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Geschrieben von SHE am 06.04.2021, 21:44 Uhr

Noch einmal Kirche

Noch einmal zum Thema „Kirche“, gerade für die Ausgetretenen.

Dream14 schrieb, man solle konsequent sein und unter kirchlicher Trägerschaft stehende Angebote meiden, oder sich zurückhalten – und betont dabei auch den Kindergarten.
Auch bei uns gab es nur kirchliche Kindergärten – städtische sind ziemlich weit entfernt. Aber zB. unser Kindergarten hatte ein riesiges Bild im Eingangsbereich: Willkommen, und gemalte Bilder von Kindern: weiß, schwarz, asiatisch und eher dunkler Haut, also arabisch/türkisch.

Konsequenterweise sollte ein „nicht Kirchensteuerzahler“ zurückstehen. Es gab Wartezeiten im Kindergarten. Also, vorerst dann natürlich auch keine Moslems aufnehmen, oder besser weg damit – und der einzige Asiate der im Kiga auch? Die auf der Warteliste zahlen ja Kirchensteuern!

Ach ja: Für den Kindergarten muss man auch zahlen, und zwar alle nach der Gebührenerhebung. (ups, die Kirchensteuerzahler zahlen mehr als die Moslems oder andere Glaubensgemeinschaften an die Träger?.) Ganz übel, ganz inkonsequent?

Also, egal welcher Träger. Alle zahlen – alle spielen zusammen.

Es soll Menschen geben, die es sich anmaßen –ohne Kirchensteuer zu zahlen – ein mal im Jahr eine Messe zu besuchen. So eine Schande aber auch.
Sie zahlen keine Steuern, aber sie bezahlen – wie jeder Steuerzahler (nicht von der Kirchensteuer) - die Bischöfe. mit lächerlichen ca. 485 Mio. pro Jahr. (Ach ja, für einen Vertrag von 1803) also da darf doch ein Messebesuch wohl drin sein.

Und komm mir jetzt bitte niemand mit der damaligen „Enteignung“, denn wie die Kirche zu vielen der Besitztümer in dieser alten Zeit kam, ist völlig klar.

Viele Grüße
She

Die für eine strikte Trennung von Staat und Religion ist.

 
72 Antworten:

Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Tigerblume am 06.04.2021, 21:47 Uhr

Die Gehälter der Bischöfe werden von Steuergeldern bezahlt?

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von SHE am 06.04.2021, 22:12 Uhr

Google mal nach. 2019 war es noch so, und ich denke es hat sich nicht geändert, leider.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Kerstin123 am 06.04.2021, 22:13 Uhr

Ja

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Silvia3 am 06.04.2021, 23:38 Uhr

Fast alle angeblich kirchlichen Einrichtungen werden maßgeblich vom Staat, also vom Steuerzahler bezahlt. Es ist ein Irrglaube, dass kirchliche Kindergärten von der Kirche finanziert werden.

Der Artikel in diesem Link ist leider schon 10 Jahre alt, aber ich habe jetzt kurzfristig nichts Aktuelleres gefunden, das den Sachverhalt dermaßen kompakt darstellt:

https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/aktuell/wirtschaft/violettbuch-kirchenfinanzen-wie-die-kirche-sich-von-den-heiden-finanzieren-laesst-1613336.amp.html

Silvia

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Ellert am 07.04.2021, 7:47 Uhr

huhu

hier ist es umgekehrt, kirchliche Kitas gibt es gang ganz weniger,
viele freie Träger dagegen und kaum die der Gemeinde.

Unsere Kirche bietet zu normalen Zeiten einiges für Kinder an
Kindergruppen in vielen Altersschichten, da bin ich auch der Ansicht das ist was für die die auch Kirchensteuern zahlen,
denn die Angebote sind ja kostenfrei.

Kitas hats Du halt den Träger und nimmst den, zahlst dafür. Nur sollte man sich nicht aufregen dass dass dort kirchliche Werte gelehrt werden.

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Wir sind halt eine christliche geprägte Gesellschaft

Antwort von Ellert am 07.04.2021, 7:52 Uhr

Angefangen von den Feiertagen die man ja theoretisch abschaffen könnte wenn keiner mehr glaubt
dann führen wir nur noch staatliche ein die fürs Land eine Bedeutung haben.
Ebenso hats halt auch Kitas etc in kirchlicher Trägerschaft und die ungewollt Schwangeren gehen zur Kirche und deren Stiftungen um Zuschüsse zu bitten für Ausstattung, alles Aufgaben die ja gemacht werden für die Menschen und geöffnet sind für alle.

Spannend wäre wirklich zu wissen ob die Kirchengemeinden in die Kindergärten eigene Gelder stecken (müssen) damit es sich trät
viele freie Träger verlangen ja Zusatzleistungen wie Mithilfe etc

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Re: Wir sind halt eine christliche geprägte Gesellschaft

Antwort von Shanalou am 07.04.2021, 8:11 Uhr

Hier trägt sich der kirchliche Kindergarten. Die Gemeinde bezahlt das Gebäude und die Gehälter. Bei freien Trägern ist die Unterstützung deutlich geringer.

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Danke Silvia...

Antwort von Möhrchen am 07.04.2021, 9:07 Uhr

...so hat man mir das vor vielen Jahren schon erklärt...dass diese Einrichtung nicht überwiegend / ausschließlich von der Kirche, sondern ebenfalls wie die städtischen vom Staat finanziert werden; die Kirche gibt etwas dazu, mehr aber nicht...

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von WonderWoman am 07.04.2021, 9:23 Uhr

unabhängig davon, dass ich die finanzierung der kirchen auch kritisch sehe: was lässt dich wie selbstverständlich davon ausgehen, dass die "fremd" aussehenden kinder keine christen sind?

