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von Leena  am 06.06.2017, 13:06 Uhr

Auslegung jahrhundertealter Texte...

Ich stimme Dir völlig zu, dass die Rechtfertigung dieser islamistischen Gewalt "auch im Koran steckt", definitiv. Aber ich glaube, man ist nicht verpflichtet, den Koran in diesem Sinne auszulegen.

Im Christentum ist es doch im Grunde nicht anders - die religiöse Rechtfertigung für Kreuzzüge und Hexenverbrennungen etc. steckt auch in der Bibel. Man kann sie heute noch so lesen und verstehen - und es gibt Christen, die tun das auch. Gott sei Dank sind diese heute massiv in der Minderheit und zumindest in ihren Taten nicht so fundamental wie in ihren Worten.

Heutzutage fühlt sich die Mehrheit der Christen z.B. nicht mehr an die biblischen Kleidervorschriften aus dem Alten Testament gebunden, dass man nicht Kleidung aus Mischgewebe tragen darf, auch wenn das so ausdrücklich im 5. Buch Mose steht. Und die Christinnen, die es als moralisch-religiös verwerflich empfinden, wenn Frauen Hosen tragen, sind jetzt auch nicht die durchschlagende Mehrheit (trotz entsprechender Regelungen bei Mose).

Sicherlich ist es teilweise ein weiter Weg, seine "religiösen Grundtexte" insoweit nicht (mehr) wortwörtlich zu nehmen und quasi auch selbst zu entscheiden, woran man sich halten möchte und woran nicht. Die Bibel erleichtert es den Christen sicherlich, so oft, wie sich die Texte fröhlich selbst widersprechen. Aber auch das ist im Grunde im Koran nicht fundamental anders und man findet für die verschiedenen Lehrmeinungen jeweils auch entsprechende Zitate, die man so lesen kann.

Umso wichtiger finde ich derzeit die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus.

 
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