1. Schuljahr - Elternforum

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von Ivdazo  am 08.10.2019, 18:08 Uhr

zu viele Hausaufgaben?

Eine Sache vorweg: Ich habe noch keinen Erstklässler zu Hause, habe aber immer wieder mit Erstklässlern (und anderen Schulkindern) ehrenamtlich gearbeitet.

Ich bin aber dennoch etwas verwundert über die Aussagen, die Erledigung der Hausaufgaben solle nach ca. 30 Minuten abgebrochen werden, mit einer Rückmeldung an die Lehrkraft.
Ist es nicht der Sinn von Hausaufgaben, auch erledigt zu werden, oder verstehe ich etwas falsch? Und vor allem, die Kinder, die so langsam sind, obwohl sie sich Mühe geben bei den Aufgaben (und sich nicht ablenken), die brauchen doch auch die Übung. Es stimmt schon, die Lehrerin sollte die Rückmeldung bekommen, dass die Kinder sich schwer tun, aber deshalb sagen: "Ja, dann machst du halt nur 3 Aufgaben und nicht 10 wie der Rest der Klasse" ? Ist das wirklich ein guter Ansatz?

 
32 Antworten:

Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von cube am 08.10.2019, 18:46 Uhr

Es geht darum, zu sehen, warum die Kinder es nicht in 30 min. schaffen. Weil nicht verstanden, weil nicht konzentriert genug/lässt sich ablenken, weil zu langsam. Der Lehrer soll aber eben auch sehen können, ob das immer der Fall ist oder mal eine Ausnahme. Ein Kind, dass die Aufgaben gar nicht richtig versteht, hat nichts davon, wenn es auch noch länger als eine halbe Stunde getriezt wird. der Lehrer muss dann eher schauen, wo das Problem liegt und evt. einen schritt zurück gehen. Es geht nicht um "naja, dann mach halt weniger", sonder darum, die Kinder erst mal einschätzen zu können und ihnen dann vor allen Dingen helfen zu können, es besser hinzubekommen.
Ein Kind, das Schwierigkeiten hat, wird das länger arbeiten müssen als Strafe ansehen - und das, obwohl es sich doch bemüht hat im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Ein Kind, dass einfach immer nur Quatsch macht, wird irgendwann natürlich nacharbeiten müssen. Das ist dann auch gerechtfertigt. Ein Kind, das zu langsam ist, hat auch nichts davon, länger arbeiten zu müssen. Da muss man eher sehen, woran es liegt. Noch keine gute Motorik zB oder übertriebener Perfektionismus.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von Anna3Mama am 08.10.2019, 19:38 Uhr

Schließe mich Cube an.

Plus: wenn ich mein Kind - in der ersten Klasse frisch aus dem Kindergarten- nun dazu trietze, dass es jeden Mittag 60 Minuten an den Hausaufgaben sitzen muss, macht ihm Schule überhaupt keinen Spass mehr. Man verdirbt dem Kind damit u.U. die kommenden Schuljahre, weil sie Hausaufgaben immer mit Stress und ungutem Bauchgefühl verbinden.

30 Minuten ist für einen Erstklässler auch schon viel zu lang. Sie starten hier mit ca. 10 Minuten, sind am Ende der ersten Klasse bei 20 Minuten.
20- 30 Min. dann für die Zweite und 30-45 Min. für die dritte Klasse.

In der ersten geht es anfangs auch noch nicht wirklich um's verstehen. Schreibe 100 x ein I/i um den Igel herum. Da gibt es genug Kinder, die diese Konzentrationsleistung noch nicht schaffen oder feinmotorisch nicht fit genug sind. Die dürfen dann auch nur 50 i/I "malen"

Natürlich würde ihnen Übung gut tun, aber nicht bis zum "Erbrechen".

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von mausebär2011 am 09.10.2019, 3:44 Uhr

Theoretisch wollen die Lehrer einfach sehen was die Kinder in der vorgegebenen Zeit schaffen.

Letztendlich ist es hier aber ganz anders. Sehr streng.
Gesagt wird zwar das in Klasse 1 & 2 sollen sie nicht mehr als 20minuten brauchen und in Klasse 3 & 4 jeweils 30minuten (reine Arbeitszeit), aber leider ist es so das die Kinder einen Eintrag für fehlende Hausaufgaben bekommen wenn sie die Hausaufgaben tatsächlich nicht schaffen.
Deshalb kommt es hier leider hin und wieder vor das wir bis zu 3 Std an den Hausaufgaben sitzen.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von Ivdazo am 09.10.2019, 5:35 Uhr

Da hast du vollkommen Recht, die Ursache muss gefunden werden. Aber wie geht es dann weiter für diese verschiedenen Kinder mit den verschiedenen Ursachen?

