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Geschrieben von Ulli am 21.04.2006, 11:13 Uhr

Männer können den Job nicht aufgeben? Frauen schon?

Hi Ihr,

grundsätzliche Frage für mich, wenn Ihr schreibt "mein Mann kann unmöglich 2 Monate aus seinem Job raus".
Warum könnt Ihr es denn? Frauen sind heutzutage genauso gut qualifiziert wie Männer, warum verdienen sie also weniger Geld und sind seltener in Führungsaufgaben zu finden?
Für mich läuft da schon was falsch!

Ansonsten hat die Sache noch ein paar Haken, weil ich auch glaube, dass Geld nicht - oder jedenfalls nciht die Akademiker - zum Kinderkriegen animiert.

Viele Grüße
Ulli
(die auch keine weiteren Kinder mehr kriegt, aber im Studium über Erziehungsgeld froh war ;-)

 
31 Antworten:

Das ist mir auch aufgefallen..

Antwort von andrea70 am 21.04.2006, 11:23 Uhr

Wenn einem Mann bei einer zweimonatigen Auszeit schon die Kündigung droht, kann es mit seiner Leistung und seinem Ansehen in der Firma nicht weit her sein. Schließlich kann man auch krank werden.
Einen guten Mitarbeiter würde man wegen so einer kurzen Zeit auf jeden Fall nicht verlieren wollen.

LG Andrea

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Mir stößt das auch gewaltig auf...

Antwort von tinai am 21.04.2006, 11:30 Uhr

...aber so lange Frauen das immer mitmachen (ist ja auch bequem) wird sich daran nichts ändern.

Gruß Tina

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Re: Das ist mir auch aufgefallen..

Antwort von ds am 21.04.2006, 11:34 Uhr

Ich denke in manchen Jobs kann man zwar krank sein - aber nicht krankmachen weil man nicht arbeiten will sondern wirklich krank sein oder ne Notfallsituation haben.
Aber aussetzen fuer 2 Monate wenn man gesund ist und daheim bei den Kids bleiben werden viele Chefs und Firmen nicht mitmachen.
Daran muss sich einfach auch noch einiges aendern denn fuer viele ist es immernoch so, dass die Frau fuer die Kindererziehung zustaendig ist und der Mann zum Arbeiten geht.
Obwohl ich das etwas veraltet finde und ich meine man sollte den Maennern auch die Moeglichkeit geben die Erziehungsrolle zu uebernehmen wenn diese das wollen und das nicht nur fuer 2 Monate.
Deswegen sollten erst neue Gesetzgebungen im Punkt dessen ausgearbeitet und dann schlussendlich beschlossen werden bevor man neue Geldregelungen beschliesst.
Sonst macht das alles herzlich wenig Sinn.
LG

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An den Gesetzen liegt's nicht...

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 11:51 Uhr

Hallo,
wie sollen denn die Gesetze deiner Meinung nach geändert werden?
Männer können doch jederzeit Elternzeit nehmen. Sie haben die gleichen rechtlichen Möglichkeiten.
In den Köpfen der Menschen ändert sich nichts, nur weil noch mehr Gesetze gemacht werden.
Mein Chef sagt z.B. "Frauen verdienen weniger, weil der AG eine Art "Risikopauschale" abzieht, dafür dass sie schwanger werden kann". Allerdings hat er auf meine Frage, ob Frauen - ohne Kinder - nach der Menopause dann mehr kriegen, nicht geantwortet. ;-)
Aber ich bin auch kein Weltverbesserer, ich schätze die Versuche von Frau von der Leyen, aber ich gehe davon aus, dass ich für mich selbst verantwortlich bin und mich selbst durchsetzen muss - die Gesetze sind meiner Meinung nach ausreichend.
Viele Grüße
Ulli

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Re: Männer können den Job nicht aufgeben? Frauen schon?

