ADHS - ADS

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Geschrieben von dana2228 am 21.07.2020, 8:18 Uhr

Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Frisch aus den Urlaub habe ich gestern für mein drittes Kind (6) die Diagnose ADS in Kombination mit Entwicklungsstörungen (fein Motorik, visuelle,.. ) sein IQ ist sehr niedrig, was aber auch klar drin steht das es der fehlenden Konzentration zu Schulden ist

Nun steht in Raum das auch er Medikamente bekommt. Mein zweites Kind (8) hat starke ADHS mit Autismus und die Frage stellte sich da garnicht, wir waren und sind dankbar für die Medikamente.
Nun sehe ich das beim meinen anderen Sohn nicht zwingend notwendig, mache mir aber Gedanken wegen der anstehenden Einschulung. Seine Konzentration ist echt grottig. Beim Homeschooling ist es mir auch aufgefallen daß er kognitiv viel könnte, aber schnell das Intresse verliert, Aufgaben anfängt aber nicht zuende führt. Er kann alle Buchstaben, Wörter schreiben (seinen Namen, der Namen der Geschwister, Mama, Papa,Opa, Opa, Namen der Cousinen.. ) und kann Bekannte Wörter lesen, zählt bis 20 und rechnet kleine Aufgaben im 10er Bereich. Aber wenn's darum geht eine Linie nach zu malen ist das eine Katastrophe....
Auch ruhig sitzen geht nicht lange, er provoziert gerne und gar Probleme in größeren Gruppen....

Ich finde diese Entscheidung echt schwer... Da in 4 Wochen Einschulung ist, möchte ich mir mit der Entscheidung nicht lange Zeit lassen.

 
23 Antworten:

Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Snüff am 21.07.2020, 9:17 Uhr

Also, sorry, das liegt doch auf der Hand. So viel wie du hier von deinem Privatleben postest, so viele Baustellen... Hättest du besser mal die Zeit in die Erziehung gesteckt und nicht fünf Kinder hintereinander produziert.
Deine Kinder können einem nur leid tun.

Kümmere dich um deine Kinder, dann kannst du auf die Tabletten verzichten.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Maca am 21.07.2020, 10:54 Uhr

“Kümmere dich um deine Kinder, dann kannst du auf die Tabletten verzichten.“

Oh je, viele Grüße vom Stammtisch, woll?

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Snüff am 21.07.2020, 10:55 Uhr

Um diese Uhrzeit noch nicht, aber später bestimmt

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Maca am 21.07.2020, 10:57 Uhr

Ist denn eine psychotherapeutische Begleitung mit regelmäßigem Elterncoaching ebenfalls angedacht?

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Mibu am 21.07.2020, 11:53 Uhr

Das kann doch wirklich niemand hier beantworten.
Ihr habt doch sicherlich ein vernünftiges Gespräch mit dem Arzt bzw. Psychologen gehabt.
Da sollte man sich drauf verlassen.
Experimente würde ich da nicht wagen, denn ihr habt ja noch diverse andere Baustellen.
Hast du mal über externe Hilfe wie Erziehungshilfe nachgedacht?
Soll kein Angriff sein, aber bei euch brennt offensichtlich die Hütte.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von KKM am 21.07.2020, 12:24 Uhr

Seid Ihr Eltern eigentlich mal getestet worden?
Ad(H)S hat ja möglicherweise eine erbliche Komponente.

Das würde manches Familienchaos vielleicht erklären.

Ich würde ein Kind zunächst mit Medikamenten in die Schule schicken.
Einen Start mit negativen Erlebnissen und Frust kann man nur sehr schwer korrigieren.

Von daher:
Medikamente geben, Erfolgserlebnisse erhoffen und ggf. irgendwann einen Auslassversuch starten.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von dana2228 am 21.07.2020, 12:27 Uhr

Ja, er soll natürlich Ergotherapie bekommen und Tiergestütztetherapie.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von dana2228 am 21.07.2020, 12:37 Uhr

Dankeschön!
Die Ärztin rät dazu, zumindest für den Vormittag in der Schule.

