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Geschrieben von Tina_1990 am 21.03.2017, 8:42 Uhr

KiGa-Kosten verdoppelt?!

Guten Morgen zusammen,

ich bin heute Vormittag über die neuen Kostenbeiträge für unsere städtischen Kindergärten in Dietzenbach gestolpert. Ab August werden mal wieder die Preise erhöht - diesmal aber nicht moderat um 5 oder 10 Prozent, womit man ja noch leben kann... Nein. Die Stadt VERDOPPELT die Kosten. Ganztagsbetreuung kostet momentan 216 Euro. Ab 01.08. sind es dann 432 Euro.

Ich kann so eine enorme Preiserhöhung nicht verstehen. Wie geht denn sowas?!

 
9 Antworten:

Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von Muts am 21.03.2017, 8:50 Uhr

Warum das so ist, kann Dir hier keiner sagen. Frag bei der Stadt selbst nach, woran das liegt.
Selbst wenn tatsächlich die 432 Euro fällig würden, ist es noch immer nur ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten für einen Betreuungsplatz. In der Ganztagsbetreuung braucht man ja auch doppelt so viel Personal.

LG Muts

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von Steffi528 am 21.03.2017, 9:07 Uhr

Grundsätzlich ist es so, das die Kommunen nicht die gesamtkosten für einen Kita-Platz an die Eltern weiter geben, es wird, zumindest bei uns, per Ratsbeschluss einen prozentuellen Anteill an die Eltern weiter gegeben, dazu dann noch Steigerungen über die Personalkostenentwicklung.
Ebenfalls können die Kommunen eine Beitragsstaffelung nach Familieneinkommen beschließen.

ich habe mir jetzt mal den Spaß gemacht und mir Dietzenbach etwas genauer angesehen: Es gibt die Möglichkeit der Übernahme bzw. Teilübernahme der gebühren, wenn die Eltern arbeiten Und zwar um 50 %. das läuft aber nur bis 2019.

Das Ganze ist für mich aus den Presseartikeln (op-online) so, das es ein Kunstgriff ist, um eine Kommune, die eigentlich Pleite ist, zu entlasten.

Irgendwo müssten es Formulare zur Beantragung von Kostenübernahme für Euch geben. ich habe es nur noch nicht gefunden.

Jedenfalls eine "interessante" Sache. ich würde ganz ehrlich die Verwaltung und meine kommunalpolitischen Vertreter heiß machen.

Aber das ist ein Resultat von Bundespolitik, die einfach auf Kommunen draufgedrückt wird, ohne sich über die Finanzierung im Klaren zu sein (u3)

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von Leena am 21.03.2017, 9:09 Uhr

Das Thema ist doch schon seit über einem halben Jahr überall in den Medien, Hessenschau etc., inklusive Elterndemos und was weiß ich.

Ich denke, vor Ort bei der Elternvertretung Eures Kindergartens kannst Du Dich sehr viel besser informieren als hier im Forum. Wobei es ja bekannt sein dürfte, dass Kindergärten für die Kommunen Zuschussunternehmen sind. Ist halt die Frage, wer sich wie lange wie viel Zuschuss leisten kann.

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Hier

Antwort von Steffi528 am 21.03.2017, 9:14 Uhr

http://www.dietzenbach.de/PDF/Richtlinie_F%C3%B6rderung_der_Vereinbarkeit_von_Familie_Beruf.PDF?ObjSvrID=1799&ObjID=9482&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=

Ist die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf...

Eigentlich ganz "lustig", die Gebühren werden um 50 % (plus 3 % normaler Inflationsausgleich) angehoben, die Familien bekommen dann aber einen Zuschuss von 50 %, wenn gearbeitet wird (auf Antrag!!!!!!)

Ich weiß jetzt nicht, ob das rechtlich einwandfrei ist, zumindest bei den U3 ern besteht ja ein Rechtsanspruch ab 1 Jahr ohne Nachweis

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von 32+4 am 21.03.2017, 9:21 Uhr

hier schlugen die emotionen online und offline sehr hoch
verständlich. bei uns ist die arbeitslosenquote sehr hoch. man fährt weite weg für arbeit..hat 2 jobs, damit man den kiga-platz zahlen kann.

nun die enorme steigerung

allerdings bekommen z.b. tagesmütter weiterhin nur den normalen stundenlohn von 3€ nochwas BRUTTO.
zusatzbeitrag für essen und bastelsachen bekommt man dank der neuen beitragsstaffel auch nicht mehr. kann keiner mehr zahlen.

nun kann die lösung auch nicht sein, dass alle da hin ziehen, wo es mehr jobs gibt^^

für mich weiterhin absolut falscher weg die kinderbetreuung so zu verteuern, dass eltern eigentlich nur noch für den kiga zahlen.

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von DecafLofat am 21.03.2017, 9:36 Uhr

bei uns wird der hort (städtisch) nächstes jahr um ein drittel teurer. wurde damit begründet dass ab herbst 2017 nicht mehr das pädagogosche personal für die küchenarbeiten und essensvor- und nachbereitung eingeplant wird, sondern dafür hauswirtschaftskräfte eingestellt werden. (stadtweit, in allen städtischen Kindertageseinrichtungen). finde das auch vollkommen i O.

der KiGa hingegen bleibt unverändert (katholisch).

PS ich wohne in einem länderfinanzausgleichs-geberland.

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Ruf doch bei der Gemeinde an.....

Antwort von Caot am 21.03.2017, 10:29 Uhr

....bei uns gibt es Kigabeauftragte. Durchwahl steht in jedem Gemeindeblatt. Da würde ich mich erkundigen und meinen Unmut äußern.

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von shinead am 21.03.2017, 10:59 Uhr

Wow, das hast Du jetzt erst mitbekommen? Seit 2014 schwelt die Staffelung in den Köpfen Deiner Stadtverwaltung und 2016 wurde sie beschlossen.

Dietzenbach ist pleite. Der Kreis will Einnahmen sehen.

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Re: KiGa-Kosten verdoppelt?!

Antwort von Feuerpferdchen am 21.03.2017, 11:02 Uhr

Ich habe mal gegoogelt und es wird doch ganz gut erklärt, was die vorhaben, hier ein Auszug:
In der ersten Stufe sollen die Gebühren im Durchschnitt um drei Prozent steigen. Betreuungsangebote, die Eltern nur selten in Anspruch nehmen, werden reduziert. In einer zweiten Stufe sollen die Gebühren verdoppelt werden. Die Jugendhilfe des Kreises müsste dann pro Kind aus einer Bedarfsgemeinschaft für eine Tagesbetreuung 400 Euro im Monat zahlen (ein Drittel der Gesamtkosten von zirka 1200 Euro).
In der dritten Stufe sollen im Gegenzug jene Eltern finanziell entlastet werden, die wegen Berufstätigkeit auf ein Betreuungsangebot der Stadt angewiesen sind. Sie sollen gemäß einer neuen „Richtlinie über die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beim Besuch städtischer Kindertagesstätten“ einen Zuschuss der Kommune in Höhe von 50 Prozent der Betreuungsgebühren erhalten.
Gieseler erklärt: „Auf diese Weise bezahlen diese Eltern die gemäß der ersten Stufe neu definierten Betreuungsgebühren und haben lediglich eine Erhöhung von drei Prozent in Kauf zu nehmen.“ Die Stadt Dietzenbach könnte trotzdem jährlich rund 350.000 Euro mehr an Gebühren einnehmen und somit der Vorstellung des Landes näherkommen, dass ein Drittel der Kosten für die Betreuung aus Gebühren zu finanzieren sei.

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