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Geschrieben von malwinchen am 17.11.2009, 15:34 Uhr

gibt es bei euch auch diese massen-kinderarzt-praxen?

letzens musste ich mich ja um den termin für die U3 bei meiner kleinen kümmern... ein KiA in der gegend ist unter aller würde schlecht... also rief ich in der nächsten praxis an: ein kinderkardiologe, ein "spezialist" für ADS und ADHS und zwei "normale" kinderärztinnen. bei dem kinderkardiologen war ich mit ruwen schon vor drei jahren, weil ein herzgeräusch eine woche nach der geburt abgeklärt werden musste (er hat ein sehensegel). ich war damals schon abgeschreckt von dem massenbetrieb und sauer, weil die ein völlig verrotztes fast 1-jähriges bazillenmutterschiff ins säuglingswartezimmer gesetzt haben, wo insgesamt 3 kinder auf den kardiologentermin warteten. das war schon ein prima gefühl mit einem möglicherweise herzkranken kind... auf nachfrage durfte ich dann mit meinem kind in einem behandlungszimmer warten.

nun rief ich also notgezwungenermaßen bei diesem "laden" wegen der U3 an. mir wurde erklärt, dass ich mich mit dem baby bitte auf abruf in den kommenden wochen bereit halten sollte. es wird dort von vornherein einkalkuliert, dass die krankenkassen eine kulanzfrist von 2 wochen für die vorsorge geben. außerdem würde dann geschaut, welcher arzt gerade etwas luft hätte und dann bekommt man eben einen anruf, dass das kind am kommenden tag die vorsorgeuntersuchung hätte! was ist denn das für ein mist! es wird also davon ausgegangen, dass die eltern von neugeborenen nichts anderes tun als auf den gnädig vergebenen vorsorge(audienz)termin zu warten?

ich habe also dankend verzichtet und bei einer KiA-praxis etwas weiter weg angerufen und einen termin im rahmen des normalen zeitfensters bekommen. die konsequenz daraus wird jetzt sein, dass ich auch mit dem baby zu den nächsten untersuchungen wieder zu unserer hausärztin gehen werde. bei anderen problemen suche ich dann lieber wieder den kinderarzt meines vertrauens im KH auf... leider darf der die vorsorge fürnicht stationär behandelte kinder nicht mehr machen.

gibt es bei euch diesen kinderarzt-notstand?

 
13 Antworten:

Re: gibt es bei euch auch diese massen-kinderarzt-praxen?

Antwort von suchepotentenmannfürsleben am 17.11.2009, 15:42 Uhr

Ja, gibt es hier auch. :-(
Allerdings finde ich die *mal eben auf eine Warteliste setzen und sich die nächsten zwei Wochen IMMER frei halten*- Variante eine ausgesprochene Frechheit!

Hätte ich mir auch nicht gefallen lassen!

Wir haben Glück und einen fast jederzeit verfügbaren Kinderarzt praktisch direkt in der Nähe :-)))))))

Apropo: der Klinikarzt DARF das schon machen (also rechtlich), er darf das nur gegenüber der Kasse nicht abrechnen. Wurde uns so erzählt.

LG und viel Glück, dass es doch nicht klappt!
S

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meinte "noch" statt "nicht" ......

Antwort von suchepotentenmannfürsleben am 17.11.2009, 15:45 Uhr

, dass es doch NOCH klappt!

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Re: gibt es bei euch auch diese massen-kinderarzt-praxen?

Antwort von dr.snuggles am 17.11.2009, 15:49 Uhr

naja, überfüllt ist es hier nicht, aber dass verrotzte erregerschleudern in den wartezimmern hocken, lässt sich wohl kaum vermeiden.
ich hatte aber immer glück bislang, musste nie lange warten.
konnte jetzt auch kürzlich problemlos wechseln.
im schnitt warte ich zehn minuten.

dafür sieht es bei anderen fachärzten und hausärzten schlimm aus. immer zwei stunden wartezeit.

aber, was hat denn dein baby? was bedeutet sehensegel? muss sie für die U´s auch immer noch zum kindercardiologen? ultraschall oder echo machen?

fragt
snuggles

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nicht die kleine...

