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Geschrieben von mycofie am 19.07.2010, 13:42 Uhr

Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Wollte mal fragen ob noch andere Eltern mit Kindern auf einer Sprachheilschule hier sind.
Mein Sohn Jesse - im März 7 geworden, kommt dieses Jahr in die 1. Klasse der Sprachheilschule.
Letztes Jahr hatten wir ihn in eine normale Schule eingeschult und sind zu den Herbstferien in die Vorklasse gewechselt. Inzwischen haben wir auch eine Diagnose - auditive Wahrnehmungsstörung, d.h. er hört alles aber die Verarbeitung dauert etwas länger. Und wenn 25 Kinder um ihn herum machen was sie wollen und die Lehrerin was erzählt, kriegt er nur noch 1/3 mit.
Ich bin gespannt wie diese Schule wird. Sie ist zum Glück nicht so weit und es fährt ein Schulbus hin. Nachmittags ist er dann im gleichen Hort wie er schon seit letztem Jahr ist.

 
7 Antworten:

Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von liha am 19.07.2010, 13:58 Uhr

Klingt doch sehr gut.

Die Zwillingsschwester einer Klassenkameradin meiner tochter ist auf einer Sprachheilschule.
Ihre Mutter (übrigens auch hier im RuB unterwegs) klingt ganz begeistert.
Kleine Klassen und gute Betreuung.

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von dhana am 19.07.2010, 18:39 Uhr

Hallo,

wir haben hier auch ein Kind mit der Diagnose Auditive Wahrnehmungsstörung.

Er war sein Vorschuljahr an der Sprachheilschule - SBE (Schulvorbereitende Einrichtung) und das hat ihm sehr gut getan.
Eingeschult wurde er dann allerdings an der Regelschule und sollte dort weiter gefördert werden, aber das lies die Regelschule unter den Tisch fallen, als nicht nötig (wir wussten zu dem Zeitpunkt nicht, das er von der Sprachheilschule weiter gefördert worden wäre, über den mobilen Dienst, den hätte die Regelschule nur anfordern müssen)

Er kam in eine recht kleine Klasse (16 Kinder) hatte als echt gute Vorraussetzungen um an der Regelschule zurecht zu kommen.

Das erste Schuljahr ging auch so einigermassen. Leistungsmässig so mittel, von der Konzentration und so allerdings fast immer schon an der Überlastung. Der Lehrer arbeitet auch nicht besonders mit uns zusammen, schon das er einen für ihn geeigneten Sitzplatz bekam war ein Problem.

Im 2. Schuljahr, die erste Hälfte ging auch noch so, aber als dann im 2. Halbjahr die Noten kamen ist alles wie ein Kartenhaus zusammengebrochen. Er verweigerte komplett, wollte keine Hausaufgaben mehr machen, wollte nicht mehr in die Schule gehen, gab Ärger mit Klassenkameraden, die ihn wegen der Noten (zwischen 3 und 6 alles da) aufgezogen haben.
Wir hatten dann ein Gespräch mit der Schulleitung, mit dem Gesundheitsamt, mit der Schulpsychologin - und jetzt langsam kommen endlich die Förderungen in Gang.

Er wird jetzt vom mobilen Dienst der Förderschule Hören betreut und zusätzlich von der Sprachheilschule. Wir probieren es jetzt nochmal in der Regelschule, haben aber den Platz für nächstes Jahr an der Spachheilschule, falls es nicht klappt.
Es wir auch Unterricht über Kopfhörer versucht - das könnte die ganzen Störgeräusche aussperren und die Situation für meinen Sohn verbessern.

Sprachheilschule, so wurde uns gesagt ist zwar eine gute Alternative, aber nicht das Optimum, da er ja eigentlich kein Sprachproblem hat, sondern eigentlich hörpädagogische Unterstützung braucht.
Ich hoffe jetzt einfach auf den Förderlehrer der Hörgeschädigten Schule.

Zusätzlich hat der jetzt angeleiert, das ein Legastenietest gemacht wird, er denkt das spielt auch noch mit rein.
Jetzt laufen im August/September die ganzen Tests und dann halt mal schauen wie wir ihm da am besten Helfen können.

Sein Klassenlehrer sieht das Problem aber immer noch nicht - für ihn ist er halt leistungsmässig im unteren durchschnittlichen Bereich, reicht doch für die Hauptschule - seine Aussage.

Aber genau das Problem das du angesprochen hast, das er halt durch die vielen Störgeräusche nicht alles mitbekommt, teilweise muss er sogar von den Lippen ablesen, da er nichts versteht und dann braucht er einfach immer einen Tick länger bis er alles zuordnet und weiß was er machen muss.

Von unserer Sprachheilschule war ich auf alle Fälle echt begeistert und hab mich wirklich gefreut, das es geklappt hat, das die uns den Platz im nächsten Jahr freihalten falls die Förderung vor Ort nicht klappt. Bei uns ist halt der Nachteil, das er ca. 15 km zur Schule fahren müsste, mit öffentlichen Nahverkehr (Schulkinder von der 5. bist 12. Klasse) und 1x umsteigen. Ab der 3. Klasse wird der Kleinbus zur Förderschule nicht mehr übernommen. Aber die Lautstärke im Schulbus wäre für meinen Sohn eine Katastrophe - das ist der einzige Grund, warum wir es nochmal mit der Regelschule vor Ort versuchen.

