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Geschrieben von Hashty am 02.01.2019, 17:50 Uhr

Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Wenn Flüchtlinge gewalttätig werden, wird das in Deutschland schnell zum Politikum. Doch die ausländerfeindliche Tat in Bottrop wird entpolitisiert. Das ist falsch und gefährlich.

In Bottrop im Ruhrgebiet fährt ein Mann mit seinem Auto absichtlich Menschen um, weil er Ausländer hasst. In Amberg in der Oberpfalz prügeln vier Asylbewerber wahllos auf Passanten ein. Beide Gewalttaten haben zunächst einmal nichts miteinander zu tun und sind jeweils aus sich heraus verabscheuungswürdig.

Den Opfern in Bottrop wie in Amberg kann es egal sein, aus welchem Motiv und Gemütszustand heraus sie verletzt wurden; die Prügler in Amberg machen die fremdenfeindliche Tat in Bottrop nicht weniger schlimm, der Hass des Mannes im Auto relativiert nicht die Gewalt der Flüchtlinge.

Die unterschiedlichen Reaktionen auf die Taten lassen sich aber schon vergleichen. Gleich nach den Gewalttaten von Amberg befand Innenminister Horst Seehofer, straffällige Asylbewerber müssten schneller und konsequenter abgeschoben und die Gesetze entsprechend geändert werden. Der Fall ist sofort zum Politikum geworden, zum Beispiel für ein allgemeines Problem, die Gewalt durch junge, männliche Flüchtlinge.

Der Fall des Bottroper Attentäters dagegen wurde in der Öffentlichkeit eher entpolitisiert: ein 50-jähriger Einzeltäter, offenbar ohne Verbindung zur rechten Szene, mit psychischen Problemen. Auch da zeigte sich Horst Seehofer "betroffen" und plädierte für Härte. Vorschläge, wie dieser Gewalt zu begegnen sei, hatte er gerade keine parat - wie auch, bei einem solchen Einzelfall?

Diese Entpolitisierung rechter Gewalt - und die Amokfahrt des Mannes aus Bottrop war eine politisch motivierte Tat - ist aber alles andere als ein Einzelfall. Die Bundesregierung selber teilte im Juni mit, seit dem 3. Oktober 1990 seien 76 Menschen durch rechte Gewalttäter ums Leben gekommen, andere Berechnungen gehen von mehr als 150 aus. Mit weitem Abstand hat keine andere politisch motivierte Gewalt in der Geschichte der Bundesrepublik so viele Opfer gefordert wie die von rechts. Nur wurde und wird sie immer noch oft nicht als politisch motivierte Gewalt angesehen: War halt eine Kirmesschlägerei, sind irgendwelche Idioten aneinandergeraten, war ein Totschlag im Suff.

Rechte Gewalttäter glauben, den Volkswillen zu vollstrecken

Und selbst, wenn die rechtsextremen Motive der Gewalt offenbar sind, erscheint sie in der Öffentlichkeit in eigentümlicher Weise in ihrer Unausrottbarkeit vertraut. Die Gewalt der Fremden dagegen bricht brutal ins Vertraute ein; sie besetzt die Angsträume des Landes.

Es hätte sich ja auch die Amberger Tat entpolitisieren lassen: Junge Männer im Suff benehmen sich an einem Samstagabend krass daneben. Zu Recht ist das nicht passiert. Zu Recht verbindet sich mit den Prügelattacken die Frage, wie der Staat, die Gemeinschaft mit Asylsuchenden umzugehen hat, die gewalttätig werden - wobei die Abschieberegelungen mittlerweile scharf sind wie nie und sich kaum ein Gewalttäter von ihnen abschrecken lässt.

Doch genauso gehört die politische Dimension der Tat von Bottrop benannt: In diesem Land kriecht die Xenophobie aus allen Ritzen und Ecken hervor und droht sich überall festzusetzen; so sehr, dass rechte Gewalttäter im Gefühl angreifen, den gesunden Volkswillen zu vollstrecken. Es wäre gut gewesen, dem Innen- und Heimatminister wäre auch dazu ein Satz eingefallen.

