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Geschrieben von Hase67 am 29.09.2013, 21:33 Uhr

Kinderbetreuung - Quadratur des Kreises

Leena,

Kindergartenerzieher haben eben nur ihre eigene Perspektive, und die orientiert sich an ihren bisherigen Joberfahrungen und der Vorstellung, dass ein Kind mit drei Jahren erstmals in eine Fremdbetreuung kommt. In Deutschland ist ja sogar der Gedanke, dass eine Kinderbetreuung auch eine Dienstleistung ist, die man in Anspruch nehmen MUSS, weil man die Zeit zum Arbeiten braucht, oft grundsätzlich verpönt, deshalb sind die Eingewöhnungsmodelle für Leute gestrickt, die keinen straffen Zeitplan im Nacken haben. Eigentlich hättest du da viel früher energisch auftreten müssen und sagen: "Besprochen war es anders, ich kann ab 1. Oktober nicht mehr nach 2-3 Stunden in den Kindergarten kommen und das Kind abholen. Ich weiß auch, dass mein Kind das schaffen kann, er war ja schon ganztags betreut."

Letztendlich ist es die Aufgabe der Erzieher dort, den Übergang für ihn schön zu gestalten - er hat ja keine grundsätzlichen Ablösungsprobleme von dir, sondern muss sich nur auf eine andere Einrichtung umstellen. Das Abnabeln von Mama und das Spielen mit anderen Kindern kennt er ja schon.

Ich fühle mich so ein bisschen an die Geschichte mit dem Hort damals erinnert, wo ich dich viel zu "nett" und nachgiebig fand - du versuchst sogar noch, es den Erziehern recht zu machen, obwohl du für den Platz zahlst und ihn auch notwendig brauchst, um deine Arbeit zu tun. Dass du jetzt mit Bauchweh an die Sache rangehst und die anderen gar nicht sehen, wo dein Problem ist, ist symptomatisch, glaube ich - die anderen haben ja auch kein Problem, nur du hast deine Bedürfnisse im Vorfeld nicht klar genug artikuliert und eingefordert.

Gut, hilft jetzt nichts, ist jetzt so, aber damit das keine Never-Ending-Story wird: Sag der Erzieherin am 01. Oktober gleich, dass dich der neue Eingewöhnungsplan in berufliche Schwierigkeiten bringt und du dir deshalb eine zügige Eingewöhnung wünschst. Mag sein, dass da die eine oder andere Dame die Augenbrauen hochzieht, weil du ja in erster Linie Mama sein "solltest" - da musst du einfach durch. Und wenn dein Mann das so tiefenentspannt sieht, dann spann ihn in der ersten Zeit auch gleichmäßig ein - einen Tag holst du das Kind früher ab, einen Tag er, fifty-fifty.

Steh mal für dich selber ein, Leena, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

LG

Nicole

 
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