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Re: Wir sind halt eine christliche geprägte Gesellschaft

Antwort von renate48 am 07.04.2021, 9:37 Uhr

Bei uns in der Gemeinde gibt es mehrere Kindergärten; einer davon wird auch z.T. von der Kirche mit finanziert und ist selbstverständlich für alle Kinder da.
Ich (ev.) arbeite auch ehrenamtlich in einer der 3 Kath. öffentliche Büchereien in der Gemeinde; die Ausleihe ist kostenlos für alle.
Es gibt auch einen Kirchenchor bei dem jeder mitsingen kann.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von IngeA am 07.04.2021, 10:15 Uhr

Stimmt. Nur sind es ja auch staatliche Aufgaben, die diese Organisationen übernehmen.

LG Inge

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von SHE am 07.04.2021, 10:27 Uhr

WonderWoman, wenn ich eines hasse, dann wenn man mir Worte unterstellt,
die ich niemals gesagt, geschrieben, noch sonst irgendwie ausgedrückt habe.

"Fremd" sieht für mich niemand aus. Ich arbeite mit vielen Menschen aus sehr
vielen unterschiedlichen Ländern zusammen. Da ist mir nichts "fremd".

Und zu deine Frage. Selbstverständlich sind damit, zumindest bei den arabisch aussehenden Kindern Moslems gemeint. Der Sinn des Bildes im Eingangsbereich ist es, jedem, egal welche Farbe oder welchen Glaubens, direkt beim ersten Betreten das Gefühl zu geben: " Hier bin ich willkommen und gut aufgehoben. Egal ob der Kiga nun katholisch und ich muslimisch bin. Dieser Ort ist für alle".

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Tai am 07.04.2021, 10:27 Uhr

Natürlich werden die kirchlichen Einrichtungen, Besitztümer und Gehälter größtenteils von jedem Steuerzahler finanziert. Das sollte bekannt sein.

In der Regel stehen die kirchlichen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Freizeitangebote etc. auch jedem offen.
Hier im Ort gibt es nur eine Katholische Grundschule und einen Katholischen Kindergarten (neben Waldorf), und selbstverständlich gehen da Kinder jeglicher Konfession oder ohne hin, ebenso zu den Jugendprogrammen.

Was ich aber nicht verstehe ist, dass so viele, die mit der Kirche nichts am Hut haben oder sie verurteilen (und natürlich nur deshalb ausgetreten sind, nicht etwa um ein bisschen Geld zu sparen) so gerne zu den großen Festtagen in die Kirche gehen, die Kinder beim Krippenspiel sehen möchten und sie teils unbedingt auf eine der christlichen weiterführenden Schulen mit gutem Ruf hier unterbringen möchten.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Häsle am 07.04.2021, 10:49 Uhr

Das verstehe ich auch nicht. Wir haben das alles nie genutzt, obwohl wir über 20 Jahre lang Kirchensteuer gezahlt haben. Seit November nicht mehr. Wir sind wegen des Geldes ausgetreten. Warum sollte man für etwas bezahlen, was man nicht nutzt? Bei der GEZ wird rumgemotzt, bei sehr viel weniger Kosten.
Das bisschen Geld waren bei uns fast 1000 Euro im Jahr, obwohl wir nur mittlere Beamte sind. Ich musste mir das mal ausrechnen, um endlich auszutreten.
Von den Vorfällen im Großen und hier in der Gemeinde mal ganz abgesehen...

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 11:22 Uhr

Unsere Tochter war in einem katholischen Kindergarten. Die Beiträge, die die Eltern zahlen, reichten natürlich bei Weitem nicht für die Finanzierung aus. Jetzt sind gerade bauliche Maßnahmen in Gange, die die Kirche bezahlen muss. Es geht um erhebliche Beträge, wie das bei Baumaßnahmen halt der Fall ist. Die staatliche Bauaufsicht hat nur immer bemängelt und z. B. festgestellt, dass das Obergeschoss nicht mehr genutzt werden dürfe, weil kein zweiter Rettungsweg da war ... . Es war ein altes Gebäude. Damals gab es solche Vorschriften noch gar nicht und nachrüsten konnte man das auch nicht. Ich weiß nicht, ob jetzt alles abgerissen wurde und ganz neu gebaut wird, oder ob man doch noch etwas von der alten Bausubstanz stehen lassen konnte.

Die Kindergärten der Landeshauptstadt bekamen auch Geld von der Stadt München für Spielzeug. Wir haben immer Kuchen gebacken ..., damit die Kindergartenleitung mit den dadurch erwirtschafteten Einnahmen für unsere Kinder auch Spielsachen kaufen konnte, weil die Landeshauptstadt München nur die städtischen Einrichtungen bezuschusst hat.

Es kann nicht sein, dass gerade die, die, ganz egal aus welchen Gründen, aus der Kirche ausgetreten sind, dann gleich immer ganz vorne sind, wenn es um Leistungen der Kirche geht. Die sollen halt dann auch für diese Leistungen, z. B. durch höhere Kindergartenbeiträge, Eintritt für die Teilnahme an Gottesdiensten ... bezahlen.