 
23 Antworten:

Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Malus am 02.01.2019, 18:20 Uhr

Ich denke diese beiden Sachen spiegeln sehr gut den Zustand unserer Gesellschaft wider.

Auch der Diskurs über diese Taten, die gleichermaßen zu verurteilen sind.

Wir haben also auf der einen Seite eine rassistisch motivierte Hetzjagd von Asylsuchenden auf Deutsche mit 12 Verletzten.

Auf der anderen Seite haben wir einen rechten Terroranschlag auf Migranten. Für mich ist das rassistisch motivierter Terror.

Für mich spielt es weder eine Rolle dass die einen Rassisten besoffen waren, noch dass der andere Rassist psychisch krank ist.

Es erschreckt mich und ja, ist kein guter Start ins neue Jahr.

Unsere Gesellschaft hat m.M.nach ein gravierendes Problem.

Aber tja. Bringt alles nichts. Es ändert sich eh nichts.

Mein Beileid gilt allen Opfern.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Ninal0301 am 02.01.2019, 19:22 Uhr

Ist ja klar dass das jetzt wieder ein "psychisch kranker" war.

Die ganzen "Muslime",die die Sachen machen sind für mich auch psychisch krank!

Wird doch jetzt auch nicht angenommen dass er ein fundamentaler Christ ist,vielleicht hat er währenddessen das Vaterunser gesprochen...

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Malus am 02.01.2019, 19:27 Uhr

Ist doch Egal.

Siehst Du irgendeinen Unterschied?

Die einen bekommen Strafnachlass wegen Trunkenheit, der andere wegen Krankheit.

Die Taten sind für mich in etwa gleich. Rassistische Hass-Taten.

Arschlöcher. Einer wie der andere. Individuen die man gerne auf den Mond schießen würde, wenn das ginge.

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Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von Trini am 02.01.2019, 19:28 Uhr

...die Taten, die von Migranten verübt wurden in gleicher Weise entpolitisiert ( psychich kranke Einzeltäter). Beispielsweise München oder Lübeck.

Dass es im Falle Amberg mal anders ist, ist erstaunlich.

Trini

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von claudi700 am 02.01.2019, 19:46 Uhr

So ist es.

Wenn ein Migrant eine Gewalttat begeht, wird er als "Mann" bezeichnet.
In Bottrop war es gleich ein Deutscher.

Alles wird instrumentalisiert im Kampf gegen Rechts. Die Schreiberlinge widern mich an.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Ninal0301 am 02.01.2019, 20:03 Uhr

Ja du hast recht!

Nur die radikale Berichterstattung der Presse nervt mich in solchen Situationen wieder.

Im Prinzip ist es natürlich egal,ja.

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von Malus am 02.01.2019, 20:19 Uhr

Immer diese Männer!

Nee, ehrlich. Frauen sind intelligenter. Oder?
Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber meistens sind es Männer.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Felica am 02.01.2019, 20:25 Uhr

Da unterschreibe ich.

Ist das was mich seit langen so extrem stört, das da unterschieden wird. Das macht in meinen Augen die Sache so extrem gefährlich. Es sollte völlig egal sein wer wann und weshalb so austickt.

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von Blueberry am 02.01.2019, 20:35 Uhr

Richtig. Wenn da schon "Mann" steht, dann weiß man schon genau, wer/was es mal wieder war.

"Amüsant" fand ich auch, das bei der PK eine Sprecherin auf die Frage, ob man da in Amberg jetzt auch von Hetzjagd sprechen müsse, sagte, man wolle sich doch hier nicht mit Begrifflichkeiten aufhalten, das sei doch nicht zielführend...

Alles klar... wenn Migrantenpack Deutsche jagt, dann isses natürlich nicht glasklar eine Hetzjagd...

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von TONIC-2018 am 02.01.2019, 20:44 Uhr

Das blau/braune Pack ist ja auch wieder da.

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von Blueberry am 02.01.2019, 20:46 Uhr

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Re: Oft genug wurde in den letzten Jahren...

Antwort von Malus am 02.01.2019, 20:47 Uhr

Es war eine Hetzjagd. Menschen flüchteten. Die vier Axxxer rannten hinterher. Wer nicht schnell genug war, wurde zusammen geschlagen. Einige retteten sich in ein Schnellrestaurant.

