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von Leena  am 22.05.2017, 20:52 Uhr

Bundeswehr

Nachdem es ja in letzter Zeit um Nazi-Gedankengut und Wehrmachtsdevotionalien in der Bundeswehr ging... ich hatte jetzt die Tage zufällig mit einer Bundeswehr-Laufbahnbeurteilung zu tun. Von üblen sprachlichen Nachlässigkeiten/Fehlern mal ganz abgesehen - so konsequent, wie da von Berufung zum "militärischen Führer" etc. die Rede war, fand ich es wirklich übel. Überall würde man von Führungspersönlichkeit o.ä. reden, aber bei der Bundeswehr will man noch militärische Führer? Ausdrücklich Führer?

So, wie sich das las, hatte ich das ziemlich miese Gefühl, als ob die Bundeswehrführung noch sehr viele Kasernen nach Wehrmachtsresten durchsuchen kann, die Ursachen aber vielleicht noch ganz woanders liegen.

 
22 Antworten:

Re: Bundeswehr

Antwort von dhana am 22.05.2017, 21:06 Uhr

Hallo,

zu dem Thema habe ich einen intressanten Artikel gefunden:

http://augengeradeaus.net/2017/05/gastbeitrag-saving-private-schmitz/

ist zwar ziemlich lang, aber durchaus lesenswert.

Gruß Dhana

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Re: Bundeswehr

Antwort von Jessi757 am 22.05.2017, 23:30 Uhr

Oh mein Gott...

Guck dich dann bitte nicht nur in der Bundeswehr um, sondern auch im Sprachgebrauch anderer Armeen.
Das könnte dir Aufschluss geben.

LG
Jessi

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Re: Bundeswehr

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 5:53 Uhr

Das hat mich auch erschreckt.
Aber es ist gut, dass jetzt solche Dinge aufgedeckt werden.

Das ist wie bei allem :nicht alle Soldaten sind so, aber die, die so sind, ziehen alle anderen Mitglieder in den Dreck. Deshalb ist es gut aufzudecken. Gerade für die Soldaten ist das gut. Eine Debatte darüber zu führen, was da eigentlich los ist und wie man damit umgehen kann. Dringend notwendig!

Es is ja einiges vorgefallen in der letzten Zeit, von daher kann man nicht von Einzelfällen sprechen und von daher ist es nötig. Seltsam dass nicht vorher mal mehr aufgefallen ist. Aber wenn man nichts sehen will, sieht man auch nichts.

Das ist ja mit allem so.

Sobald man ein Thema von einer Ideologie befreit, kann man sachlich damit umgehen und gegen Mißstände angehen. Vielleicht ist das jetzt so.

Liebe Grüße

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Re: Bundeswehr

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 6:10 Uhr

Ach so, es darf natürlich nicht dabei bleiben einfach nur Wehrmachtsdevotionalien zu finden, weg zu werfen und den Besitzer zu entlassen. Die Vorgesetzten müssen mehr sensibilisiert werden und es darf nicht mehr geduldet werden, wenn jemand Rechte Gesinnung zeigt.

Dieser Franco A muss ja mehrmals aufgefallen sein. Nix ist passiert. Genauso wenig wie es dem Bamf aufgefallen ist, dass ein Rechtsradikaler als Syrer lebte.

Das ist erschreckend. Dass die Behörden offenbar komplett versagt haben. Wenn sowas früh aufgedeckt wird, bzw gar nicht erst möglich ist, dann ist das alles nicht so schlimm.so aber beginnt man zu zweifeln und fühlt sich nicht mehr in einem Rechtsstaat (überspitzt formuliert.Man hat das Gefühl es gibt zwar Gesetze, Werte, Normen, aber niemand der sich für deren Einhaltung noch einsetzt.)

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Re: Bundeswehr

Antwort von Lauch1 am 23.05.2017, 6:44 Uhr

Hängt es jetzt am Wort oder ist nicht die ganze Rechtsextremismusdebatte, so unseriös wie sie derzeit geführt wird, eine einzige Nebelgranate um von der Überforderung eines staatlichen Systems abzulenken?