Der, der Quatsch macht, hat ja jetzt nach, sagen wir mal, 2 Wochen so einige Blätter, die unerledigt sind. Ist es realistisch, zu sagen, jetzt hört er mit dem Quatsch auf und arbeitet? Oder macht er so weiter, und es bleibt immer mehr liegen? Oder muss er doch statt 30 Minuten eine Stunde sitzen (und Quatsch machen)? Hm, Nachsitzen gibt es auch, das könnte der Lehrer auch einsetzen, fällt mir gerade ein.

Leicht ablenkbares Kind, das aber im Prinzip lernen will: Situation zu Hause verändern, sodass weniger Ablenk-Faktoren da sind. Dann müssten die Aufgaben auch schneller gehen.

Ein Kind, das die Aufgaben nicht versteht: jemand muss es ihm erklären. Bei Kindern aus sozial schwachen/bildungsfernen Familien bzw. Kindern mit Deutsch als Nicht-Muttersprache ist das aber häufig ein großes Problem. Was also dann? Da hilft die Beschränkung ja nicht, das Kind versteht doch am Ende der 30 Minuten genauso wenig wie vorher, aber noch länger sitzen bringt ja auch rein gar nichts, außer mit einer Person, die sich auskennt. Ganztagsschule wäre eine Lösung. Gibt es noch weitere Möglichkeiten?

Bei Kindern, die nicht gerne lernen, ist das auch schwierig, die ziehen ja alles in die Länge, wenn sie merken: "Ich muss ja tatsächlich nur 3 Aufgaben machen, und nicht die 3 Blätter voll".

Noch eine mögliche Ursache: Lehrer gibt zu viel auf. Gab es hier teilweise - es war schlicht nicht möglich, die ganzen Sachen in 30 Minuten zu erledigen. Und die jeweiligen Lehrkräfte bestanden meines Wissens darauf, dass die Hausaufgabe zum nächsten Schultag fertig ist.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von cube am 09.10.2019, 9:09 Uhr

Die Aufgaben zu Beginn der 1. Klasse sind eigentlich in 10-15 Min. zu erledigen. Die 30 Min. beinhalten also schon eine gewisse Spanne, weil die meisten Kids sich noch nicht so auf Kommando konzentrieren können und es eben auch Kinder gibt, die es eben noch nicht so schnell hinbekommen, noch nicht verstanden haben und etwas länger brauchen.
Normalerweise sollte man dann bzgl. der Kinder, die zB einfach keine Lust haben, mit dem Lehrer Rücksprache halten. Ebenso mit den übrigen Kindern, die aus welchen Gründen auch immer zu lange brauchen. Der/die KL hat ja über die Stunden Unterricht nochmal ein ganz anderen, umfassenderen Blick darauf, wie das Kind so drauf ist. Und dann werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Es nutzt nichts, wenn du zB denkst "dieses Kind hat es nicht verstanden" und es länger üben lässt, wenn die KL erkannt hat "Kind ist noch sehr jung und kann noch nicht anders" und eher die Aufgabenmenge reduzieren würde.
Ebenso wird es nichts nutzen, ein Kind länger sitzen zu lassen, dass möglicherweise Konzentrationsprobleme hat, in der Klasse sehr bemüht ist, aber zur HA Zeit einfach nicht mehr kann. Auch hier wäre das "du machst das jetzt" eher kontraproduktiv. Hier würde vermutlich auch eher eine Reduzierung der Aufgaben erfolgen.
Das Ziel heute ist nicht mehr, das alle im Gleichschritt marschieren müssen - sondern zu erkennen, wo ein Kind steht und es von dort aus möglichst individuell zu fördern.
Ja klar gibt es auch die Kids, die einfach nur Quatsch machen - aber auch hier ist es an der KL zu entscheiden, ob er die Aufgaben dann eben zu Hause machen muss oder in der Betreuung oder ob das Quatsch machen einen ganz anderen Grund hat, der mit "länger sitzen lassen" nicht wirklich angegangen wird.
Auf keinen Fall bringt es etwas, Maßnahmen zu ergreifen, ohne mit der KL Rücksprache gehalten zu haben. Jemand, der nur HA-Betreuung macht und gar nicht weiß, wie das Kind im Unterricht ist/mitkommt, wird evt. mehr Schaden als Nutzen anrichten.
Bei unserem Kind war es übrigens zu Beginn auch so: er hat sich schwer getan mit den Aufgaben. In meinen Augen eher "faul, macht nur Quatsch, um bloß nicht üben zu müssen" gewirkt. KL sagt "gar nicht" - im Unterricht sehr bemüht, macht alles, ist interessiert". Ihr Fazit: Kind ist noch sehr jung - er kann es noch nicht besser und ihn weiter zu trietzen wird nur dazu führen, dass er sich schlecht/nicht gut genug fühlt. Bloß nicht zu Hause noch Druck machen und üben. Also Aufgaben reduziert bzw. leichtere gestellt. Und darüber ist er immer besser geworden und hat im Rahmen seiner aktuellen Möglichkeiten aufgeschlossen.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von Anna3Mama am 09.10.2019, 9:32 Uhr

Noch eine Mögliche Ursache: Kind rechnet schon munter im Zahlenraum bis 10 oder 20.
Plus und Minus. Ist aber Feinmotorisch nicht der "Held"

Soll jetzt aber 20 Aufgaben machen, bei denen es drei blaue Plättchen anmalt plus 6 rote Plättchen = 9 schwarze Plättchen.
4 rote plus 5 Blaue , 9 schwarze
5 rote plus 4 blaue 9 schwarze
5 rote plus 5 blaue 10 schwarze ..

