen.

LG
Jacky

 
12 Antworten:

Re: @all habe eben die ganzen postings zu artgerecht gelesen und da viel mir etwas sehr schlimmes ein!

Antwort von JoVi66 am 09.01.2006, 18:16 Uhr

Kennt jemand von euch das "Cobe-Rind"?
Cobe ist eine Stadt in Japan und dieses Rindfleisch ist nachgewiesenermaßen, das zarteste, beste und teurste Rind. Kommt auch etwa auf einen Preis von ein paar 100 Euro /kg.
Wisst ihr, dass die Tiere dort regelrecht drangsaliert werden mit Massage?
Die Rinder müßen, den ganzen Tag stehen, werden aufgescheucht, wenn sie sich hinlegen, werden mit einer Art Sake den ganzen Tag eingerieben, bis zu 18-20 h am Tag und das ist Tierquälerei.
Da mein Mann gescvhäftlich oft in China und Japan ist, weiß ich , dass jedes erstklassige Restaurant Cobe-Beef anbietet. Kaum aber einer weiß, was die Tiere leiden müssen.
Gruß Johanna

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Re: Oh Gott, natürlich fiel :-))))))))

Antwort von JoVi66 am 09.01.2006, 18:17 Uhr

df

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Re: @all habe eben die ganzen postings zu artgerecht gelesen und da viel mir etwas sehr schlimmes ein!

Antwort von wassermann63 am 09.01.2006, 18:31 Uhr

*kicher* Hallole,

tatsächlich halte ich Massagen bei Kühen für nicht sonderlich artgerecht *öhm*, genauso wenig wie Musikbedüdelte Zucchini, die drei Meter lang werden ;-)

ABer alles in allem möchte ich an dieser Stelle mal unserer Ex-Umweltministerin Künast meinen Dank aussprechen, denn ihr ist es zu verdanken, wenn man heutzutage ohne größere Schwierigkeiten an Lebensmittel aus Bio- (und folglich auch artgerechter) Haltung bzw. Anbau rankommt und wenn das Bio-Siegel repräsentativ ist.

LG
JAcky

LG
JAcky

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Re: @all habe eben die ganzen postings zu artgerecht gelesen und da viel mir etwas sehr schlimmes ein!

Antwort von bröckchen am 09.01.2006, 18:37 Uhr

also ich bin auch der meinung das bio nicht gleich artgerecht ist!

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ups zu flott gewesen *g

Antwort von bröckchen am 09.01.2006, 18:42 Uhr

also noch mal *augenroll
ein "normaler" bauernhof hält seine tiere artgerecht und man kann da auch bedenkenlos kaufen.
ich kaufe auch beides!
ich finde viel viel erschreckender wie die ganzen bauern meiner meinung nach ausgebeutet werden.
gut euch mal den milchpreis (im supermarkt also nicht bio) an. was glaubt ihr was davon noch zum bauern kommt.. und vor allen was nach guter pflege und arbeit noch davon überbleibt?! darüber regt sich keiner auf und da wird nix gemacht! sehr traurig wie ich finde!
entweder es wird nur billig billig billiger gekauft oder sau teures bio (das oft einfach überbewertet und zu teuer verkauft wird.. meine meinung)
nur mal so .. für eine neue diskusion *gg
lg
Jill

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Re: ups zu flott gewesen *g

Antwort von emmal j. am 09.01.2006, 19:18 Uhr

Hmm..was verstehst Du denn unter einem "normalen" Bauernhof?

Einen Land- und Viehwirtschaftlichen Erzeuger oder einen kleinen Bilderbuchbauern, der eine Kuh, zwei Schweine ein paar Ziegen und ganz viele flauschige Entenküken hat?

Also die "normalen" Bauern hier aus meiner Nachbarschaft halten ihre Tiere nicht artgerecht.
Wobei man immer sehen muß, daß artgerecht nicht das gleiche ist wie den Auflagen entsprechend.
Denn die Auflagen muß jeder einhalten, das ist nur das "Minimum"..

Der Milchpreis wird gedrückt durch die Ostimporte, das ist in der Tat traurig.
So wie die Fleischpreise durch Massentierhaltung am äußeren Limit gedrückt werden.