Wenn sich ein deutscher Offizier eben so als Syrer ausgeben kann, ohne auch nur annähernd Srachkenntnsse zu haben, wenn Akten wie in der Causa Amri manipuliert werden, dann gibt's ja offensichtlich massive Probleme.
Und wenn in der Rechtsextremismusstudie der Bundesregierung von 40 Befragten auf ganze Bundesländer hochgerechnet wird, ist das Ganze schon bedenklich. Jetzt kommt raus, dass davon auch noch etliche Interviews frei erfunden waren, da wundert einen gar nichts mehr.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article164821203/In-dieser-Regierungsstudie-wurden-sogar-Gespraechspartner-erfunden.html

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Re: Bundeswehr

Antwort von Jessi757 am 23.05.2017, 9:27 Uhr

Zu den Wehrmachtsdevotionalien:

Die Wehrmacht war nun mal der Vorgänger der Bundeswehr.
Und sie ist auch bitteschön nicht gleichzusetzen mit der SS.
Ich weiß nicht wie viele Männer unfreiwillig eingezogen wurden....
Die Bundeswehr ist ja nicht aus Luft geformt worden, sondern durchaus mit ehemaligen Wehrmachtssoldaten, aus diesem Grund kann man auch die Wehrmacht nicht völlig verteufeln. Wo Schatten ist, ist nämlich auch Licht.

Und diese Diskussion ist einfach nur unsäglich..
Sicher muss man aufpassen, dass sich keine rechte Gesinnung breitmacht und verselbstständigt, aber bitte nicht auf die Art von Frau von der Leyen.
Bei der Bundeswehr läuft genauso viel schief wie in den Behörden...

Man müsste ÜBERALL gründlich “aufräumen“.
Aber wer will das schon???

LG
Jessi

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Re: Bundeswehr

Antwort von tonib am 23.05.2017, 9:34 Uhr

Hier auch ein schönes Beispiel. Ich fühle mich da, gelinde gesagt, vom Staat veralbert.

Es kann doch auch nicht jedem Leser zugemutet werden, erst jede einzelne Studie und Statistik, auf die Bezug genommen wird, aufzubohren, um zu prüfen, ob sie überhaupt etwas taugt.

"Zum Thema Kriminalstatistik Folgendes aus Brandenburg: "Im RBB-Inforadio sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dass es in seinem Bundesland hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben habe. "Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt", erklärte der SPD-Politiker."

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Re: Bundeswehr

Antwort von Lauch1 am 23.05.2017, 9:56 Uhr

Wo wurde nicht überall über die Studie berichtet? Nummer 1 Bericht in der Tagesschau um 20.00, quer durch die gesamte deutsche Presse.
Wer berichtet jetzt von den falschen Fakten? Die Welt und aus. Niemand, der hier im Forum als seriös akzeptiert werden würde.

Wenn Rechtsextremsmus Studie dann bitte richtig, dann aber auch über die zweifelhafte Israel Berichterstattung im ZDF. Da finde ich gerade mal was in der Bild. Auch komisch, oder?

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Re: Bundeswehr

Antwort von Alba am 23.05.2017, 10:08 Uhr

Aber Fuehrung in einer militaerischen Einheit ist anders und authoritaerer als in einer Firma oder einer Behoerde. Wenn man sich mitten in einer bewaffneten Auseinandersetzung befindet, oder in einem Krisengebiet operiert muss man Befehlen befolgen, oder erteilen, ohne grosse Diskussion.

