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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Moppel03 am 15.04.2010, 16:30 Uhr

Niedrige Frustrationsschwelle

Eigentlich hat sich bei uns nun alles ganz gut eingespielt.

"Hausaufgabenterror" gibt es nur noch selten, Kind geht gerne in die
Schule, hat Freunde gefunden. Könnte eigentlich alles paletti sein.

Wenn da nur diese niedrige Frustrationsgrenze nicht wäre. Wenn sie etwas nicht SOFORT kapiert, dann rastet sie komplett aus. Schmeißt den Bleistift durch die Gegend, brüllt rum, und dann ist auch nichtmehr an sie
heranzukommen. Es wird kein Erklärungsversuch zugelassen, auch nicht, wenn sie dann wieder "runtergekommen" ist.

Ich schaue mir das mit einiger Besorgnis an, weil die Anforderungen ja stetig steigen werden, und ihr sicher bald nichtmehr alles so "zufliegen" wird.

Ich würde da gerne schon jetzt etwas gegensteuern, bevor ich dann in 2-3 Jahren nur noch Gebrüll habe.

Aber wie ? Geht es jemandem ähnlich ? Was würdet ihr tun, wenn solche "Anfälle" auftreten ?

Danke und Gruß

moppel03

 
14 Antworten:

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von seevetaler am 15.04.2010, 17:03 Uhr

Wie ist es denn in der Schule, verhält sie sich dort genauso?

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von Moppel03 am 15.04.2010, 18:45 Uhr

Nein, da ist alles ganz normal.

Sie ist manchmal etwas verträumt und steht neben sich, aber
auf gar keinen Fall irgendwie ausfallend.

Dieses Verhalten tritt ausschließlich zu Hause auf, wenn sie ihre Hausaufgaben nicht sofort durchschaut, oder Aufgaben erscheinen,
mit denen sie nicht sofort etwas anfangen kann. Deutsch ist dabei kein
Problem, diese "Explosionen" gibt es bei Mathematik.

Eigentlich ist sie da recht gut, aber wenn solche Sachen kommen wie "Tauschaufgaben", oder "Rechenmauern", wo man halt wirklich ein bischen nachdenken muß, dann wird es wirklich kritisch.

Gruß

moppel03

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von Kerstin B. am 15.04.2010, 18:49 Uhr

Ist sie früher eingeschult worden? Unsere hatte diese Probleme auch in der 1. Klasse. Jetzt in der 2. Klasse erst ist es besser geworden. Man merkt halt das sie in dieser Hinsicht das Jahr noch gebraucht hätte, obwohl sonst alles passt.

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von Patti1977 am 15.04.2010, 19:59 Uhr

Kenne es auch aber nicht mit Wut sondern mit Selbstgeißelung: Ich bin zu dumm, ich kann das eh nicht, ich bin einfach blöd. Woher er das hat, keine Ahnung. Er ist auch erst am nächsten Tag wieder aufnahmebereit und lässt sich was erklären.

Halte es jetzt nach Franz-Josef Neffe: Ich lobe erstmal was er kann. Dann schaue ich, was ihm liegt, womit er neues begreift. Hab für Mathe immer was gebastelt. Auch jetzt für den Zahlenstrahl und den zerlegen der Zahlen bis zur 10. Also 5+7 in 5+5 zerlegen, dann 7-5=2 und 10+2=12. Werd es am We ausprobieren ob es so anschaulicher ist. Momentan bittet er auch mal um Hilfe und sagt mir schon auf dem Heimweg: Da war was, was ich nicht verstanden habe. Erklär es mir anders. Das ist ein großer Schritt gewesen.

Versuchs eventuell über die Hintertür und nicht direkt mit Matheaufgaben. Versuch für die Aufgaben anschauliche Tagedinge zu nehmen.

lg

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von seevetaler am 15.04.2010, 20:45 Uhr

Wir hatten diese Art von Ausbrüchen auch. Meine Tochter hat einen hohen Anspruch an sich selber. Sie kann dann auch schon mal eine Zahl 10 mal wieder wegradieren, weil sie in ihren Augen nicht "schön" genug ist und das baut sich dann weiter auf.
In der Schule hingegen ist sie auch nicht so.

Beim letzten "Ausbruch" hab ich sie ihre Frustration ganz bewußt durchleben lassen und habe gewartet bis dieser zu Ende war und sie dann auf "mich" zugekommen ist. Dann war sie auch bereit zuzuhören. Ich habe ihr erklärt, das sie viel zu streng mit sich selber ist. Das sie in der 1. Klasse ist und das sie nicht alles auf anhieb können muss und das das was sie im letzten 3/4 Jahr schon gelernt hat, eine großartige Leistung ist.

Seit dem gab es keinerlei Ausbrüche mehr. Ich bestärke sie positiv und das nimmt ihr den Druck und gibt ihr mehr selbstsicherheit.

Re: Niedrige Frustrationsschwelle

Antwort von huevelfrau am 16.04.2010, 7:19 Uhr

Ich meld mich heute nochmal, das Problem haben wir auch. Muss jetzt erst arbeiten!