Das andere war ein terroristischer Anschlag mit Auto. Kann man m.M.nach auch so benennen.

Was soll das Rumgeiere.

Wir haben ein Problem.

Erschrocken bin ich, als ich Leserkommentare las. Welt online, zeit online.

Es stimmt. Amberg kam zuerst nicht in den ö.r.

Jetzt gibt es schon Verschwörungstheorien...ach egal, ich sollte diese nicht wiedergeben.

In unserem Land brodelt es. Das ist erschreckend.

Und dass jemand in ein Auto steigt, Leute umfährt und meint das sei der "Volkswille "

Puh......Schwierige Zeiten......schlimm was gerade abgeht.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von dhana am 02.01.2019, 21:30 Uhr

Hallo,

wenn ich ehrlich bin finde ich das eine genauso erschreckend wie das andere. Ich kann einfach in keiner Form nachvollziehen was einen Menschen dazu bringt einen anderen in der Form anzugreifen und zu verletzen - egal ob psychisch krank oder alkoholisiert.

Ich habe auch nicht das Gefühl das da die Presse wirklich so stark polarisiert - die meisten Medien berichten da eher betont neutral und man findet oft gar nicht welche Nationalität der Angreifer hatte. Aber gut, das kann auch an den Medien liegen die man liest.. ich lese halt meist die örtlichen Printmedien, und wenig Kurznachrichten im Internet - mit diesen nur Überschrift-Nachrichten komme ich nicht zurecht.

Was mich erschreckt ist allgemein das Gewaltpotential - überall dort wo (scheinbare) Anonymität herscht - egal ob verbal in Foren oder bei Komentaren im Internet - oder Gewalt in Gruppen. Wenn ich da lese, das sich Rettungswagenbesatzungen ins Auto flüchten mussten, weil sie mit Feuerwerkskörpern angegriffen wurden und so einem Verletzten keine Hilfe leisten konnten bis die Polizei die Lage unter Kontrolle bekam. Oder das Feuerwehr und Polizei angegriffen werden, das Einsatzfahrten blockiert werden... was ist los hier?

Gruß Dhana

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Benedikte am 02.01.2019, 22:51 Uhr

ich habe leider schon nach dem ersten Satz aufgehört zu lesen


"Wenn Flüchtlinge gewalttätig werden, wird das in Deutschland schnell zum Politikum"

nein. Je schrecklicher der Vorfall umso lauter die Stimmen, dass es ein sog. Einzelfall sei, immer dann, wenn junge Männer dieser Machozuwanderungskulturen junge Frauen töten

und bei so Dingen wie in Köln sylvester 15 heisst es immer "das können auch biodeutsche Männer tun" und gerade da habe ich schon oft um antwort gebeten, wann das letzte Mal die Bayern, Sachsen , Sxchwaben oder Friesen über Frauen so hordenweise hergefallen wären. Nie eine Antwort gekrtiegt.


Und der syrische Flüchtling in Köln, der das Mädchen bei Mäckes angezündet hat und Allah Akbar gerufen hat- da hiess es doch auch sofort, dass der psychisch krank sei.


Von daher- wenn schon der erste so grottenfalsch ist und der Realität diametral widerspricht, lese ich nicht mehr weiter

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Malus am 03.01.2019, 6:47 Uhr

Solche Sätze entstehen eben, wenn Realität auf Filterblase trifft.

Es ist wirklich zum Fremdschämen. So ist unsere Gesellschaft aber leider.....
Und in Amberg geht jetzt die NPD patroullieren.

Die Leute sind doch irre.

Wie sehr verblöden wir noch?

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Miamo am 03.01.2019, 8:40 Uhr

Das es so weit kommen konnte, ist der aufgeheizten Stimmung im Land ebenso geschuldet, wie der ignoranten Politik, die die seit Jahren anhaltenden Gewalttaten von Ausländern gegen Deutsche nicht ausreichend ahndet und als bedauerliche Einzelfälle tituliert.