Das Ganze wird sich sowieso ändern, weil die Kirchensteuereinnahmen derart zurückgehen, dass die Kirche das schon sehr bald so nicht mehr anbieten kann. Wenn jemand ins Kino geht, dann muss er auch Eintritt zahlen und kann sich nicht darauf berufen, dass er Steuern bezahlt, auch wenn das Kino z. B. jetzt gerade subventioniert wird.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von pauline-maus am 07.04.2021, 11:56 Uhr

ich finde ,wenn man kirchensteuern zahlt , dann aus überzeugung und weil man sein geld dorthin gern überweist.
und der ,der nicht zahlen kann oder möchte sollte nicht von dingen , die mit der kirche in verbindung gebracht weren ,ausgeschloßen sein ...denn das wäre lt meinem konfessionslosen wissens nicht das begehr der religion.
meine tochter besucht eine evangelische freie schule , für die wir schulgeld zahlen aber nie dazu gedrängt wurden tiefer in die religion einzutauchen .
der reli unterricht ist interessant und schließt sogar noch bei mir diverese wissenslücken und 3 pflichtgottesdienste im jahr sind ermeckerbar.
auch hat sie bis voriges jahr eine art kinder und jugendclub eines kirchlichen trägers besucht und konnte dort alles nutzen....für umsonst . wir haben aber immer pro tag eine spende von 5,00 in dortige sparschwein gesteckt , was ich aber auch anderswo getan hätte .

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Die christlichen Feiertage sind ja auch nur gekapert.

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 12:07 Uhr

Da waren vorher ja heidnische Feste. Warum sollte man sie also abschaffen?

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Und ich verstehe nicht...

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 12:13 Uhr

warum es hier keine staatliche Grundschule für meine Kinder gab ohne regelmäßige Schulgottesdienste und keiner Alternative zum Religionsunterricht.

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unsere kirchlichen Schulen nehmen bewusst auch Nicht-Christen auf

Antwort von Ellert am 07.04.2021, 12:13 Uhr

eben um in die Breite zu streuen, nicht um zu missionieren.
Allerdings wer hingeht muss eben auch Reli mitmachen oder religiöse Feste mit Gestalten
Auch die Kitas machen keine Unterschiede !
Jugendclub etc fragt auch nicht nach Kirchensteuerzahlungen, allerdings wird schon Kirchgeld erbeten wenn man Leistungen nutzt (kein Eintritt zum Gottesdienst, das wäre ja der Knaller)

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Petra, hier ist es umgekehrt - Religionsunterricht muss man suchen

Antwort von Ellert am 07.04.2021, 12:16 Uhr

Hier gibt es Ethik und keinen Reliunterricht ausser die Schule hat einen Pfarrer an der Hand der dies übernimmt - an Kind-kleins Schule waren da auch viele Nichtchristen drin weil sie es interessanter fanden.
Schulgottesdienste gibts es garnicht
die bei uns aus unserer Heimat waren immer freiwillig

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Das ist an einer staatlichen Schule ja auch richtig.

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 12:19 Uhr

Religion ist Privatsache. Etwas über Religionen lernen kann man auch in Ethik.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von cube am 07.04.2021, 12:19 Uhr

Unbestritten gibt es Pfarrer, Diakone etc die aufgeschlossen sind, tolle Messen & Familiengottesdienste abhalten und vieles mehr an Guten Dingen tun. Den Menschen ohne Vorurteile gegenüber treten.
Aber die Kirche als Institution tut folgendes:
1. sie schließt Menschen aus
Gleichgeschlechtlich lebende und heiratswillige Katholiken zB sollen keinen Segen erhalten, weil dies nicht Gottes Wille sei
Frage: findest du das ok? Findest du es ok, dass diese per se Steuern zahlen sollen, aber gleichzeitig ausgeschlossen werden?
2. sie hat es so gar nicht mit Gleichberechtigung
Frauen dürfen keine hohen Ämter ausüben - das sei ja so nicht gewollt.
Frage: ist das für dich ok?
3. sie schützt seit Jahrzehnten Pädophile, die im Namen der Kirche agieren
Frage: ist das für dich ok?
4. ordentlich Geschiedene sind nach Kirchenrecht nach wie vor verheiratet und begehen Ehebruch, wenn sie eine neue Partnerschaft eingehen. Es sei denn, sie lassen die Ehe von der Kirche annulieren.
Frage: findest du es als Frau ok, dass die ganzen AE´s, die von ihrem Mann verlassen wurden, mit einem neuen Partner Ehebruch begehen - eine Sünde also?

Kurz gesagt: die Kirche als Institution verweigert sich sowohl unserer Rechtssprechung, stellt sich über die Rechtssprechung und handelt so ziemlich gegen alles, was Gott/Jesus eigentlich gepredigt hat als auch einfach den Menschen selbst. Wir leben nämlich nicht mehr im Mittelalter.

Aber es ist ok, dass wir alle per se Geld an diese Institution zahlen sollen? Und aktuell nur sehr schwer bis gar nicht austreten können?

Ich zahle mit Freuden weiter Kirchensteuer, wenn die Kirche anfängt, dir Würde aller! Menschen und Kinder zu respektieren und schützen.

Ansonsten glaube ich lieber im stillen Kämmerlein, als zB einem Kardinal Woelki Geld zu geben, mit dem er dann seine Pädophilen Mitarbeiter einfach immer wieder versetzt anstatt diese einer ordentlichen Gerichtsbarkeit zu übergeben.

Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass die Institution Kirche sich selbst an das hält, was Gott/Jesus mal gepredigt hat.

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Re: unsere kirchlichen Schulen nehmen bewusst auch Nicht-Christen auf

Antwort von pauline-maus am 07.04.2021, 12:21 Uhr

reli unterricht ist hier auch pflicht ,was ich aber in ordnung finde , weil es eben horizonte eröffnet ....was man damit dann privat macht , ist egal.
und die feiertage werden sehr liebevoll begangen , so dass dies auch nie ein probem war

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Maxikid am 07.04.2021, 12:22 Uhr

das betrifft doch eher nur die katholische Kirche? Die ev. Kirche ist ja nun etwas anders aufgestellt. LG

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von cube am 07.04.2021, 12:23 Uhr

Ja, da hast du recht. Ursprüngliches Thema war aber genau die katholische Kirche und die Probleme, die man aktuell mit Austrittsterminen naht. Deswegen habe ich mich auch hier automatisch auf die kath, Kirche bezogen.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von luna8 am 07.04.2021, 13:09 Uhr

Ich geb dir sooo Recht.

