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Geschrieben von cube am 12.03.2019, 10:58 Uhr

Re:kinderlos vs kinderfrei

Nein, dasBuch habe ich noch nicht gelesen, aber viele Artikel über das Buch mit Kommentaren von ihr, Interviews mit ihr etc.

Und da wird eben einfach klar, dass sie sich dagegen wehrt, als "kinderlose Frau" diskriminiert zu werden, sich rechtfertigen zu müssen für ihre Entscheidung, keine Kinder zu bekommen. Als wenn ihr Leben ohne Kinder keinen Sinn haben würde.
Gleichzeitig wirft sie eben den Menschen, die Kinder haben und sie wegen ihrer "kinderfreiheit" kritisieren vor, dass sie Kinder doch auch nicht aus Gefälligkeit gegenüber der Menschheit bekommen, sondern sozusagen aus egoistischen Gründen.
Gleichzeitig innerhalb dieser freiwilligen Entscheidung aber von der übrigen Gesellschaft erwarten, unterstützt zu werden, Vorteile einfordern und damit ja gleichzeitig "kinderfrei" Menschen abwerten bzw. nicht berechtigt sehen, ebenfalls solche Vorteile einzufordern.

Im Grunde dreht sie also zB die Argumentation "wer Kinder bekommt, nutzt der Menschheit" eben um und sagt "und wer keine bekommt, nutzt der Menschheit noch viel mehr, weil ... Klimaschutz etc"
Und das geht natürlich mit vielen Argumenten, die für das Kinderkriegen genannt werden - und provoziert gleichzeitig ungemein.

Thilo Sarrazin hat es seinerzeit genau so gemacht: ein eh stark polarisierendes Thema gewählt und seine Argumentation extrem zugespitzt formuliert.

Nichts anderes macht diese Dame nun auch: Kinder/Familie und Umwelt sind halt Themen, die starkes Interesse finden - beide zusammengeworfen macht das Ganze noch verkaufsträchtiger.
Und seien wir mal ehrlich: womit regt man große Diskussionen und Buchverkäufe am besten an? Indem man mal so richtig steile Thesen äußert und dann die beiden Seiten sich darüber so richtig zerfleischen lässt ;-)
Und richtig gut dazu: sie ist auch noch Lehrerin! Was für eine Frechheit, sich dann gegen das Kinderkriegen SO zu äußern :-)

"Kinderfeindlich sei sie übrigens nicht - im Gegenteil. "Ich muss sie nur nicht unbedingt selbst auf die Welt bringen."

"...sich immer wieder für ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen zu müssen - und auch diskriminiert zu werden. Beispielsweise habe sie als Lehrerin bei der Versetzung an ihre Wunschschule immer wieder hinter Kollegen mit Kindern zurückstecken müssen. "Dass man im Jahr 2019 immer noch dafür bestraft wird, kinderlos zu sein, das finde ich schon krass."

Damit zum Beispiel rennt sie natürlich bei vielen offene Türen ein.

 
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