Antwort von SilvanaR am 21.04.2006, 11:59 Uhr

"Warum könnt Ihr es denn?"
das ist eine ganz einfache sache - weil mein mann 11 Jahre älter ist als ich, ich nur 1000 Euro im monat als berufsanfänger verdient habe und er in seinem Posten ein vielfaches.
Seine Stelle bedarf jedoch auch Einsatz - er wird immerhin nicht nach Stunden, sondern nach Erfüllung seiner Aufgaben bezahlt (und die sind nicht in 40 Stunden /woche erledigt)
Und von irgendwas müssen wir ja auch leben und wenn wir nicht dem Staat auf der tasche liegen wollen, dann ist das die beste Entscheidung.
mein Mann sagt immer, das geld was er erarbeitet gehört mir genauso, denn wenn ich ihm nicht den Rücken frei halten würde- mit 2 chronisch kranken kindern alles managen würde, könnte er seinen Job nicht ausführen.
Dafür stecke ich gerne zurück, ja, denn ich habe Verantwortung für MEINE 2 Kinder - die haben wir in die Welt gesetzt , nicht die Nachbarn -
Mein mann ist auch nicht arbeitsgeil, dass er unbedingt immer im Büro hocken muss... nein, er macht es damit es uns gut geht.
Und wenn es eine Stelle gibt, die mit den Zeiten von mir vereinbar ist, nehme ich die auch gerne (hatte jetzt auch 3 jahre nebenher gearbeitet)
für ein zusätzliches Taschengeld ist es OK. Aber es dürfen dabei niemals die kinder zu kurz kommen.
Das ist meine Sicht. Andere Familien können das gerne anders handhaben.

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Re: An den Gesetzen liegt's nicht...

Antwort von ds am 21.04.2006, 12:01 Uhr

An was soll es denn sonst liegen wenn nicht an den Gesetzen wenn ein Mann der 2 Monate aussetzen will um bei den Kids zu sein schon gekuendigt wird oder 1 Jahre aussetzen will um die Erziehungsrolle zu uebernehmen und es vom Job her nicht ermoeglicht wird?
Klar gibt es ne Gesetzgebung in diesen Punkten aber nicht alles trifft auf alle zu - leidern denn sonst waere das mit den 2 Monaten vom Job aussetzen auch nicht fuer manche machbar und fuer andere wiederum nicht.
Dass sich aber auch nichts an der Einstellung gegenueber ob man ueberhaupt Kids will oder nicht oder ob man mehr Kids will aendert wenn man gewisse Gelder streicht und andere dafuer beschliesst ist auch klar.
LG

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Re: Männer können den Job nicht aufgeben? Frauen schon?

Antwort von Karl-Heinz am 21.04.2006, 12:08 Uhr

Weil ich wirklich nicht darf. Bei diesem Gesetz wäre ich ganz klar benachteiligt. Genausowenig darf ich Elternzeit nehmen. Ich arbeite in der Schweiz und hier gelten andere Regelungen. Die Frage: Soll ich deswegen benachteiligt werden?

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An den 2 Monaten liegt es sicher auch nicht ? Frauen schon?

Antwort von Schwoba-Papa am 21.04.2006, 12:10 Uhr

bisher war der (wenn) genommene Erziehungsurlaub doch wesentlich länger. Also 2 Monate einen Mitarbeiter freistellen ginge schon, aber länger als ein halbes Jahr - NEVER !

Grüßle

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Re: Wenn überhaupt etwas ändern kann, dann die LEGISLATIVE!!!!!!!!!!

Antwort von JoVi66 am 21.04.2006, 12:16 Uhr

Die Chefs werden sich danach richten müssen und wenn der Gesetzgeber vorsieht, dass es einer Firma NICHT zum Vorteil gereicht nur Männer bevorzugte Stellen anzubieten, dann werden Chefs ganz schnell um schwenken. Wenn Ihnen droht, dass auch ein mänl. Mitarbeiter ausfallen kann wegen Kinder, dann muss die Gesellschaft der AG umdenken.

Hätte es damals, als meine O-Arzt Stelle besetzt wurde mein damaliger Chef damit rechnen müssen, dass mein Mitstreiter ( männlich) auch mal wegen Kinder ausfallenm kann, dann hätte ich die Stelle bekommen. Besser qualifiziert war ich auf jeden Fall, das hat er (sogar (schriftlich) in der Ablehnung zugegeben!!!!!!!!

Ich war damals so fertig mit der Welt, dass ich zu allem fähig gewesenwäre. 35 Jahre nur gerödelt für den elenden Job und dann einje geschlechtsbezogene Absage!!! Das muss man sich auf der Zungte zergehen lassen und sowas im 21. Jahrh.

Natürlich, nur die Politik kann daran was andern und in zweiter Linie die Einstellung der Frauen.
Da hatten die Damen in der ehemaligen DDR auch keine Wahl, aber hier im Westen durften/ konnten/ mussten sie ja zu Hause bleiben ( mir einem grinsenden Auge und mangelndem Selbstvertrauen vor leitenden Positionen).
Das hätten sie von der Ex-DDR ruhig übernehemn können, denn dass war gar nicht so schlecht, dass Frauen die Kinderauszeit nicht so sehr zum Verhängnis wurde ( war allerdings auch verbesserungswürdig gewesen).

