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Geschrieben von sasu am 13.06.2003, 10:00 Uhr

@ linda + @ all.........geschichten, die das leben schreibt (sorry, ist etwas laenger)....mt

hier einige geschichten darueber, wie in usa menschrechte beschnitten werden (weil ja weiter unten wieder darauf hingewiesen wurde wie schlimm saddam ist - was er natuerlich zweifelsohne ist, aber man sollte sich immer erst an die eigene nase greifen...). und dazu wieder meine forderung: die us-reg. soll bitte erst mal den eigenen dreck bei sich im land aufraeumen/wegkehren, bevor sie in die weite welt hinauszieht um aufzuraeumen.
und ist die todesstrafe (ich spare mir jetzt ausfuehrungen darueber, dass erst vor einigen tagen wieder ein geistig behinderter mann in texas hingerichtet wurde !) keine folter ? was ist sie denn sonst ? menschen die jahrelang isoliert im todestrakt auf den tag x warten und psychisch voellig am ende sind, die die fuerchterlichsten wechselbaeder von gefuehlen erleben muessen usw. usw. und von tollen "besserungsanstalten" in denen kinder, jugendliche und erwachsene tag fuer tag erniedrigt werden und wie dreck behandelt werden, in usa moechte ich gar nicht erst anfangen.....
nochmals meine forderung an die us-regierung:: raeumt erst zu hause auf !

aber, linda, ich kann fast schon verstehen, dass du es vorziehst ins horn deiner regierung zu blasen. ich wuerde es mir auch gruendlich ueberlegen, ob ich mich trauen wuerde eine andere meinung (als die von bush+co) laut zu aeussern. deswegen habe ich umso mehr respekt vor us-buergern, die es sich trauen !

aber hier nun zu den erfahrungen diverser us-buerger mit der neuen regierung ihres landes:

