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Geschrieben von steff79 am 22.06.2019, 17:26 Uhr

LRS

Hallo.
Meine Tochter hat nun LRS diagnostiziert, alle Tests im Frühförderzentrum gelaufen etc. und die Bescheinigung, auch wg Nachteilausgleich haben wir abgegeben. Nach Rücksprache mit den Lehrern lehnen diese die ab mit den Worten, da muss man erstmal kucken woher das kommt. Stehe ich jetzt auf dem Schlauch, bin ich zu empfindlich und haben wir das alles über uns ergehen lassen, damit die Schule nun weiter forschen will? Ich wollte lediglich wissen ob es speziell Förderunterricht gibt oder ob das im normalen Deutschunterricht mitlaufen soll. Werte sind sehr schlecht, Lesen < 2% noch etwas besser als Rechtschreibung< 0,03%. IQ Test war gut, Mittelfeld. Hat jemand Erfahrung?
Dankeschön!

 
5 Antworten:

Re: LRS

Antwort von pauline-maus am 23.06.2019, 10:47 Uhr

in unserer umgebung hat jede stadt mindestens eine schule mit direkten lrs klassen.
vielleicht wäre das die beste variante für euch,in so eine schule zu wechseln

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Re: LRS

Antwort von Jorinde17 am 23.06.2019, 11:53 Uhr

Deiner Tochter steht ein Nachteilsausgleich zu, das heißt, ihre Klassenarbeiten müssen anders bewertet werden. Unter Umständen (oft ist das nicht nötig) bekommt sie auch eigene Lernmaterialien.

Bitte mach‘ einen Gesprächstermin mit der Schulleitung aus, bei dem die Klassenlehrerin ja hinzu gebeten werden kann. Du musst Dich jetzt durchsetzen. Ein Schulwechsel wäre eine unnötige Belastung für Deine Tochter. LRS ist eigentlich kein Problem, so ein Kind kann problemlos in der normalen Klasse zurechtkommen - WENN die Lehrerin mitspielt. Und das muss sie.

Rufe in der Schule an und frage, wann Du mit Deinem Mann zum Gespräch mit der Schulleitung kommen kannst. Bringt dann alle Unterlagen mit. Kommt zu zweit, das wird ernster genommen, als wenn nur die Mutter kommt.

Betont beim Gespräch, dass Ihr Euch nur Kooperation wünscht. Schimpft nicht auf die Klassenlehrerin und beschwert Euch auch nicht. Sagt nur, dass eine Lösung gefunden werden musst, wie Deine Tochter zum Nachteilsausgleich kommt, und wie der konkret aussehen soll.

Seid also freundlich und konstruktiv - aber glasklar und unnachgiebig in der Sache.

LG

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Re: LRS

Antwort von cube am 24.06.2019, 11:10 Uhr

Nein, die Lehrer können das nicht einfach ablehnen. Im Prinzip sagen sie damit ja auch, dass sie Test bzw. die Ergebnisse nicht anerkennen und das liegt nicht in ihrer Entscheidungsbefugnis.
Das die offenbar nichts o viel Ahnung haben oder haben wollen sieht man meiner Meinung nach auch daran, dass solche Aussagen wie "schauen, woher es kommt" fallen.
LRS ist wie Dyskalkulie nichts, woran irgendjemand Schuld ist und man nur die Ursache finden muss und dann wird das schon wieder.
LRS st die Ursache für Probleme in dem Bereich.
Oder gibt es irgendwelche Dinge/"Baustellen", durch die die LRS begünstigt wird und die man auch angehen müsste?
Auf jeden Fall zum Schulleiter und auf den Nachteilsausgleich bestehen (dafür warst du ja schließlich im SPZ und hast von Fachleuten diagnostizieren lassen) und mit den Lehrern besprechen, welche Möglichkeiten diese haben/anbieten, deine Tochterdahingehend besser zu fördern.

