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Geschrieben von Emmasmamma am 26.11.2009, 22:05 Uhr

Oma ist die beste....

... sagt folgender Artikel, der gestern in der Süddeutsche abgedruckt war. http://www.sueddeutsche.de/wissen/206/495531/text/
Aber bitte beachtet mal den letzten Absatz. Das fand ich wieder krass.

Oma ist die Beste

Großmütter sind für das Wohlergehen ihrer Enkel wichtig. Doch es gibt Unterschiede: Omas mütterlicherseits spielen eine andere Rolle als die väterlicherseits. Von Tina Baier

Wissenschaftlich betrachtet sind Großmütter ein Kuriosum. Nach der Evolutionstheorie versucht jedes Lebewesen, möglichst viele Nachkommen zu bekommen, um so viele eigene Gene in die nächste Generation zu retten wie möglich.

Wenn Kinderkriegen aus Altersgründen nicht mehr funktioniert, scheint das Leben aus biologischer Sicht auch keinen Sinn mehr zu haben. Tatsächlich sterben die meisten Tiere, kurz nachdem sie unfruchtbar geworden sind. Bei Menschen, bei einigen Affenarten und bei Elefanten ist das aber anders.

Welchen biologischen Sinn das haben könnte, haben Primatenforscher jetzt bei wilden Japanmakaken beobachtet (Primates, online). Im ersten Fall kümmerte sich ein 24 Jahre altes Weibchen, genannt GM1, um ihre zwei Monate alte Enkelin, als die Mutter eine Woche lang spurlos verschwand.

Die Oma, die schon seit sechs Jahren keine Kinder mehr zur Welt gebracht hatte, kraulte das Baby und ließ es sogar an ihrer Brust nuckeln. Tags trug sie ihre Enkelin auf dem Rücken, wenn sie den Anschluss an die Familie zu verlieren drohte. Nachts kuschelte sie sie in ihr warmes Bauchfell und bewahrte sie so vor dem Erfrieren.

Als die Mutter nach sechs Tagen zurückkehrte, war das Affenmädchen zwar stark abgemagert, weil aus der Brust der Oma keine Milch mehr gekommen war, hatte jedoch die Zeit ohne Mutter überlebt.

Die Großmutter-Hypothese

Die Beobachtung stützt nach Ansicht der Forscher die so genannte Großmutter-Hypothese. Demnach ist es der biologische Sinn von Omas, bei der Aufzucht der Enkel mitzuhelfen. Vorteil für die Großmutter: Je mehr Kinder ihrer Kinder überleben, umso mehr ihrer eigenen Gene werden weitergegeben.

Der zweite Fall, den die Primatenforscher beschreiben, stützt diese Überlegungen ebenfalls. Die Wissenschaftler beobachteten, wie die 23 Jahre alte Oma GM2 ihre 14 Monate alte Enkelin umsorgte, nachdem die Mutter ein zweites Junges geboren hatte und stillen musste.
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Die Großmutter knuddelte das Kleinkind, trug es herum und erlaubte ihm ebenfalls an ihrer Brust zu nuckeln. Nach etwa einem Monat kam sogar Milch. Die Forscher glauben, dass die alte Dame vor allem das psychische Bedürfnis ihrer Enkelin nach Nähe befriedigte.

Womöglich war der Oma-Einsatz überlebenswichtig für das Kleinkind. Manche Makaken verfallen nach der Geburt eines jüngeren Geschwisters in Depressionen.

Auch beim Menschen gibt es Untersuchungen, die die Großmutter-Hypothese untermauern. In einer dieser Studien untersuchten Wissenschaftler die Lebensumstände kanadischer und finnischer Familien im 18. und 19. Jahrhundert.

Mehr Kinder dank Oma

In Familien, in denen eine Oma lebte, hatten deren Söhne und Töchter im Schnitt mehr Kinder und mehr Enkel erreichten das Erwachsenenalter als ohne Oma. Dabei war gleichgültig, wie arm oder reich die Familien waren. Frauen mit einer Oma in greifbarer Nähe bekamen durchschnittlich zweieinhalb Jahre früher ihr erstes Kind und die Abstände zwischen den Geburten waren kürzer.

Die Wissenschaftler errechneten sogar den "Fitnessgewinn" für die helfende Großmutter: Demnach gewinnt sie alle zehn Jahre, die sie über das 50. Lebensjahr hinaus lebt, zwei Enkel dazu.

Allerdings ließ sich dieser positive Effekt nur für Omas mütterlicherseits nachweisen. Bei Großmüttern väterlicherseits war er nicht erkennbar. In einer anderen Untersuchung an Familien der ostfriesischen Region Krummhörn hatten die Schwiegermütter sogar einen negativen Effekt auf das Wohlergehen ihrer Enkelkinder. Lebten sie in der Nähe, stieg das Sterberisiko der Babys auf das Zweieinhalbfache an.