geschichte 1:
Patriot Raid
v. Jason Halperin
Vor zwei Wochen bekam ich einen kleinen Vorgeschmack dessen, was hunderte asiatische Einwanderer und US-Bürger mit einer asiatischen Abstammung seit dem 11.9. durchmachen mußten, und was tausende andere fürchten. Ich wurde gegen meinen Willen und ohne Haftbefehl oder Grund festgehalten, nur aufgrund des USA PATRIOT Acts. Ich verstehe zwar, daß in Zeiten wie diesen einige Maßnahmen zur Sicherheit und zur Vorsicht ergriffen werden müssen, aber angesichts der Art und Weise, wie hier die Festnahmen und Befragungen durchgeführt wurden, stellen sich einige ernste Fragen bezüglich der Polizeitaktiken und des Schutzes des bürgerlichen Freiheiten in Kriegszeiten.
In der Nacht des 20. März waren mein Zimmergenosse Asher und ich auf dem Weg, um uns die Broadwayshow "Rent" anzusehen. Wir hatten noch eine Stunde Zeit und so gingen wir noch in ein indisches Restaurant gleich neben dem Times Square. Ich lasse den Namen des Restaurants weg, um seine Besitzer nicht noch weiteren Belästigungen oder Erniedrigungen auszusetzen.
Wir bedienten uns am Buffet und setzten uns, um zu essen. Ich war gerade dabei, Asher zu erzählen, daß ich dort schon einmal gegessen hatte und wie ausgezeichnet das vegetarische Curry war, aber ich kam nicht dazu. Plötzlich gab es einen furchtbaren Aufruhr, als fünf New Yorker Polizisten in schußsicheren Westen die Treppe hinabgestürmt kamen. Sie hatten ihre Waffen gezogen und zielten auf die Angestellten des Restaurants und uns.
"Geht nach hinten, geht zum hinteren Teil des Restaurants" schrien sie.
Ich zögerte, in meiner eigenen Panik gefangen.
"Hast du mich nicht gehört, geh nach hinten und setz dich" forderten sie.
Ich gehorchte und sah mich nach den anderen Gästen um. Einschließlich des Kellners waren es acht Männer, alle asiatischer Abstammung und im Alter zwischen 20 und 70 Jahren. Einer der Polizisten hielt seine Pistole dem Kellner genau vor das Gesicht und schrie "Ist noch irgendjemand in dem Restaurant?" Der Kellner zeigte voller Panik Richtung Küche.
Die Polizisten legten ihre Finger auf die Abzüge ihrer Pistolen und traten die Küchentür ein. Man hörte Rufe aus der Küche und ein paar Sekunden später wurden fünf Hispanics [Menschen meist mittelamerikanischer Abstammung bzw. Einwanderer, häufig Mexikaner] mit vorgehaltenen Waffen gezwungen, auf Händen und Knien aus der Küche zu kriechen.
Nachdem wir alle einige leichte Schläge bekommen hatten, setzten uns die fünf Polizisten an zwei Tische. Als sie fortfuhren, mit ihren Fingern an den Abzügen Türen von Schränken und Waschräumen aufzutreten, kamen nicht weniger als zehn Beamte in Anzügen die Treppe herunter. Die meisten von ihnen setzten sich in den hinteren Teil des Restaurants und tippten auf ihren Laptops. Zwei von ihnen kamen an unseren Tisch und identifizierten sich als Beamte des INS und Homeland Security Departments.
Ich erklärte, daß wir nur zum Essen dort waren und fragte, warum wir festgehalten würden. Der INS-Beamte sagte uns, daß wir freigelassen werden würden, sowie sichergestellt worden sei, daß es keine offenen Haftbefehle gegen uns gäbe und daß wir keine illegalen Einwanderer seien.
Im Amerika vor dem 11.9. wäre die Rechtmäßigkeit des Ganzen fragwürdig gewesen. Schließlich sagt das Forth Amendment der Verfassung: "Das Recht der Menschen, persönlich, ihre Wohnungen, ihre Papiere und ihren Besitz vor ungerechtfertigten Durchsuchungen und Beschlagnahmungen geschützt zu sein, soll unverletztlich sein; und kein Durchsuchungsbefehl soll erlassen werden, wenn nicht ein guter Grund, gestützt auf einen Eid oder eine bewiesene Behauptung, vorliegt und der zu durchsuchende Ort und die zu verhaftende Person oder die sicherzustellenden Dinge genau aufgeführt werden."
"Sie haben kein Recht uns festzuhalten" bestand Asher.
"Doch, wir haben jedes Recht" antwortete einer der Beamten. "Sie werden mittels des Patriot Act im Rahmen einer Homeland Security Untersuchung festgehalten."
Das USA PATRIOT-Gesetz wurde am 26. Oktober 2001 wirksam um das auf den 11.9. folgende harte Durchgreifen gegen den Terrorismus zu erleichtern (der Name ist eine Abkürzung für "Gesetz, um Amerika zu vereinigen und zu stärken durch Zuverfügungstellung von benötigten Hilfsmitteln, um Terrorismus aufzuhalten und zu verhindern" [Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act]. Wie den meisten Amerikanern war mir nicht klar, wie sehr dieses Gesetz unsere bürgerlichen Freiheiten einschränkt. Die beispiellosen Freiheiten, die es der Bundesregierung einräumt, schließen das Recht auf Abhören und richterliche Genehmigung und das Recht, Menschen ohne Haftbefehl festzunehmen ein. Wie ich bald herausfand, ist auch das Recht auf einen Anwalt stark verwässert worden.
Als ich darum bat, einen Anwalt zu sprechen, sagte mir der INS-Beamte, daß ich das recht hätte, mit einem Anwalt zu sprechen, daß ich dafür aber auf das Revier gebracht werden müßte und erst eine Sicherheitsüberprüfung durchmachen müßte, bevor dies erlaubt werden könne. Als ich fragte, wie lange das dauern würde, antwortete er mit einem Grinsen: "Vielleicht ein Tag, vielleicht eine Woche, vielleicht ein Monat."
Wir bestanden darauf, daß wir das Recht hätten zu gehen und das nun auch tun würden. Einer der Polizisten kam mit der Hand an seiner Waffe zu uns und spottete "Geht schon, nun geht doch einfach."
Wir blieben sitzen. Unsere Personalien wurden aufgenommen und den Beamten mit den Laptops gebracht. Ich wurde befragt, weil mein Führerschein aus einem anderen Bundesstaat kommt und wurde gefragt ob ich "etwas zu verbergen" hätte. Die Polizisten fuhren fort, die Küchenarbeiter zu belästigen, Führerscheine und Geburtsdaten fordernd. Einer der Küchenarbeiter zitterte hysterisch und gab wieder und wieder das Tagesdatum an - 20. März 2003.
Als ich weiterhin auf Rechtsbeistand drängte, kam eine Beamtin, die bisher geschäftig auf ihrem Laptop getippt hatte, herüber und hielt mir ihren Finger vors Gesicht. "Wir sind im Krieg, wir sind im Krieg und das ist zu Ihrer Sicherheit", ereiferte sie sich. Als sie wieder zurück zu ihrem Platz ging, sagte sie weiter zu sich selbst "Wir sind im Krieg, wir sind im Krieg. Wie können sie das nicht verstehen?"
Ich verstehe sehr wohl, daß wir im Krieg sind. Mir verstehe auch, daß die uns in der Verfassung garantierten Rechte ganz besonders für Zeiten wie diese gedacht sind. Unsere Freiheiten wurden in einer Zeit des Streits geschaffen, von Menschen die sich brutalen Ungerechtigkeiten ausgesetzt sahen, und waren speziell dazu gedacht, daß dieses Land sich in solchen Zeiten anders verhalten sollte. Wenn unsere Freiheiten genau dann zerbröckeln, wenn wir sie am dringendsten brauchen, dann waren es nie wirklich Freiheiten.
Nach eineinhalb Stunden kam der INS Beamte und gab uns unsere Führerscheine zurück. Ein Polizist nahm uns am Arm und führte uns aus dem Gebäude. Bevor wir aus dem Gebäude gingen, entschuldigte sich der INS-Beamte. Er erklärte, mit einer gesenkten Stimme, daß sie nicht glaubten, daß wir in das Restaurant gehörten. Viele andere der Gäste, obwohl asiatischer Abstammung, waren US-Bürger. Es gab vier Taxifahrer, zwei Studenten, einen Zeitungsverkäufer, ahnungslose Kunden, genau wie Asher und ich. Ich habe jedoch Zweifel, daß sie irgendeine Entschuldigung von der INS oder dem Department of Homeland Security bekamen.
Genausowenig wie die 600 Menschen, asiatischer Abstammung, die derzeit ohne Anklage von der Bundesregierung festgehalten werden. Anscheinend ist diese Art der Behandlung akzeptabel. Einer der Taxifahrer, ein US-Bürger, sprach während der Befragung mit mir. "Bitte hören Sie auf, mit ihnen zu reden" drängte er. "Ich hab das schon einmal durchgemacht. Bitte tun Sie, was sie sagen. Bitte, um unseretwillen."
Drei Tage später rief ich in dem Restaurant an, um herauszufinden, was passiert war. Der Eigentümer war nervös und beschämt und wollte offensichtlich nicht darüber reden. Aber ich schaffte es, ihm klarzumachen, daß die ganze Sache nur ein großer Fehler gewesen war. Ein Fehler. Geladene Pistolen vor Gesichtern, Menschen, die gezwungen weden, auf Händen und Knien zu kriechen, Polizisten, die eine angespannte Situation durch das Eintreten von Türen noch deutlich verschlimmern, spotteten und ihre Finger am Abzug hatten, selbst als die Situation schon unter Kontrolle war. Ein Fehler. Und, wie die ACLU [American Civil Liberties Union, US-Bürgerrechtsbewegung] sagt, dank des Patriot Acts ein absolut legaler.
Der Patriot Act ist nur die erste Phase der Erosion des Fourth Amendments. Es ist ein Entwurf des Justizministeriums für den Domestic Securities Enhancement Act, auch bekannt als Patriot II, aufgetaucht. Neben anderen Dingen würde dieses Gesetz dem Justizministerium erlauben, jeden und jederzeit geheim und auf unbestimmte Zeit festzuhalten. Es wäre auch ein Verbrechen, die Identität oder die bloße Existenz eines solchen Gefangenen zu enthüllen.
Jeder amerikanische Bürger, sei er nun für oder gegen den Krieg, sollte von der Geschwindigkeit und der Leichtigkeit, mit der die Änderungen unserer grundlegenden Rechte vorgenommen werden alarmiert sein. Alle, die dachten, daß diese Gesetze sie nie betreffen würden, die dachten, daß der Patriot Act nur die Schuldigen treffen würde, sollten diesen Bericht als einen Weckruf ansehen. Bitte lernt aus meiner Erfahrung. Wir sind alle angreifbar, also sprecht darüber und organisiert euch, eure Fourth Amendment-Rechte hängen davon ab.
http://www.freace.de/artikel/patriot010503.html