...

Das einzige was das Kind bei diesen Aufgaben lernen könnte, ist das filigrane Ausmalen der Plättchen.

Jetzt sitzt das Kind (wenn es sich nicht verweigert ) 30 statt 15 Minuten dran, weil es Probleme mit dem Malen hat. Ist komplett gefrustet und fängt an, Mathe zu hassen.

Auch blöd.
Gute Lehrer erkennen das. Sagen, ok, es reichen 5 Aufgaben statt 20. Dafür malst Du noch ein Mandala aus, das Dir gefällt (und machst abends noch 5 Minuten Kopfrechnen oder bekommst ein Arbeitsblatt, das Deinen Kenntnissen entspricht)

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von Ivdazo am 09.10.2019, 14:52 Uhr

Das sind wirklich interessante Aspekte und Umgehensweisen! Ich finde es toll, dass es da mittlerweile so viele Herangehensweisen gibt, die versuchen, allen Kindern gerecht zu werden.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von Johanna3 am 09.10.2019, 21:49 Uhr

Ich finde den Ansatz schlecht, nehme aber explizit Kinder aus, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht befähigt sind, ihre Hausaufgaben in einem angemessenen Zeitraum zu erledigen.

Ansonsten dauern sie eben so lange wie sie dauern. Ich kann nichts ungerechtes daran finden, wenn ein Kind zehn Minuten für etwas braucht, wofür ein anderes Kind fünfundvierzig Minuten benötigt.

Ich würde die Hausaufgaben definitiv nicht nach 30 Minuten abbrechen.

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Re: zu viele Hausaufgaben?

Antwort von cube am 10.10.2019, 7:58 Uhr

Und das, ohne zu schauen, warum das so ist? Damit würdest du vielen jungen Muß-Kindern ziemlich schnell das Gefühl geben, das sie wohl zu dumm sind. Diese bemühen sich, sind aber noch nicht so weit und müssen als Strafe - so wäre nämlich ihr Empfinden - länger als andere da sitzen. Und mit etwas erfolglos kämpfen, was sie einfach noch nicht hinbekommen. Damit hättest du unser Kind in kürzester Zeit zum Schulverweigerer gemacht. Gott sei Dank schaut die Lehrerin bei uns, woran es liegt und passt Aufgaben oder Umfang entsprechend an.
Klar gibt es auch Kinder, die einfach nicht gut erzogen sind und meinen, sie könnten eben machen was sie wollen - das ist aber der bei uns zumindest nur 1 Kind.
Und auch da ist es dann nicht Aufgabe der Betreuer, sich noch 30 min länger mit dem Kind zu beschäftigen - da müssen dann wohl die Eltern zu Hause ran und ihrem Sprößling vermitteln, was Sache ist.

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@cube

Antwort von Johanna3 am 10.10.2019, 12:25 Uhr

"Und das, ohne zu schauen, warum das so ist? "

Nein. Selbstverständlich würde ich schauen, woran es liegt.

Allerdings sehe ich dieses "jeder lernt in seinem individuellen Tempo, HauptsaChe das Lernen macht Spaß" kritisch.

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Re: Johanna3

Antwort von Katja + Fabio (Berlin) am 10.10.2019, 17:38 Uhr

Was ist falsch an "jeder lernt in seinem Tempo und Schule macht Spaß"?

Es gibt nicht DAS Durchschnittskind was eingeschult wird. Die Voraussetzungen reichen in Deutsch zB von "spricht kaum Deutsch" über "kennt schon ein paar Buchstaben" bis hin zu "liest (schreibt) flüssig". Genauso eben in Mathe.

Was wäre denn jetzt dein Weg?
Sollte man anfangen ALLEN erst mal Deutsch beizubringen? Dann ist ein Großteil gelangweilt!
Oder sollte man sich am Mittelmaß orientieren? Dann ist ein Teil bereits ein Teil überfordert, während der andere immer noch gelangweilt ist!
Oder sollte man sich an den starken orientieren? Dann hat ein Großteil der Kinder schon am Anfang verlohren!

Ich bin froh drum, dass es inzwischen etwas individueller zugeht in der Schule. Nichts ist schlimmer als wenn schon am Anfang der Schulzeit Kinder entweder immer gefrustet sind oder sich tötlich langweilen. Beides birgt die große Gefahr, dass Kinder anfangen den Unterricht zu stören. Und damit ist niemandem geholfen ... keinem Schüler und auch den Lehrern nicht.