Gruß Johanna

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Re: Sorry, vor lauter Eifer 1000 Schreibfehler :-)

Antwort von JoVi66 am 21.04.2006, 12:18 Uhr

df

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Natürlich müsste sich der Staat da auch einmischen

Antwort von Schwoba-Papa am 21.04.2006, 12:24 Uhr

bei großen Firmen mit lediglich Anwesenheitspflicht macht das sicher Sinn, wäre auch gerecht und würde die patriarchische Personalplanung mal ordentlich durchmischen.

Aber was macht der kleine Mittelstand ? Das Handwerk ? Die vielen 2-4 Mann Firmen und das Heer der Selbstständigen ?

Diese können und dürfen die 2 Monate oder mehr nicht in Anspruch nehmen und sind dadruch benachteiligt !

Grüßle

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Also ich hab nur 786 gezählt :-) o.T.

Antwort von Schwoba-Papa am 21.04.2006, 12:25 Uhr

.

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Schweiz bestes Beispiel!!!!

Antwort von tinai am 21.04.2006, 12:27 Uhr

Karl-Heinz, das kannst Du wirklich nicht vergleichen, Deine Situation. In der Schweiz wirst Du sofort gekündigt.

Frauen bleiben genau 4 Monate nach der Geburt und dann sind sie raus (von den vier Monaten sind zwei auch noch gänzlich unbezahlt).

Warum beurteilen alle das System ausschließlich von ihrer eigenen Warte?

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Was soll in den Gesetzen stehen?

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 12:28 Uhr

Hallo nochmal,
was soll in den Gesetzen stehen? Die Männer _müssen_ Elternzeit nehmen?
Sie dürfen es derzeit doch gleichermaßen, klar sieht ein Chef das nicht gern, aber er sieht es auch bei einer Frau nicht gern.
Bei einer Frau rechnet er damit? Das kann stimmen, aber woran liegt das? Nicht an den Gesetzen!
Gruß,
Ulli

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Also eine sachbezogene Entscheidung ..

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 12:30 Uhr

Hallo Silvana,
ihr habt euch also sachbezogen entschieden.
1. Ihr wolltet keine Fremdbetreuung für die Kinder.
2. Dein Mann hat mehr verdient.
Das finde ich völlig ok, nur welche Erwartung richtest du nun an den Staat bzw. die Gesetzgebung? Würdest du arbeiten, wenn es vernünftige KiTas gäbe?
Viele Grüße
Ulli

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Also ist in der Schweiz (!) die Gesetzgebung nicht gleichberechtigt.

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 12:32 Uhr

Hallo,
mit der Schweiz kenne ich mich nicht aus, aber wir sprachen von Deutschland.
Gruß,
Ulli

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Und eine Frau?

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 12:33 Uhr

Hallo Schwoba,
was ist mit der Frau, die länger als 2 Monate ausfällt?
Das ist ok?
Warum? Haben Frauen in deiner Firma keine "Schlüsselfunktionen"?
Gruß,
Ulli

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Wow!

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 12:38 Uhr

Hallo Johanna,
also ich glaube, wenn mein Chef mir das schriftlich gäbe, würde ich damit vor Gericht ziehen.
Das darf er nämlich nicht - jemanden wegen seines Geschlechts benachteiligen.
Aber wenn Männer tatsächlich genauso oft ausfallen würden wie Frauen, dann wäre das Problem gelöst.
Und RECHTLICH dürfen sie es ja.
Übrigens haben wir uns - trotz gleicher Qualifikation und etwa gleichem Verdienst - für die klassische Variante entschieden.
Solang mein Mann studiert hat, hab ich voll gearbeitet, aber dann war ich mit dem 2. Kind ein ganzes Jahr zu Hause und arbeite seitdem nur noch 20 Stunden pro Woche. Das war eine bewusste willentliche Entscheidung. Schade nur, dass ich die Kinderbetreuung komplett selbst organisieren muss.
Viele Grüße
Ulli

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Hi Ulli

Antwort von tinai am 21.04.2006, 12:42 Uhr

Du schreibst mir so aus der Seele!

Musste mal gesagt sein.