geschichte 2:
Barzahlung löst Terrorismusbericht aus
v. Dave Addis
Normalerweise, wenn jemand sagt "Dein Geld nützt hier nichts", ist das nett. Es beudeutet, daß der Barkeeper einen Drink spendiert oder daß ein Freund oder Geschäftspartner die Restaurantrechnung übernimmt.
Journalisten hören den Satz selten und noch seltener sagen sie ihn selbst. Barkeeper wissen, daß wir immer abgebrannt sind, und wenn man sehen will, wie sich eine Horde Zeutungsreporter in Nichts auflöst, braucht man nur eine Essensrechnung auf ihren Tisch legen. Das ist, als würde man mit einem Kreuz vor Dracula rumfuchteln.
Und eine höflich formulierte Variante von "Dein Geld nützt hier nichts" haben wir vor ein paar Tagen per Post von den Leuten vom Saks-Kaufhaus bekommen.
In dem Brief stand, daß ab sofort Barzahlungen bei Beträgen über 350 US-Dollar in den Kaufhäusern nicht mehr möglich seien. Schecks und Kreditkarten und alles mögliche sind in Ordnung, aber keine Bezahlung mit Scheinen oder Münzen über 350 US-Dollar pro Monat.
Nach Aussage von Saks ist dieses Vorgehen durch neue Getzesregelungen nötig geworden. Das machte uns neugierig, denn kein anderes Unternehmen hat uns von so einer Vorgehensweise unterrichtet. Und, soweit wir wissen, steht auf den Banknoten auch immer noch "Gültig für alle Zahlungen, öffentlich und privat."
Ein Anruf bei der Hotline brachte nur eine dieser elend langen Tonbandaufnahmen, in der der Kerl praktisch das gleiche sagte wie der Brief.
Am Ende der Aufnahme kam eine Ansage, man solle "1 drücken" wenn man mit einem Menschen darüber sprechen möchte. Als ich das tat, kam eine Ansage, momentan stünden keine Mitarbeiter zur Verfügung und ich solle doch bitte während der normalen Geschäftszeiten noch einmal anrufen. Da es zu dem Zeitpunkt 10 Uhr vormittags war, bin ich jetzt über deren Definition von "normal" ebenso verwirrt wie über deren Bargeldpolitik.
Meine Vermutung ist, daß sich Saks auf den US Patriot Act bezieht, der fordert, daß jedes Unternehmen, das von einem Kunden 2.000 US-Dollar oder mehr in bar bekommt, einen "Verdächtige Aktivität Bericht" an das Finanzministerium schreiben muß wenn es den Kunden verdächtigt, eventuell in illegale Aktivitäten verwickelt zu sein.
Die Definitionen von "verdächtig" und "illegal" sind dabei unglaublich unscharf. Das Unternehmen muß auch eine Mitteilung schreiben, wenn man mehrere einzelne Bargeldtransaktionen vornimmt, die summiert 2.000 US-Dollar oder mehr ergeben.
Als jemand, der ziemlich viel reist, habe ich schon vor langer Zeit gelernt, daß der beste Dolmetscher, den man im Ausland haben kann, eine Handvoll von harter US-Währung ist. Im Ausland gibt es nicht immer eine Bank wenn man eine braucht und sie sind geneigt, einem lieber einen Riesenberg bunter einheimischer Scheine zu geben als die Dollars, die man gewohnt ist.
Es ist also für mich nicht ungewöhnlich, ein Flugzeug zu besteigen, wie ich es gerade vor zwei Wochen getan habe, und ein paar Tausend Dollar in bar dabeizuhaben.
Aber als jemand, der klein, untersetzt, dunkelhäutig, bärtig und im Besitz eines eigenartigen arabisch-klingenden Namens (in Wahrheit ist er walisisch), war mir bis jetzt nicht klar, daß der Bankbeamte verpflichtet sein könnte, dem Finanzministerium einen "Verdächtige Aktivität Bericht" zu schreiben, nur weil ich 2.000 US-Dollar abgehoben habe.
Ich vermute, Saks hat das Limit selbständig auf 350 US-Dollar herabgesetzt, da sie einen sicheren Abstand von der 2.000 US-Dollar-Grenze, bei der jemand entscheiden müßte, ob der Kunde ein Terrorist oder nur ein Kunde, der lieber bar zahlt als Bankgebühren zu zahlen, ist, einhalten möchten.
Ich bin keiner dieser Paranoiker, die nachts schwarze Hubschrauber sehen, oder einen mit langweiligen Erklärungen über die "wahre Bedeutung" des "sehenden Auge"-Dings das über der Pyramide auf unseren Ein-Dollar-Scheinen schwebt. Aber einige der kleinen Eingriffe, die wir im Rahmen der Definition der Regierung von "patriot" akzeptiert haben, sind einfach unheimlich.
Jahrzehntelang hatten Second-Amendment-Fans Autoaufkleber mit dem Text "Wenn Gewehre zum Verbrechen werden, werden nur Verbrecher Gewehre haben." Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis wir Aufkleber mit dem Text "Wenn Bargeld zum Verbrechen wird, werden nur Verbrecher Bargeld haben" sehen.
[Saks hat die Maßnahme auf Anfrage bestätigt und in der Antwort, wenn auch nur in einem Nebensatz, auch einen Hinweis auf den Patriot Act gegeben.] (www.freace.de)

geschichte 3:
Big Brother sieht nicht nur zu
In Oakland, USA sind zwei 16-jährige Schüler vom US-Secret Service verhört worden.
In einer Diskussion in der Klasse hatten sie Bermerkungen über den US-Präsidenten Bush gemacht, die die Lehrerin Sandy Whitney veranlaßten, den Vorgang beim Secret Service, der jetzt als Teil des U.S. Department of Homeland Security arbeitet, zu melden.
Daraufhin kamen zwei Agenten in die Schule und befragten die beiden Schüler getrennt voneinander und ohne Anwesenheit der Eltern oder eines Anwalts.
Über die Bemerkungen der Schüler herrscht Uneinigkeit. Die Lehrerin sagt, die beiden Schüler hätten Bemerkungen gemacht, daß man einen Scharfschützen bräuchte, "um sich um Bush zu kümmern."
Billy, einer der beiden Schüler, sagt, seine einzige Anmerkung wäre "Bush ist durchgeknallt" gewesen, während John seine Aussage nicht wiederholen wollte.
"Ich wollte nur einen Witz machen", so Billy.
Nach dem Verhör durch die Secret Service-Agenten war John "traumatisiert". "Ich saß einfach in der Klasse und sah auf die Tür, um zu sehen, ob sie kommen, mich zu holen oder was auch immer."
Ein Beamter des Secret Service in San Francisco sagte "Die Leute haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung, das werden wir nicht verletzen. Aber es gibt da eine Grenze."
Eine Grenze, die von zwei 16-Jährigen offenbar überschritten worden war.
Die Jungen sagten, in dem Verhör seien sie Dinge gefragt worden wie "Bist Du ein Terrorist?", "Wie denkst Du über den Präsidenten?" und "Was würdest Du zu ihm sagen, wenn er jetzt hier wäre?"
John sagte, die Fragen wären einschüchternd gewesen und sagte, die Agenten hätten ihm gesagt, er hätte nach dem, was er über Präsident Bush gesagt hat, keine Rechte mehr.
Andere Lehrer der Schule distanzierten sich von Whitneys Verhalten. (http://www.freace.de/artikel/mai2003/oakland110503.html)