Erziehungshilfe?!? Ne, die I-Kraft des zweiten ist zusätzlich 10 Stunden nach der Schule "für uns da". Sprich sie begleitet ihn zur Therapie, macht Hausaufgaben oder geht mit ihn schwimmen, Radfahren.... Es tut ihn gut und uns auch.
Denke das werde ich für meinen anderen Sohn auch Versuchen

Naja die Hütte brennt..... Ja öfters mal Denke es ist aber auch nicht ganz unüblich. Und klar wenn man die Beiträge ließt...... Schreibe halt selten positiv.
Könnte auch berichten das der heute Vormittag mal sehr entspannt war. Die Kinder seht schön im Garten spielen und ich schon bis auf 1 Maschine alle Urlaubswäsche weg habe. Oder oder . . Natürlich schreibe ich eher Situationen die mich belasten oder wo ich eine andere Meinung von ebenfalls betroffenen Eltern hören mag.....
Und ja die Jungs rauben mir seid Anfang der Corinakriese echt die Nerven. Wie Hund und Katz. Schrecklich! Hoffe es wird besser.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von dana2228 am 21.07.2020, 12:40 Uhr

Dankeschön für deine Antwort....
Ich denke auch für die Schule ist es gut....

Ja haben wir tatsächlich überlebt. Meine Mädels sind nicht betroffen (zumindest gehen wir stark davon aus). Aber zwei Kinder in einer Familie Wie gesagt wobei mein älterer Sohn schon einen sch... Start ins Leben hatte und uns direkt klar war da er nicht gesund ist.... Bei den zweiten Sohn lief es 2 1/2 Jahre Recht unauffällig.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Paperlapapap am 21.07.2020, 12:56 Uhr

Eigentlich hört sich das so an als ob euer Alltag zwar einigermaßen händelbar ist, mit der Einschulung dann aber doch ein Berg von Problemen vor euch steht weil er im Kopf grad auf dem Rummel ist.
Was spricht denn dagegen für den Vormittag ein Medikament zu geben damit er dem Unterricht folgen kann? Im Vergleich zu eurem autistischen Kind mögen die Probleme geringer sein, sie sind aber da.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Paperlapapap am 21.07.2020, 13:22 Uhr

ADHS ist ein neurologisches Problem mit massiven Folgen für das Leben. Da der Dopamin- und Noradrenalinspiegel im Gehirn deutlich verringert ist können Medikamente helfen dieses Ungleichgewicht auszugleichen.
Das ist unterschiedlich ausgeprägt und es gibt viele Kinder denen eine Verhaltenstherapie ausreicht, andere brauchen wiederum Medikamente um überhaupt sich Gesellschaftlich eingliedern zu können.
Auch ein Mensch mit einer schweren Depression oder anderer psychiatrischen Störung bekommt Medikamente verschrieben.
Leider hindern immer noch Vorurteile viele Betroffene daran ihrem Kind richtig zu helfen.
Das Neurodiverse Kind ist dann ganz schnell ein „schlecht erzogenes Arschlochkind“ um das man sich dann gefälligst „richtig kümmern“ soll.

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Möööp....bitte setzen.

Antwort von Snüff am 21.07.2020, 17:04 Uhr

Adhs ist eine Verhaltensstörung bzw. Emotionale Störung die weithin durch Umwelteinflüsse wie Erziehung, positive Verstärkung und Empathie beeinflusst werden kann.
Adhs kommt in vielen Fällen eben in solchen Familien vor, die schlichtweg am Rande der Überforderung sind, andere einspannen, um selbst die Verantwortung abzugeben (oder warum benötigt die AP eine Hilfe, die die Hausaufgaben mit dem Kind erledigt?!) und sich selbst nicht genug dafür einsetzen, dem Kind helfen zu wollen. Punkt.

Wenn ICH es will, kann ICH als Mutter begleitend zur Seite stehen. Und dazu gehört eben auch mal eine unbequeme Sicht auf die Verhältnisse, oftmals auch durch einen Spezialisten. Stichwort Familientherapeut.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von asclepiatina am 22.07.2020, 6:54 Uhr

Wir haben es damals vorbereitet, also die Untersuchungen alle gemacht um jederzeit einsteigen zu können, mein Sohn hat nun noch eine Woche Schule und es ohne Medis geschafft bisher. Aber würde da gleich von Anfang an mit dem Lehrer reden und zusammen arbeiten, der sieht eher ob er es braucht oder nicht!

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von asclepiatina am 22.07.2020, 8:04 Uhr

Also ich hab “nur“ 2Kinder und beide haben ADHS..

Kann euch nur raten holt euch eine Familienhilfe rein, ist zwar ein großer Schritt,aber die lenkt und hilft eben allen nicht nur dem einen Kind. Bei uns läuft alles geregelt und trotzdem hatte ich echt Probleme mit 2ADHS Kindern. Half mir mega

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Re: Möööp....bitte setzen.

Antwort von Spirit am 22.07.2020, 10:38 Uhr

Das möchte ich so nicht unterschreiben,
Lt SPZ hat mein ältestes Kind auch ADHS. Er war schon immer anders als seine kleine Schwester und ich erziehe definitiv beide gleich, bin nicht überfordert, halte mein Regeln ein, bin für meine Kinder da.