Die Schule meiner Tochter war kirchlich ( Maria Ward), nebenan ist die Realschule.

Die nehmen jegliche Konfessionen, aber man muss an den Gottesdiensten teilnehmen. Ist nicht verkehrt..

Die Gebühren ( für Privatschulen) waren auch für normal-verdiene Peanuts.

Ps: meine Moslem Kinder gehen mit mir ab und zu in die Kirche ( weil ich nur ab und zu gehe), zum Glück hat noch niemand gefragt, wer von uns wieviel KS zahlt.

Wäre auch nicht im Sinne Jesus' ( glaube ich).

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Tatsächlich verpflichtende Schulgottesdienste?

Antwort von Tai am 07.04.2021, 14:00 Uhr

Noch haben ja viele Bundesländer den Gottesbezug in ihren Verfassungen und wir leben in einem christlich geprägten Land.
Wenn da nun einige christliche Bezüge im Jahreslauf eine Rolle spielen, ob staatliche oder konfessionelle Schule, kann ich darin nichts Schlechtes erkennen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Schulgottesdienste bei deinen Kindern verpflichtend waren, sie hätten sicher fern bleiben können.

An unserer kleinen katholischen Grundschule waren übrigens die konfessionslosen Kinder oft mit dem größten Eifer bei kirchlichen Veranstaltungen und Angeboten mit dabei, ebenso im Religionsunterricht.
Ist die Teilnahme in letzterem wirklich zwingend, ich meine, ein muslimischer Mitschüler, dessen Eltern das nicht wollten, hatte da immer Freistunde?

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Bei uns definitiv!

Antwort von Detektiv007 am 07.04.2021, 14:14 Uhr

Ich habe durch mein Ehrenamt Einblicke in die Kirchenbücher und weiß, wie teuer monatlich unser Kindergarten kommt.

Wenn im Kiga ein Elternabend ist, in dem es um Neuanschaffungen geht, ist IMMER ein Kirchenvorstand und der Pfarrer dabei. Die müssen nämlich ihr OK geben, ob etwas gekauft wird oder nicht. Natürlich ist das gejammere immer groß. "Die arme Kirche hat doch kein Geld"

Hier haben sich schon die Eltern zusammengerauft, haben Flohmärkte veranstaltet um dann vom Erlös eine neue Schaukel zu kaufen.

Da lief nie irgenwas über die Gemeinde, nur über die Kirche.

Man bekommt zwar ab und an mal Spenden von Vereinen, die direkt an den Kiga gehen, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei uns müßten die sanitären Anlagen erneuert werden, aber "wir haben doch kein Geld"

Wo bitte sind da die Steuergelder?

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Re: Die christlichen Feiertage sind ja auch nur gekapert.

Antwort von Shanalou am 07.04.2021, 14:48 Uhr

Das stimmt so nicht, aber es gibt Überschneidungen.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 14:50 Uhr

Ich weiß nicht, wo ich das geschrieben hätte, was du jetzt von dir gibst!

Ich sehe die ganze Sache differenzierter:

Da sind Punkte, die ich ganz und gar nicht unterstütze, wie z. B. die Ungleichbehandlung der Frauen, die betrifft auch die ganze katholische Kirche, und ich hätte durchaus auch Reformwünsche, und zwar schon seit Jahrzehnten. Das geht mir auch viel zu schleppend voran, andererseits muss die katholische Kirche auch die mitnehmen, und die gibt es tatsächlich auch, denen das Ganze zu schnell geht. So einfach ist das mit der Reform der katholischen Kirche nicht!

Es stimmt nicht das "die ganze katholische Kirche" Pädophile schützt. Da hat sich viel getan. Die meisten Bischöfe und auch der Papst gehen mittlerweile gegen Pädophile vor. Was in Köln ist, verstehe ich auch nicht. Ich weiß nicht, ob es das Unvermögen Woelkis oder was anderes ist.

Auch das stimmt so nicht:

"Frage: findest du es als Frau ok, dass die ganzen AE´s, die von ihrem Mann verlassen wurden, mit einem neuen Partner Ehebruch begehen - eine Sünde also?"

Eine Alleinerziehende, die noch nicht verheiratet war, kann jederzeit katholisch heiraten. Es geht hier mehr um die Wiederverheirateten Geschiedenen, egal ob sie alleinerziehend sind oder nicht.

Und Woelki erhält von dir kein Geld. Du tust ja so, als ob du Herrn Woelki direkt sein Geld überweisen würdest! So ist es nicht.

Die Kirchensteuer geht auf die Säkularisation zurück, wo die Kirche grundlos enteignet und dafür niemals entschädigt wurde. Wenn ich ein Grundstück habe, dann können meine Nachfahren auch noch nach Jahrhunderten daraus Nutzen ziehen, wenn sie es nicht verkaufen!

Außerdem ging es im Antragsposting um etwas ganz anderes! Wenn jemand keine Kirchensteuer mehr zahlt, dann soll er auch keine Leistungen der Kirche kostenlos, und gegen Bezahlung auch nur nachrangig, in Anspruch nehmen können. Dazu stehe ich voll und ganz. Die Kirchensteuerzahler, die das Ganze am Laufen halten, sollen auch vorrangig die Leistungen der Kirche in Anspruch nehmen können.

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Re: Wir sind halt eine christliche geprägte Gesellschaft

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 14:53 Uhr

Ja, das gibt es noch. Das ist bei uns auch so. Allerdings müssen sich schon ab 2030 unsere Kirchengemeinden aus eigenen Mitteln finanzieren, weil die Kirchensteuereinnahmen ganz dramatisch einbrechen. Wie das dann gehen soll, kann ich mir nicht im Entferntesten vorstellen.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Shanalou am 07.04.2021, 14:54 Uhr

Wenn sie nicht alle Konfessionen nehmen würden, würden sie nicht staatlich unterstützt.