 
20 Antworten:

So ein Bloedsinn

Antwort von Linda in USA am 14.06.2003, 2:56 Uhr

Hier in Seattle leben sehr viele Asiaten, auch viele meiner ehemaligen Kollegen und Nachbarn. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, wo Leute aufgrund ihrer Abstammung doof behandelt worden. Ich kenn aber Faelle in Deutschland, wo asiatische Kinder mit "ching-chang-chung" angesprochen wurden. Und Skinheades, die tuerkische Kinder verbrennen. Und Auslaender allgemein, die in U-Bahn Stationen verdroschen werden, und keine Sau hilft. Aber nein, in Deutschland ist man Auslaendern gegenueber sehr tolerant, nur die boesen Amis diskriminieren. Hmm, komisch, dass jedes Jahr immer so viele hier einwandern, und das die amerikanische Gesellschaft viel durchgemischter ist, als die Deutsche. Und vor allem, dass Auslaender hier in den USA schon nach wenigen Jahren die Staatsbuergerschaft annehmen koennen. Komisch, komisch.

Das Todesstrafenargument ist ja wohl unter aller Kanone. Es ist ja wohl ein Unterschied, wenn politische Gefangene im Irak ohne Prozess in Massengraebern zu tausenden verscharrt werden, oder ob ein UEBERFUEHRTER, vor Gericht gestellter und verurteilter MOERDER in den USA die Todesstrafe kriegt. Die "Geisteskrank" Masche ist ein guter Trick der Verteidigung, demnach koennte ich auch "geistige Verwirrung" angeben, wenn ich meinen Sohn erdrosseln wuerde. Aber in Deutschland langt es ja, wenn Kindsmoerder nach ein paar Jaehrchen LUxusknast wieder raus duerfen, und weiter Kinder morden duerfen. Das ist viel besser! Die armen Moerder, waere ja noch schoener, wenn man mit denen kurzen Prozess macht. Oh Mann, mit Vergleichen kommt ihr hier an, da kann man echt nur noch den Kopf schuetteln.

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Re: och nee, bitte nicht schon wieder........mt

Antwort von sasu am 14.06.2003, 10:45 Uhr

hier geht's nicht darum, wie ihr untereinander umgeht, sondern darum, was sich euer vater staat mittlerweile herausnimmt und herausnehmen darf, dank dem patriot act !!! er beschneidet euch, die us- buerger in euren (menschen-)rechten. deswegen sage ich: erst im eigenen land aufraeumen und dann auf andere mit dem finger zeigen.

aber auch zu deinen argumenten werde ich etwas sagen, wobei ich es echt leid bin, mir immer diese "die boesen hitler-deutschen"-argumente anhoeren zu muessen:

also, sei mir nicht boese, aber diese skinhead-argumentation usw. kann ich nun wirklich nicht ernst nehmen. ich bin auslaenderin (keine angst, man sieht mir das auch an- ich bin nicht blond und habe auch keine blauen augen.) und lebe seit 29 jahren in deutschland. mit sehr vielen anderen auslaendern hier im rhein-main-gebiet ! und mir ist kein einziger bekannt, der mal von irgendeinem deutschen bloed angemacht wurde. ganz im gegenteil, die menschn sind mir immer sehr interessiert entgegegekommen und haben mich ueber mein herkunftsland befragt. sicherlich gibt's ausnahmen, aber die haben wir ja in usa auch, oder ? wie oft werden denn afro-amerikaner von us-skinheads verpruegelt o. von der staatsgewalt (rodney king - ich glaube so hiess der wohl bekannteste fall) o. von ablegern des ku-klux-klans bloed angemacht ? und wieso sind afro-amerikaner prozentual gesehen in der ueberzahl in den us-gefaengnissen ? und wie war das mit dem amok-lauf in der schule von 2 fehlgeleiteten us-nazi jungen (komm' mir jetzt bitte nicht mit der erfurter geschichte, der hat das nicht deutschland-fahne-schwenkend gemacht) ? und auch ich (bzw. meine eltern haetten sie fuer mich beantragen koennen) haette schon nach wenigen jahren die deutsche staatsbuergerschaft haben koennen und das wuerde sogar sehr schnell gehen, wenn mein herkunftsland nicht ewig lang brauchen wuerde, um mich gehen zu lassen. und in deutschland gibt's keine einwanderer ? nein, woher denn....was soll "hmm, komisch, dass jedes jahr immer so viele hier einwandern" fuer ein argument sein ? wenn ein land durchgemischt ist in europa, dann doch wohl deutschland (neben anderen wie frankreich usw.). willst du das etwa abstreiten ?

und erst kuerzlich hat mir ein maedchen, welches in washington d.c. zu besuch war erzaehlt, dass sie einen mann kennengelernt hat und als sie ihm erzaehlt hat, dass sie aus deutschland kommt, hat der tatsaechlich nichts besseres zu tun, als gleich mit dem 2. wk und hitler (der im uebrigen oesterreicher war) anzufangen und sie nazi zu schimpfen. hat man in usa eigentlich nichts besseres zu tun, als nachfolgenden deutschen generationen staendig diesen hitler-mist unter die nase zu reiben ? sorry, aber ich kann das echt nicht mehr hoeren. wie kann man nur immer wieder einen fehlgeleiteten mann staendig als entschuldigung fuer nachfolgende kriege u. fehlverhalten von anderen heranziehen ? ja, wir machen schlimmes, aber die deutschen, die sind ja viel schlimmer gewesen vor 60 (o. mehr) jahren.......ich kann das echt nicht mehr hoeren. wie waere es denn zur abwechslung mal mit stalin ? zitat:"ein toter ist eine tragoedie - eine million tote sind statistik !" ach nee, geht ja nicht - der hat ja gemeinsame sache mit der damaligen us-regierung gemacht, sorry, deswegen ist er ja ein "guter".

ich habe nie behauptet, dass das deutsche justiz-system das beste der welt ist, gell ?
was ich dir damit sagen wollte ist, dass eure regierung ueberhaupt kein recht hat andere laender der unmenschlichkeit zu beschuldigen, wo sie es nicht besser macht ! und komm' mir bitte nicht mit der "abschreckungs-"theorie. studien haben bewiesen, dass das ueberhaupt nichts bringt (auf wunsch kann ich dir hierzu gerne einen link geben) ! und ich habe nicht gesagt, dass der kuerzlich hingerichtete auf geistige unzurechnungsfaehigkeit plaediert hat, sondern dass er geistig behindert war ! das macht doch einen unterschied, meinst du nicht auch ?