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Re: LRS

Antwort von Sume76 am 01.07.2019, 23:20 Uhr

Hallo! Ich kann Dir nur sagen, wie es hier in Bayern gehandhabt wird. Hier müsstest du mit der Bescheinigung zum Schulpsychologen und sie quasi bestätigen lassen. Das ist eigentlich nur eine Formalie. Dann kannst du beim Schulleiter einen Nachteilsausgleich beantragen. Welche Maßnahmen ergriffen werden, entscheidet tatsächlich die Schulleitung in Absprache mit der Klassenlehrkraft. Eine LRS -Festung in der 1. Klasse finde ich ungewöhnlich. Der Leselernprozess ist erst zum Ende der 2. Klasse abgeschlossen, dann wird meist getestet.
Wichtig ist, dass ihr jetzt Gespräche mit der Schule führt und euch beraten lässt, z.B. Schulpsychologen. Hier wird an vielen Schulen kein LRS- Kurs angeboten, aber man kann so etwas auch extern machen. Mögliche Ursachen müssen natürlich weiter abgeklärt werden. Oft findet man keinen Grund, manchmal liegt aber tatsächlich eine auditive Wahrnehmingsstörung o.ä. vor. Aber da seid ihr ja im SPZ sicher beraten worden.
Wichtig ist, dass das Lesen trotzdem weiter gefördert wird. Es ist ja nicht nur in der Schule wichtig, sondern auch im Leben.
LG und alles Gute für Euch!
Sanne

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Re: LRS ist meist nur in der Schule ein Problem!

Antwort von wowugi80 am 22.08.2019, 22:11 Uhr

Was heißt denn hier "woher das kommt", da möchte ich der Lehrerin aber sofort bescheid geben! Wenn die Lehrerin da nicht mitzieht, würde ich ganz schnell nach einer anderen Schule suchen!
Ich habe Dyskalkulie, eine Teilleistungsschwäche, die vor 30 Jahren noch völlig unbekannt war. Erkannt wurde sie spät, in der dritten Klasse. Ich war damals rechnerisch etwa auf dem Stand einer Erstklässlerin. Ich wurde dann nicht mehr benotet in Mathe, saß aber beim ganz normalen Unterricht dabei. Ich musste mit einer Nachhilfelehrerin ganz von vorne beginnen, jede Woche eine Stunde extra. Sie hat mir beigebracht Zahlenräume zu verstehen, mir Mengen vorzustellen. Das ganze ging über vier Jahre, dann hatte ich meine Kameraden halbwegs eingeholt. Dann ging ich zum Glück auf eine reformpädagogische Schule in der es bis zur 9. Klasse keine Noten gab. Herrlich! Ich bin regelrecht aufgeblüht. Vielleicht ist sowas auch etwas für eure Tochter? Wenn es keine Zahlen gibt, mit denen die Kinder bewertet werden, dann gibt es weniger Druck, Stress und Angst. Gerade für Kinder mit Teilleistungsschwäche eine echte Erleichterung. Ich bin zb ein großer Fan von Waldorfschulen, auch aus diesem Grund.
Mit Legasthenie kenne ich mich nicht so gut aus, aber ihr solltet sie unbedingt neben der Schule fördern, damit sie nicht weiter zurück hängt und die Frustration immer größer wird. Da gibt es mit Sicherheit speziell geschulte Lehrkräfte, frag doch mal in dem Frühförderzentrum nach. Und ihr müsst ihr unbedingt immer das Gefühl geben, dass das kein Mangel ist. Sie ist ein völlig normales Kind, das klug und schlau ist und fantastische Fähigkeiten hat. Nur beim Lesen und Schreiben braucht sie halt etwas mehr Hilfe. Deshalb kann sie trotzdem alles erreichen, was sie sich wünscht. Ich hab übrigens Abi gemacht, studiert und bin heute ziemlich erfolgreich in meinem Job Mein Cousin hat LRS, hat auch sein Abi gemacht, Möbeldesign studiert und leitet heute eine erfolgreiche eigene Firma mit mehreren Angestellten. Schau mal hier, das muntert dich und deine Tochter bestimmt ein bisschen auf:

http://www.legasthenie-karriere.com/beruehmte-legastheniker/

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