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Geschrieben von Hase67 am 01.12.2009, 10:14 Uhr

"Das Problem sind nicht die Migranten, sondern das Verhalten"

Mini,

wir leben hier auch an der Grenze zu einem "Brennpunkt"-Viertel, in dem der Anteil an Ausländern und Einkommensschwachen sehr hoch ist. In der Klasse meiner Tochter (17 Kinder) haben 13 mindestens 1 ausländisches Elternteil. Meine Erfahrung als Elternbeirätin der Klasse (meine Stellvertreterin ist übrigens eine türkische Mutter, die - oh Wunder - ein Hochschulstudium absolviert hat und als Gymnasiallehrerin in einem Nachbarort arbeitet): Die sozialen Probleme sind ziemlich unabhängig von der Nationalität oder Religion der jeweiligen Familien. Probleme machen eher mangelnde Bildung, psychische, Alkohol- oder Drogenprobleme in den Familien. Es gibt hier im Viertel zwar auch muslimische Männer, die ihre Frauen nicht allein auf die Straße lassen und der Lehrerin mit Sanktionen drohen, wenn diese es wagt, als Frau ihrem heiligen Sohn Strafarbeiten aufzubrummen. Aber es gibt eben auch die deutsche Mutter, die die Sportlehrerin vor der versammelten Schülerschaft als "Arschgeige" abkanzelt, weil diese ihre Tochter nach dem Unterricht zurück in die Sporthalle beordert hat, weil sie ihrem Aufräumdienst nicht nachgekommen ist.

Dieses "Auf jeder Etage wohnen nur noch 1 oder 2 österreichische Familien" drückt für mich so eine diffuse Angst vor "Überfremdung" aus, die ich einfach für nicht gerechtfertigt halte. Das Problem ist nämlich nicht der Ausländeranteil an sich, sondern die Ghettoisierung und Marginalisierung von Menschen, die zumeist aus Bildungs- und Finanzgründen nicht in den "gehobeneren Vierteln" bestehen können.

LG

Nicole

 
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