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Re: Bei uns definitiv!

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 14:55 Uhr

Die Steuergelder gehen ganz schön weg für Personalkosten und den Gebäudeerhalt. Das kostet viel Geld. Ich bekomme jährlich von der Diözese eine Aufstellung, wohin die Kirchensteuer genau geht.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 14:57 Uhr

Schön, wenn andere die Wohltaten, die deiner Tochter zugutekommen, finanzieren!

Oder meinst du vielleicht, die 5 € waren kostendecken?

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 15:02 Uhr

Vielleicht sollte sich die Kirche da auch rausnehmen und keine Steuergelder mehr reinstecken, und der Staat und die Kommunen sollen ihre Bildungseinrichtungen selber finanzieren. Wie das funktioniert kann man in München gut sehen: Ich habe noch nie so dreckige und runtergekomme Schulen wie die Schulen in der Landeshauptstadt unter Grün-Rot gesehen!

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Re: Das ist an einer staatlichen Schule ja auch richtig.

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 15:05 Uhr

Ich will nicht, dass mein Kind etwas über Religionen lernt, sondern ich will Religionsunterricht! Den atheistischen Mist brauche ich nicht, und ich will auch nicht, dass dieses Zeug meinem Kind vermittelt wird. Das mag in Ostdeutschland anders sein, aber die haben eh eine ganz andere Werteordnung. Dreißig Jahre DDR, in der Menschenleben nichts wert waren, wenn sie nicht die SED unterstützten, haben ihre Spuren hinterlassen.

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Re: Tatsächlich verpflichtende Schulgottesdienste?

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 15:07 Uhr

Bei uns im Kindergarten war das verpflichtend. Wer hätte denn das eine muslimische Kind denn betreuen sollen, wenn alle anderen in der Kirche waren. Wenn ich das nicht will, muss ich mir eine andere Einrichtung suchen!

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von SHE am 07.04.2021, 15:17 Uhr

Mehtab schrieb:
Außerdem ging es im Antragsposting um etwas ganz anderes! Wenn jemand keine Kirchensteuer mehr zahlt, dann soll er auch keine Leistungen der Kirche kostenlos, und gegen Bezahlung auch nur nachrangig, in Anspruch nehmen können. Dazu stehe ich voll und ganz. Die Kirchensteuerzahler, die das Ganze am Laufen halten, sollen auch vorrangig die Leistungen der Kirche in Anspruch nehmen können.


Mehtab, da hast du dich aber gründlich verlesen. Diese Meinung vertrat Dream14 im Kirchentread unten. Meine Frage dazu war kurzgefasst, ob sich dann nur die ausgetretenen ungläubigen oder auch andere, wie zb. Moslems, hinten anreihen sollten.

Jeder sollte gleiche Chancen bei der Aufnahme haben, ansonsten keine Staatliche Unterstützen, da Ausgrenzung nicht unterstützungswürdig ist. Und es ist nicht anderes als Ausgrenzung, da viele, so wie auch wir, hier in der Nähe nur kirchliche Kindergärten haben.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von SHE am 07.04.2021, 15:26 Uhr

Und noch einmal Methab:
Die Kirchensteuer geht auf die Säkularisation zurück, wo die Kirche grundlos enteignet und dafür niemals entschädigt wurde. Wenn ich ein Grundstück habe, dann können meine Nachfahren auch noch nach Jahrhunderten daraus Nutzen ziehen, wenn sie es nicht verkaufen!


Dazu sollte man sich erstmal fragen, wie die Kirche damals an ihre Reichtümer und Grundstücke kam. Das kannst Du dir selbst beantworten und "Besitz" evtl. neu definieren. Aber darüber möchte ich nicht schreiben.

Die Kirche hat wohl einiges dafür bekommen. Es ist überhaupt eine Schande, dass die heutigen Menschen noch für Verträge von 1803 aufkommen müssen. Die Kirche hatte sich damals ebenfalls verpflichtet sich aus der Politik heraus zu halten. Dafür zieht der Staat die Kirchensteuern ein, was schon immense Kosten mit sich bringt. Und er zahlt die Bischöfe. Was das kostet steht im Eingangstreat. Also ohne Entschädigung passt wohl nicht ganz.

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Das kannst du ja auch privat veranlassen.

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 15:40 Uhr

Den Religionsunterricht. Warum muss der in der Schule stattfinden?

Und was ist atheistischer Mist?

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Re: Die christlichen Feiertage sind ja auch nur gekapert.

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 15:48 Uhr

Es war überspitzt formuliert.

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Re: Religionsunterricht = Unterricht über die Religionen (nicht 1 Religion)

Antwort von cube am 07.04.2021, 15:51 Uhr

So wäre es richtig. Aber so lange bereits in den Grundschulen lediglich Unterricht über eine Religion stattfindet und damit jungen Kindern impliziert wird, dass alle anderen Religionen unwichtig sind ...

Ich bin ehr dafür, das unser Kind die Religionen kennenlernt und dann selbst entscheidet, ob und was er davon gut findet.Gerne kann dann auch der Schwerpunkt auf den zB katholischen Glauben gelegt werden.

Ich bin aber dagegen, Grundschülern einzutrichtern, dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen hat. Richtig wäre zu erklären, warum man dieses Bild verwendet hat bzw. dass man damals eben viele Dinge noch nicht wusste und sich dazu noch einer bildhaften Sprache bedient hat.
Auch nicht ok finde ich, wenn sich Kinder kommentarlos Filmchen über Adam und Eva angucken sollen, in denen Adam allen Tieren einen Namen gibt und weil ihm dann langweilig wurde, hat Gott ihm Eva geschenkt. Und die Böse hat ihn dann dazu überredet, den Apfel zu essen --> Erbsünde über alle.
Sorry, das ist für mich Indoktrination und nicht Religionsunterricht im Sinne von "mit den Religionen bekannt machen".

