1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von LilaLaune123 am 11.05.2021, 19:22 Uhr

Vorbereitung auf die Schule

Hallo,

unser Sohn ist 5 Jahre alt und kommt nächstes Jahr in die Schule. Einige Eltern von Kindern aus der Gruppe meines Sohnes arbeiten Zuhause schon Vorschulhefte durch, üben Zählen und Buchstaben schreiben usw.

Wir basteln Zuhause viel, üben sauberes Ausschneiden und Ausmalen. Buchstaben und Zahlen schreiben haben wir bisher nicht geübt.

Nun würden mich eure Erfahrungen interessieren:

Wie viel Schulvorbereitung habt ihr gemacht oder würdet ihr machen? Was ist sinnvoll - was vielleicht zu viel des Guten? Habt ihr vielleicht ein Buch oder ein Vorschulheft, das ihr besonders empfehlen könnt?

 
14 Antworten:

Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von Grauzone am 11.05.2021, 22:39 Uhr

Wichtig ist, dass dein Kind ein Mengenverständnis hat, Zählen kann und Laute zuordnen kann (phonologische Bewußtheit). Mehr braucht dein Kind nicht. Übungen für die Feinmotorik (basteln, Malen, Bügelperlen usw) sind natürlich auch hilfreich. Und für die o.g. Gebiete braucht man keine Vorschulhefte. Integriere diese Punkte in den Alltag. Wie viele Brötchen sind auf dem Tisch? usw

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von Mika82 am 11.05.2021, 22:49 Uhr

Bei uns gab es so etwas wie Vorschule leider nicht.

Ich habe bis 10 zählen vorwärts und rückwärts geübt. Ein paar Buchstaben geübt. Den Namen schreiben. Er hat seine Adresse auswendig gewusst. Ich habe Rätsel und Vorschulhefte mit ihm geübt, aber nur nach Lust und Laune.

Jetzt würde ich sagen, es war zu wenig. Aber man hat mir auch immer gesagt, dass man nicht zu viel mit den Kindern machen soll, da sie sonst keine Lust mehr auf Schule haben.

Ich würde, die Mengenwahrnehmung mehr fördern, sich organisieren lernen. Konzentrationsspiele. Außerdem mehr Spiele, die das Kurzzeitgedächtnis trainieren spielen (Memory, Ich packe meinen Koffer) .

Aber wie man es macht. Ist es verkehrt

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von cube am 12.05.2021, 12:02 Uhr

Zu dem, was schon genannt wurde: soziale Kompetenzen wie zuhören können/nicht immer dazwischen quatschen, sich selbständig an/ausziehen zu können, Anweisungen folge leisten (bzw. Mehrfach-Aufträge verstehen & ausführen ("wir gehen jetzt alle raus, zieht bitte eure Jacken an und stellt euch an der Türe auf") etc.

In der Schule hat die KL nämlich keine Zeit, jeden einzeln aufzufordern oder x Kindern dabei zu helfen, die Jacke zu zu machen etc ;-)

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von Kacenka am 12.05.2021, 13:10 Uhr

Zahlen und Buchstaben schreiben ist erst in der Schule dran, das braucht er vorher nicht üben. Falls er von allein sehr wenig malt und zeichnet, ist es vielleicht gut so Ausmalhefte oder Schwungübungen zu machen, freies Malen fördern. Die richtige Stifthaltung ist wichtig, darauf kann die Lehrerin dann nicht mehr so achten.
Zählen bis zehn reicht - also kann er eine Menge an Gegenständen in dem Bereich richtig feststellen? Wieviele Brötchen kaufen wir, wieviele Tomaten, Gurken. Das kann man gut im Alltag mitüben.
Ansonsten sind es eher so Dinge wie Selbständigkeit (zügiges An- und Ausziehen, seine Sachen in Ordnung halten und nichts irgendwo liegenlassen, Hygiene, mit Messer und Gabel ordentlich essen, die Erzieherin oder Lehrerin um Hilfe bitten, wenn man ein Problem hat) und soziale Kompenzen (ein Erwachsenengespräch nicht einfach unterbrechen, sondern warten, bis man "dran" ist, Anweisungen zuverlässig befolgen, Konflikte unter Gleichaltrigen gewaltfrei lösen wollen, sich in der Gruppe einordnen können), die sehr wichtig sind. Konzentration ist auch sehr wichtig - zuhören können.
Du kannst fragen mit welchem Buchstaben ein Wort beginnt um das Gehör dafür schon mal zu schulen. Oder wieviele Silben die Wörter haben. Dann - was in dem Alter auch total nützlich und bei den Kindern oft sehr sehr unterschiedlich gut entwickelt ist ist das erzählen - also ein Erlebnis mit eigenen Worten wiedergeben oder eine gehörte Geschichte. Das kann mein Großer immer noch nicht besonders gut und der geht shcon in die vierte Klasse.
Buchstaben und Zahlen vorher schon schreiben beibringen ist eher kontraproduktiv - die Lehrerin will es nachher evtl. ganz anders haben. Wenn er es von sich aus macht, ok, aber sonst? Vorgreifen finde ich eher ungünstig, da verliert man eher was aus dem Blick wo nachher dann vielleicht gar nicht mehr so viel Zeit für ist.
In dem Alter machen sie aber noch mal viele Fortschritte, das kann man sich vorher gar nicht so vorstellen. Ich hatte auch z. B. Bammel, wie mein Kleiner wohl beim Mittagessen das Tablett zum Tisch tragen wird, aber er scheint es ganz gut hinzubekommen...