Aber die ganze LWS ist einem Strukturwandel unterlegen, und das nicht erst seit gestern.
Der Prozess ist auch nicht aufzuhalten.


Allerdings, um über "glückliche Kühe" zu diskutieren, bedarf es erstmal einer Definition von glücklich....

Ein wirklich ARTGERECHT (nämlich auf der Weide) gehaltenes Rind wird leider nicht bezahlbar sein....

lg!

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Re: ups zu flott gewesen *g

Antwort von wassermann63 am 09.01.2006, 19:44 Uhr

Hallole,

lassen wir einfach diese feinen Unterschiede in der Auslegung feine Unterschiede sein. Wenn es den Bauern gibt, der seine Tiere konventionell hält, also unter Beachtung der gesetzlich vorgegebenen Mindestanforderungen, und der aber auch in der Lage ist, diese konventionelle Haltung so zu interpretieren und auszuführen, dass es zu einer artgerechten Haltung wird, dann ist das ein Pfundskerl :-) und ich zolle im höchsten Respekt.

Aber mir geht es garnicht darum, ob man es bio, bio-dynamisch oder sonstwie nennt. Sondern ich finde es schön und lobenswert, dass man sich wieder auf Ursprüngliches, Naturbelassenes besinnt. Denn dieser Weggang von den höchst-industriellen Be- und Verarbeitungen kommt meiner Familie und mir persönlich zu Gute. Das freut mich natürlich sehr.

Oder mal ganz banal: bei einer Bio-Kalbsknochenbrühe muss ich mir keine Gedanken über BSE machen :-)

LG
Jacky

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Re: ups zu flott gewesen *g

Antwort von bröckchen am 09.01.2006, 20:13 Uhr

kennst du eigentlich normale bauernhöfe?
nur mal so
aber recht hast du schon. wers sich leisten kann ist es sicher ne schöne sache.
ich würde persönlich aber nicht danach gehen ob der hof "bio" macht. sondern wie er gepflegt ist und es dort zu geht.
bei uns gibt es genug höfe die locker mit bio mit halten können.. also warum nicht?
und im übrigen halten hier eigentlich bis auf alte säcke (sorry) die nach der rente von 1900 noch immer weiter arbeiten ihre tiere nicht art gerecht.
ich greife niemanden an der bio kauft. wie gesagt ich kauf es auch gern. ich kann nur diese vorurteile gegen die "Normalen" bauern icht verstehen. das ist alles was ich damit sagen wollte
lg
und guten hunger ;-)
Jill

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@emmal

Antwort von bröckchen am 09.01.2006, 20:18 Uhr

habt ihr bei euch noch anbindehaltung oder wie? ansonsten ist ein normaler hof zb. ein milchviehbetrieb mit sagen wir mal 70 tieren. die jeden tag (gut winter nicht unbedingt) rauskommen und 2 mal täglich gemelkt werden. ordentlich versorgt usw. (freilaufställe ... auch gern mit der schon mal erwähnten bürste *g)
was daran ist denn nicht artgerecht?
lg
Jill
aber lassen wirs lieber. ich fürchte es führt zu weit

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Meintest Du jetzt mich??

Antwort von emmal j. am 09.01.2006, 20:23 Uhr

Das ist ja eben die Frage....was ist ein normaler Bauernhof?

Deshalb kann ich die Frage, ob ich einen solchen kenne nicht adhoc beantworten.

Aber ich wohne hier mitten auf dem Land auf einem Resthof, meine Nachbarn sind straßauf- und abwärts teilweise noch erzeugend und ich hab auch sonst sicher schon einiges gesehen, allein weil ich wegen der Pferde bissl rumkomme.

Genug, um zu sehen, daß die konventionellen Erzeuger sicher mal besser und mal schlechter sind, aber idr eben nicht besonders artgerecht halten.

Oder worum gehts?

lg!

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Re: @Jacky,and at all: im großen und ganzen......

