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Geschrieben von lastunicorn am 21.09.2013, 6:55 Uhr

Was sind notwendige Dinge für ein Kind?

Essen, Trinken und Bildung? Ist das nicht gesichert? Oder geht es mehr um Spielekonsolen, Fernreisen, qualifizierten Musikunterricht, Aussicht auf ein Staatsexamen, etc. ? Ich wette, das haben auch nicht alle Kinder, die gut situatiert aufwachsen. Die Grundlagen sind doch mit einer Grundsicherung abgedeckt. Kein Kind müsste hungern. Allerdings: der Aufwand, mit dem erziehungsunfähigen Eltern unter die Arme gegriffen werden muss, steigt immer weiter an. Eltern, die weder für sich noch für ihre Kinder alleine die Verantwortung übernehmen können, benötigen teure Hilfe, die am Ende nicht für Anderes eingesetzt werden kann. Ein Kind aus einer Familie heraus nehmen zu müssen, verursacht Kosten, die weit über dem Nettoeinkommen einer Durchschnittsfamilie liegen... das fehlt an anderer Stelle. Allerdings sicherlich grundsätzlich dort, wo sich die Eltern einen PC - gehört ja schon zur nicht pfändbaren Grundaustattung wie ein TV-Gerät, erzählte im letztens ein Gerichtsvollzieher) -, eine Playstation oder eine Schachtel Zigarretten am Tage leisten, die Prioritäten verschoben, wenn die Kinder dafür kein warmes Essen mehr auf den Tisch bekommen. Die Tafeln können zwar die Lebensmittel an Bedürftige für wenig Geld weiter geben... die "Lizenz zum Kochen" ist da natürlich nicht eingebaut. Wenn frisch gekochtes Essen als Luxus gilt, weil Mutter oder Vater maximal die Klappen vom Backofen oder der Mikrowelle bedient bekommen, dann herrscht eine ganz andere Form der Armut vor als in dem verlinkten Artikel angeprangert wird.

Zu dem finde ich es immer wieder erschreckend, mit welchem Egoismus Menschen, die selber gerade in schwierigen Lebenssituationen sind, Kinder geplant in die Welt setzen, weil sie sich gerade so sehr ein Kind wünschen. Diese gezielte "Produktion" in die relative Armut hinein, ist sicherlich ein Knackpunkt in unserer Gesellschaft. Sich ein Recht auf Elternschaft zuzugestehen, während potentiellen Kindern im gleichen Zug ein Recht auf ein Leben jenseits der staatlichen Transferleistungen versagt wird. Gut... das heißt natürlich nicht, das zwangsläufig jedes in ALG II hinein geborene Kind ein komplett desolates Elternhaus haben muss, aber der Egoismus der Elterm ist meist schon ein schechter Einstieg.

Ergo: die sog. relative Armut erfasst in meinen Augen den falschen Fokus, denn das Hauptproblem ist nicht pekuniärer Art, sondern resultiert aus einer "Verarmung" an Sozialkompetenz und einem Egoismus der fraglichen Eltern von den Kindern, die mehr Unterstützung von der Gesellschaft brauchen.

 
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