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Von wegen "gemischtes Land"...ähem, mir ist bewußt, daß in Amerika nicht NUR Indianer wohnen...Ciao, Kerstin!

Antwort von Kerstin Nie. am 14.06.2003, 10:49 Uhr

cu

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Glaubt mir, irgendwann wird sie auch noch mitbekommen, wie der Hase läuft...(auch wenn´s länger dauern könnte)- ............*

Antwort von Yasemina am 14.06.2003, 15:19 Uhr

ot

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Re: @ linda + @ all.........geschichten, die das leben schreibt (sorry, ist etwas laenger)....mt

Antwort von Linda in USA am 15.06.2003, 5:26 Uhr

Soviel ich weiss, sind Michael Moore und andere loudmouth Schauspieler noch auf freiem Fuss. Ich kenne selbst sehr viele ausgesprochene Bushgegner, die ihren Unmut freien Lauf lassen, ob in Briefen an diverse Zeitungen (mit Adresse!) oder sonst in irgendwelchen Gespraechen. Wenn Du solche Horrorstories glaubst (und die lassen sich ja ganz besonders gut als Sensationsstories verkaufen), dann werde gluecklich damit. Ich lebe seit 12 Jahren hier und weiss aus ERSTER HAND, was hier ablaeuft. Selten solchen Kaese gelesen. Tipp: erst mal selbst das Land und Leute kennenlernen und SICH SELBST (!!) eine Meinung bilden! Ihr werft mir vor, dass ich angeblich alles "meiner Regierung" abnehme, und ihr glaubt jede sensationsgeile Story die ihr aufgetischt bekommt. Sowas heisst hier Hypocrite.

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Woher willst ausgerechnet Du eigentlich wissen...

Antwort von Yasemina am 15.06.2003, 12:43 Uhr

...daß wir das "gelobte" Land nicht selber kennen??? Ich war schon 2 Mal länger in NY und habe dort gearbeit und Kontakt zu allen möglichen sozialen Schichten und Ethnizitäten gehabt.
Glücklicherweise kann ich behaupten, auch ein paar "normale" Menschen kennengelernt zu haben.

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RE: oje, oje.....

Antwort von sasu am 15.06.2003, 13:46 Uhr

jetzt bleib' aber bitte mal auf dem teppich. es waere ja wohl auch etwas zu auffaellig, wenn leute, wie moore usw. ploetzlich von der bildflaeche verschwinden, oder ? aber dennoch gab es meldungen darueber, dass bekannte leute (schauspieler usw.), die sich gg. das vorgehen der regierung geaeussert haben, als antiamerikanisch usw. geschimpft wurden.
und das solche stories nicht bei cnn, fox (und was weiss ich, wie die gekauften "erste-hand"-medien in usa noch heissen) ueber den bildschirm flimmern, das ist mir auch klar. aber diese stories kommen von us-buergern und warum sollte ich sie dann nicht glauben ? lerne ich durch erfahrungsberichte von buergern in usa nicht auch "land u. leute" kennen ? und sollte ich mich outen und erzaehlen, dass ich mittlerweile in der 2. us-firma arbeite und dadurch auch zu us-buergern kontakt habe/hatte ? keine angst, ich bin nicht ganz so weltfremd, wie du es gerne haettest....
und ich sage es gerne nochmals: ich habe nichts gg. land u. leute, solange sie mir nicht bloed kommen. und die us-regierung (wohlbemerkt: die regierung) kommt der ganzen welt bloed. deswegen habe ich etwas gg. bush+co. und nicht gg. usa und us-buerger. wieso musst du das immer auf die verallgemeinernde schiene ziehen ?

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..

Antwort von Linda in USA am 16.06.2003, 0:00 Uhr

jetzt bleib' aber bitte mal auf dem teppich. es waere ja wohl auch etwas zu auffaellig, wenn leute, wie moore usw. ploetzlich von der bildflaeche verschwinden, oder ? aber dennoch gab es meldungen darueber, dass bekannte leute (schauspieler usw.), die sich gg. das vorgehen der regierung geaeussert haben, als antiamerikanisch usw. geschimpft wurden.

- Jetzt verschwinden also schon (unbekannte) Leute von der Bildflaeche, nur die Schauspieler werden (noch) verschont? Interessant. Meine Anti-Bush Kollegen sind immer noch auf freiem Fuss und maulen weiterhin lautstark weiter. Da muesste das FBI ganz Seattle festnehmen, denn die meisten hier moegen Bush naemlich ueberhaupt nicht. Es ist uebrigens das Recht der Oeffentlichkeit, Schauspieler zu kritisieren - als antiamerikanisch oder sonstwas -weil hier weiterhin Meinungsfreiheit herrscht. Schauspieler sind nun mal "public figures" (und werden dafuer entsprechend bezahlt) und leben "publicity". Wenn sie schlechte publicity haben, weil ihre lautstark rausgeschriehene Meinung (egal welche) der Mehrzahl der US Buerger nicht gefaellt, ist das Berufsrisiko. Wenn ich einen Schauspieler aus welchen Gruenden auch immer nicht mag, geh ich nicht ins Kino, um mir dessen Filme anzusehen. So ist das. Und deshalb wird sich jeder Filmproduzent ueberlegen, ob er Susan Sarandon, Sean Pean, etc., in seinem naechsten Film haben will. Es geht ums Geld und Popularitaet. Ganz einfach. Hat mit politischer Meinung nur sehr entfernt was zu tun.

und das solche stories nicht bei cnn, fox (und was weiss ich, wie die gekauften "erste-hand"-medien in usa noch heissen) ueber den bildschirm flimmern, das ist mir auch klar.

- Wieder ein Vorurteil von jemanden, der nicht jeden Tag, tagaus-tagein hier in den USA wohnt und diese Sender regelmaessig anschaut. Zumindest sind diese Sender nicht "oeffentlich-rechtlich" (Regierung) wie viele in Deutschland, sondern privat. Und die berichten, was am meisten Einschaltquoten bringt. Wenn Bush Bockmist a la Clinton bauen wuerde, wuerden die sich genauso darauf stuertzen.

aber diese stories kommen von us-buergern und warum sollte ich sie dann nicht glauben ? lerne ich durch erfahrungsberichte von buergern in usa nicht auch "land u. leute" kennen ? und sollte ich mich outen und erzaehlen, dass ich mittlerweile in der 2. us-firma arbeite und dadurch auch zu us-buergern kontakt habe/hatte ? keine angst, ich bin nicht ganz so weltfremd, wie du es gerne haettest....