Antwort von JoVi66 am 09.01.2006, 20:27 Uhr

....gebe ich dir schon recht, doch: Wenn wir wirklich so total zur unveränderten Natur zurückgehen, hat sich schon mal jemand überlegt ( wer schwanger war sicher), unbehandelte Milch Rohmilch kann höchste Gefahren bergen, die wir dank Herrn Pasteur nicht mehr haben. Auf der einen Seite wurden Nahrungsmittel ungefährlicher gemacht, auf der anderen wurde anschließend zuviel Einmischung in die Lebensmitelherstellung investiert.
Wir haben uns durch die Technisierung, Modernisierung schon ein gewisses Maß an Gesundheit erkauft, doch den Mittelweg zwischen zuwenig und zu viel findet man nicht so leicht.
Narütlich rede ich nicht über Massentierhaltung, wie wir sie aus vielen PETA Videos kennen, doch wo liegt das richtige Mittelmaß?
Wir trinken auch dem Kalb die Milch weg, oder Kühe werden zu Hochleistungssportlern hochgezüchtet und geben am Schluß 20-50 Liter M/d. Ich weiß nicht ob es für die Kuh so toll ist, tagtäglich am Zaspfhahn zu hängen! Also wo ist die Trennlinie Bio- artgerecht und wirklich artgerecht? Immerhin beuten wir sie ja als Nutztiere aus,k ob wir ihre Milch oder Eier essen oder sie selber schlachten. Wo ist die Grenze zwischen "humanem" Töten eines zur Nahrungsherstellung dienenden Tieres? Der Bolzenschußapparat, warten bis die Kuh von alleine stirbt ( das Kalb, der Ochs), nicht die Stunden und Tagelangen Transporte miteingerechnet? Wo sind die Grenzen?
Anscheinend definiert jeder seine eigene persönliche Grenze.
Dem Veganer ist selbst eine artgerechte, Tierschutzhaltung zuwieder.
Mir ist es nur wichtig, dass es aus dem Bioladen kommt, ein andere isst das abgepackte Zeug aus der Metro?
Wie bio sind wir und woher weiß ich, wenn ich in einen Bioladen gehe und mir weniger schöne Äpfel kaufe, dass sie wirklich Bio und ungespritzt sind oder einfach nur Äpfel zweiter Wahl?
Ich habe kein Labor in meiner Küche, in dem ich mein Abendessen zuerst analysieren kann. Ich muß mich darauf verlassen, was irgendeiner mir erzählt, oder was auf der Füllhotnpackung steht! Und es geht wohl den meisten so, die nicht wirklich persönlich den Bauern kennen, von dem sie alles beziehen.
Und, wie ist dies in einer Stadt sagen wir wie München nachvollziehbar?
Kaum.
Gruß Johanna

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@bröckchen

Antwort von maleja am 09.01.2006, 21:37 Uhr

Huhu Jill,

also, wie ich michund meine Familie ernähre, brauch ich Dir ja nicht mehr zu erklären (hast es ja selbst schon einige Male genießen dürfen, grins). Aber ich geb Dir sicherlich recht. Und deshalb kaufe ihc mein Fleisch auch ganz selten zwar, aber doch ab und zu beim MEtzger ein. Der widerrum bei den Bauern hier im Umland einkauft.

Ein BEkannter von mir hat selbst einen Schweinehof. Mit ihm habe ich mich kürzlich darüber unterhalten. Eine Anfrage von ihm ging durch den Gemeinderat. Er möchte nämlihc seine Anzahl der Zuchtsauen und Ferkel verdoppeln. Ich hab ihn daraufhin natürlihc ganz genau ausgequetscht. So von wegen Auslauf, Pflege etc. Und bei ihm bin ihc mir absolut sicher, dass er 100% korrekt ist. Also, von ihm ein Nicht-Biofleisch zu kaufen ist so falsch nicht. Allerdings sind seine ferkel mit Futter gefüttert, das ein Bioferkel nicht bekommt. Und wahrscheinlihc auch Medikamente. Also, ab und zu macht´s (hoffentlich) nichts aus. Aber ausschließlich würde ihc solches Fleisch doch nicht wollen.

Wann kommst Du eigentlich mal wieder zu mir zum Frühstücken? grins

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