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Geschrieben von amaria am 22.06.2017, 7:19 Uhr

Der Artikel beleuchtet das doch ganz gut.

Hallo Emilie,

Vor zwei Wochen war ich in einer Einrichtung, in der endlich der Zutand der Vollbesetzung erreicht war. Benachbarte Einrichtungen arbeiten noch daran. Doch während ich früher etliche Elterninitiativkindergärten kannte, deren Personalschlüssel besser war, als der Gesetzgeber ihn vorgeschrieben hat, kenne ich momentan nur Einrichtungen, in denen er eingehalten oder eben bei Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen doch sehr zu wünschen übrig lässt. Das ist vor allem deshalb nicht gut, weil immer mehr jüngere Kinder auch in Regelgruppen betreut werden. Wenn dann noch Eltern ihre Kinder krank in die Kita bringen oder nicht abholen, läuft es nicht selten auf Verwahrung und das übliche Nettsein der Erzieherinnen zu den Kindern raus. Bildende Angebote mutieren zu hastig durchexerzierten Pflichtübungen oder es wird auf sie verzichtet (was besser sein kann, als simple Animierangebote mit den Kindern durchzuführen.)

So einen Waldkindergartenplatz würde ich viel mehr Kindern wünschen! Kein Mangel an Bewegungsfreiheit und selbst die beste Schallschutzdecke eines XXL-Kinderzimmers kann es niemals mit einem Wald aufnehmen. Allein die Ausstrahlung der Bäume! https://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/die_waldmedizin/ (Leider kann der Artikel nicht mehr honorarfrei gelesen werden, aber in Stadtbüchereien kann man die alten Hefte meist noch aiusleihen.)

Nach dem OECD-Durchschnitt sollen einem Kind übrigens nur 7,5 qm Außenfläche im Kindergarten zur Verfügung stehen. https://www.qualitaet-vor-ort.org/qualitaet-in-der-fruehen-bildung/rahmenbedingungen/raeumliche-gestaltung/ Das provoziert die Frage danach, wie solche Zahlen zustande kommen und welche Fehlentwicklung sie widerspiegeln. Da nicht nur in Deutschland vielerorts vom Gesetzgeber doch mehr Platz pro Kind im Außengelände vorgesehen ist, kann so künstlich eine "Zufriedenheit der Eltern" mit Außenflächen geschaffen werden, auf denen schon bald kein Grashalm mehr wächst oder die mit Kunstrasen oder Fallschutzmatten und anderen synthetischen Bodenbelägen ausgestattet werden müssen.

Als Fachkraft fand ich den Artikel übrigens nicht sonderlich informativ. Ich kenne eben auch Fakten, die von den etablierten Medien entweder nicht verbreitet werden https://www.dkhw.de/unsere-arbeit/schwerpunkte/spiel-und-bewegung/keine-kitas-ohne-aussenflaechen/ und oder schnell in Vergessenheit geraten, weil derartige Berichte selten abgedruckt werden. http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Wir-brauchen-die-grosse-Wut-der-Eltern!-Kita-der-Dresdner-Lukas-Kirchgemeinde-kaempft-mit-Personalmangel (Er ist keine zwei Jahre alt und sobald verstärkt Erzieherinnen in Rente gehen, wird es anderswo auch wieder solche Zustände geben.)

Glückwunsch zum Platz in einem Waldkindergarten! Dein Kind schläft abends vermutlich besonders gut!

Freundliche Grüße

amaria

 
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