Und falls es Dir allein um das "Spaß machen ging" ... ja Schule darf und soll Spaß machen! Begrüßenswert wäre es wenn dieser Zustand die komplette Schulzeit anhalten würde. Aber für die Anfangszeit ist es extrem wichtig, dauert die Schulzeit doch mindestens 10 Jahre und länger. Wer Spaß an seiner Sache hat ist besser darin und engagiert sich mehr. Fällt auch später in der Arbeit auf ...

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@Katja+Fabio

Antwort von Johanna3 am 10.10.2019, 18:09 Uhr

"Was ist falsch an "jeder lernt in seinem Tempo und Schule macht Spaß"? "

Dort, wo es keine Klassenstufen gibt, fände ich es richtig.

Tatsächlich ist eine Schule aber keine Wellnessoase, d. H. es ist durchaus zumutbar, dass weniger begabte Kinder sich mehr anstrengen müssen. Immerhin ist der Regelfall, dass sie auf das Klassenziel hin unterrichtet werden. Da müssen aber auch Klassenarbeit en geschrieben werden, wenn einige Schüler noch nicht individuell so weit sind.

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Re: @Katja+Fabio

Antwort von cube am 10.10.2019, 19:35 Uhr

Es gibt aber genau dafür inzwischen die flexibel Schuleingangsphase.
Dh die Kinder, die sich schwerer tun, verbleiben in der 1.&2. Klasse eben 1 Jahr länger. Meist entscheidet sich das in der 2. Klasse, wo dann eben im laufenden Schuljahr entschieden wird, dass Kind etwas länger braucht. Bis dahin hat die KL es idR schon versucht mit leichterem Stoff, damit Kind entweder darüber den Spaß behält und es evt. Klick macht oder den Spaß behält/wiederfindet, weil es eben nicht überfordert wird. Ein Erfolgserlebnis stattfindet, das eben dazu beiträgt, dass Kind im Üben auch einen Sinn sieht. Wir reden hier von normalen Kindern, die einfach noch jung sind - nicht von Förderkindern.

Das hat nichts mit "muss sich mehr anstrengen" zu tun - ein Kind das noch nicht so weit ist oder sich generell schwerer tut im Sinne von Verständnisschwierigkeiten wird nicht besser dadurch, dass weiterhin mit zu schweren Aufgaben traktiert wird. Und dazu noch länger üben muss, ohne das dies etwas bringen wird.
Sicher liegt der Fall anders bei Kindern, die es grundsätzlich können, aber einfach keinen Bock haben, sich an die Rege "HA werden gemacht" zu halten. Da macht es sicher Sinn zu sagen "musst du aber" und dann dauert es eben länger bzw. es muss zu Hause gemacht werden.

So, wie du es machen würdest, würden sehr viele normal begabte Kinder zu Luschen degradiert, die es einfach nicht gut genug draufhaben. Das ist für mich aber ein Klassendenken, in dem nur die Kinder gefördert werden, die sofort ins System passen.

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Man zerstört die Lernmotivation dadurch.

Antwort von emilie.d. am 11.10.2019, 6:45 Uhr

Das wirkt sich zum Teil noch Jahrzehnte auf die Schulleistung aus. Gut ausgebildete Lehrer wissen das, schlecht ausgebildete Lehrer machen halt ihren Stiefel, den sie immer gemacht haben.

Ich kann mich nur der Mehrheit hier anschließen, ein Kind, das heulend vor den Hausaufgaben sitzt, bringt das Nix bzw. lernt es nichts dabei.

Ich habe in der ersten Klasse Stunden für meine Hausaufgaben Stunden gebraucht das wurde erst besser, als meine Mutter mich nachmittags spielen hat lassen, ich hab das Zeug abends nach dem Abendessen für den Rest meines Schullebens erledigt.

Ich bin sicher nicht minderbegabt oder behindert, hab mein abi als Jahrgangsbeste gemacht. Aber ich war im ersten Jahr trotzdem überfordert und hab mehr als einmal heulend davor gesessen. Sxhade, dass es damals diesen Ansatz noch nicht gab.

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Re: @Johanna3

Antwort von Katja + Fabio (Berlin) am 11.10.2019, 13:58 Uhr

Ähm ... wir befinden uns aber schon im 1. Klasse-Forum, oder?
Wieviele Klassenarbeiten werden denn da geschrieben? Hier genau NULL!

Ja, weniger begabte Kinder müssen sich zwangsläufig mehr anstrengen ... immer und überall. Das müssen sie auch schon im Unterricht!
Es wird auch immer Kinder geben denen alles zufliegt, dann welche die mit wenig Aufwand ganz gut mit- und durchkommen und dann diejenigen, denen alles furchtbar schwer fällt.
Es gibt Kinder, die bleiben ihr Leben lang in ein und derselben "Schublade", andere wechseln ... werden besser oder schlechter.
Natürlich muss es letztendlich auf ein bestimmtes Lernziel hinauslaufen, aber doch bitte nicht im Gleichsschritt!!!
Eigentlich kommen (fast) alle Kinder die Schule und WOLLEN lernen. Warum ändert sich dieser Zustand bei vielen so schnell?