Politik, Medien und Gesellschaft sind nach Bottrop und Essen dringend aufgerufen umzudenken. Denn es sind die Folgen der wahllosen Zuwanderung und die damit einhergehende Gewalt gegen Deutsche, die Menschen wie Andreas N. zur Gewalt greifen lassen. (Das soll keineswegs eine Entschuldigung darstellen)

Außerdem wir der Urgrund allen Übels in den Medien nach wie vor nicht thematisiert.
Da können noch so viele Aktionen gegen Rechts stattfinden, es wird nichts ändern.

Hoffentlich müssen wir uns nicht an weitere Gewaltakte (egal von wem) in der Zukunft gewöhnen.

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Frage der Wahrnehmung

Antwort von Tai am 03.01.2019, 9:11 Uhr

Es ist offenbar eine Frage der Wahrnehmung.

Mich hat eher erstaunt, dass hier im Radio in den Nachrichten halbstündlich berichtet wurde, es sei ein Anschlag aus fremdenfeindlichen Motiven uns es würde geprüft werden, ob Verbindungen zur rechten Szene bestehen würden.

Bei den Anschlägen von islamistischer Seite scheint mir das Motiv gerne lange totgeschwiegen zu werden. Psychisch kranke Einzeltäter halt.
Oder die Straftaten sind eh nur von regionaler Bedeutung.

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Heute morgen im DLF wurde gesagt, dass es normal sei, dass junge Männer betrunken sowas

Antwort von Leewja am 03.01.2019, 9:42 Uhr

machen.
Also, Leute angreifen auf der Straße.

War mir tatsächlich nicht so bewusst, dass das als normal gilt.

Ich dachte, Besoffene, die sich untereinander prügeln, sind rel. normal, wenn auch abstoßend und bescheuert.


Das es normal ist, Fremde anzugreifen und zu verprüglen, finde ich irgendwie nicht.

Dass der Typ in Bottrop aus Fremdenhass in die Menschen reingefahren ist, ist selbstverständlich eine schreckliche und rassistische Tat.
Darüber muss iegentlich gar nicht groß diskutiert werden, das sieht auch irgendwie jeder so.
Dass er dabei AUCH psychisch krank sein könnte, ist halt wichtigin unserem rechtssystem, was die Schuldfähigkeit und das wietere verfahren angeht, das ist es aber bei nicht-Deustxchen schließlich auch.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Alhambra am 03.01.2019, 10:06 Uhr

"Der Fall des Bottroper Attentäters dagegen wurde in der Öffentlichkeit eher entpolitisiert: ein 50-jähriger Einzeltäter, offenbar ohne Verbindung zur rechten Szene, mit psychischen Problemen. Auch da zeigte sich Horst Seehofer "betroffen" und plädierte für Härte. Vorschläge, wie dieser Gewalt zu begegnen sei, hatte er gerade keine parat - wie auch, bei einem solchen Einzelfall?"

Welche Vorschläge kann man konkret machen? Abschiebung als beste Maßnahme entfällt bei einem Deutschen nunmal - bedauerlicherweise.


Samstag, 29.12. Prügelattacke - Äußerung Seehofer am 03.01. Also immerhin 5 Tage bis zur Äußerung.

Tat Bottrop: 31.01. - Stellungnahme schon am nächsten Morgen: Deutscher - Fremdenhass. Gefühlt alle Fakten auf dem Tisch.

Wir haben doch aus der Vergangenheit gelernt, dass vorschnelle Meldungen Gift für die Glaubwürdigkeit sind, wenn sie aus der Gewinnung neuer Erkenntnisse revidiert werden müssen. Es muss schnell geklärt werden, damit kein Raum für Spekulationen geboten wird, aber es darf auch nicht vorschnell raugehauen werden, damit sich nicht mögliche übereilte Falschmeldungen hartnäckig halten.

Leider hat die fatale Silvesternacht in Köln, wo zunächst "alles ruhig - keine besonderen Vorkommnisse" gemeldet wurde und erst nach etlichen Tagen ein nie dagewesener Massenangriff speziell auf Frauen das Vertrauen in Politik und Medien nahezu zerstört. Das hängt bis heute nach.

