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Geschrieben von simple am 19.03.2006, 4:37 Uhr zurück

Re: Frauen-Kinder-Beruf

ich bin mutter von zwei kingern, sohn= fast 8 jahre, tochter=5 jahre; ich selber bin 47.
bislang, d.h. bis ende oktober konnte ich meine arbeit um die kinder herumbalancieren, da der vater fuer das einkommen sorgte. d.h; seit 7 jahren habe ich seine buchhaltung gemacht, allerdings ohne einen pfennig dafuer zu sehen (oder auch zu verlangen). endo oktober teilte er mir mit, dass er seit 3 monten mit einer anderen frau ein verhaeltnis habe, das fuer ihn so wichtig wie das verhaeltnis zu mir sei. danach kam die trennung, und nun bin ich in der position, dass ich eigentlich arbeiten muesste, oder zumindest die nebenjobs, die ich noch habe, irgendwie als eine offozielle arbeit anmelde, aber irgendwie ist bei mir immer noch eine bremse im gehirn: ich habe meine kinder, und eine vollarbeit wuerde sich fuer mich anfuehlen wie ein diebstahl meinen kindern gegenueber. muss dazu sagen, dass ich nicht in deutschland wohne, sondern in der karibik, d.h. familie ist nicht hier, ich kann also nicht auf oma oder schweter zurueckgreifen.
und es stimmt, dass leider die kinder zum hindernis werden, wenn ich voll arbeiten will. und bislang stehe ich immer noch auf dem standpunkt, dass ich die kinder nicht gemacht habe, um sie von anderen grossziehen zu lassen. wir haben eh nicht viele stunden pro tag, da die schule meines sohnes um 4 uhr nachmittags schliesst, und ich die tochter vor 5 uhr abholen muss, und um acht uhr sollten sie im bett sein. es stimmt, der gedanke, dass immer wieder etwas "dazwischenkommen"kann wie krankheit oder schulausfall, bremst mich enorm, denn ich sehe mich in meiner rolle als mutter bereit, in solchen zeiten bei den kindern zu bleiben. und das ist in vollarbeit nicht moeglich.

im prinzip werden wir arbeitende und auch nicht arbeitende muetter niemals den anspruechen der aussenwelt gerecht, aber da stellt sich die frage, wieweit wir uns von den meinungen anderer beeinflussen lassen. mein einfluss oder meine bremse kommt eher von innen. es tut aber am meisten weh, wenn der partner oder auch expartner nicht verstehen oder nachvollziehen kann, was unser dilemma ist. und da sind wir am leichtesten aus der balance gebracht.

leider. leider. leider ist der wert der familienstruktur ziemlich den bach runtergegangen.

das ist mein kommentar. keine loesung in sicht, aber staendige verunsicherung.
also egal, wo wir sind, vielleicht muessen wir einfach lernen, damit aufzuhoeren, unsere entscheidung zu rechtfertigen vor den anderen.

chrissie

 

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