Antwort von malwinchen am 17.11.2009, 16:00 Uhr

ruwen hat ein sehensegel in der linken herzkammer. das ist einfach eine sehne, die sich mitten in der kammer befindet und bei stress (wie z.b. der geburt) ein herzgeräusch macht, was sich wohl ähnlich wie ein defekte herzklappe anhört. daher mussten wir vor drei jahren erst einmal alles abklären lassen...

dass sich erkältete kinder beim kinderarzt im wartezimmer befinden, ist natürlich normal... nur muss man die die nicht ins säuglingszimmer zu den (in diesem falle alles neugeborenen) patienten des kinderkardiologen setzen, oder? es gibt ja auch noch ein normales wartezimmer...

die U3 sollte muss schon ein kinderarzt machen, wegen der hüftsono...

also irgendwie werde ich langsam bagne, wohin uns der ärztenotstand auf dem lande noch bringen wird... unsere hausärztin steuert nun auch auf die 65 zu...

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das mit der abrechnung ist schon mies, oder?

Antwort von malwinchen am 17.11.2009, 16:04 Uhr

also der kinderarzt hier im KH ist absolut klasse! einen guten kinderarzt macht ja nicht nur seine fachliche kompetenz aus, sondern auch sein "draht" zu den kleinen patienten... und den hat dieser arzt unbedingt.

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Re: gibt es bei euch auch diese massen-kinderarzt-praxen?

Antwort von +emfut+ am 17.11.2009, 16:21 Uhr

Grundsätzlich begrüße ich es, wenn sich solche "Kompetenzzentren" zusammenfinden. "Unser" Kinderarzt - dem ich seit 13 Jahren die Treue halte - praktiziert schon seit Ewigkeiten in einer Gemeinschaftspraxis mit einer Homöopathin und einer KJP. Ich fände es eher von Vorteil, wenn ich da auch andere pädiatrische Fachärzte vorfinden würde. Temi hatte ebenfalls einen Herzfehler bei der Geburt, und es gab damals, vor fast 9 Jahren, in ganz München lediglich 2 Kinderkardiologen - heute sind das GsD doch schon ein paar mehr.

Blöd ist es natürlich, wenn die ihren Laden nicht organisiert bekommen. Keine Mutter mit mehr als einem Kind kann für eine U 2 Wochen auf Abruf zu Hause sitzen - das kenne ich gar nicht von meinem KiA. Dort wird das Babywartezimmer auch rotznasenfrei gehalten - und er hat normalerweise keine herzkranken Babys dort sitzen. Wenn sich mal die Notfälle häufen - Kinder werden so selten geplant krank - dann bekomme ich Bescheid und kann solange die Praxis verlassen. Ich werde dann auf dem Handy kurz angerufen, wenn ich bald drankomme. Oder man bietet mir an, den Termin zu verschieben, wenn er nicht dringend ist.

Grundsätzlich ist es wohl so oder so ein Problem, ausreichend Pädiater zu finden. Ich erinnere mich an einen Artikel im SPIEGEL dazu vor etwa einem Jahr. Da man als Pädiater nicht so viele IGEL-Leistungen anbieten und abrechnen und sich auch keine teuren Maschinen in die Praxis stellen kann, verdient man im Vergleich zu anderen Ärzten eher wenig. Gerade in "Sozialghettos" führt das dazu, daß ein Kinderarzt oftmals viel zu viele Patienten in seinem Einzugsgebiet hat - was die Praxisorganisation natürlich erschwert. Das sind dann auch oft die Patienten mit chronischen Problemen, die mehr verschrieben bekommen müssen und eine intensivere Betreuung brauchen.

Fumi war kürzlich mal mit bei meiner Hausärztin. Das war auch okay - es ging um einen Verbandswechsel. Aber die "kinderspezifischen" Sachen lasse ich dann doch lieber vom KiA abklären.