Riexinger von den Linken heute im ZDF-Morgenmagazin hat bereits relativiert: Die Jugendlichen haben zuviel Alkohol getrunken, da muss man Nachsicht üben. Muss man das wirklich? Ich finde sogar, dass Alkohol oder andere bewusstseinsverändernde Mittel, die man sich selber freiwillig einverleibt als Strafmilderung gar nicht berücksichtigt werden darf. Egal welche Nationalität. Wenn ich unter Akohleinfluss Menschen gefährde darf das nicht strafmildernd und damit zum Freifahrtschein werden. Aber das sieht der Gesetzgeber eben anders.

Einer der Asylbewerber wurde schon im Februar abgelehnt und hätte seit dem das Land verlassen müssen. Das Abschiebeverfahren laufe - mal wieder viel zu lang. Wie üblich fehlen Papiere. Bei zwei Asylbewerbern laufen noch die Asylverfahren, weswegen eine Abschiebung nicht möglich sei???? Äh, ich hätte jetzt gedacht: Verfahren beendet, weil schon im Vorfeld versagt. Ein Minderjähriger darf nicht abgeschoben werden, weil eben minderjährig. Nun gut, Vertrauen in das Alter ist auch nicht stark ausgeprägt. Einer hat sogar eine Lehrstelle als Koch, also Arbeit, obwohl eigentlich abgelehnt. Job und Unterkunft in der Fremde gefunden, war das nicht die viel zitierte Grundvoraussetzung für gelungene Integration und alles wird fein? Und zum Dank auf harmlose Passanten einschlagen. Bei den anderen laufen noch die Asylverfahren. Wie benehmen die sich erst, wenn sie ererkannt würden?
Quelle: br24

Ja, ich bin für sofortige Abschiebung. Wer schon in der Bewährungsstufe versagt, hat es sich eben verspielt.

Auf dem Irren aus Essen bleiben wir leider hocken. Aber wer ihn möchte, kann ihn gerne nehmen.

Wir haben fatal viele "Intensiv"-Täter. Also Menschen, die sich ein ganz beachtliches Strafregister angelegt haben, die ständig vor Gericht stehen ohne eine spürbare Konsequenz zu erfahren.

Ich erwarte, dass man die wegsperrt. Ich erwarte auch keine Resozialisierung, dafür bin ich viel zu desillusioniert. Ich erwarte nur, dass ich vor diesen Subjekten geschütz werde.

Und weil das nicht geschieht, entwickeln sich immer mehr rechte Tendenzen. In Amberg "patroulieren" nun die Rechten, weil wieder Wasser auf deren Mühlen fließt. Diese Entwicklung ist doch zum Heulen.

Wie gesagt, auf dem Irren Amokfahrer bleiben wir sitzen. Und wer mir fehlende Empathie unterstellt: drauf geschissen! Meine Empathie gilt den Ofern der vergangenen Taten, für Täter wird m. E. schon viel zu viel gemacht, was wenig bringt.

Der Bürgermeister von Amberg sagt, dass man die Asylbewerber nun nicht unter Generalverdacht stellen darf. Das ist richtig. Nur, wie weiß ich denn zukünftig, wen ich vor mir habe, wann man sie nicht los wird? Das ist das Problem und fördert das Misstrauen in jeder Form.

Wir haben mehr als genug eigenes Kroppzeug, da brauchen wir nicht noch welche aus der Fremde. So einfach ist das ist. Und wer die rechten Tendenzen aufhalten will, muss endlich handeln. Sonst sehe ich dunkelbraun für Deutschland.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von DK-Ursel am 03.01.2019, 11:18 Uhr

hej!

Jeder Fall für sich ist schlimm und eine Tragödie für die Betroffenen.

