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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von pestolina am 08.03.2005, 12:10 Uhr

Hoher Leistungsdruck

Hallo,
heute habe ich auch mal eine Frage. Meine Tochter (6) geht in die erste Klasse und obwohl sie inhaltlich und auch mündlich sehr gut dabei ist, arbeitet sie sehr, sehr langsam. Sie schafft oft die Arbeitsblätter nicht und muss zu Hause viel nacharbeiten. Bei uns wird mit den FU UND FARA Arbeitsheften gearbeitet und gestern hat sie sowohl das gelbe als auch das grüne Heft mit dem Kommentar, die anderen Kinder (insgesamt 18) seien nahezu fertig damit, sie solle doch bitte die restlichen Seiten nacharbeiten, mitgebracht. Mein Sohn (8) hatte auch diese Hefte und seine Klasse war erst gegen Ende des ersten Schuljahres damit durch. Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob unsere Tochter wirklich zu langsam ist oder ob die Lehrerin einen für die erste Klasse völlig überzogenen Leistungsdruck aufbaut (mein Eindruck). Von Anfang an waren bei den Hausaufgaben (Lesen und Schreiben) viele Buchstabenund Laute (z.B. SCH, CH, ß) dabei, die noch gar nicht gelernt wurden. Während des Keksebackens mussten die Kinder plötzlich in totaler Hektik irgendwelche Arbeitsblätter zum Buchstaben B bearbeiten. Unter vielen Arbeiten steht, als wievieltes Kind die Aufgaben erledigt wurden.
Die Lehrerin erscheint mir sehr hektisch, laut und impulsiv. Daher meine Frage: ist ein solcher Leistungsdruck in einer ersten Klasse normal? Welche Erfahrungen habt Ihr in anderen Schulen gemacht? Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Lehrerin in irgendeiner Form auf die Schüler und ihre Schwächen eingeht. Und ich finde es schade, wenn die Schulzeit schon mit derartigen Druck anfängt.

Ich würde mich freuen, eure Erfahrungen und Meinungen zu hören!

Viele Grüße
Lisa

 
5 Antworten:

Re: Hoher Leistungsdruck

Antwort von Birgit67 am 08.03.2005, 14:07 Uhr

also ich finde das schon heftig wie es abgeht. Dass es immer mal wirklich langsame Kinder gibt das ist normal.
Bei uns wird mit Wochenblätter gearbeitet, die Aufgaben darauf müssen in der Freiarbeitszeit erledigt werden, im Unterricht gibt es normale Hausi. Nur wenn ein Kind sehr weit seinem Wochenplan hinterherhinkt, werden diese Aufgaben zusätzlich zu den Hausi mit nach Hause gegeben. Ich kenne jetzt keinen in der Klasse meines Sohnes, die sehr stark zurückhängen.

ansonsten bekommen sie nur Dinge zu lesen mit den Buchstaben die sie bereits gelernt haben und da sind wirklich keine anderen Buchstaben dann dabei.

Bei uns geht das ganze ziemlich locker und unstressig zu, aber villeicht hängt auch das damit zusammen, dass wir eine Bewegte Grundschule mit Montessorilehrkonzept haben.

Ach ja, wir arbeiten mit dem Buch Abrakadabra und Zauberalphabet mit Nono und Co.

Gruss Birgit

Re: Hoher Leistungsdruck

Antwort von KaMeKai am 08.03.2005, 16:31 Uhr

Hallo,
in der ersten Klasse meiner Tochter ist es zum Glück ganz anders. Die Kinder werden tatsächlich individuell gefördert und bekommen öfters mal ihrem Leistungsstand entsprechende Arbeitsblätter. Ansonsten kenne ich das auch nicht, dass ein langsameres Kind so zur Schau gestellt wird.

Versuch mal vorsichtig mit der Lehrerin zu reden, aber ich befürchte, das bringt nicht so viel (wie Du sie beschrieben hast).
Gibt es Parallelklassen, wo Du Dich erkundigen kannst, wie weit sie sind?