ICH fände es ja super wenn es keine festen Klassenstufen gäbe, Kinder flexibel switchen könnten zwischen verschiedenen Lerngruppen/Lerniveaus. Aber das ist größtenteils Utopie und Zukunftsmusik.
Für den Schulanfang ist SAPH aber wenigstens ein Beginn in die richtige Richtung.

Ich wäre ja auch für "nachhaltiges Lernen" und nicht für das oft praktizierte "Bulimielernen" ... aber das ist ein anderes Diskussionsthema und sicherlich kein Problem im 1. Kasse-Forum!

Ach ja ... ich stelle aber auch pauschale Hausaufgaben in Frage, sehe den Sinn dahinter nicht! Und ich bin froh, dass mein Erstklässler GARKEINE Hausaufgaben bekommt!
Funktioniert übrigens super so ... Kind 1 ist schon aus der Schule raus, Kind 2 derzeit in Klasse 11 (also nächstes Schuljahr Abi).

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Re: @Katja + Fabio

Antwort von cube am 11.10.2019, 16:07 Uhr

Solche Schulen gibt es aber :-) Montessori - da ist unser Kind. Klasse 1-4 werden zusammen unterrichtet. Ist ein Kind in Sprache zB voraus, kann es in den Freiarbeitsstunden (die ein Thema wirSprache, schreiben etc beinhalten) mit einem Material und/oder Schülern aus zB Klasse 2 zusammen arbeiten. Ist ein 2. Klässler in Mathe zB noch nicht so super, kann er dort ein leichteres Material wählen.
Auch hier müssen natürlich am Ende bestimmte Ziele erreicht werden - aber es gibt eine grundsätzlich Flexibilität, bei der eben nicht alle jederzeit im Gleichschritt marschieren müssen. Es ist auch eine staatlich anerkannte Schule, also keine freie im Sinne von "wir machen uns unseren eigenen Lehrplan" - das pädagogische Konzept ist aber eher darauf ausgelegt, Kindern in ihren aktuellen Entwicklungsschritten zu sehen und dort zu fördern/fordern und nicht per se eine Messlatte anzulegen, über die jetzt alle gleichzeitig springen müssen.

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Re: @cube

Antwort von Katja + Fabio (Berlin) am 11.10.2019, 23:59 Uhr

Ja ich weiß ... aber diese Schulen sind noch absolut in der Minderheit, also schon eine Ausnahme und leider keine Regel.

Meine Kinder hatten auch alle das große Glück meist an Lehrer zu geraten, die (halbwegs) flexibel unterrichtet haben und Stärken und Schwächen der Kinder erkannt haben.
Dennoch hoffe ich, dass sich in Zukunft noch viel mehr in diese Richtung tut, das sich Dinge verändern, das System weniger starr und steif ist, ... und und und
Dazu bedarf es aber eines Umdenkens, seitens der Politiker, der Eltern, der Gesellschaft.

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Auch staatliche Schulen arbeiten so.

Antwort von emilie.d. am 12.10.2019, 10:32 Uhr

Kommt eben aufs Bundesland an und auf die Lehrer.

Ich hab als Grundschulkind vor Jahrzehnten schon nach Montessori Prinzipien auf einer 0-8-15 Dorfgrundschule gelernt (Wochenplan, Fühlbuchstaben, Eierkartons mit Kügelchen, die klassischen Rechenstangen, Rechenspiele, Lernecken, Matten, die man in den Flur mitnehmen konnte, um im Liegen zu arbeiten) und bin aus allen Wolken gefallen, als ich gesehen habe, wie mein Sohn unterrichtet wird.

Die haben nicht mal eine Leseecke geschweige denn extra Raum und sitzen wie die Hühner auf der Stange. Wochenplan gibt es nicht.

Bei meinem Neffen war ich auf der Einschulung dabei, Regaleweise Montessori Material, Leseecke, Computerraum mit großem Durchgang zum normalen Klassenzimmer, wo neben Stühlen eben auch noch mal eine Kuschelecke zum im Liegen lernen ist.

Auch eine staatliche Schule.

Angeblich arbeiten die Niederländer nur nach Monte in den Grundschulen.

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Re: @Johanna3

Antwort von Johanna3 am 13.10.2019, 22:37 Uhr

Wieviele Klassenarbeiten werden denn da geschrieben? Hier genau NULL!

Sie werden hier ganz einfach anders genannt. Da werden dann "Kontrollübungen" oder "Lernkontrollen" geschrieben. Natürlich nicht mit den üblichen Noten von Eins bis Sechs bewertet, sondern mit Sprüchen versehen: "0 Fehler! Du warst sehr fleißig", "Du hast gut gearbeitet, musst dir Aufgabe Nr.3 aber noch einmal anschauen!", über "Du musst mehr lernen! Bearbeite noch einmal gründlich dein xy-Übungsheft!"