Es ist tatsächlich oft die Erwartungshaltung an den Staat. Aber zuerst ist jeder erst einmal selbst verantwortlich.

Bist Du eigentlich die mit dem Au Pair aus Canada - ein Projekt, das in die Hosen ging?

Gruß Tina

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Re: Was soll in den Gesetzen stehen?

Antwort von ds am 21.04.2006, 12:43 Uhr

Es sollte einfach ein Gesetz geben, dass man als Mann Vollzeit arbeitet sicher stellt wenn man die 2 Monate Zuhause bei den Kids bleiben moechte nicht gekuendigt werden kann.
Denn wenn es ueberall gesetzlich festgelegt ist, dass man nicht gekuendigt werden kann wenn man die 2 Monate der Elternzeit Zuhause bleibt koennen mehr Maenner das in Anspruch nehmen.
Nur weil es bei den Frauen nicht gerne gesehen wird machen es aber trotzdem viele Frauen in Elternzeit zu gehen und der Mann geht zum Arbeiten da ihm oft nichts anderes uebrig bleibt als weiter arbeiten zu gehen.
Da die Frau fuer viele eben immernoch die Erziehungsrolle hat.
LG

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Mein Männe....

Antwort von flo03 am 21.04.2006, 12:43 Uhr

....würde glatt sowas machen wenn ich a ein gut bezahlten Job hätte und der auch sicher ist. Es liegt echt daran wie sicher der Job hat und vor allem wer das meiste verdient. Da mein Männe mehr verdient als ich je bekommen würde muss er weiter schaffen gehen.

LG

Claudia

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Nachtrag

Antwort von ds am 21.04.2006, 12:46 Uhr

Es sollten einfach keine Nachteile durch die Elternzeit - egal ob nun 2 Monate oder mehr entstehen und einige Sachen egal ob fuer Mann oder Frau so geregelt sein, dass man die Erziehung und Heimbetreuung der Kids anders rollenverteilen kann.
LG

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Das Gesetz besteht so bereits

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 13:01 Uhr

Hallo,
also gesetzlich ist es so, dass Männer ODER Frauen Elternzeit nehmen können. Während dieser Zeit sind sie unkündbar.
Auch danach können sie nicht mit diesem Grund gekündigt werden.
Du meinst, dann geben die Arbeitgeber eben einen anderen Grund an? Das machen sie bei Frauen auch, keine Angst.
Viele Grüße
Ulli

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Re: Hi Ulli

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 13:04 Uhr

Hi Tina,
jap die bin ich.
Und - danke für das Kompliment :-) - geht mir bei deinen Beiträgen meistens auch so.
Viele Grüße
Ulli

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Die einzige weibliche Schlüsselfunktion

Antwort von Schwoba-Papa am 21.04.2006, 13:06 Uhr

hat die Putzfrau Maria, die hat einen Schlüssel :-)

Nein, im Ernst. Das Problem ist definitiv die Chefetage und "die" Kollegen die sich mit vorgehaltener Hand das Maul zerreissen. Ich hab höchsten Respekt vor Erziehungszeiten, doch bin ich nach wie vor der Meinung es ist individual zu beurteilen.

Es geht auch nicht um Schlüsselpositionen, sondern um die Möglichkeiten so mir nix dir nix auf Mitarbeiter zu verzichten.

Das fällt dem Personalchef einer großen AG leicht, einem Handwerksmeister wie Meister Röhrig mit einem Lehrling und einem Gesellen eher weniger leicht!

Grüßle

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Re: Die einzige weibliche Schlüsselfunktion

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 13:23 Uhr

Hallo Schwoba,
damit leistest du meiner Argumentation bestens Vorschub. Es hängt eben nicht vom Geschlecht ab sondern von der Position! Also stellst du schon mal keine Frauen ein (keine Angst, macht ein Freund von mir auch so), weil die ja eher wegen Kindern ausfallen.
Stell dir mal vor, die Männer würden genauso oft und lange ausfallen? Würde deine Firma pleite gehen? Oder würdet ihr selbständig und ohne staatliche Regelung gemeinsam mit den Mitarbeitern flexible Lösungen finden?
Viele Grüße
Ulli