Ansonsten stärk Deine Tochter und ermutige sie. In der 3. Klasse wird sie wohl eine neue und hoffentlich bessere Lehrerin bekommen.
LG
Kathrin

@KaMeKai

Antwort von Biene am 08.03.2005, 16:45 Uhr

deine Aussage "In der 3. Klasse wird sie wohl eine neue und hoffentlich bessere Lehrerin bekommen" ist sehr gefährlich, denn auch bei uns wurde das massive Problem mit der Lehrerin JAHRELANG totgeschwiegen, keiner hat sich getraut mal den Mund aufzumachen. Nur hintenrum wurde geschimpft!!! Und für ein Kind, dem es in der Schule nicht gut geht, und dass vielleicht sogar vor allen Kindern blamiert wird, weil es zu langsam ist, können 2 Jahre verdammt lang werden. Und wenn der Wille und die Freude mal gebrochen sind, wie soll das Kind dann 13 Schuljahre durchstehen?? Die Schulkarriere ist dann fast schon vorprogrammiert. Keiner MUSS Abi machen, aber auch ein Hauptschulabschluss sollte 'ordentlich' sein. Sind dann auch 9 oder 10 Jahre, die sich ein Kind ohne Freude durch die Schule quält.

Wer sagt denn, dass es in der 3. Klasse eine nettere Lehrerin bekommt?

Bei uns waren wir die ERSTEN, die nach erfolglosen Schlichtungs-Versuchen, einfach die Schule gewechselt haben, zum Halbjahr der 1. Klasse. Nun haben sich aber sogar schon andere Eltern über die alte Lehrerin beschwert! ENDLICH!!! Klappe halten ist sehr gefährlcih! Auch wenn das Problem gering erscheint... Kinder empfinden das anders.....

Ich bin da ein gebranntes Kind, wir haben genug mitgemacht - in nur einem halben Jahr.
LG

Re: @KaMeKai

Antwort von KaMeKai am 08.03.2005, 17:56 Uhr

Hallo Biene,
ja es stimmt schon, dass die Kinder schwer leiden müssen, wenn die Lehrerin so eine Beisszange ist.
Wenn der Leidensdruck noch erträglich ist, würde ich zum Durchhalten raten. Klar, wenn es gar nicht mehr geht, bei der Direktorin beschweren und schlimmstenfalls die Schule wechseln. Gut wäre natürlich, wenn sich mehrere Eltern zusammentun und gemeinsam gegen eine uneinsichtige Lehrerin vorgehen.

Ich habe vor der Einschulung meiner Tochter auch mit dem schlimmsten gerechnet, aber sie hatte wirklich total Glück mit der Lehrerin.

Ich weiss nicht, was ich in Deiner Situation getan hätte. Ich kann meine Tochter gar nicht jeden Tag mit dem Auto in die nächste Privatschule kutschieren, weil ich arbeite.

Freut mich, dass es bei Deinen Kindern jetzt gut läuft.
LG
Kathrin

Re: Hoher Leistungsdruck

Antwort von RenateK am 09.03.2005, 14:46 Uhr

Bei uns läuft das ganz anders, die Kinder sind alle individuell weit. Es gab ein Arbeitsheft zum Buchstabenschreiben lernen, das mein Sohn Weihnachten als letzter fertig hatte, aber vorher nacharbeiten musste er deshalb nicht. Dagegen ist er in Mathematik jetzt seit einigen Wochen mit dem Material der zweiten Klasse zu gange, während mit dem ersten Klasse noch nicht fertig sind (müssen sie ja auch erst bis zu den Sommerferien). Die Hausaufgaben sind bei uns auch so, dass nicht etwas bestimmtes geschafft werden muss, sondern 20 Minuten konzentriert daran gearbeitet, was dann nicht fertig ist, muss auch nicht gemacht werden.
Gruß, Renate

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