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von bettina_7 am 13.05.2021, 17:01 Uhr

Hallo,

Die Rektorin unserer GS sagt immer:" Sie müssen mit ihrem Kind nichts üben, es ist ausreichend, wenn es die Schuhe alleine binden kann."

Bettina

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von LilaLaune123 am 13.05.2021, 19:31 Uhr

Vielen Dank schon mal für eure Tipps. Ich denke wir werden wohl dabei bleiben nicht schreiben zu üben sondern eher nachspuren oder sauber ausschneiden, es sei denn unser Sohn fragt von selbst danach. Statt dessen werden wir eher im Alltag noch am Zählen (das klappt schon ganz gut) und der Konzentration (da hapert es leider noch) "arbeiten".

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von 2o11 am 14.05.2021, 13:31 Uhr

Wir haben schon bei kind 1 nichts für die schule gelernt. Buchstaben und Zahlen schreiben wird in der Schule gelernt.
Bei Kind 2 mache ich genauso wenig dafür.

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von Nelli888 am 14.05.2021, 17:41 Uhr

Bei unserem ersten Elternabend,noch vor Schuleinführung wurde gesagt,ihren Namen sollten die Kinder schreiben bzw zumindest lesen können.Alleine auf die Toilette gehen,Sich alleine an und ausziehen(Sportunterricht),wissen was ihnen gehört.Jemanden aussprechen lassen... solche Dinge.Es sollte vorher nicht schreiben,lesen oder rechnen geübt werden.Wir haben uns das zu Herzen genommen und er hat lesen,schreiben und rechnen in der Schule gelernt.Ich finde such,dafür ist die Schule da und Sozislkompetenzen lernt man zu Hause.

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Re: Vorbereitung auf die Schule

Antwort von Silke11 am 14.05.2021, 21:23 Uhr

Ich mache Vorschulhefte mit meiner Tochter, da sie die gerne macht, die vom Hauschka- Verlag. Zählen kann sie einigermaßen, zumindest bis 20, da übe ich mit ihr ein bisschen rechnen, plus und mal, aber nur, wenn sie fragt, was ist 3 und 4 oder so. Ihren Namen kann sie schreiben, eine Schleife binden auch. Die meisten Buchstaben kennt sie auch, die wollte sie auch schon schreiben. Im Moment bin ich dabei , ihr Lesen beizubringen, aber auch nur bei Gelegenheit, wenn sie Lust drauf hat. So Silben wie DA, SO, RO, WO, MA, LA, LI kann sie schon lesen. Alleine Anziehen und so kann sie sich auch, Anweisungen befolgen ebenfalls.

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Unnötig

Antwort von Bela66 am 18.05.2021, 9:48 Uhr

Ich spreche mal von der anderen Seite: Ich bin nicht begeistert, wenn Eltern schon im Vorfeld die Inhalte des ersten Schulhalbjahres mit dem Kind bearbeiten. Denn wir fangen selbstverständlich komplett bei Null an.

Die Kinder, die schon ein bisschen rechnen und schreiben können, langweilen sich dann nicht nur, sie gehen auch den anderen auf die Nerven, weil sie natürlich gern ständig betonen und zeigen, was sie schon können. Das hilft aber nichts, weil wir trotzdem IMMER am Anfang beginnen.

Ich meine, wenn ein Kind ein Überflieger ist und von sich aus (!) schon etwas rechnen und schreiben lernt, ist das nicht schlimm, niemand wird hier absichtlich ausgebremst. Aber meistens sind es die Eltern, die das forcieren - aus Angst, ihr Kind könne sonst einen Nachteil haben. Das ist aber nicht so. Es reicht, wenn ein Kind seinen Namen schreiben und bis 30 zählen kann. Eine "Vorbereitung" auf die Schule ist nicht nötig und auch nicht so arg erwünscht.