- Du kennst eine handvoll Amerikaner, mit denen Du geschaeftlich verkehrst. Glaubst Du im Ernst, dass die sich mit Dir auf politische Diskussionen einlassen wuerden/wollen? Und selbst wenn, ich kenn trotzdem mit Sicherheit eine Menge mehr und lebe jeden Tag hier. Deshalb lass ich mir keine Stories erzaehlen - ich erlebe es jeden Tag hautnah selbst, und weiss, wie es hier abgeht. Vor allem hier im Anti-Bush-Land Washington State.

und ich sage es gerne nochmals: ich habe nichts gg. land u. leute, solange sie mir nicht bloed kommen. und die us-regierung (wohlbemerkt: die regierung) kommt der ganzen welt bloed. deswegen habe ich etwas gg. bush+co. und nicht gg. usa und us-buerger. wieso musst du das immer auf die verallgemeinernde schiene ziehen ?

- Aber den "Amis" immer unterstellen, dass wir uns von unserer Regierung, Medien, etc., fuer dumm verkaufen lassen. (So quasi, EURE Medien berichten natuerlich nicht ueber dieses und jenes, ihr armen Dummen) Sorry, diese Einstellung ist extrem arrogant und dumm. Du hast eben schon was gegen Land und Leute, wenn Du ernsthaft glaubst, dass wir hier zu bloed sind und "nicht checken, wie Bush zum Hitler mutiert" oder so aehnlich. Das koennen natuerlich nur die hochkultivierten, sophisticated Europeans. Wir sind ja alle nur dumme Rambos, Cowboys, und was weiss ich noch alles hier. Ja, bittet rettet uns, sagt uns, was hier wirklich abgeht *LOL*. Aber nein, Du hast ja nichts gegen Land und Leute (NOT!)

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Wow- und trotzdem bist Du immernoch eine Deutsche...

Antwort von Yasemina am 16.06.2003, 6:59 Uhr

...hast Du das eigentlich vergessen, Linda?

Du kannst zwar nen amer. Paß etc haben- und auch schon 12 J. dort leben-
aber trotzdem bist Du HIER aufgewachsen.
Hast Du das alles so schnell hinter Dir gelassen?

Boah, das nenne ich echt "Amerikanisierung" mit Haut und Haaren......
Da fällt mir nur noch ein Wort ein: KRASS.

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von sasu am 16.06.2003, 14:29 Uhr

jetzt bleib' aber bitte mal auf dem teppich. es waere ja wohl auch etwas zu auffaellig, wenn leute, wie moore usw. ploetzlich von der bildflaeche verschwinden, oder ? aber dennoch gab es meldungen darueber, dass bekannte leute (schauspieler usw.), die sich gg. das vorgehen der regierung geaeussert haben, als antiamerikanisch usw. geschimpft wurden.
- Jetzt verschwinden also schon (unbekannte) Leute von der Bildflaeche, nur die Schauspieler werden (noch) verschont? Interessant. Meine Anti-Bush Kollegen sind immer noch auf freiem Fuss und maulen weiterhin lautstark weiter. Da muesste das FBI ganz Seattle festnehmen, denn die meisten hier moegen Bush naemlich ueberhaupt nicht. Es ist uebrigens das Recht der Oeffentlichkeit, Schauspieler zu kritisieren - als antiamerikanisch oder sonstwas -weil hier weiterhin Meinungsfreiheit herrscht. Schauspieler sind nun mal "public figures" (und werden dafuer entsprechend bezahlt) und leben "publicity". Wenn sie schlechte publicity haben, weil ihre lautstark rausgeschriehene Meinung (egal welche) der Mehrzahl der US Buerger nicht gefaellt, ist das Berufsrisiko. Wenn ich einen Schauspieler aus welchen Gruenden auch immer nicht mag, geh ich nicht ins Kino, um mir dessen Filme anzusehen. So ist das. Und deshalb wird sich jeder Filmproduzent ueberlegen, ob er Susan Sarandon, Sean Pean, etc., in seinem naechsten Film haben will. Es geht ums Geld und Popularitaet. Ganz einfach. Hat mit politischer Meinung nur sehr entfernt was zu tun.

>>> jepp. weil irgendein politiker das woertchen "antiamerikanisch" in die hirne seines volkes gepflanzt hat, werden schauspieler, die sich oeffentlich gg. diesen politiker stellen, diskriminiert. sag' ich doch.
und wie sicher bist du dir, dass es deinen kollegen nicht genauso ergehen wuerde, wie den schuelern in oakland, wenn die falsche person deren bemerkungen mitbekommen wuerde und einen anruf beim us-ss taetigen wuerde und diese ihnen dann sagen wuerden: "Die Leute haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung, das werden wir nicht verletzen. Aber es gibt da eine Grenze." und die Agenten wuerden ihnen sagen, dass sie nach dem, was sie er über Präsident Bush gesagt haben, keine Rechte mehr haben ?


und das solche stories nicht bei cnn, fox (und was weiss ich, wie die gekauften "erste-hand"-medien in usa noch heissen) ueber den bildschirm flimmern, das ist mir auch klar.
- Wieder ein Vorurteil von jemanden, der nicht jeden Tag, tagaus-tagein hier in den USA wohnt und diese Sender regelmaessig anschaut. Zumindest sind diese Sender nicht "oeffentlich-rechtlich" (Regierung) wie viele in Deutschland, sondern privat. Und die berichten, was am meisten Einschaltquoten bringt. Wenn Bush Bockmist a la Clinton bauen wuerde, wuerden die sich genauso darauf stuertzen.

>>> ich sage es jetzt mal kurz u. knapp mit den worten einer us-buergerin: "mich wuerden die bilder, die ich nicht zu sehen bekomme, viel mehr interessieren. was uns hier gezeigt wird ist einfach zu viel knallige inszenierung..." - so o. so aehnlich. aber der sinn laeuft auf's gleiche hinaus.



aber diese stories kommen von us-buergern und warum sollte ich sie dann nicht glauben ? lerne ich durch erfahrungsberichte von buergern in usa nicht auch "land u. leute" kennen ? und sollte ich mich outen und erzaehlen, dass ich mittlerweile in der 2. us-firma arbeite und dadurch auch zu us-buergern kontakt habe/hatte ? keine angst, ich bin nicht ganz so weltfremd, wie du es gerne haettest....
- Du kennst eine handvoll Amerikaner, mit denen Du geschaeftlich verkehrst. Glaubst Du im Ernst, dass die sich mit Dir auf politische Diskussionen einlassen wuerden/wollen? Und selbst wenn, ich kenn trotzdem mit Sicherheit eine Menge mehr und lebe jeden Tag hier. Deshalb lass ich mir keine Stories erzaehlen - ich erlebe es jeden Tag hautnah selbst, und weiss, wie es hier abgeht. Vor allem hier im Anti-Bush-Land Washington State.