Gruß,
Elisabeth.

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link

Antwort von +emfut+ am 17.11.2009, 16:28 Uhr

Diesen Artikel meinte ich:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=K%E4mpfer+im+Krisengebiet&id=63546788&

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Von solchen Praxen habe ich noch nie gehört...

Antwort von krueml am 17.11.2009, 17:31 Uhr

.. ich finde das auch grauenhaft. Mir ist wichtig, dass "unser" Kinderarzt unsere Kinder kennt und längerfristig begleitet. Das geht aber nur wenn man immer beim selben Arzt ist. Unser Kinderarzt kennt unsere Kinder von klein auf, er grüsst sie auch mit Namen auf der Strasse und sie mögen ihn sehr (auch wichtig für die Mitarbeit).

So was wie von Dir beschrieben kenne ich gar nicht hier in der Gegend, habe auch noch nie von so einer Praxis gehört. Klingt für mich furchtbar und da würde ich auch nicht hingehen.

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Antwort von Silvia3 am 17.11.2009, 17:31 Uhr

Zum Glück herrschen bei uns noch paradiesische Zustände. Wenn man einen U-Termin braucht, ruft man an, nennt Geburtsdatum des Kindes und die Damen planen das Kind dann im richtigen Zeitrahmen ein. Für Säuglinge gibt es ein Extra-Wartezimmer, die Wartezeiten halten sich sehr in Grenzen, maximal mal eine halbe Stunde.
Wir wohnen aber auch auf dem Lande.

Silvia

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Re: gibt es bei euch auch diese massen-kinderarzt-praxen?

Antwort von dhana am 17.11.2009, 17:32 Uhr

Hallo,

bei uns gibt es diese Großpraxen mit 3 und mehr Kinderärzten auch.
Mit dem ersten Kind waren wir am anfang auch dort - aber mich hat das mehr als abgeschreckt, kam mit auch nicht ernstgenommen vor - eher wie eine Nr.

Jetzt haben wir einen sehr lieben KiA - schon älter, lange wird er die Praxis vermutlich nicht mehr machen. Ist vielleicht auch nicht immer bei allem auf dem neuesten Stand, überweist dann aber sofort weiter und kümmert sich dann oft noch selber um einen schnellen Termin.
Für das 08/15 Zeug, von Husten bis Fieber, vom eingewachsenen Zehennagel bis... kein Thema - da ist er prima. Nimmt sich Zeit für Kind und Eltern.

Und Termin bekommen ich innerhalb von 1-2 Tagen - bei Fieber oder so, sofort. Und warte trotzdem nie länger als 20 min in der Praxis.

Ein Traum.

Grüße Dhana

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Nein!

Antwort von Cassie am 17.11.2009, 18:08 Uhr

Bei meiner Tochter (jetzt 10 Jahre alt) war es damals auch so. Die letzte U, die ich beim KiA mit ihr hab machen lassen, da hatten wir für 14:30 h einen Termin uns sind um 19:30 h aus der Praxis rausgekommen. Danach bin ich nur noch zu meinem Hausarzt mit ihr gegangen.

Jetzt mit meinem Sohn (7 Monate), haben wir einen ganz tollen Kinderarzt. Wir sind seit damals aber auch umgezogen, also raus aus dem Dunstkreis vom Horror-KiA ;-). Für eine U wird in der Praxis 45 Minuten eingeplant und fürs Impfen 10 Minuten. Er nimmt sich also richtig viel Zeit und ich habe dort noch nie wirklich warten müssen. Man setzt sich ins Wartezimmer und wird spätestens 2 Minuten später ins Behandlungszimmer gebeten. Man trifft auch, wenn überhaupt nur mit dem Patienten vor und nach einem zusammen. Für ansteckende Krankheiten gibts ein Behandlungszimmer, das direkt vom Hausflur aus betreten wird, so dass diese Kinder gar nicht bis in dir Praxis/Wartezimmer hinein kommen.