 
10 Antworten:

Re: Oma ist die beste....

Antwort von radischen am 26.11.2009, 22:07 Uhr

meine schwiema wohnt unter mir und meine kids leben noch ;)

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Re: Oma ist die beste....

Antwort von Leolu am 26.11.2009, 22:40 Uhr

wir haben keine Oma in der Nähe und dennoch 4 Kinder, fallen somit aus der Theorie heraus.
Wobei praktisch gedacht, hat es doch was, wenn man Kinder in die Welt setzt, mit dem Wissen, Oma macht es schon wenn es sein muß. Kann aber auch schief gehen. Okay, bleib ich mal nett, sagen wir so, Oma kann helfen, und viele machen es, die meisten gerne und andere ungewünscht zu viel. Hat alles seine Vor- und Nachteile....

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Re: Oma ist die beste....

Antwort von mamafürvier am 26.11.2009, 22:48 Uhr

2 Omas... eine ist 30km weg, sieht die Kinder alle Monate mal weil zu stressig, die andere ist 300km weg, sieht sie alle 2-4 Wochen aber was abgenommen, mal Kinder betreut usw. kenn ich nicht.
Hat für mich aber auch den Vorteil, daß keine das Recht hat mir reinzureden... tut auch keine.

Ich hab auch schon einen Oma-Plan, wenn ich dran bin:
Kind mal abnehmen, weil ichs auch gern mal so gehabt hätte.
Hilfe niemals aufdrängen aber wenn ich kann nicht ablehnen.
Klugscheißerei und Erziehungsübergrifflichkeiten unterlassen.
Mal sehen wann es so weit ist... die ersten Turnschuhe, coole Converse hab ich schon.

mf4

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Neeee 4-mum

Antwort von Leolu am 26.11.2009, 22:54 Uhr

"Kind mal abnehmen, weil ichs auch gern mal so gehabt hätte."

Ich bringe ihnen "Opa" vorbei, dann hab ich endlich mal das haus für mich "Hilfe niemals aufdrängen aber wenn ich kann nicht ablehnen."

möglichst viel aufdrängen, dann haben sie keine Lust mehr sie anzunehmen

"Klugscheißerei und Erziehungsübergrifflichkeiten unterlassen."

da meine Kinder inzwischen ständig klugscheißen, da komm ich schon gar nicht mehr mit, werde ich auch an sie die Reden ihrer groß und Urgroßeltern weiterreichen.


Mal sehen wann es so weit ist... die ersten Turnschuhe, coole Converse hab ich schon.

von mir gibts erstmal ein T-Shirt (sollte das erste Enkelkind von einer meiner Töchter sein) "ich kotz nur auf Mama"

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Re: Neeee 4-mum

Antwort von mamafürvier am 26.11.2009, 23:12 Uhr

Du bist eine böse Frau... die armen Enkel
Das Shirt ist klasse, merk ich mir mal vor ind er "ich kotze nie auf Omi" - Version. Opa gibbet nicht also muß ich da allein durch.

Naja mal schaun was abgeht... ab Anfang 2010 soll dran gearbeitet werden und wirklich Einfluss hab ich darauf ja nicht wirklich.

Der bzw. die Kleene wirds klasse finden noch 2 Grundschüler als Onkel und Tante zu haben.

mf4

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Oma und Opa sind die Besten....

Antwort von Jeanette40 am 27.11.2009, 0:11 Uhr

Also, bei mir persönlich ist es so:

Meine Eltern lieben mein Kind abgöttisch und sind die besten Großeltern, die man sich nur wünschen kann. Mein Vater war mir kein besonders guter Vater, quasi einfach nicht existent und wenn ich ihn jetzt im Umgang mit meinem Sohn (15) erlebe - einfach toll und ich kann ihm das heute nachsehen, dass er nie Zeit für mich hatte. Meine Eltern sind 69 und 70, meine Mutter hadert momentan sehr mit der Thematik Sterben und hat auch schon geäußert, wie sehr sie es bedauert, dass sie wohl nicht die Kinder bzw. Enkel meines Sohnes kennenlernen wird. Das belastet sie richtig und ich kann nicht so richtig viel dazu sagen , auf jeden Fall nicht viel Aufmunterndes. Ich bin jedenfalls froh, dass mein Sohn einen doch sehr engen Kontakt zu meinen Eltern pflegt und auch genießt. Er profitiert eigentlich nur und wird gnadenlos verwöhnt...