Aber mich macht am meisten betroffen, neben der politiserenden Ausschlachtung jedes Opfers durch "Ausländer" seitens der Rechten, daß solche Taten inzwischen eben durch die Stimmung in der Gesellschaft "leichter", tragbarer, sind, quasi näher liegen als früher..
Ein psychisch Gestörter in den 50ern, 60ern, 70ern ... hätte kaum zu solch einer Aktion "gegriffen", heute aber ist es eben populär, Andersdenkende, Andershandelnde, Andersaussehende, Andere nicht mehr nur verbal - und das ist ja der Wegbereiter für die Taten - anzugreifen und niederzumachen, letzteres ebnet eben den Weg dafür, daß man darin nur "Kroppzeug" - ich zitiere jemanden über mir - sieht, den man vernichten muß, kann, darf.
DAS finde ich schlimm, denn es eine Denkart, die absolut unmenschlich und wegbereitend für Gewalt ist, übrigens bereits in dunklen Zeiten Deutschlands (und anderer Nationen).
Einer meiner Leitsätze trifft es eben leider auch hier - für die ganze Gesellschaft - egal wo:
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Talmud

Gruß Ursel, DK

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Malus am 03.01.2019, 19:29 Uhr

Ich habe über Focus online von Amberg gelesen. Ansonsten nirgrnds. Dann kam der rechte Anschlag.

Direkt erste Meldung, alle Medien.

Dann tauchten die ersten Leserkommentare auf warum man Amberg tot schweige. Erste Verschwörungstheorien a la" die Presse wird ja durch den Migrstionspakt angehalten über Migranten nicht negativ zu schreiben. ",daher kaum Berichte. Zensur "

Dann wurde in den Medien im Zusammenhang mit Bottrop auch über Amberg geschrieben.

Irgrndwann wurde die Hetzjagd mit 12 Verletzten mit einer normalen Kneipenschlägerei verglichen.

Dann is es auch wieder so dass die Axxxer die 12 Menschen verprügelt haben, selbstverständlich hierbleiben werden.
Man kann sie nicht abschieben. Das hat gefälligst jeder gut zu finden, dennselbstverständlich wird jeder gefoltert und ermordet der in sein Land zurück geht.

Eigrntlich war das ja auch harmlos. Ein paar Watschen....Wie kann Seehofer nur......


Aber die Stimmung ist grottenschlecht. Ich lese ja immer Kommentare. Die Leute haben überhaupt kein Vertrauen mehr. Null.

Die Afd braucht leider überhaupt keine Wahlwerbung mehr.

Die Rechten werden immer aggressiver, die Folgrn sieht man ja.

Aber es ändert sich nichts. Es wird nicht der letzte Vorfall sein. Und die Reflexe werden immer die gleichen sein (Relativieren. Whataboutismen. Auf das Oktoberfest verweisen. ),was alles immer schlimmer machen wird, weil man die Relativierer nicht mehr ernst nimmt.

Gleichzeitig haben wir ein großes Problem mit Rechts. Das wird aber gar nicht angegangen weil derzeit die Gegner von Rechts massiv ihre Glaubwürdigkeit verlieren und viele richtig den "Prass h"aben.

Ich habe Kommentare gelesen a la "spielt jetzt feine Sahne Fischfilet weil eine Hetzjagd auf Deutsche stattfand?i"

So ist derzeit die Stimmung. Ich kann das sogar verstehen. Aber gut heißen natürlich nicht.

Mir macht das Angst.

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Tonic2108 am 03.01.2019, 19:55 Uhr

Ich habe Kommentare gelesen a la "spielt jetzt feine Sahne Fischfilet weil eine Hetzjagd auf Deutsche stattfand?i"


Berechtigte Frage...

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Re: Kommentar von Matthias Drobinski zu Medien/Bottrop

Antwort von Malus am 03.01.2019, 20:12 Uhr

Ich weiß nicht wie repräsentariv solche Foren sind. Es ist aber so, dass nicht nur Leser rechter Blätter so schreiben, sondern durchweg. Auch bei Zeit,Spiegel,Welt (Rechte Blätter lese ich ja gar nicht )Ob das nur t ein paar Trolle sind?

Wenn ich mir manche Gespräche anhöre, im Bus, oder im Laden...die Stimmung ist schlecht. Es gibt kaum noch Vertrauen. Und ich glaube dass sich von dieser Grundstimmung dann solche Terroristen wie der in Bottrop, ernutigt fühlen.
Diese Stimmung bereitet quasi den Boden. Aber unsere Geselldchaft hat als Antwort nur Whataboutismen,,die Nazikeule und Relativierungen.

Das ist brandgefährlich.

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