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Re: @ Ulli

Antwort von SilvanaR am 21.04.2006, 13:44 Uhr

meine Kinder sind teilweise im Kiga, der aber sehr unflexibel mit den zeiten ist.
Ständig gibts tage an denen Nachmittags der Kiga zu ist, wg Fortbildung, seminare (oder sei es nur irgendwelche Pseudofeiertage wie Wäldchestag)
ganze Tage die zu sind, wg Ausflüge und Brückentage
- und ich muss planen, dass ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln (mind. 45min. fahrt)alles mit den Abholzeiten geregelt bekomme.
Ich kann mein kind nicht erst 7.30 in den kiga bringen, wenn ich 8 uhr auf arbeit sein muss.
Das war übrigens der Kündigungsgrund meines Ex-chefes - ich war zu unflexibel.
Ich will und brauche keine finanzielle Unterstützung vom Staat - außer Kindergeld habe ich da eh nie etwas bekommen. Aber ich möchte einen generellen Ausbau im Betreuungssystem - nicht nur quantitativ, sondern auch Qualitativ. Man möchte ja auch nicht nur das gefühl des Abschiebens bekommen.
Meine tante - Erzieherin in sachsen, erzählte mir, dass die Erzieherinnen ihre Einrichtung als Dienstleistung verstehen - da werden betreuungszeiten sogar nach hinten verlängert, wenn es die Eltern zahlen (ich denke da einfach mal an schichtdienst - Krankenschwestern etc.)
Da ist ab 6 uhr jemand da!
Hier meinte eine befreundete Lehrerin, dass von 17 Schüler in der Vorklasse 16 keine Schleifen binden könnten.
als ich zu DDR zeiten im Kiga war, gehörte das dort mit zum vorschulprogramm.
Hier gibt es eine interessante organisation, die Müttern hilft, wenn die Kinder krank sind und sie keinen Urlaub/kranktage nehmen können, dann kommt eine Betreuungsperson nach hause.
Solch Einrichtungen müssten unterstützt werden - bei meinem mann gibts natürlich sowas vom Arbeitgeber - aber bezahlen müsste er es trotzdem und es ist hölle-teuer.
Meine Mutter eminte mal, als sie klein war, hat man in der Nähe der Großeltern und Verwandten gewohnt, da gabs immer jemanden der aufpasst. heute müssen die Großeltern teilweise selber noch arbeiten oder wohnen weit weg (ich bin 500km wg der Arbeit umgezogen)
ich denke, das muss man auffangen.

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@ Silvana (lang)

Antwort von Ulli am 21.04.2006, 14:02 Uhr

Hallo,
natürlich, ich wünsche mir auch sehr ein besseres Betreuungssystem.
Die Uni-KiTa in Mainz war allerdings gut, Von 7 bis 17 Uhr war Betreuung möglich, zwingend von 9-15 Uhr (nach dem Motto, wer das nicht in Anspruch nimmt, soll Platz machen für jemanden, der den Platz braucht!).
Aber seit ich meine 20 Stunden arbeite, habe ich viel selbst organisiert. Die ersten zwei Jahre (bis die Kleine 3 war) kam eine Kinderfrau ins Haus, einen Tag hat sie das Kind mitgenommen, mein Nettolohn ist dafür komplett draufgegangen.
Aber auch KiGa und Schule retten mich nicht vor der Eigenorganisation. Das mit dem AuPair hat nicht geklappt :-(, aber damals war die Lösung Kinderfrau.
Da unsere Kleine ein hyperreagibles Bronchialsystem hat, ist sie im Winter zwischen 4 und 8 Wochen krank, dann springen abwechselnd die ehemalige Kinderfrau und mein (pensionierter) Vater ein. Meine Mutter ist Lehrerin und kann dadurch nachmittags auch helfen.
So klappt es auch in den Schulferien oder wenn ich mal 3 Tage auf Dienstreise muss.
Natürlich erwartet mein Chef von mir Flexibilität, aber das ist ein Geben und Nehmen. Ich gehe drei Tage die Woche absolut pünktlich, damit ich das Abholen von Schule und KiGa schaffe. Außerdem achte ich auch sehr darauf nicht ständig unbezahlte Mehrarbeit zu leisten sondern Freizeitausgleich zu nehmen.
Im Gegenzug bin ich aber zu Dienstreisen bereit (ca. 3-4 Mal pro Jahr 2-3 Tage, dafür bekomme ich einen gewissen Zeitausgleich, aber 24 Stunden Abwesenheit zähle ich dann auch nur als 8 Arbeitsstunden). Wenn mal was dringendes ist, bin ich gern zu Hause erreichbar oder "opfere" meinen freien Freitagmorgen.
Letztes Jahr habe ich meiner Freizeit außerdem 10 Tage firmeninterne Fortbildung mitgemacht.
Klar muss ich ab und an auch darüber streiten, wie viel Ausgleich mir zu steht. Und klar hätte mein Chef lieber, wenn ich für das Geld (eh ein Hungerlohn) doppelt so viel arbeiten würde, aber letztendlich bin ich schon 3,5 Jahre da. Also scheint meine Arbeit gut genug zu sein und meine Flexibiltät auch groß genug.
Klar wäre es schön, wenn der Staat eine qualitativ hochwertigere und bessere Betreuung leisten würde, aber so lang er's nicht tut, tu ichs selbst.
Derzeit gibt es bei uns z.B. sogar eine Ganztagsklasse, aber mir gefällt das Umfeld nicht, darum haben wir uns dagegen entschieden.
Ich find's auch traurig, dass die Kinder nicht mehr Schuhe binden können, aber bares Geld (Erziehungsgeld oder Elterngeld) bringt allenfalls die Leute dazu Kinder zu bekommen, die den Kindern nicht beibringen Schuhe zu binden.
Wenn du's auf dich beziehst? Unter welchen Umständen würdest du denn arbeiten wollen? Und wie viel? _UND_ was hätte der Arbeitgeber davon, gerade dich einzustellen?
Viele Grüße
Ulli

