ADHS - ADS

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Geschrieben von daide am 21.08.2022, 12:29 Uhr

Geburtstagsgeschenke streichen

Hm, ich glaube auch, dass viele Antworten hier mehr auf normale Pubertätsproblematik abzielen als auf den speziellen ADHS-Aspekt.
Mit der „vernünftigen“ Herangehensweise, d.h. indem man nach plausiblen Gründen für dieses oder jenes Verhalten sucht, kommt man bei ADHS leider oft nicht sehr weit. Die Kinder ticken einfach anders. Wie Du schreibst, manchmal wird der Kopf einfach ausgeschaltet. Und klar, die Pubertät spielt auch eine Rolle und leider sind die Grenzen - wo hört die Krankheit auf, wo fängt Pubertätsgedöns an - in den meisten Fällen nicht klar zu erkennen.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte noch nie mit solchen oder ähnlichen Konsequenzen gedroht. Und sie letztlich doch wieder zurückgenommen. Man ist so verzweifelt, dass man zum vermeintlich letzten Mittel greift, das, das am meisten wehtut - und muss doch einsehen, dass es a) kindisch ist und b) nichts bringt. Und c) natürlich das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Aber was tun? Ich kann die große Schwester verstehen, dennoch halte ich Abschließen für eine gute Lösung. So kommt er gar nicht in die Versuchung, das Zimmer zu betreten. Natürlich löst das nicht die Frage, WARUM er das tut und es bringt ihn auch nicht zwingend zur Einsicht, dass es doof ist, was er macht (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er das weiß). Aber vielleicht gibt es das eine große DARUM gar nicht. Meine ADHS-lerin macht viele blöde Sachen (Dinge zerschnippeln, irgendwas durchbohren, …), sie kann mir in den seltensten Fällen sagen, weshalb sie das getan hat. Gehirn war aus in dem Moment, irgendein Impuls hat die Kontrolle übernommen.
Das ist natürlich nicht befriedigend, aber schafft fürs Erste Abhilfe. Und was das Abstreiten angeht: Mir hat die Psychiaterin gesagt, dass bei den Kindern gefühlt (und nicht nur gefühlt) ständig was schiefläuft. Sie vergessen was, verlieren was, machen was kaputt. Würden sie für alles geradestehen, könnten sie vor lauter Schuldgefühlen abends nicht mehr in den Spiegel schauen. Also sagen sie in den meisten Fällen: Ich war‘s nicht/kann nix dafür/bin unschuldig/… Da hilft nur begleitendes Verständnis und nicht schimpfen, auch wenn es oft SEHR schwer fällt.

LG daide

 
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