Ich bin so froh...

Antwort von mailins am 16.04.2010, 8:29 Uhr

auch mal sowas hier zu lesen.

Meine Tochter ist auch so, allerdings sind wir trotz Ergo und Frühörderung , sowie natürlich Bestärkung noch keinen Schritt weiter .

Wenn sie nur einen Buchstaben falsch hat, radiert sie alle Sätze aus!!!

Bei ihr ist das nicht nur im schulischen Bereich so, sondern in allen Lebenslagen .

Bin mal gespannt, ob hier der ultimative Tipp kommt.

anja

Re: Ich bin so froh...

Antwort von huevelfrau am 16.04.2010, 14:06 Uhr

Den ultimativen Tipp gibt es nicht. Meine Grosse hat ADHS die hatte dieses Problem auch.

Allerdings denke ich, das es da am ADHS lag.

Die Kleine macht in der Schule gut mit, fängt auch super alleine mit ihren Hausis an, aber wehe ich will ihr was erklären wenn was falsch ist. Der Hintern rumgeschmissen, Gebrüll, Geheul usw. Woran es liegt keine Ahnung.

Haben allerdings am Freitag mit ihr nen Termin mein Kinderpsychologen, da die Klassenlehrerin eine auditive Wahrnehmungsstörung vermutet.

Na ja, bin mal gespannt.

Re: Ich bin so froh...

Antwort von Susanne35 am 16.04.2010, 15:11 Uhr

Hallo,
oje, das kenne ich auch. Meiner läßt sich dann aber auch nichts erklären. Nichts, gar nichts. Macht einfach zu. Da kann ich auch gegen die Wand reden.
Ich würd ihm ja gerne nochmals erklären, wenn ich sehe, er hat es nicht richtig verstanden oder falsch gemacht, aber er bockt dann, meckert rum, macht komplett dicht. Da hab ich gar keine Chance.
Obwohl ich ihm immer wieder erkläre, daß das doch gar nicht schlimm ist auch mal was nicht auf Anhieb zu verstehen und sich nochmals erklären zu lassen oder mal was falsch zu machen. Keine Chance.


Meiner hat übrigens auch hochgradiges ADHS, huevelfrau, ob das damit was mit zu tun hat?
Wenn ihr einen Tipp habt, her damit....

Aha....

Antwort von mailins am 16.04.2010, 15:36 Uhr

also kommt dieses Phänomen auch oft in Verbindung mit ADHS vor ....meine Tochter hat nämlich auch.

Wir haben auch wieder einen Termin bei der Kinderpsycholgin im Mai, da noch auf Dyskalkulie getest wird.

Erklären geht gar nicht, da wird ihr Zorn nur noch größer.

anja

Re: Aha....

Antwort von Moppel03 am 16.04.2010, 17:20 Uhr

Meine Kleine ist auch gestestet, auf ADS (ohne H), war aber negativ.

Wir machen nun auch seit kurzem eine Therapie bei beiner Heilpädagogin, um ihre Konzentration und Aufnahmefähigkeit zu verbessern.

Sie träumt halt gerne vor sich hin.

Allerdings glaube ich nicht, daß das irgendwas mit diesen Ausrastern zu tun hat.

Sie kann irgendwie einfach nicht akzeptieren, daß sie einige Dinge halt einfach nicht SOFORT kann.

Und dann geht es mir wie mailins. Kein Durchkommen mehr, und jeder
Erklärungsversuch ist zwecklos, macht sie gar noch wütender.

moppel03

Re: Kommt mir das nur so vor....

Antwort von ajnam75 am 16.04.2010, 20:37 Uhr

das es hier ziemlich viele adhs oder ads oder hyperaktive kinder gibt oder sind halt gerade die eltern auf einen haufen?

nur gut das man festgestellt hat das dieses phänomen vererbbar ist, so kann man es gleich auf die geschwisterkinder ableiten und ist selbst fein raus.

Ich wusste, dass so eine Bemerkung kommt ;-)

Antwort von mailins am 17.04.2010, 9:29 Uhr

aber wenn wir es nur auf ADHS schieben würdem würden wir uns ja keine Gedanken um Lösungsmöglichkeiten machen und versuchen es zu akzeptieren ;-)

Ich denke hier tummeln sich nicht mehr oder weniger Mütter mit ADHS Kindern, als Mütter mit hochbegabten Kindern ;-)

Mehr möchte ich zum Thema gar nicht sagen .

Ach und der große Bruder hat kein ADHS , aber ich ;-)

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

Ich wusste es auch...

Antwort von huevelfrau am 18.04.2010, 18:43 Uhr

Ist ja auch klar. Akzeptieren viele eben immer noch nicht als Krankheit sondern sehen es als Erziehungsfehler. Aber darüber reg ich mich nicht mehr auf.

Und ja, unsere Kleine wird auch getestet, obwohl, wenn sie es hat, dann ohne H. Aber: Wenn sie es hat kann ihr früh genug geholfen werden und nicht wie der grossen Schwester in der 3. Klasse erst.

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