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Re: Bundeswehr

Antwort von Lusiana am 23.05.2017, 13:13 Uhr

im Bundesministerium für Verteidigung nennt man das aber offiziell so, meintest Du das mit Nachlässigkeit?
Google mal nach "Kompetenzen menschlicher Führer", das ist jetzt nicht nur ein ugs. benutztes Wort

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Re: Bundeswehr

Antwort von Leena am 23.05.2017, 13:27 Uhr

Nein, mit "Nachlässigkeiten" meinte ich eine große Versammlung von Fehlern, wo man merkte, der Schreiber hat den Satz in Gedanken anders angefangen als er ihn beendet hat. Rechtschreibung und Grammatik waren grausam, aber eben so, dass man merkte, der Schreiber ist nicht grundsätzlich der deutschen Sprache nicht mächtig, sondern hat schlicht "hingeschludert". In einer offiziellen Beurteilung, die man noch gegenlesen sollte, finde ich das mehr als unangemessen.

Ansonsten finde ich den Ausdruck "Führer" im deutschen Militär so massiv verbrannt, dass ich persönlich es gruselig finde, dass die Bundeswehr immer noch "Führer" heranziehen will. Wenn die Bundeswehr also ganz offiziell "Führer" will, muss sie sich meines Erachtens nicht wundern, wenn sie auch "Führer" im schlechtesten Sinne des Wortes bekommt.

Wobei ich zugebe - ich habe es generell nicht so mit Militär und Soldaten. Und je mehr ich davon mitbekommen, desto mehr schreckt es mich ab.

Ich plädiere jedenfalls für mehr Bildung und mehr politische Bildung / Sensibilisierung der Bundeswehr-Ausbilder.

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Re: Bundeswehr

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 13:35 Uhr

Ich hätte gerne dass gründlich "aufgeräumt" wird, und zwar überall.

Denn, das schrieb ich schon mal als es um Nachkonrollen beim Bamf ging, auch so eine unsägliche Sache bei der anscheinend, wie jetzt hier beim Bundeswehrsksndal, ziemlich viel ziemlich laissez faire gehandhabt wurde :

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht .

Noch ein schönes Sinnbild :Einen einzige verschimmelte Frucht in einem Obstkorb kann alle anderen Früchte schlecht machen.

Deswegen müssen die faulen Früchte weg. Ganz klar. Zum Wohle der anderen.

Die Wehrmacht hat übrigens Unternehmen Hitler gekämpft. Warum man von denen Devotionalien braucht ist mir etwa schleierhaft.

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Re: Bundeswehr

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 13:44 Uhr

Natürlich wollte ich nicht "Unternehmen" schreiben sondern "unter"

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Wehrmacht als Vorgänger der Bundeswehr...

Antwort von Leena am 23.05.2017, 13:54 Uhr

Die Reichsfinanzverwaltung war auch Vorgänger der heutigen Finanzverwaltung. Und in der Finanzverwaltung ab '45 waren auch reichlich ehemalige Mitarbeiter (und Vorgesetzte) der Reichsfinanzverwaltung beschäftigt, nach mehr oder weniger nachhaltiger "Entnazifizierung". Man muss - um im Bild zu bleiben - die Reichsfinanzverwaltung nicht komplett verteufeln. Aber ich sehe keinerlei Grund, Devotionalien aus dieser Zeit aufzubewahren oder sogar noch "auszustellen" in Sozialräumen o.ä. (Dass Akten aus dieser Zeit noch aufbewahrt werden, inklusive Hakenkreuz-Stempel in den Akten etc., ist eine Sache, aber "Devotionalien" dürfen das m.E. nicht sein.)

Wobei die Rolle der Reichsfinanzverwaltung im Rahmen der "Entziehung jüdischen Vermögens während der NS-Zeit" erst in letzter Zeit auch innerhalb der Finanzverwaltung ansatzweise thematisiert wird - mit Licht und Schatten.

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Re: Bundeswehr

Antwort von Jessi757 am 23.05.2017, 14:02 Uhr

Sicher stand die Wehrmacht unter Hitlers Kommando.
Dennoch war sie eine hervorragende Armee. Das folgern viele Historiker.
Und natürlich profitiert die Bundeswehr von den Erfahrungen der Wehrmacht.
Alles hat seinen Ursprung. Und es ist nicht sinnvoll alles vergessen zu wollen.