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Re: @Johanna3

Antwort von Johanna3 am 13.10.2019, 22:37 Uhr

Wieviele Klassenarbeiten werden denn da geschrieben? Hier genau NULL!

Sie werden hier ganz einfach anders genannt. Da werden dann "Kontrollübungen" oder "Lernkontrollen" geschrieben. Natürlich nicht mit den üblichen Noten von Eins bis Sechs bewertet, sondern mit Sprüchen versehen: "0 Fehler! Du warst sehr fleißig", "Du hast gut gearbeitet, musst dir Aufgabe Nr.3 aber noch einmal anschauen!", über "Du musst mehr lernen! Bearbeite noch einmal gründlich dein xy-Übungsheft!"

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Re: Man zerstört die Lernmotivation dadurch.

Antwort von Johanna3 am 13.10.2019, 22:41 Uhr

Kann ich nicht bestätigen. Auch fand ich es ausgesprochen motivierend zu wissen, dass ich nach den Hausaufgaben spielen durfte.

In den verschiedenen OGS finde ich es äußerst demotivierend, wenn eine bestimmte Zeit für Hausaufgaben vorgegeben wird - und die Schnellen dann mit Extra-Abeitsblättern "belohnt" werden.

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Das ist doch wirklich ein alter Hut

Antwort von emilie.d. am 14.10.2019, 17:49 Uhr

aus den pädagogischen Wissenschaften. Ein Lernziel wenn man so will im 1. Schuljahr, ist die intrinsische Motivation der Kinder zu halten und zu fördern.

Deswegen ist es so wichtig zu schauen, was schief läuft, wenn ein Kind regelmäßig stundenlang vor den Hausaufgaben sitzt.

Ist übrigens auch bei Erwachsenen leichter, Compliance zu erzeugen, wenn man Frust vermeidet. Indem man Arbeitnehmern z.B. nur so viele Aufgaben zuteilt, wie sie auch bewältigen können. 1×1 für Führungskräfte

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Re: Das ist doch wirklich ein alter Hut

Antwort von Johanna3 am 16.10.2019, 13:58 Uhr

Ein weiteres Ziel ist (in der Regel) dass das Kind das Klassenziel erreicht.

Selbstverständlich sollte geschaut werden, woran es liegt, wenn ein Kind stundenlang an seinen Hausaufgaben sitzt.

Arbeitnehmer, die so langsam arbeiten, dass schnellere Kollegen dieses Defizit ausgleichen müssen, werden in der Regel nicht freundlich mit weniger Aufgaben ("Hauptsache, Sie arbeiten gerne bei uns!") bedacht, sondern entlassen.

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Arbeitnehmer, die ihr Arbeitspensum nicht bewältigen können,

Antwort von emilie.d. am 17.10.2019, 6:24 Uhr

sind nicht automatisch einfach zu langsam.

Auch da kann es wie bei einem Erstklässler 1000 Gründe geben, die sich eine gute Führungskraft anschaut.

Viele insbesondere sehr gute Mitarbeiter werden mit der Zeit zu einem 'Helpdesk' für andere Abteilungen und Kollegen. Als Chef muss man dann logischerweise daily business Aufgaben für so jemanden reduzieren, letztlich wird da der Chef entlastet.

Es können scglicht und ergreifend die Vorraussetzungen fehlen. Ein toller Sachbearbeiter ist uU mit dem Programmieren einer Datembank überfordert. Fängt manchmal schon damit an, dass er bei den indischen Kollegen deren Englisch-Informatik Kauderwelsch nicht versteht.

Da hat dann die Führungskraft einen Fehler gemacht. Nicht der AN.

Ein Kind, das aktuell z.B. in Rechnen noch überfordert ist, hat nichts davon, Rechenpäckchen auswendig zu lernen oder mühsam mit Fingern rückwärts zu zählen. Außer Frust. Die brauchen andere Hausaufgaben, müssen Mathe viel anschaulicher beigebracht bekommen. Man muss die Menge 10 begreifen. Nicht auswendig lernen, dass eine 4 und eine 6 mit einem Pluszeichen dazwischen die Zeichen 1 und 0 ergeben.

Mein Bruder hatte einen 3 Klässler, bei dem er im Endeffekt noch mal mit Mathe Eratklässler Stoff angefangen hat. Weil der Lehrer es in den ersten zwei Jahren versäumt hat, genauer hinzugucken, warum das Kind nicht mitkommt. Dem hatte dieses grundlegende Verständnis gefehlt.

Diesen ganzen Frust hätte man dem Kind komplett ersparen können. Der ist jetzt übrigens auf dem Gymnasium und steht auf einer soliden 3 in Mathe.

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@emilie

Antwort von Johanna3 am 17.10.2019, 11:31 Uhr

Wenn die Hausaufgaben vom Umfang her gleich bleiben, spricht für mich auch nichts dagegen, dass die Möglichkeit besteht, sie mithilfe von Kugeln, Plättchen o.ä. zu erledigen, wenn dies als Hilfestellung dafür dient, Mengen zu erfassen.