Es KANN ADHS verstärken, aber ob es ursächlich ist möchte ich bestreiten. Ferner handelt es sich bei ADHS eher um eine Stoffwechselstörung im Gehirn.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Spirit am 22.07.2020, 10:41 Uhr

Habt ihr schon mal eine Stehtisch ausprobiert?
Oder im Hintergrund Musik laufen lassen? Keine Heavy Metal, sondern Instrumental Stücke ohne Gesang.

Wieso ist der IQ deines Kindes nur durch die mangelnde Konzentration so niedrig?
Das wurde uns im SPZ meines Sohnes so nicht gesagt. Sein IQ ist fest und zwar so wie er an dem Tag ausgesetzt wurde. Da hätte das ADHS keinen Einfluss.

Das Zählen und Lesen bekannter Wörter sagt leider nicht so viel aus. Es kann einfach erlent sein und hat nicht so viel mit "ich-habe-es-verstanden" zu tun.

Warum soll er jetzt genau Medikamente nehmen? Wo liegt denn das konkrete Problem?

Mein Sohn bekommt übrigens keine Medikamente und wird es definitiv auch nicht.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Maca am 22.07.2020, 15:37 Uhr

“Wieso ist der IQ deines Kindes nur durch die mangelnde Konzentration so niedrig?
Das wurde uns im SPZ meines Sohnes so nicht gesagt. Sein IQ ist fest und zwar so wie er an dem Tag ausgesetzt wurde. Da hätte das ADHS keinen Einfluss.“

Wegen solch blödsinniger Aussagen, sollte man zur Abkllärung von WAHRNEHMUNGSstörungen ( alle Testverfahren setzen auf Wahrnehmung und sind somit nicht barrierefrei) das SPZ meiden und lieber in eine KJP gehen, zu Leuten die sich mit sowas auskennen.

Ein IQ ist auch bei neurotypischen Menschen niemals eindeutig ermittelbar und das Ergebnis kann, je nach Tagesform und angewendetem Test, deutlich schwanken.
Bei Kindern mit einer manifester Aufmerksamkeitsstörung, die meist noch mit fehlender Motivation ( oder gar Vermeidung) aufgrund von schlechter Frustrationstoleranz einhergeht,
ist der IQ in so jungen Jahren kaum zu erheben.

Das kann man erst, nachdem die Therapie angeschlagen hat.

Allerdings ist es generell nicht immer sicher zu unterscheiden, ob eine Intelligenzminderung mit ADS- Symptomen oder aber eine ADS mit Intelligenzminderungs- Symptomen vorliegt.
Für ein kognitiv eingeschränktes Kind, ist es fatal, wenn man seine Probleme auf eine vermeintliche Aufmerksamkeitsstörung schiebt und von ihm Leistungen erwartet, die es, trotz Medikation und Therapie, niemals erbringen kann.
Unter welch unerträglichem Dauerdruck steht ein solches Kind und wie grausam ist es, nicht so angenommen und akzeptiert zu werden, wie man ist.

Ebenso furchtbar ist es für einen AD(H)Sler, wenn man ihm weniger zutraut als er kann und er stetig deutlich unter seinen Möglichkeiten bleibt.


Daher meine Empfehlung, die Aklärung bei den Fachärzten vornehmen zu lassen, die am besten darauf spezialisiert sind.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Spirit am 22.07.2020, 16:10 Uhr

Was ist an meiner Aussage blödsinnig?

Übrigens habe ich das ja nicht gesagt, sondern die Psychologin die meinen Sohn im SPZ getestet hat. Er hat übrigens einen durchschnittlichen IQ und sie meinte, dass der jetzt fest sei und sich nicht mehr ändere.
Habe mich zwar gewundert, weil ich mir dachte, dass er ja wenn er sich besser konzentrieren hätte können, z.b. bei den Reaktionsaufgaben schneller gewesen wäre und somit der IQ geringfügig höher hätte sein können. Ich habe aber nicht weiter nachgefragt, weil sie hat ja schließlich Psychologie studiert.