>>> aeh, linda, redet man in usa nicht mit seinen arbeitskollegen ? also in unserer firma macht man das. wir erzaehlen uns vielleicht nicht unsere intimsten geheimnisse, aber ueber politik usw. wird schon gesprochen. und ich glaube kaum, dass sich einer von denen streitig machen lassen wuerde, mindestens genauso gut bescheid zu wissen, wie du.

und ich sage es gerne nochmals: ich habe nichts gg. land u. leute, solange sie mir nicht bloed kommen. und die us-regierung (wohlbemerkt: die regierung) kommt der ganzen welt bloed. deswegen habe ich etwas gg. bush+co. und nicht gg. usa und us-buerger. wieso musst du das immer auf die verallgemeinernde schiene ziehen ?
- Aber den "Amis" immer unterstellen, dass wir uns von unserer Regierung, Medien, etc., fuer dumm verkaufen lassen. (So quasi, EURE Medien berichten natuerlich nicht ueber dieses und jenes, ihr armen Dummen) Sorry, diese Einstellung ist extrem arrogant und dumm. Du hast eben schon was gegen Land und Leute, wenn Du ernsthaft glaubst, dass wir hier zu bloed sind und "nicht checken, wie Bush zum Hitler mutiert" oder so aehnlich. Das koennen natuerlich nur die hochkultivierten, sophisticated Europeans. Wir sind ja alle nur dumme Rambos, Cowboys, und was weiss ich noch alles hier. Ja, bittet rettet uns, sagt uns, was hier wirklich abgeht *LOL*. Aber nein, Du hast ja nichts gegen Land und Leute (NOT!)

>>> bitte nicht. waerst du hier nicht zeitweise verschwunden gewesen, haettest du durchaus auch gesehen, dass ich hier links reingesetzt habe, die zu seiten gefuehrt haben, wo us-buerger unterschriften usw. gesammelt haben um gg. bush u. co. was zu unternehmen.
nein, nein linda, die o.g. denkweise kannst du mir (uns) nicht vorwerfen. ich glaube eher, dass du es mit aller gewalt so sehen willst und sobald einer (aus dieser ecke der welt) auch nur "a" sagt, unterstellst du ihm gleich antiamerikanisches gedankengut.
bist nicht vielleicht du diejenige, die schon so einen hass auf das "braune" deutschland o. meinetwegen auch europa schiebt, dass sie gar nicht mehr zw. gut gemeinten "augenoeffner"-beitraegen und hass-tiraden unterscheiden kannst ?
wir sollen euch retten ? genau das versuchen wir hier. wir wollen hier davon ueberzeugen, dass die bush-regierung weder fuer das land usa, noch fuer den rest der welt gut ist. nichts weiter. wir (zumindest ich) wollen weder den hass gg. amerikanische buerger, noch gg. das land schueren. ich habe die hoffnung, dass ich es mit dem ganzen input, den ich hier zur verfuegung stelle schaffe. der eine o. andere kopiert sich das vielleicht raus u. schickt es an einen freund, der schickt es dann vielleicht weiter usw. informationen weitergeben, die tueren zeigen und jeder bildet sich dann seine eigene meinung. wir duerfen unmenschliches, unrechtes usw. handeln nicht ebenso schnell abhaken, wie z.b. die tv-medien. denn dann werden wir genauso, wie uns die politiker dieser erde gerne haetten: dumm.
und weisst du, ich persoenlich kann (moechte) mich eigentlich keiner politischen richtung zuordnen....hmmm...ich wuerde mich als internationalist (ist das vielleicht eine politische richtung ? - keine ahnung) bezeichnen und ein sehr schoenes zitat, welches meine gefuehle beschreibt ist folgendes:
"Ein wahrhafter Internationalist ist derjenige, welcher fähig ist, Beklemmung zu fühlen, wenn ein Mensch in einem anderen Teil der Welt ermordet wird, und der begeistert ist, wenn in irgendeinem Teil der Welt die Fahne der Freiheit aufgepflanzt wird!" (che guevara)

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Re: Wow- und trotzdem bist Du immernoch eine Deutsche...

Antwort von Linda in USA am 16.06.2003, 18:46 Uhr

Was hat das damit zu tun? Muss ich jetzt, nur weil ich urspruenglich aus D.land bin, immer schoen der deutschen Politik zustimmen? Ich sage nur, was Fakt ist, und lasse mich nicht (anders als ihr) von meiner Herkunft beeinflussen. Deutsche duerfen also nur so denken, wie andere Deutsche? Tolle Einstellung.

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von Linda in USA am 16.06.2003, 18:59 Uhr

Sasu,

heutzutage kann mich sich saemtliche Sachen (z.B. auslaendische Nachrichten) aus dem Internet holen. Zu sagen, dass wir von unseren Medien nur bestimmte Sachen zu sehen kriegen und nicht wissen, was "wirklich" los ist, ist lachhaft. Oder wissen deine US-Koellegen nicht, wie man im Internet surft?

Und ausserdem - falls man das in Deutschland nicht weiss - jede Art von Gewaltandrohung gegen einen US Praesident, egal ob Demokrat oder Republicaner, Bush oder Clinton, wird vom Secret Service untersucht. Das ist Policy und Routine. Deshalb gibt es ja hier diesen tollen Witz: wenn Du jemanden eins auswischen willst, schreib in seinen Namen eine (Mord)drohung gegen den momentanen Praesidenten und schick ihn an eine Tageszeitung. In ein paar Tagen wird der Secret Service bei ihm vorbeischauen. Haha. Also nichts "Neues", das erst seit Bush gilt.

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von sasu am 16.06.2003, 21:14 Uhr

heutzutage kann mich sich saemtliche Sachen (z.B. auslaendische Nachrichten) aus dem Internet holen. Zu sagen, dass wir von unseren Medien nur bestimmte Sachen zu sehen kriegen und nicht wissen, was "wirklich" los ist, ist lachhaft. Oder wissen deine US-Koellegen nicht, wie man im Internet surft?
>>> was hat das denn mit internet-surfen zu tun ? ich weiss auch, dass man sich im internet saemtliche nachrichten holen kann. nichts anderes tue ich. spielst du auf die worte einer us-buergerin an ? das war aus dem fernsehen. eine reportage darueber, wie menschen in usa (wenn mich nicht alles taeuscht war es new york - aber da moechte ich mich nicht festlegen) mit dem krieg usw. umgehen und wie sie ihre berichterstattung im us-tv finden usw.