Langweilt sich wiederum ein anderes Kind, weil eine entsprechende Anzahl von Kreisen ausgemalt werden muss, ist das hinzunehmen. Auch der spätere Berufsalltag (um bei dem Vergleich zu bleiben) Word nicht ausschließlich durch spannende, abwechslungsreiche Aufgaben geprägt sein.

Und wenn bspw. zwanzig Sekretärinnen in einem Betrieb beschäftigt sind, wird niemand sagen, "Ach, Frau x und Frau y haben schon wieder knapp die Hälfte von dem geschafft, was die anderen leisten. Versetzen wir sie doch in den reinen Telefondienst, da müssen sie weniger schreiben!" - Das würde vermutlich für Frust bei den anderen handeln, die nun keiner Abwechslung mehr entgegensehen können.

Aber im Allgemeinen gibt es ja auch Arbeitsplatzbeschreibungen, die den Aufgabenbereich festlegen.

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Es geht drum, dass nach 30 min Hausaufgaben in der 1. Klasse

Antwort von emilie.d. am 18.10.2019, 0:18 Uhr

abgebrochen werden sollen.

Schafft ein Kind seine Aufgaben in dieser Zeit nicht, muss geschaut werden, woran es liegt. Einfach mal Druck aufs Kind zu geben ('Du machst die Aufgaben, egal, wie lang Du brauchst) bringt nur Frust.

Kindern den Spaß an der Schule direkt in der 1. Klasse zu nehmen, weil man sie nicht dort abholt, wo sie sind, ist so überflüssig wie ein Kropf.

Zu Deinen Beispielen aus der Arbeitswelt.

Akkordarbeit gibt es schon noch, in modernen Firmen, gerade Life Science, ändern sich allerdings die Anforderungen ständig und auch die Aufgabenbereiche. In unseren Arbeitsverträgen (großes börsennotiertes Unternehmen) wird der Aufgabenbereich nicht mehr genau definiert, ist ja logisch.

Insofern, wenn wir mal bei Sachbearbeitern bei uns bleiben, machen die nicht alle das Gleiche. Kollegen, die sich mit Datenbanken schwer tun, machen andere Dinge, als solche, die in Ihrer Freizeit mit VBA arbeiten. Einen IT affinen Kollegen, der leicht soziopathisch ist, wird man wohl kaum auf Kunden loslassen.

Ein schlechter Chef erkennt Talente halt nicht und verteilt dann Aufgaben im Team falsch. Bei uns werden Führungakräfte entsprechend geschult, weil ein nicht motivierter Kollege oder ein Kollege, der ein Burnout entwickelt, wahnsinnig viel Geld kostet.

Wenn die Sekretärin ihren Hut in den Ring schmeißt, weil es ihr zu langweilig ist, wird geschaut, wo sie sich hinentwickeln kann. Bei uns wird relativ viel gewechselt, ist eigentlich auch eher gern gesehen.

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Re: Dafür sind Kinder aber Kinder

Antwort von IngeA am 18.10.2019, 6:38 Uhr

man kann von ihnen nicht erwarten, was man von Erwachsenen erwarten kann. Man muss sie erst langsam heranführen. Sonst müssten wir Kinder nicht erziehen.

Natürlich müssen Kinder lernen, dass nicht alles nach ihrer Nase geht und das es Dinge gibt, die man machen muss, ob es einem gefällt oder nicht. Auch Arbeitsausdauer und ne gute Arbeitsgeschwindigkeit müssen Kinder lernen.
Aber das sollte sich, in einem für das Kind erträglichen Rahmen halten. Man muss zumindest herausfinden, warum das Kind so lang braucht. Und man darf auch nicht vergessen, dass Kinder gerade im freien Spiel ganz viel lernen, v. a. Frustrationstoleranz.

Meine Älteste z. B. war auf der Grundschule vom Stoff her eigentlich total unterfordert, war aber vom Arbeitstempo her nicht gerade schnell. Nicht weil sie getrödelt hätte, sondern weil sie eben eine sehr genaue, bedächtige Art hat (mittlerweile ist sie SEHR schnell). Das nächste war, dass sie wirklich immer sehr viele Aufgaben auf hatte, gerade in Mathe. Sie hatte oft so Blätter mit "Rechengittern" oder Rechenmauern. Die brauchen wenig Platz dementsprechend sind viele Aufgaben auf einem Blatt.
Ich habe mal, um sie zu motivieren gesagt: "Du rechnest das Blatt, und ich schreibe die Aufgaben ab und rechne sie. Schauen wir mal, wer schneller fertig ist."
Ich habe alleine zum Abschreiben von den + und - Aufgaben fast ne 3/4 Stunde gebraucht! (1. od 2. Klasse).
Klar ist abschreiben was anderes als nur ausrechnen, aber da war ich dann doch bei der Lehrerin. Danach war es besser.