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Zum Beispiel die nichtreligiösen Minijobber

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 15:52 Uhr

Bzw. deren Arbeitgeber. In der Pauschsteuer ist die Kirchensteuer drin, auch wenn der Mitarbeiter konfessionslos ist.

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Re: Tatsächlich verpflichtende Schulgottesdienste?

Antwort von cube am 07.04.2021, 15:54 Uhr

Ach so: also entweder friss oder du bist raus?
Sowas wie "mal zur Probe" geht nicht?

Das ist genau so eine Einstellung, die einem die Kirche verleiden kann.

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Re: Das kannst du ja auch privat veranlassen.

Antwort von SHE am 07.04.2021, 15:59 Uhr

Hallo Petra,
ich bin ganz deiner Meinung. Den atheistischen Mist habe ich jetzt erst gesehen. Aber so typisch. Ich habe nichts gegen gläubige Menschen, aber die katholische Kirche betreffend habe ich schon Erfahrung gesammelt und bin, nur auf Grund einer höfliche Frage, extrem angegangen und der Lüge bezichtigt worden. Das empfinde ich als fanatisch und möchte, das betone ich noch einmal, die normal Gläubigen nicht damit in einen Topf werfen.

Ich hätte mir Ethik schon in der Grundschule gewünscht. Für mich am liebsten für alle, aber wenigstens, so wie jetzt auf dem Gymnasium, aufgeteilt. Reliklassen ev. und kath. und Ethikklassen. Damit hätte man gut leben können.

In unserer Grundschule gab es für die Kinder, welche ungläubig waren, garnichts (das war keine kirchliche Schule). Aber es gab speziellen Unterricht für die Moslems. Obwohl es mehr Kinder ohne Glauben gab als Moslems. So haben, bis auf sehr wenige, ihre Kinder im Reli gelassen, da sie betreut sein mussten.

Das empfinde ich als diskriminierend. Und das wendet sich nicht gegen die Moslems, sondern gegen die Einstellung, dass für alle gesorgt wird, nur nicht für die ungläubigen.

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Re: Tatsächlich verpflichtende Schulgottesdienste?

Antwort von Petra28 am 07.04.2021, 16:03 Uhr

Nein, aber alternativlos. Die Alternative zum Religionsunterricht wäre “Aufgabenbearbeitung auf dem Flur“ gewesen.

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Und nochmal @Methab

Antwort von SHE am 07.04.2021, 16:18 Uhr

Methab schrieb:
Das mag in Ostdeutschland anders sein, aber die haben eh eine ganz andere Werteordnung. Dreißig Jahre DDR, in der Menschenleben nichts wert waren, wenn sie nicht die SED unterstützten, haben ihre Spuren hinterlassen


Oha, und hunderte von Jahren Kreuzzüge und Hexenverbrennungen, in denen Menschenleben nichts wert waren haben bestimmt keine Spuren hinterlassen?

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Finale am 07.04.2021, 16:32 Uhr

Bei uns gibt es ein paar katholische Schulen, die sehr begehrt sind, viel mehr als die evangelischen. Da die Nachfrage groesser ist als das Angebot gehen die Plätze immer an katholische Schueler, manchmal muss man auch in der Kirche engagiert sein, also mindestens Ministrant.Die Teilnahme am katholischen Religionsunterricht ist verpflichtend. Morgens wird zusammen gebetet. Gab auch schon Proteste deswegen, wobei ich mich auch frage, warum man sein Kind auf eine katholische Schule schicken will, wenn man die Kirche ablehnt?

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Sicher nicht überall

Antwort von Tai am 07.04.2021, 17:07 Uhr

Da ist eure Grundschule sicher nicht repräsentativ und sehr einseitig.
Diese schlechte Erfahrung lässt sich doch nicht verallgemeinern.

Meine Kinder haben im evangelischen Religionsunterricht schon in der Grundschule sehr viel über den Islam gelernt, etwas weniger auch über das Judentum und den Katholizismus.

Auch danach wurde im protestantischen Gymnasium im evangelischen Religionsunterricht viel über Weltreligionen, über Religionsphilosophie und Fragen des Lebens und Sterbens und vieles mehr gesprochen.
Ich hatte durchaus den Eindruck, dass der Religionsunterricht den Horizont sehr erweitert.

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Das müssen sie

Antwort von Tai am 07.04.2021, 17:22 Uhr

Das Gymnasium in evangelischer Trägerschaft, das meine Kinder besuchen oder besuchten, nimmt ein Drittel nicht evangelische Schüler auf, also katholische, muslimische, jüdische und sehr vereinzelt auch konfessionslose.
Die zahlreicheren katholischen Gymnasien hier halten es genauso.

Schulen, die großteils von der Allgemeinheit finanziert werden, müssen auch genug Plätze für Andersgläubige haben.

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Re: Tatsächlich verpflichtende Schulgottesdienste?

Antwort von Tai am 07.04.2021, 17:30 Uhr

Es ging um die Grundschule und um SCHULgottesdienste.
Hier waren die immer in der ersten Stunde.

Natürlich gehen die Kindergartenkinder im Alltag mit in die Kirche, wenn dort etwas für und mit ihnen stattfindet, aber es besteht keine Verpflichtung, zum Familiengottesdienst an Palmsonntag zum Beispiel zu gehen.