LG

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Re: Unnötig

Antwort von LillisMama am 18.05.2021, 19:44 Uhr

Eine Vorbereitung auf das erste Schuljahr ist schon sinnvoll, aber nicht durch Vorwegnahme des Schulstoffs, sondern durch das Erlernen der Grundlagen (Basics) wie Mengenverständnis, Zählen, Zahlen kennen und Lautzuordnungen.

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Re: Unnötig

Antwort von Kacenka am 19.05.2021, 7:49 Uhr

Das verstehe ich absolut. Mit Blick auf viele Kinder aus meinem Umfeld muss ich aber sagen, dass es gar nicht so einfach ist, Vorschulkindern heutzutage Buchstaben quasi bis zur Schule "vorzuenthalten". Sie sind ja allgegenwärtig, auch auf den verlockenden Bildschirmen spielen sie eine große Rolle. Und dann fragen die Kinder halt gerne - soll man ihnen dann ständig sagen: das lernst Du in der Schule? Haben wir nicht gemacht - so kannten sie alle Buchstaben schon vor der Schule und haben auch von selber angefangen zu lesen. Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich fast, dass das englische Schulsystem, wo die Kinder schon mit 5 anfangen (aber vermutlich viel spielerischer das erste Jahr) mit Schule und Buchstaben, ist da zeitgemäßer.
Ich kenne eine ganze Reihe Kinder, die schon vor der Schule lesen gelernt haben (unsere beiden auch - der ältere mit sechs, der kleine mit fünf, mein Mann übrigens mit vier) und nein, da waren es eigentlich nicht die Eltern, die das "forciert" haben. Aber klar, Kinderbücher liegen bei uns schon rum und wir leseen auch regelmäßig vor.
Es kann sein, dass das bei deutsch-Muttersprachlern etwas anders ist, wir wohnen im Ausland und die Rechtschreibung hier ist sehr "lesefreundlich", ich finde die deutsche schwieriger für Leseanfänger. Hier ist es relativ gängig, gefühlt in jeder ersten Klasse sitzen einige Kinder, die schon lesen können. Manche ambitioniertere Eltern schicken ihr schon lesendes Kind sogar in eine sogenannte "Begabtenklasse", wo dann extra Gruppen sind, die anders unterrichtet werden. Das finde ich nicht unbedingt nötig - unsere Lehrerinnen haben das sehr gut hinbekommen, da war kaum Zeit für Langeweile, trotzdem, dass sie natürlich auch von 0 angefangen haben und wegen einiger schwächerer Schüler, die ihre Zeit brauchten, auch nicht schneller machen konnten.

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Re: Unnötig

Antwort von LilaLaune123 am 21.05.2021, 16:01 Uhr

Ich finde es interessant, dass auch mal aus Sicht einer Lehrerin zu hören.

Die Gruppe unseres Kindes wird von drei Erziehern betreut und selbst unter denen geht die Meinung weit auseinander, was die Kinder können sollten. Als Eltern hat man natürlich Sorge "etwas zu verpassen" und macht dann vielleicht auch zu viel des Guten.

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@2011 war bei uns genauso

Antwort von alba75 am 23.05.2021, 11:06 Uhr

Kind 1 hatte damals, eigentlich bis zum letzten Tag im Kindergarten, überhaupt kein Interesse an der Schule.
Die damalige Rektorin der Grundschule kam zum Ende des Kindergartenjahres in die Schule und sprach mit den Eltern der künftigen Grundschüler und ich sagte ihr dass meiner so gar kein Interesse an etwas hätte.
Sie sagte daraufhin, dass wir ihn einfach in Ruhe lassen sollten. Die Kinder bräuchten keinen Vorkenntnisse.
So war es dann auch. Er kam in die Schule und lernte alles recht schnell, im lesen, schreiben und rechnen war er genauso weit wie die anderen. Ein paar Kinder aus der Nachbarschaft, die vorher viel mit ihren Eltern geübt hatten kamen nicht besser oder schlechter zurecht.

Kind 2 zeigte zwei Jahre später etwas mehr Interesse im Vorfeld, wohl auch weil er das können wollte was der Ältere konnte. Für ihn habe ich dann mal ein Buch mit ganz einfachen Ausmalmatheaufgaben gekauft und darin hat er dann ab und an etwas gemacht.

Bei ihm war es dann eher das Problem, dass er noch sehr verspielt war und dass ihm ein Jahr länger im Kindergarten gut getan hätte. Aber damals hatte sich erst ein oder zwei Jahre vorher der Stichtag für die Einschulung geändert, Ende September statt Ende Juni. Er ist im August geboren. Nach alter Regelung wäre er ein Jahr später in die Schule gekommen.

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