Und ausserdem - falls man das in Deutschland nicht weiss - jede Art von Gewaltandrohung gegen einen US Praesident, egal ob Demokrat oder Republicaner, Bush oder Clinton, wird vom Secret Service untersucht. Das ist Policy und Routine. Deshalb gibt es ja hier diesen tollen Witz: wenn Du jemanden eins auswischen willst, schreib in seinen Namen eine (Mord)drohung gegen den momentanen Praesidenten und schick ihn an eine Tageszeitung. In ein paar Tagen wird der Secret Service bei ihm vorbeischauen. Haha. Also nichts "Neues", das erst seit Bush gilt.

>>> 16 jaehrige kinder, denen man sagt, dass sie wg. dummen bemerkungen keinerlei rechte mehr haben ?
beamte, die normalen buergern dinge sagen duerfen, wie: "Doch, wir haben jedes Recht" antwortete einer der Beamten. "Sie werden mittels des Patriot Act im Rahmen einer Homeland Security Untersuchung festgehalten." ? also in meinen augen, kann die forderung wirklich nur heissen: Jeder amerikanische Bürger, sei er nun für oder gegen den Krieg, sollte von der Geschwindigkeit und der Leichtigkeit, mit der die Änderungen unserer grundlegenden Rechte vorgenommen werden alarmiert sein. Alle, die dachten, daß diese Gesetze sie nie betreffen würden, die dachten, daß der Patriot Act nur die Schuldigen treffen würde, sollten diesen Bericht als einen Weckruf ansehen. Bitte lernt aus meiner Erfahrung. Wir sind alle angreifbar, also sprecht darüber und organisiert euch, eure Fourth Amendment-Rechte hängen davon ab.

und nicht nur us-buerger, alle buerger, die unrecht behandelt werden ! und gerade im land "der grossen freiheit", bin ich doch sehr entsetzt, dass solche dinge geschehen koennen. ein land, von dem man oberflaechlich betrachtet, wirklich glaubt(e) den inbegriff von demokratie vor sich zu haben. aber wenn man tiefer bohrt, kommen unglaubliche wahrheitsverzerrungen und unwahrheiten zutage. und das schlimme ist, dass die letzte "supermacht" dieser welt, tatsaechlich in der lage ist, die ganze welt mit in den tod zu reissen, wenn sie es will.......nenn' mich paranoid, wenn du willst, es ist mir egal. tatsache ist, dass ich angst habe vor dem, was mr. bush noch anrichten koennte und ich bin stinkewuetend darueber, wie wir an der nase herumgefuehrt wurden/werden.
und weder du in usa, noch ich in d. brd, koennen uns sicher sein, dass "die geister, die mr. bush rief" nicht irgendwo einen bombenkoffer in unserer naehe abgestellt haben, wenn wir mit unseren kindern spazieren gehen. aber, dann sind ja auch wir nur ein weiterer "kollateralschaden" auf dieser welt.....und wieder frage ich mich, was wir, die kleinen, ueberhaupt noch wert sind und welche sache dieser welt den tod unschuldiger wert ist.

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von Linda in USA am 17.06.2003, 18:56 Uhr

Ich denke es ist am allerbesten ihr bleibt alle schoen in Deutschland und lasst uns Amerikaner hier unser Land so regieren und vor Terroristen schuetzen wie wir es für richtig halten. In diesen Fragen interessiert es hier naemlich absolut niemanden was irgendwelche Deutschen davon halten.

Es ist doch immer wieder spannend, dass deutsche Journalisten und andere meinen, sie haetten so viel Ahnung von den USA, dass sie von aussen alles beurteilen koennen. Haben wir jemals hier einen amerikanischen Journalisten so abfaellig ueber deutsche Verfahrensweisen schreiben hoeren? Und da gibt es ja auch genug zu sagen.

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von sasu am 17.06.2003, 19:21 Uhr

Haben wir jemals hier einen amerikanischen Journalisten so abfaellig ueber deutsche Verfahrensweisen schreiben hoeren?

>>> du solltest dir mal die new york post holen und lesen, was da ueber deutsche politiker geschrieben wurde (evtl. auch noch wird). reporter, die ueber unsere politiker herziehen und noch nicht einmal genau wissen, wer diese sind. das war mal ein ziemlich grosser aufhaenger, der wohl an dir vorbeigegangen ist.......;-))))

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nochwas........

Antwort von sasu am 17.06.2003, 19:28 Uhr

ich meinte mit bombenkoffern nicht nur terroristen, sondern durchaus auch menschen (otto-normal-buerger), die die schnauze von ihrer regierung gestrichen voll haben und sich nicht mehr anders zu helfen wissen, als mit solchen aktionen aufmerksamkeit zu erregen......aber hast recht, das sind ja dann auch terroristen.

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Wir sollen in UNSEREM Land bleiben?...m.T.

Antwort von Kerstin Nie. am 17.06.2003, 20:00 Uhr

Hallo Linda!

Das ist ja krass! WIR sollen also bei uns bleiben, ja? Na, dann sag das mal eurer Regierung, daß die auch bei euch bleiben sollen! das kann es doch echt nicht sein!
Wo leben wir denn?
Die Soldaten eures Landes haben einen Freischein und dürfen überall einmarschieren, ohne Rücksicht auf Verluste und wir sollen nun "Zuhause" bleiben, weil dir unsere Einstellung (die übrigens rein gar nichts mit unserer Nationalität zu tun hat: es gibt hier leider genauso Kriegsbefürworter, wie es bei euch zum Glück auch Kriegsgegner gibt, aber ist ja auch egal...) nicht in den Kram paßt?
Gehts dir noch gut?
Da sind mit dir wohl die Pferde durchgegangen, was?

Kopfschüttelnde Grüße, Kerstin!

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@ kerstin: *zustimm* - ich habe das gar nicht wahrgenommen, weil ich hier etwas abgelenkt war....ot....lg, sasu

Antwort von sasu am 17.06.2003, 20:18 Uhr

1

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Re: RE: oje, oje.....Sag ich auch..(meine antworten sind mit >>> gekennzeichnet , sasu)

Antwort von Linda in USA am 17.06.2003, 20:41 Uhr

Ueber Politiker herziehen hab ich nichts gesagt - dass macht ihr ja uebrigens auch sehr gut. Es geht darum, Gesetze und VERFAHRENSWEISEN in anderen Laendern zu kritisieren, die mit deren eigenen INNEREN Sicherheit zu tun haben. Das wissen die Betroffenen schon selbst am besten, wie das geht. Wenn bei mir jemand im Haus eingebrochen hat, lass ich mir auch nicht von irgendwelchen Nachbarn vorschreiben, wie ich mich zu schuetzen habe. Darum geht es.

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Linda, dennoch ist Selbstjustiz VERBOTEN und das auch in den USA, wenn man beim übertragenen Sinn bleibt. Ciao, Kerstin!

Antwort von Kerstin Nie. am 17.06.2003, 22:31 Uhr

cu

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