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Re: Religionsunterricht = Unterricht über die Religionen (nicht 1 Religion)

Antwort von Sille74 am 07.04.2021, 20:25 Uhr

Ich persönlich habe ja eher wenig am Hut mit Kirche (obwohl ich noch drin bin und vermutlich auch drin bleiben werde), aber da muss ich schon mal einhaken. Denn so, wie Du das beschreibst, kenne ich Religionsunterricht überhaupt nicht, weder von mir damals (wir hatten z.B. schon in der Grundschule den Islam und das Judentum als Thema, in der Oberstufe wurden dann auch Marx und Feuerbach etc. behandelt) noch von den Kindern, die jetzt in der Grundschule sind. Und die Lehrpläne sind ja auch landesweit gültig. Die Schöpfungsgeschichte als Tatsache hat noch niemand dargestellt im Religionsunterricht.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von pauline-maus am 07.04.2021, 21:57 Uhr

Wir zahlen Schulgeld und 5,00inder jugendfreizeit nur dafür dass sie da sein darf. Fahrten und Beschäftigungen gehen natürlich extra.
Ich möchte generell nie was umsonst im Leben

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von pauline-maus am 07.04.2021, 22:01 Uhr

Man muss nicht immer lospoltern , sondern einfach mal normal nachfragen und schon klappt es besser mit der Kommunikation.
Ich bin im schulfoerderverein mit jährlichen spenden , die ich gern und freiwillig gebe

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Re: Und nochmal @Methab

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:22 Uhr

Ach, wann war das mit den Kreuzzügenn und Hexenverbrennungen genau wieder? Vor dreißig Jahren? Du erinnerst dich bestimmt daran!

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:30 Uhr

Wenn ihr diese Dinge in Anspruch nehmen wollt, dann solltet ihr auch dafür bezahlen und das nicht auf dem Rücken der Kirchensteuerzahlerinnen, die diese Einrichtungen mit ihrem Geld finanzieren tun! So einfach ist das. Nein, jeder sollte nicht die gleichen Chancen haben. Diejenigen, die das Ganze mit ihren Steuern finanzieren und diese Werte auch vertreten, die sollten vorrangig die Plätze bekommen. Leider ist es schon so weit, dass die "Ungläubigen" all diese Vorteile nutzen und z. B. meine Tochter nicht in die Jugendgruppe gehen konnte. Da habe ich mir auch überlegt, ob ich jetzt austreten soll. Vielleicht wäre sie dort dann auch willkommen gewesen. So kann das die Kirche auf Dauer nicht mehr machen. Diejenigen, die die ganze Zeit gegen kirchliche Einrichtungen hetzen, schicken ihre Kinder dann eifrig zu den kirchlichen Angeboten.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:40 Uhr

Du verbreitest hier Halbwahrheiten. Es ist schon richtig, dass der Staat die Kirchensteuer einzieht, aber die Kirche bezahlt dafür!

Der Staat wird so lange zahlen, bis er der Kirche die enteigneten Besitztümer zurückgibt. Weißt du noch, wie das in Ostdeutschland mit den enteigneten Grundstücken war? Hast du da auch die Meinung vertreten, dass man die Grundstücke nicht mehr zurückzugeben bräuchte, weil das Unrecht schon lang genug zurücklag?

Genau so müsste es bei der Kirche auch sein. Wenn die Kirche ihr damals enteignetes Eigentum wieder zurückbekommen hat, dann kann man über das Ende der Kirchensteuer natürlich reden, aber vorher ist das ja gar kein Diskussionsthema.

Wenn ich dir dein Eigentum widerrechtlich wegnehme, dann kann ich auch nicht nach dreißig Jahren sagen, dass das jetzt mir gehört, weil ich es dir ja schon vor so langer Zeit wegenommen habe, oder? Straftatbestände werden nicht rechtmäßig, wenn sie nur lange genug andauern.

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Re: Religionsunterricht = Unterricht über die Religionen (nicht 1 Religion)

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:53 Uhr

Dann nimm deine Kinder aus dem Religionsunterricht. Das ist doch ganz einfach.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:56 Uhr

Dann wird das schon passen. Es ging hier auch nicht explizit um dich, sondern um den generellen Zugang zu kirchlichen Angeboten von Leuten, die mit der Kirche nichts am Hut haben, ihre Kinder dann aber schon gerne zu kirchlichen Angeboten schicken und an Ostern und Weihnachten, wenn die Kirchen übervoll sind, auch selbst gerne die Festgottesdienste besuchen.

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Mehtab am 07.04.2021, 22:58 Uhr

Genau das ist der Punkt!

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Re: Und nochmal @Methab

Antwort von SHE am 07.04.2021, 23:24 Uhr

Ui, weil die Kirche schon vor Jahrhunderten - und auch jetzt noch - Missetaten begeht, kann man sich doch über die "Ossis" erheben, die ja keine/andere Werte haben?

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Re: Noch einmal Kirche

Antwort von Häsle am 07.04.2021, 23:50 Uhr

Die katholische Gemeinde bietet hier nur gruseliges Zeug an. Die Angebote der evangelischen Gemeinde haben wir früher gerne genutzt, gegen geringe Gebühr (Kindergruppen, Fasching usw.). Unsere Kirchensteuer ging aber an die katholische Kirche (bis zum Austritt). Auch blöd, oder? Dafür bin ich seit Jahren Fördermitglied der Diakonie und Helferin. Das dürfte mich wenigstens teilweise wieder rein waschen.

Würden wir den Service der katholischen Kirche nutzen, wären wir nicht ausgetreten.

