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Aktuelles und Neuigkeiten Aktuelles und Neuigkeiten
Geschrieben von Daffy am 07.06.2014, 10:38 Uhr zurück

Re: Mord bedeutet nicht immer lebenslänglich

Naja, stand doch oben schon - ein Mensch, der sich in einer Ausnahmesituation befindet, KANN mildernde Umstände geltend machen - wobei ich das in Deinem konstruierten Extremfall schon zweifelhaft finde:

Eine Frau, die sich bei in den D geltenen Gesetzen (im Iran oder Pakistan wäre ihre Situation juristisch schwieriger) jahrelang misshandeln lässt (nicht eingesperrt war, weil in dem Fall u.U. sogar Notwehr geltend gemacht werden könnte), womöglich zulässt, dass Kinder mitbetroffen sind, ist entweder mitschuldig oder so gaga, dass sie unter Betreuung stehen müsste. Sie wird etliche Male den Mord erdacht haben, bevor sie zur Tat schritt und kommt dann nicht auf die Idee, ein paar Scheine und Wechselwäsche zu raffen und in einer weit entfernten Großstadt bei Polizei, Anwalt und/oder Sozialamt aufzuschlagen mit dem deutliche Hinweis, dass sie nicht will, dass ihr aktueller Aufenthaltsort bekannt wird?!

Da fallen mir wesentlich schrecklichere Szenarien ein - allein letztens in einem Zeitartikel, wo es um eine aktuelle Sorgerechtsänderung in der Schweiz zugunsten der Väter ging und irgendein Behördenmensch meinte, er wolle jetzt erleben, dass auch Neugeborene tageweise von den Müttern an die Väter übergeben werden müssten - das wäre eine Situation, wo ich wirklich nicht wüsste, was ich täte. Oder wenn ein Vater von seiner Partnerin informiert wird, dass sie die Trennung wünscht und er ab sofort Besuchspapa ist bzw. allenfalls stört, weil der Neue hervorragende Vaterqualitäten hat und man das Kind ja nicht verwirren will. Das wären eben so Fälle, wo ich ein gewisses Verständnis hätte.

Aber es ging doch in dem anderen Beitrag um Menschen, die mehrfach aufrgund ihrer Persönlichkeitsstruktur ausgetickt sind und nach Jahren intensiver Beobachtung absehbar wieder austicken werden - und die dann freigelassen werden müssen, weil sie ihre Strafe abgesessen haben und weil die nachträgliche Sicherungsverwahrung gekippt wurde. Oder weil irgendwelche Fachleute in ihrem Machbarkeitswahn meinen, derjenige sei erfolgreich therapiert worden und man könne das jetzt in einem Feldversuch austesten. Wobei auch eine Ausbildung in dem Bereich Realitätsverlust nicht ausschließt - was war denn mit der schweizer Therapeutin, die mit ihrem Mörder auf dem Weg zur Reittherapie noch ein Messer gekauft hat - "zum Hufeauskratzen"?! Oder die andere, die im Gefängnis vergewaltigt wurde von einem Täter, den sie eigentlich für die Freiheit empfehlen wollte? Es erinnert mich an die Halter großer muskulöser Hunde, die, bis ihnen das Gegeteil bewiesen ist, davon überzeugt sind, dass ihr Liebling vollkommen ungefährlich ist. Aber wenn Opferschutz nur heißt, dass das Opfer therapiert wird und Anspruch auf eine Videovernehmung hat (viel mehr kann man nachträglich wohl nicht tun und vorbeugenden Opferschutz gibt es laut Shinead ja nicht)...

 

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