Die Oma väterlicherseits hat neben ihm noch sieben andere Enkelkinder, trotzdem ist mein Sohn eins der Lieblingsenkel, vermutlich eben auch, weil sie mich sehr gern hatte und wir auch einige Zeit zusammen in selben Haus gewohnt haben (bis mein Sohn 6 Jahre alt war). Allerdings ist sie nicht so fit wie meine Eltern und auch etwas älter - gemeinsame Unternehmung sind also nicht drin (im Gegenteil zu meinen Eltern, die mit ihm schwimmen, radfahren gehen und auch jedes Jahr Urlaub mit ihm machen).

Fazit:

Ich bin gesegnet mit den Großeltern und bedauere alle, die diese positive Erfahrung nicht machen dürfen.

J.

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Re: Oma und Opa sind die Besten....

Antwort von Häsle am 27.11.2009, 8:00 Uhr

Ich sehe das auch so wie Jeanette.
Oma/Opa väterlicherseits leben direkt nebenan. Trotz einiger Differenzen, weil die Oma und ich einfach viel zu verschieden sind, bin ich sehr glücklich, dass sie da sind. Sie kümmern sich sehr gut um die Zwergin, machen jeden Tag stundenlang Spiele mit ihr, zu denen ich keine Lust habe (Rollenspiele etc.). Die Oma ersetzt meinem Einzelkind auch ein bißchen das Geschwisterchen (hat ein eher kindliches Gemüt).
Oma/Opa mütterlicherseits wohnen 60 km weg. Früher war die Zwergin 2-3 Mal pro Woche dort den ganzen Tag untergebracht, jetzt leider nur noch 2 Mal im Monat. Die Beiden sind mehr wie mein Mann und ich. Sie lieben ihre Enkelkinder, behandeln sie aber mehr wie ihre eigenen Kinder. D.h., die Enkelkinder laufen, wie bei uns Eltern, im Alltag mit. Sie werden nicht großartig bespielt.
Ich bin wirklich glücklich, die beiden Großeltern-Paare zu haben. Ich merke jeden Tag, wie sich meine Tochter bei ihnen weiterentwickelt hat. Sie ergänzen sich auch einfach sehr gut.
Die "Studie" halte ich für fragwürdig, wie die meisten Statistiken.

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Re: Oma ist die beste....

Antwort von maleja am 27.11.2009, 8:24 Uhr

Das kann ich nur unterschreiben. Omas väterlicherseits kümmern sich um ein Vielfaches weniger als mütterlicherseits!!! Das ist meine leidvolle Erfahrung. Leider haben meine Jungs keine Oma mütterlicherseits mehr. Das bedauer ich jeden Tag. Mein Ältester hatte sie 17 Jahre lang und empfand für sie wie für eine Mutter, mein Jüngster wurde geboren, als sie schon tot war :-((( Der lernte auch nie einen Opa kennen. Was für mcih genauso wichtig ist. anders als Oma, aber dennoch wichtig.

Grüßle Silvia

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Also bei mir als Kind war es andersherum...

Antwort von Leolu am 27.11.2009, 8:40 Uhr

ich hatte beide Großeltern in der Nähe, bzw. mütterlicherseits ziemlich früh nur noch Opa, der kümmerte sich aber nur solange ich Kleinkind war, später mochten wir uns gar nicht mehr, ich glaube das war beidseitig.
Und die Mutter von meinem Vater hat mich furchtbar verwöhnt, da waren wir mind. einmal die Woche, da wurde übernachtet etc. und auch der Opa von der Seite war ein Opa wie man ihn sich wünscht.
LG
Nina

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Re: Oma ist die beste....

Antwort von Hase67 am 27.11.2009, 9:37 Uhr

Das mit den Omas mütterlicherseits kann ich nicht bestätigen. Bei uns waren es seit jeher die Omas väterlicherseits, die sich mehr und intensiver gekümmert haben, obwohl sie beide älter sind (genauer genommen waren, weil meine Mutter nicht mehr lebt) und deutlich weiter weg wohn(t)en. Allerdings war meine Mutter auch überhaupt kein "Familienmensch", alles, was mit familiären Verpflichtungen zusammenhing, war ihr insbesondere in den letzten Jahren ihres Lebens ein Greuel, was ich im Nachhinein aber auch nachvollziehen kann, am Anfang war ich schon enttäuscht.

Wir setzen als nähere Bezugspersonen für die Kinder aber sowieso weniger auf das familiäre Umfeld, weil die Entfernungen einfach zu groß sind (einmal 400, einmal fast 600 km). Die Kinder kommen aber trotzdem gut damit klar und sind begeisterte "Oma- und Opa-Besucher", wenn wir so zwei- bis viermal im Jahr hinfahren (jew. zu den Großeltern väterlicherseits).

LG

Nicole

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