Dort fühlen wir uns rundum gut aufgehoben und mit meiner Großen war ich jetzt auch schon zweimal zum Impfen bei ihm (nein, er impft nicht gegen SG :P).

LG,

cassie

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ja hier auch und das schlimmste...

Antwort von sonjaundjustin am 17.11.2009, 18:25 Uhr

Hallo

Und das schlimmste, finde ich, trotz eindeutigem Kinderärztenotstand, darf hier in unserer Stadt nich einfach noch ein Ki-Arzt seine Praxis eröffnen!!!!!

Bin ja selber Arzthelferin u habe mich z.B. bei einem Lungenfacharzt beworben der mir dasselbe sagte: er würde mich, mit meinen Vorkenntnissen, super gerne einstellen aber da er keinen Kollegen mit in die PRaxis nehmen darf (obwohl er hier im Umkreis der einzigste ist!) muss er erst die Finanzen prüfen ob noch eine Halbtagskraft drin ist!

Bei diesem Arzt, weil hoffnungslos überlaufen, sind die Patienten im Durchschnitt 4 Stunden!!!
Gut es werden natürlich auch tests gemacht zwischendurch, aber trotzdem!

Kinderärzt haben wir hier die Wahl zwischen "Pest und Cholera" Pest ist der unheimlich nette und wahrscheinlich auch absolut kompetente Arzt der aber absolut unhaltbare Arzthelferinnen beschäftigt hat (was mich dazu bewegt hat das "Privileg" aufzugeben mit meinem Sohn bei ihm in Behandlung zu sein) und einem Arzt der kurz vor (oder auch eigentlich nach?) der Rente ist (aber auch sehr gut, nicht verstaubt und Zusatzausbildung Kinderpsychologie)

Wohlgemerkt: ich wohne nicht in einem Dorf sondern in einer mittelgrossen Stadt die zahlreiche umliegende Dörfer hat!

Bei einem Notfall beim darfst Du hier nicht in die 2 nächstegelegen Khs sondern musst eine 30- 45 minütige Fahrt auf dich nehmen... obwohl wir eine Kinderklinik haben, die aber "nur" für behinderte Kinder ist (wobei der Grossteil unserer Stadt der Meinung ist: es kann doch nicht so schwer sein dort zusätzlich einen Kindernotdienst einzurichten, oder? anscheinend doch)

Hat mich zwar schon immer gestört aber als wir vor ein paar Monaten einen richtigen Notfall hatten und dann gesagt bekommen haben mein Kind hätte noch nicht das Alter um im naheliegenden KH behandelt zu werden, habe ich echt ANGST bekommen.

Könnte noch seitenweise meine Frust loswerden, aber nützen tut es ja hier auch nicht

LG Sonja

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Re: Oh ja!

Antwort von Näppi am 17.11.2009, 19:35 Uhr

Wir haben zwar in der nächsten Stadt gleich 3 KIÄ, aber prinzipiell sind die alle gleich voll. Termine gibt es nur Wochen im vorraus, mit akut krankem Kind wartet man bei allen 3en ab 2 Stunden. (Im übrigen auch mit Termin)

Dazu kommt noch, dass die Eine mich vogelig macht indem sie immer den Teufel an die Wand malt.
Die Andere ist mir gänzlich unsympatisch, da sie von Fieberchen und Hüsterchen spricht, nicht zu meinem Kind (mit dem spricht sie gar nicht) sondern zu mir.
Und die dritte hat es sich so mit mir verscherzt, dass ich eher 100 km fahre, als mein Kind bei ihr vorzustellen. (Behandlungsfehler)

Wir gehen jetzt zu einer Ärztin im Ort, die in Russland Kinderärztin war. Sie ist super zu den Kindern und bei größeren Problemen fällt eh meist ein Facharztbesuch an. Vorteil ist, da kann ich anrufen, sie sagen mir ne Zeit und ich komm innerhalb kürzester Zeit dran.

LG Näppi

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