Der Mittlere hat oft getrödelt obwohl er die Aufgaben eigentlich konnte. Er hätte schnell fertig werden können, hatte aber keinen Bock. Da habe ich "externe Motivation" eingesetzt. Wenn er 2 später 5 oder 7 Min. am Stück konzentriert gearbeitet hat, hat er im "HA-Plan" einen Stempel bekommen. Nur mit "wenn du schnell machst kannst du früher spielen" konnte man ihn nicht motivieren. Das war nicht "greifbar genug". Er musste allerdings, mit Pausen, die Aufgaben fertig machen, wenn er getrödelt hat. Da habe ich nicht abgebrochen, v. a. weil er in der Schule in Klassenarbeiten immer als einer der ersten abgegeben hat.

Die Jüngste hat sich einfach hingesetzt und alles flott fertig gemacht. Da musste ich mir auch keine Gedanken machen.

LG Inge

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Re: Es geht drum, dass nach 30 min Hausaufgaben in der 1. Klasse

Antwort von Johanna3 am 18.10.2019, 12:44 Uhr

"Schafft ein Kind seine Aufgaben in dieser Zeit nicht, muss geschaut werden, woran es liegt. Einfach mal Druck aufs Kind zu geben ('Du machst die Aufgaben, egal, wie lang Du brauchst) bringt nur Frust. "

Das schließt sich ja nicht aus. Aber ein Hauptsache-du-gehst-gern-in-die-Schule-und-wenn dich-deine-Hausaufgaben-frustrieren-machst-du-eben-keine, ist auch keine Lösung.

Viele Kinder würde es auch frustrieren, nur mit halbfertigen Hausaufgaben in die Schule zu kommen.

Es mag sein, dass es börsennotierte Firmen gibt, die es zulassen, dass alle Mitarbeiter stets nach ihren Interessen eingesetzt werden können. Dort aber wo drei Verkäuferinnen im Laden stehen, ist das eher nicht möglich. Im Regelfall wird man sie die Probezeit nicht bestehen lassen - und nach Möglichkeit kündigen.

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Davon redet doch keiner.

Antwort von emilie.d. am 18.10.2019, 16:44 Uhr

Hausaufgaben sollen nach 30 min abgebrochen werden und dann sprechen Lehrer und Eltern miteinander und suchen nach Lösungen. Du schriebst, Du findest den Ansatz schlecht, die Meinung teile ich halt nicht. Im Gegenteil, meine Lehrerverwandschaft arbeitet nur so und das nicht, weil sie damit negative Erfahrungen gesammelt haben.

Mal abgesehen davon, dass man an die Frustrationstoleranz eines Erwachsenen andere Ansprüche stellt als die eines Erstklässlers und das Beispiel insofern hinkt.

Auch ein Verkäufer wird möglichst nach seinem Können und seinen Neigungen eingesetzt. D.h. doch nicht, dass man nicht auch Sachen machen muss, die man ungern macht. Aber es gibt suoer Verkäufer, die auf Verträge schreiben und Dokumentiererei keinen Bock haben. Warum das nicht z.B. an jemanden abgeben, der nicht ao gut verkauft, aber eben gern am Rechner sitzt und das Nach und Nach in die Datenbanken eingibt.

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Re: Davon redet doch keiner.

Antwort von Johanna3 am 18.10.2019, 17:14 Uhr

"Hausaufgaben sollen nach 30 min abgebrochen werden und dann sprechen Lehrer und Eltern miteinander und suchen nach Lösungen. Du schriebst, Du findest den Ansatz schlecht, die Meinung teile ich halt nicht. Im Gegenteil, meine Lehrerverwandschaft arbeitet nur so und das nicht, weil sie damit negative Erfahrungen gesammelt haben."

Mag sein. Ich bestehe darauf, dass Hausaufgaben beendet werden. Negative Erfahrungen habe ich nicht damit gemacht - im Gegenteil. Wir haben uns auch darüber hinweggesetzt, dass die Hausaufgaben "nach Gehör" geschrieben werden sollten. Mit Erfolg. Praktisch, dass jetzt nicht vieles mühsam nachgearbeitet werden muss, da plötzlich auf die Rechtschreibung Wert gelegt wird. Uns wollte man weismachen, wir würden die Kinder damit frustrieren....

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Hab ich schon häufiger aus dem OGS gehört.

Antwort von emilie.d. am 19.10.2019, 8:32 Uhr

Wie gesagt, halte ich für schlecht und, wenn es ein Kind betrifft, was einen Entwicklungsrückstand hat, nicht diagnostizierte Wahrnehumgsstörungen etc. für unnötige Quälerei.

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Re: Hab ich schon häufiger aus dem OGS gehört.

Antwort von Johanna3 am 19.10.2019, 17:26 Uhr

Wenn ein Kind bereits nicht fähig ist, mit der ersten Klasse Schritt zu halten, muss über Alternativen nachgedacht werden, ganz klar.

Im Zuge der Inklusion gibt (verschieden ausgeprägt, je nach Bundesland) auch Schüler, die nicht daraufhin unterrichtet werden, dass Klassenziel zu erreichen.

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