Wer sind den Fachärzte? Ich frage jetzt aus echtem Interesse, weil mein Sohn ja zum Nachtesten nochmal ins SPZ soll in ca 6 Monaten. Ich bin aber mit Aussagen aus dem vorläufigen Bericht nicht einverstanden. Das sind eindeutig falsche Beobachtungen die da stehen.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Maca am 22.07.2020, 21:13 Uhr

Hallo spirit,

Ich würde dir wirklich dringend eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychriatie empfehlen, am besten natürlich eine, die ihren Schwerpunkt auf Wahrnehmungsstörungen ausgerichtet hat.
Ein SPZ ist sehr viel weniger auf spezielle “Störungsbilder“ ausgerichtet.
Der Fokus liegt dort eher auf einer regelhaften kindlichen Entwicklung und deren Abweichungen davon, deren Ursache mehr in der Wechselwirkung mit der Umwelt gesehen wird und weniger als genetisch mitgegebene Veranlagung.

Die Intelligenz eines Kindes, dessen Wahrnehmung von der Norm abweicht, kann man nicht mit Testverfahren sicher erheben, die nunmal auf die Norm ausgerichtet sind.
Ausserdem ist der IQ eines Grundschulkindes noch veränderbar und steht nicht statisch fest.

Bitte geh zu kompetenteren Ansprechpartner.

Alles Gute

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Spirit am 22.07.2020, 22:10 Uhr

Vielen Dank, das mache ich.

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von desireekk am 23.07.2020, 2:49 Uhr

Dann frag ich mal:

Was habt ihr zu verlieren wenn ihr es versucht?

Ich will ja nicht sagen dass er ein Versuchskarnickel ist, aber nur wenn ihr den Vergleich habt sehr ihr was besser ist.
Und wenn es nach der Schule auch ohne gut geht (was noch zu evaluieren ist mit und ohne).

Nur wenn ihr beides kennt, wisst ihr was besser ist.

LG

D

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von asclepiatina am 24.07.2020, 10:27 Uhr

Zu dem Thema iQ kann ich nur sagen das es schon beeinflusst wird vom ADHS.
Allerdings in geringen Umfang. Man erklärte mir, das es durch Konzentrationdmangel zu Fehlern kommt. Allerdings waren meine beiden bei den Tests sehr weit oben. Und da es immer Tagesverfassung ist werden diese Tests normal auch nach einem Jahr nochmak wiederholt

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Re: Zweites Kind mit Diagnose, Medis?? Bitte um Meinung

Antwort von Dezemberbaby2012 am 03.08.2020, 11:04 Uhr

Hallo Dana,

ich würde alles vorbereiten (Tests abschliessen etc.) und die ersten zwei Wochen in der Schule abwarten. Wenn du dann jeden Tag einen Anruf aus der Schule bekommst oder entsprechende Einträge im Oktavheft hast (wie wir), dann weisst du recht schnell, dass er Medikamente braucht. Und wenn nicht, dann scheint es für die Lehrer handlebar zu sein und ihr könnt noch abwarten.

Aber das was du beschreibst, deutet schon auf eventuell zu erwartende Schulprobleme hin. Unser Kleiner ist auch superintelligent, sprachlich seinen Klassenkameraden weit voraus, aber trotzdem arbeitet er im Unterricht wie eine Schnecke und mag sich dort nicht an Regeln halten. Das reine „intellektuelle Können“ sagt bei ADHS nichts über die tatsächliche „Schulleistung“ aus. Deswegen sind diese Kinder meiner Meinung auch bei ADHS-bedingter angeblicher „Schuluntauglichkeit“ meistens in Förderschulen fehl am Platz. Dort sind sie intellektuell unterfordert und bleiben letztendlich schullaufbahn- und ausbildungstechnisch meist weit unter ihren Möglichkeiten, was noch zusätzlich an ihrem Selbstwert und Lebensgefühl nagt. Denn viele besonders passende (und erwünschte) Berufe für ADHSler verlangen eine höhere Ausbildung oder ein Studium. Und später als Erwachsener mit ADHS ist es wegen der typischen ADHS-Symptome (Aufschieberitis etc.) und ohne wegweisenden „Kapitän“ (Eltern) meist noch schwerer, die verpassten Schulabschlüsse nachzuholen. Schwierig, schwierig. Aber ich schweife ab

Vielleicht könnt ihr jetzt schonmal vorbereitend darauf achten, dass er Dinge (Schuhe anziehen, Buch aufräumen, Rätsel lösen) genau JETZT macht. Also Dinge auf Aufforderung sofort umsetzen. Und dann auch zügig beenden. Das wird in der Schule anfangs am meisten gebraucht, nicht so sehr ABC und Zahlen. Wenn ihr ihn daran gewöhnt (und das einigermaßen ohne Grundsatzdiskussionen und Geschrei seinerseits klappt), habt ihr schon viel zur Schul-Vorbereitung getan und könnt euch einigermaßen entspannt zurücklehnen.

Liebe Grüße!

Dezemberbaby

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