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Geschrieben von lilke am 23.11.2018, 8:55 Uhr

Widerspruch: Kinderverzicht für den Klimschutz - Kinder für den Wohlstand

Der Wohlstand kann nur durch Population erhalten werden, gerade in unserem Rentensystem. Wenn jedes Elternpaar nur ein Kind hat, dann zahlt dieses Kind später quasi für beide die Rente. Zusätzlich für alle, die keine Kinder haben. Fallen die Kinder weg, fehlen die Arbeitskräfte, das Bruttosozialprodukt fällt, die Rentenkassen sind leer, die Sozialkassen sind leer und das System bricht zusammen.

Unser gesamtes Sozialsystem fußt darauf, dass es eine zahlenmäßig starke Generation gibt, die es erwirtschaftet. Das kann man ja aber nicht ins Ultimo treiben. Das System krankt daran, dass es erwartet, dass die der aktuell arbeitenden Generation nachfolgende IMMER größer ist als die ihr vorangehende es war. Also

Anzahl Kinder > Anzahl Arbeiter > Anzahl Rentner

Wie soll das funktionieren? Irgendwann müsste man dann vermutlich tatsächlich auf die Zahl von sieben Kindern pro Frau kommen um das Niveau zu halten. Da das aber aus den von dir genannten Gründen illusorisch ist, muss man die Anzahl der Arbeiter und Anzahl der Kinder irgendwie anders erhöhen. "Praktisch" sind dafür die Zuwanderer, denn die hat man als Kinder nicht finanzieren müssen, sie setzen aber neue Kinder in die Welt.

Idealerweise müsste man noch die Zahl der Rentner (vielleicht zuerst die mit hässlichen Hundekravatten?) durch konsequente Abschiebung dieser verringern.

Klimatechnisch ist das Problem, dass die Zahl der Menschen in 2. und 3. Welt-Ländern kontinuierlich steigt, die Lebensbedingungen dort aber dazu führen, dass die steigende Zahl an Menschen auch zu einer steigenden Zahl von Umweltsünden führt. Alternativ leben diese Menschen in menschenunwürdigen Bedingungen.

Eine Umverteilung der "zu vielen Menschen" auf die Länder mit "zu wenig Nachwuchs" ist aber halt auch nicht die Lösung, denn auch in "reichen" Ländern werden mehr Menschen zwangsläufig zu mehr Umweltverschmutzung führen. Vielleicht nicht so schnell, vielleicht nicht so dramatisch, vielleicht geordneter. Vielleicht auch nicht.

Mehr Menschen in armen Ländern heißt, dass diese in Slums leben, Arbeit suchen, Fabriken gebaut werden zur Billigproduktion für die reichen Länder.

Mehr Menschen in reichen Ländern heißt, dass diese einen gewissen Wohlstand auch erreichen wollen - und im Idealfall auch können. Es muss adäquater Wohnraum geschaffen werden. In Deutschland wird niemand mit 7 Kindern auf 60qm leben wollen. Die geforderten 7 Kindern führen also zu einem (mindestens) 9 Personen-Haushalt.

Der braucht Platz, der will Essen, der will Kleidung, der will seinen ihm im "reichen" Land doch zustehenden Luxus. Also verursacht er Produktion, verstärkt Massentierhaltung und den Monokultur-Anbau. Kurz er verursacht Umweltsünden. Die vielleicht nicht mal im "reichen" Land begangen werden, sondern weiterhin in den armen Ländern. Wo der Rest der Menschen, die nicht ins reiche Land ausgewandert sind, in noch mehr Fabriken zum Billiglohn unter schlechten Bedingungen arbeitet.

LG
Lilly

 
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