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Re: @Ulli

Antwort von SilvanaR am 21.04.2006, 14:41 Uhr

das mit den kindern kenne ich, meine beiden haben Asthma und waren Eigentlich den kompletten winter 1-2 Wochen nur im kiga.
Unter welchen Umständen ich wieder arbeiten würde?
Ich hatte den perfekten Job - 15 Minuten Fahrtweg (ganz selten hier, da in der Pampa) - arbeitszeit abends - ab 19 uhr-22 (od. 23) uhr /je nach bedarf.
Mal wurde es mehr , mal weniger.
War immer auf Minijobbasis und hat super funktioniert. Jetzt habe ich jeden vormittag Zeit (ab Sommer, dann bin ich mit meiner Dipl.arbeit fertig)
einen tag in der woche brauch ich um 170qm haus in Schuss zu halten
Im moment bekommt mein Mann in den Ferien kein urlaub, da er keine Schulkinder hat. Aber einer msus daheim sein, da der Kindergarten ja zu hat...
und gemeinsam wollte ich schon ferien machen.
Nur sehen wir es mal so, für die IT gibts hier massig Arbeitskräfte - flexible, nicht murrende Männer - warum sollten die dann eine frau nehmen???
ab nächstes Jahr habe ich eh ein Problem - schule und Kiga abzustimmen ... und ich hoffe, dass mein ADS (Träumer) Kind in der schule nicht wegknickt.
ich kann einfach nicht mehrere probleme an vielen Fronten gebrauchen. das macht mit der zeit kaputt.
So, ich muss jetzt mit den Mädels die Kaninchenvilla im Garten weiterbauen

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Re: Also ist in der Schweiz (!) die Gesetzgebung nicht gleichberechtigt.

Antwort von Karl-Heinz am 21.04.2006, 17:34 Uhr

Ja sicher, aber ich arbeite in der Schweiz und wohne in Deutschland! Warum sollen die Tausende von Grenzgänger immer nur Nachteile haben! Wir haben keine Chance auf diese 12 Monate Erz. Geld! Das kann es nicht sein! Wo bleibt da das GG Jeder ist gleich!
Genauso wie die Riesterrente. In der Schweiz gibt es eine Betriebsrente, wo mir die deutsche RV erklärt hat, dass es alle Bedingungen der Riesterrente erfüllt. Aber wenn ich wieder in Deutschland arbeite, und das Geld ausbezahlt bekomme, werden 50% Steuern fällig. Auch wenn ich das Geld in eine Riesterrente einzahle.
Super Gleichheitsgrundsatz.

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Re: *g* weisst schwoba, das sind so Themen, .....

Antwort von JoVi66 am 21.04.2006, 23:40 Uhr

.....da läuft mir beim Schreiben der Geifer und Sabber aus dem Mund und ich kann meine Krallen nur noch schwer krümmen, daher die unzähligen Fehler. Manchmal muss ich mich so echauffieren, dass ich alter Choleriker erst eine Minute der Besinnung brauchen würde, um mich objektiv mit solch einem Thema auseinandersetzten zu können.
Gruß johanna

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