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Re: Methab

Antwort von cube am 08.04.2021, 8:19 Uhr

Und umgekehrt dürfte das dann aber auch gelten?
Also unendgeltliche Angebote Nicht-kirchlicher Organsiationen für Kinder dürften dann auch nicht von den Kindern Kirchensteuerzahlender Eltern besucht werden. Denn die haben ja ihre eigenen Angebote und dürften dann auch nicht die für "Ungläubige" in Anspruch nehmen bzw. den Kindern dort die Plätze wegnehmen.
Oder ist das dann etwas anderes?
Abgesehen davon: wir reden hier ja zB bzgl. KiGa von Kindern. Du willst also die Unwilligkeit der Eltern Kirchensteuer zu zahlen auf dem Rücken der Kids austragen. Ich verstehe schon deinen Punkt - aber letztendlich sollen die Kinder dafür büßen.
Außerdem nimmst du den Kindern damit ja die Chance, sich aus freien Stücken für Religion/Kirche interessieren zu können. Es gibt nicht wenige Eltern die für sich entschieden haben, mit der Kirche nichts am Hut haben zu wollen - ihren Kindern das aber frei stellen und ihnen durchaus die Möglichkeit geben wollen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen.
Du müsstest doch eigentlich gemäß christlichem Glauben froh sein, wenn diese Eltern ihre Kinder nicht komplett von allem kirchlichen fern halten.

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Re: Methab - Aufnahme kath. KiGa bei uns

Antwort von cube am 08.04.2021, 8:50 Uhr

Die Aufnahme im KiGa bei uns ist übrigens sehr wohl so ausgelegt, dass zuerst nur die kirchensteuerzahlenden Eltern ihre Kinder unterbringen können.

Es gibt nämlich ein Punktesystem. Je 1 Punkt für Kind getauft, Elternteil 1 in der Kirche/Steuerzahlend, Elternteil 2 in der Kirche/Steuerzahlend.
Und dazu muss man noch einen kleinen "Aufsatz" schreiben, warum man sein Kind im kath. Kiga haben möchte.
Also von wegen "die Ungläubigen nehmen uns den Platz weg" - eher nein.

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Es gibt aber keine Alternative

Antwort von Petra28 am 08.04.2021, 10:10 Uhr

Aufgabenbearbeitung auf dem Flur wäre dann bei uns die Konsequenz gewesen. Das ist keine Alternative. Kannst du nicht deine Religion privat ausleben?

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Tja, die Vertuschung des Missbrauchs...

Antwort von Petra28 am 08.04.2021, 10:15 Uhr

ist nicht so lange her, oder?

Ansonsten: mein Vater hat erlebt, wie Gewehre gesegnet wurden. Das hat ihn angewidert und Spuren bei ihm hinterlassen.

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Bekenntnisfreie Schulen sind die Alternative

Antwort von Tai am 08.04.2021, 10:54 Uhr

Im Grundgesetz ist festgelegt, dass der Religionsunterricht an staatlichen Schulen ordentliches Lehrfach ist, die Teilnahme daran aber abgelehnt werden kann.

Ich bin als Schülerin sehr bald aus dem Religionsunterricht ausgetreten, finde es aber richtig, dass er in einer christlich geprägten Gesellschaft angeboten wird.

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Re: Bekenntnisfreie Schulen sind die Alternative

Antwort von Maxikid am 08.04.2021, 11:09 Uhr

Meine Lütte hat einen so guten Religionsunterricht, dass sie wirklich in allen Religionen tiefstes Wissen bekommt....nur leider, ist das ihr Fach, wo sie immer die schlechtesten Noten schreibt. Dort werden sagen gelehrt, oft noch nie davon gehört. die Lehrerin verwechselt wohl regelmäßig die 5./6. Klasse mit der Oberstufe Abi.
Meine Kinder gingen auf verschiedenen Grundschulen und regelmäßige Kirchenbesuch waren normal und fester Bestandteil. Bei meiner Lütten, kam der Pastor auch öfter in die Schule. Beide Schulen waren normale Grundschulen. Die von meiner Lütten war vorher eine private evangelische Schule, wurde dann aber dann wieder staatlich. LG

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Re: Bekenntnisfreie Schulen sind die Alternative

Antwort von Petra28 am 08.04.2021, 12:09 Uhr

Ich habe grundsätzlich nichts gegen das Angebot, wenn man es ablehnt, kann aber nicht die Alternative “Aufgabenbearbeitung auf dem Flur“ sein. Bekenntnisfreie Schulen gibt's hier nicht.

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Re: Bekenntnisfreie Schulen sind die Alternative

Antwort von Maxikid am 08.04.2021, 12:27 Uhr

meinen Kinder können dann ab 8. Klasse Religion abwählen und Philosophie nehmen. Hat meine Große gemacht und die Lütte freut sich auch schon aufs Abwählen. Religion ist ihr so sehr verkrätzt, dass sie jetzt Mathe sogar viel lieber mag.....Das hat bei meinem Kind schon etwas zu heißen.
Aber ansonsten, sind hier in Hamburg die katholischen Schulen sehr beliebt.
LG

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Re: Bekenntnisfreie Schulen sind die Alternative

Antwort von Petra28 am 08.04.2021, 12:40 Uhr

Das ging hier ab der 5. Klasse. Aber in der Grundschule gab es keine Alternative.

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Ellert

Antwort von tolles-timing am 09.04.2021, 8:32 Uhr

Das machen die christlichen Schulen nicht, um in die Breite zu streuen. Vom Samaritertum sind sie weit entfernt. Das machen sie, da sie nur so bestimmte Fördergelder bekommen.

Auch jede nicht staatliche Schule benötigt Geld. Wer das nicht über das Schulgeld oder den privaten Träger hat, kann sich um Zuschüsse bemühen. Dazu gibt es zB Fördergelder. Diese Gelder sind aber an Bedingungen geknüpft. Bei uns zB muss eine ev. private Schule a) auch Kinder anderer Religionen aufnehmen (da gibt es Mindestprozentsätze) und b) einen bestimmten Anteil Kinder aus dem Ort (und nicht nur von weiter weg).

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