Grüße Dhana

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von Pebbie am 19.07.2010, 19:52 Uhr

Hallo !

Mein Sohn besucht im 3. Jahr die Sprachförderschule, nach den Ferien beginnt das 4. Jahr für ihn.

Er ist direkt dort eingeschult worden und wir haben es nicht bereut ihm einen guten Start ins Schulleben ermöglicht zu haben.
Es sind dort Kleinklassen und bei dem Problem welches Dein Sohn hat, ist er dort gewiss gut aufgehoben.

LG Ute

P.S. Falls Du noch Fragen hast, gerne !

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von lela1 am 19.07.2010, 23:11 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat auch eine AVWS und LRS. Er war erst 1 Jahr auf der Regelschule. Nachdem es da gar nicht funktioniert hat und er zunehmend Schwierigkeiten hatte, haben wir Ihn auf LRS testen lassen. Er hat nach der Methode Schreiben nach Hören keine Chance gehabt. Er hat in dem 1 Jahr weder Lesen noch Schreiben gelernt.

Danach haben wir Ihn umschulen lassen auf die Spachheilschule. Zurück in die Eingangsklasse. Jetzt hat er das 1 Jahr um und kommt in die 1 Klasse. Im nachhinein war es das Beste das wir für Ihn tun konnten. Er ist richtig aufgeblüht, fängt jetzt langsam an zu lesen und zu schreiben. Die Silbenmethode an der Sprachheilschule ist genau das richtige bei einer AVWS.

Schade ist nur, das er so einen schwierigen Start hatte, und Ihm 1 Jahr an der Regelschule verloren gegangen ist. Da uns vorher oder auch während des 1 Jahres an der Regelschule keiner aus der Schule auf die Möglichkeit der Sprachheilschule aufmerksam gemacht hatte.

Seine Logopädin hat uns erst darauf gebracht, seine Klassenlehrerin hat immer gesagt, das wird schon noch.

Wir sind froh, das wir diesen Schritt gegangen sind.

LG

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von MartinaB am 20.07.2010, 1:59 Uhr

Hallo,

ich habe 2 Kinder auf der Sprachheilschule. Erst war ich auch sehr skeptisch aber nun nach einem Jahr sehe ich einen riesen Erfolg. Die Kinder sind mit 11 Schülern in der Klasse und 2 Lehrer. Sie fühlen sich wohl und die Schule macht auch sehr viel. Der Unterrichtsstoff ist ja der gleiche wie auf der Regelschule. Sie werden sehr gut gefördert und haben nach der 4.ten Klasse auch alle Möglichkeiten eine Schule zu besuchen. Das ist fast schon wie eine Privatschule. Sie haben schwimmen schon in der E-Klasse. Ab nächstem Jahr kann jedes Kind ein Instrument erlernen. Die 3. und 4. Klasse hatte eine schönes Tanzprojekt. Ich bin total zufrieden. Die Kinder und die Lehrer auch.

Martina

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von mycofie am 20.07.2010, 13:13 Uhr

Man, ihr habt da schon einiges mehr durch. Und das der Lehrer so uneinsichtig ist, finde ich echt schlimm. Dann werden die Kinder einfach auf die Hauptschule abgeschoben, egal woran es liegt.

Aber genau das wollte ich ja auch nicht. Wenn es nicht anders geht, macht er natürlich erst mal Hauptschule, aber mein Ziel ist es nicht. Realschule wäre schon gut, deshalb war ich auch mit der Sprachheilschule einverstanden um ihm einen besseren Start zu geben. Er ist wohl nicht der Einzige und man hat gleich gemeint, in der Regelschule kommt ganz schnell LRS dazu und deshalb beugt man dem vor, wenn man kann.

Bin mal gespannt wie es wird.

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Re: Sprachheilschule - kennt sich jemand damit aus?

Antwort von saarbaby am 20.07.2010, 15:37 Uhr

Ich bin froh das bei meiner Tochter diese Diagnose bereits mit 5 Jahren gestellt wurde, somit hat sie ihre defizite nun zum Schulanfang zu 95% bereits behoben, dank Logopädie und Ergo.

Trotzdem habe ich noch etwas bedenken ob in der Schule alles so klappen wird wie es soll....

Daher bin ich auch über die Lehrerwahl froh, denn der andere Lehrer ist etwas altmodisch und ich schätze ihn so ein das er mit diesen Dingen wie AWVS oder auch adhs nix anfangen kann und keinerlei rücksicht auf sowas nimmt.
er ist bekannt für das motto : friss oder stirb sprich entweder man kommt mit oder man hat pech gehabt.

Ob allerdings die Lehrerin nun besser sein wird, weiß ich nicht......

lg katja

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