Wie soll man denn sonst aus Erfahrung lernen???

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Re: Wehrmacht als Vorgänger der Bundeswehr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 14:18 Uhr

Eben.warum muss man sich Sinnsprüche,Fotos,sogar Waffen an die Wand hängen?
Das ist doch Quatsch hoch drei.

Meine Arbeitsstelle wurde im vierzehnten Jahrhundert gegründet.War damals anders als heute(worüber. ich sehr froh bin)

glaube mir,wir wissen welche Geschichte unsere Einrichtung hat,kommen aber sehr gut ohne mittlalterlichen Firlefanz aus.

die Bundeswehr schafft es sicher auch sich an der Gegenwart zu orientieren.

Mein Opa war übrigens höchstpersönlich bei der Wehrmacht, wsr schwer traumatisiert und wäre im Leben nie auf die Idee gekommen, sich Helme, Waffen oder Sprüche aus der Wehrmacht an die Wand zu hängen.

Er wäre bass entsetzt gewesen wenn er soetwas gesehen hätte.

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Re: Wehrmacht als Vorgänger der Bundeswehr...

Antwort von Jessi757 am 23.05.2017, 14:46 Uhr

Als Privatperson muss man das sicher nicht.
Aber Bundeswehr ist Militär.
Für mich scheint es logisch, da mal eine Waffe oder einen Helm an der Wand zu sehen. Zur Deko quasi
Beim Schmied hängen Hufeisen.

Ich glaube man sollte da nicht überall Nazitum reininterpretieren.

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Re: Wehrmacht als Vorgänger der Bundeswehr...

Antwort von Bobby Mc Gee am 23.05.2017, 15:33 Uhr

Mir persönlich ist das vollkommen egal ob jemand auf alte Helme abfährt, wenn er das Grundgesetz achtet und gut findet.

Schlimm sind ja die, die die Werte des Grundgesetzes ablehnen. Um die geht es. Deswegen ist es vielleicht falsch, dass in den Medien nur von diesen Helmen die Rede ist.

Franco A war rechtsradikal. Das war das Problem. Nicht dass er alte Helme toll fand. Und es gibt leider noch mehrere mit dieser Gesinnung dort. Solche Leute gehören da weg.

Ich finde trotzdem Wehrmachtsdevotionalien doof. Sie hat sich ja nicht so wahnsinnig mit Ruhm bekleckert dass man sie unbedingt verehren müsste.

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habe ich heute gelesen - passt, finde ich, ganz gut dazu

Antwort von kaktuuss am 23.05.2017, 15:37 Uhr

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-und-die-bundeswehr-saeuberung-kolumne-a-1148774.html

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Re: Wehrmacht als Vorgänger der Bundeswehr...

Antwort von Jessi757 am 23.05.2017, 16:12 Uhr

Die Leute mit der Nazigesinnung gehören da weg?
Ja, aber die sind jetzt alarmiert und werden sich absolut bedeckt halten, nachdem die Verteidigungsministerin ein derartiges Getöse gemacht hat...

In die Köpfe gucken kann ja keiner.

Die Gedanken sind frei...

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Re: Bundeswehr

Antwort von anhaltiner am 24.05.2017, 16:35 Uhr

Auf sowas können wirklich nur Leute kommen die ihr gesamtes Leben in Friedenszeiten verbracht haben. Jedes Militär auf der Welt ist in etwa gleich aufgebaut. Die Militärs werden noch schlecht gemacht weil sie die Bürger beschützen. Solche Zeiten gab es immer mal wieder. Meist war die Gesellschaft dann so degeneriert, dass es danach wieder zum Krieg kam. Geschichte wiederholt sich eben...

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@anhaltiner

Antwort von Leena am 25.05.2017, 8:07 Uhr

Auf den Gedanken, dass man so denkt, WEIL man von Krieg und Vertreibung geprägt wurde, kommst Du anscheinend nicht mal.

Aber dieses "Nie wieder!" verstehst Du offenbar nicht.

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